{"id":8051,"date":"2013-06-23T00:28:17","date_gmt":"2013-06-22T22:28:17","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/?p=8051"},"modified":"2013-12-25T14:52:02","modified_gmt":"2013-12-25T13:52:02","slug":"windows-9-die-ruckkehr-der-roms","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2013\/06\/23\/windows-9-die-ruckkehr-der-roms\/","title":{"rendered":"Windows 9 &#8211; die R&uuml;ckkehr der ROMs"},"content":{"rendered":"<p>Nach dem Windows Schweinezyklus (auf jede gute Version folgt eine, die man in den Papierkorb deponieren kann) m&uuml;sste Windows 9 wieder ein gutes Windows werden und in der Tat verspricht uns Microsoft f&uuml;r die n&auml;chste Version noch mehr Geschwindigkeit und Sicherheit. Windows 9 wird aber auch noch mehr den PC mit dem Smartphone zusammenf&uuml;hren. Gab es bei Windows 8 schon die umstrittene Gestensteuerung die f&uuml;r PC&#8217;s im besten Fall &uuml;berfl&uuml;ssig ist, so wird Windows 9 nun auch in der Installation und dem Start sich einem Smartphone ann&auml;hern.<!--more--><\/p>\n<p>Damit ist Schluss mit dem seit drei Jahrzehnten gewohnten Booten, mit der Zeit kurz Kaffee zu machen, sich die Z&auml;hne zu putzen oder anderes zu erledigen. Windows 9 soll wie bei einem Smartphone in einigen Sekunden booten. Wovon sich Microsoft auch weitgehend abwenden will ist das Einzelkundengesch&auml;ft. Es war schon in den letzten Jahren stark r&uuml;ckl&auml;ufig. Immer weniger kauften sich Windows und installiertem es auf ihrem PC, die meisten bekamen Windows mit dem neuen PC vorinstalliert, bzw. es wurden Volumenlizenzen auf Firmen PC&#8217;s installiert.<\/p>\n<p>Microsoft r&uuml;ckt ab von dem klassischen Bootkonzept und hat daf&uuml;r auch eine neue UEFI Funktion &#8222;SSD-Fastboot&#8220; eingef&uuml;hrt. Ist diese aktiviert so wird beim Start kein POST mehr durchgef&uuml;hrt und automatisch von dem voreingestellten ersten Laufwerk gebootet. Voraussetzung ist ein angepasstes BIOS. Doch das alleine reicht nicht. Windows wird man erstmals nicht mehr als Datentr&auml;ger und Download erhalten, sondern wie bei Smartphones als Hardware in Form von Flash Speichern. Windows gibt es in Form einer Mini-SSD von 32 GByte Gr&ouml;&szlig;e, die an einen SATA Stecker\u00a0angeschlossen wird. Um die Montage so einfach wie m&ouml;glich zu machen, ist es ein einfacher SATA-Stecker mit einem dahinterliegenden etwa SD-Card gro&szlig;en Speicherbereich. So muss man keine SSD im internen Schacht verschrauben. Nach dem Start bindet Windows andere vorhandene SSD oder HD ein, wobei das Startlaufwerk aus der Windows SSD und dem ersten Laufwerk gebildet wird.<\/p>\n<p>Der Bereich der SSD ist zweigeteilt. In 16 GByte ist Windows 9 in der aktuellen Konfiguration untergebracht, in den zweiten 16 GByte eine Sicherheitskopie. Auf sie kann w&auml;hrend des laufenden Betriebs nur mit einem Update-Prozess zugegriffen werden, der mit Kernel-System Rechten l&auml;uft. Er spielt Sicherheitsupdates ein, andere Updates wie von Programmen und Treibern sind nicht vorgesehen.<\/p>\n<p>Alle Windows 9 Installationen sind beim ersten Start gleich, danach holt sich Windows jedoch die aktuellen Treiber f&uuml;r die verbaute Hardware von Microsoft. Nicht ben&ouml;tigte werden gel&ouml;scht. Weitere Geschwindigkeit beim Booten bringt das schon von den Vorg&auml;ngerversionen bekannte vorgehen, den Desktop anzuzeigen, wenn eigentlich noch nicht alle Autostarteintr&auml;ge abgearbeitet sind. Dies geht bei Windows 9 noch weiter: nun werden auch Treiber erst nachgeladen. Windows 9 startet zun&auml;chst nur mit Display, Chipsatz und Tastatur\/Maustreiber. Erst wenn das System schon l&auml;uft werden Sound-, Netzwerktreiber und 3D-Beschleunigungstreiber sowie Treiber f&uuml;r Steckkarten\/USB Ger&auml;te nachgeladen. Damit soll ein PC in etwa so schnell booten wie ein Smartphone &#8211; in 5 Sekunden gerechnet vom Dr&uuml;cken des Einschalt-Knopfs bis zum Erscheinen des Desktops.<\/p>\n<p>W&auml;hrend das System f&uuml;r Computerhersteller einiges vereinfacht, da sie keine Images mehr einspielen m&uuml;ssen, sondern nur ein Modul einstecken, was problemlos bei der Herstellung geht. wird die Prozedur f&uuml;r Privatanwender wohl zu umst&auml;ndlich sein, zumal durch die Chips die Kosten f&uuml;r Windows 9 um 20 Dollar h&ouml;her als bei der Vorg&auml;ngerversion sind. Daf&uuml;r ist Windows auch im laufenden Betrieb so schnell wie wenn man eine SSD installiert hat. Das betrifft aber nur Windows und nicht installierte Programme. Denn sowohl den Pfad &#8222;User&#8220; wie auch &#8222;Programs&#8220; werden auf dem verbauten HD\/SSD Laufwerk angelegt. Klar, 16 GByte werden gerade f&uuml;r Windows reichen. Gr&ouml;&szlig;ere SSD sind nicht vorgesehen.<\/p>\n<p>Wer parallel ein anderes Betriebssystem haben will, muss beim Einschalten gleichzeitig die Leertaste dr&uuml;cken, dann erscheint ein Bootmen&uuml; des BIOS, das neben Windows auch die Kopie, das Notfall Windows enth&auml;lt sowie ein Booten von allen Laufwerken erlaubt. Dauerhaft kann man dies im Bios abschalten, dann erscheint immer das von fr&uuml;her bekannte Bootmen&uuml;.<\/p>\n<p>Das Notfallwindows in den zweiten 16 GByte erlaubt eine Reparatur des installierten Systems, Dateien oder das ganze System k&ouml;nnen durch Kopien des Notfall-Windows ersetzt werden. Weiterhin kann es sicher durch Virenscanner gepr&uuml;ft werden MS Security Essentials ist schon an Bord, &uuml;ber eine bestehende Internetverbindung k&ouml;nnen McAffee, Norton Antivvirus und Kaspersky als Dateiscanner heruntergeladen werden. Sie werden aber nicht installiert und m&uuml;ssen bei jedem Scan neu bezogen werden.<\/p>\n<p>Kritik, man wolle mit dem neuen System nur Raubkopien weiter einschr&auml;nken, weil ohne das Modul Windows nicht l&auml;uft, auch wenn man &uuml;ber ein Backupprogramm die SSD ausliest und auf eine HD &uuml;bertr&auml;gt, weist Microsoft von sich. Diese w&uuml;rde mit der bei Windows 8 obligatorischen Bindung an ein Microsoft Konto eh keine Rolle mehr spielen. Vielmehr ging es darum den PC an das Smartphone anzugleichen, vom Bedienkonzept bis zum Verhalten.<\/p>\n<p>Windows 9 d&uuml;rfte auch wieder eine fast vergessene Schnittstelle wieder zum Einzug verhelfen: e-SATA. Es kann auch als Modul an eine e-SATA Schnittstelle angekoppelt werden, wodurch ein &Ouml;ffnen des Geh&auml;uses entf&auml;llt. In Tests konnte man so auch Windows an verschiedene PC&#8217;s anschlie&szlig;en. Es ist aber trotzdem kein portables Windows, da alle Benutzereinstellungen und Programme fehlen und wenn der andere PC andere Hardware hat, ist nach jedem Wechsel erst einmal das Updaten der Treiber f&auml;llig, wobei die aber (vom fr&uuml;heren PC stammenden) gel&ouml;scht werden um Speicherplatz zu sparen.<\/p>\n<p>Langfristig will Microsoft Windows gleich in den PC integrieren. Die meisten PCs laufen schon mit Windows. Wer es nicht braucht, muss es ja nicht benutzen oder er kann die SSD nach einer Neupartionierung mit Linux bespielen, das profitiert dann auch von dem SSD-Fastboot. Es k&ouml;nnte ab Windows 10 gleich in den Chipsatz integriert werden, Schon heute braucht man nur zwei Bausteine daf&uuml;r. Wenn Windows 10 erscheint k&ouml;nnte es nur noch einer sein. Das w&auml;re dann eine R&uuml;ckkehr der fr&uuml;hen Heimcomputerzeit, als diese alle aus dem ROM starteten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach dem Windows Schweinezyklus (auf jede gute Version folgt eine, die man in den Papierkorb deponieren kann) m&uuml;sste Windows 9 wieder ein gutes Windows werden und in der Tat verspricht uns Microsoft f&uuml;r die n&auml;chste Version noch mehr Geschwindigkeit und Sicherheit. Windows 9 wird aber auch noch mehr den PC mit dem Smartphone zusammenf&uuml;hren. 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