{"id":8306,"date":"2013-08-02T00:05:37","date_gmt":"2013-08-01T22:05:37","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/?p=8306"},"modified":"2013-08-01T22:06:51","modified_gmt":"2013-08-01T20:06:51","slug":"der-space-shuttle-hitzeschutzschild-teil-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2013\/08\/02\/der-space-shuttle-hitzeschutzschild-teil-2\/","title":{"rendered":"Der Space Shuttle Hitzeschutzschild &#8211; Teil 2"},"content":{"rendered":"<p>Wer es noch nicht getan hat, dem rate ich erst mal den ersten Teil zu lesen. Nachdem man nun vier Technologien f&uuml;r den Hitzeschutzschild zur Auswahl hatte, f&uuml;r welche sollte man sich entscheiden? 1969 gab es die erste Ausschreibung f&uuml;r das, woraus sich sp&auml;ter das Space Shuttle entwickeln sollten. Auch wenn das damalige System nicht gebaut werden sollte, so ben&ouml;tigte es doch einen Hitzeschutzschild. Alle drei Hauptbewerber hatten einige Gemeinsamkeiten. Die tragende Struktur sollte aus Titan bestehen, auch die thermisch nicht so stark beanspruchten Teile, wie die Fl&uuml;geloberseiten, waren in allen Entw&uuml;rfen aus Titan, nun als &#8222;Hot Structure&#8220; ausgelegt. Gemeinsam war auch das alle thermisch hochbelasteten Teile aus Reinforced Carbon Carbon (RCC) bestanden, das war z.B. die Nasenspitze.<!--more--><\/p>\n<p>Dann gab es Unterschiede. Grumman und North American bevorzugten RCC auch f&uuml;r die Fl&uuml;gelkanten, McDonnell dagegen Niob. North American w&auml;hlte Keramikkacheln aus Mullit f&uuml;r die Unterseite und Seitenteile des Orbiters. McDonnell Douglas dagegen die Nickellegierung Hastelalloy-x. Grumman nahm Rene 41 f&uuml;r die Seiten und Haynes 188 f&uuml;r die Fl&uuml;gelunterseite.<\/p>\n<p>Zwei von drei Entw&uuml;rfen setzten also auf &#8222;hei&szlig;e Strukturen&#8220;, nur einer auf RSI. In den n&auml;chsten Jahren wurden die Konzepte weiter studiert, auch weil es keine Zusagen von Nixon f&uuml;r eine Finanzierung gab. Weiterhin waren sie alle dem Pr&auml;sidenten zu teuer. Die NASA nutzte die Zeit indem sie 4 Millionen Dollar investierte. NASA Zentralen wurden aufger&uuml;stet um Fragestellungen und Probleme zu kl&auml;ren die es im Zusammenhang mit dem Projekt gab wie Aerodynamik, Materialien etc.<\/p>\n<p>425.000 Dollar wurde ausgegeben um Ablationsschilde weiter zu erforschen. Es wurde untersucht ob man diese nicht verschrauben k&ouml;nnte und man sie damit schneller auswechseln konnte, Nylon in Phenolharz sollte leichtgewichtiger sein als bisherigen Ablativschilde und die Dichte von RSI erreichen.<\/p>\n<p>525.000 Dollar gab es f&uuml;r die Forschung an Hot Structures, haupts&auml;chlich Superlegierungen aus Eisenmetallen wie Nickel, Chrom und Kobalt sowie Microquarz zu Isolation der Paneele. Bislang gab es nur wenig Erkenntnisse &uuml;ber die Legierungen vor allem nicht beim gro&szlig;fl&auml;chigen Einsatz.<\/p>\n<p>Mitte 1971 wechselten alle drei Raumfahrtfirmen auf Aluminium als Material f&uuml;r den Orbiter und verwarfen auch die Hot Structures. Stattdessen war f&uuml;r eine Zwischenzeit ein ablativer Hitzeschutzschild vorgesehen, der sp&auml;ter von RSI abgel&ouml;st werden sollte. Der Grund war sehr einfach. Alle drei Anbieter &uuml;bernahmen ein Konzept von Max Faget, dem f&uuml;hrenden Designer der NASA, der seit Mercury an jedem bemannten Raumfahrzeug ma&szlig;geblich beteiligt war. Er hatte in den vergangenen zwei Jahren das Konzept immer weiter verbessert. Sein letztes, MSC-040A sah nun einen Orbiter ohne Treibstofftanks vor, dieser Tank war eine eigene Stufe, dazu gab es eine zweite normale Raketenstufe als erste Stufe. Das Konzept lies noch offen ob parallel oder seriell gestuft wurde, aber es brachte den Durchbruch in den Kosten. Damit war ein Shuttle unter den Randbedingungen zu entwickeln, die bisher immer eine H&uuml;rde f&uuml;r die bisherigen Konzepte darstellten : die Peakfinanzierung musste unter 1 Milliarde Dollar im Wert von 1970 liegen.<\/p>\n<p>Der Entwurf MSC-040 verwandte Aluminium f&uuml;r die Orbiterstruktur und RSI f&uuml;r die Isolation. Max Faget erkl&auml;rte dies vor allem mit seinem konservativem Ansatz. Titan als Material f&uuml;r ein Flugzeug wurde bisher nur einmal verwendet &#8211; f&uuml;r die SR-71, die von Lockheed gebaut wurde. Bei Superlegierungen war die Situation noch schlimmer. Hochtemperaturfeste Legierungen gab es, doch die Werkst&uuml;cke waren klein, wie Turbinenbl&auml;tter f&uuml;r D&uuml;senflugzeuge. Er sah das Risiko das die Kosten aus dem Ruder liefen, und das bei einem sehr engen Kostenplan.<\/p>\n<p>Es gab allerdings auch gute Gr&uuml;nde, die gegen die Hot Structures sprachen. Sie waren nicht auf Aluminium zu befestigen, Aluminium w&auml;re schon bei geringen Temperaturen zu weich geworden. Aluminium hatte aber den Vorteil, das es eloxiert werden konnte, man erhielt eine raue Oberfl&auml;che, die sehr gut geeignet war einen Schild &#8222;anzukleben&#8220;. Das war mit Titan nicht m&ouml;glich. Die Oxidschicht war hier sehr d&uuml;nn. Aluminium war zudem das Standardmetall im Flugzeugbau, alle Firmen waren damit vertraut (der Bau der Orbiter unterschied sich auch kaum von dem eines jeden anderen Flugzeugs).<\/p>\n<p>Weiterhin gab es ein Problem: die Metalllegierungen waren nur sicher, wenn sie vor Oxidation gesch&uuml;tzt waren. Dazu wurden sie mit einer d&uuml;nnen Schutzschicht belegt. Sie sch&uuml;tzte sie vor Oxidation. Kein Problem bei einem einmal startenden Raumschiff, doch wenn diese Schicht z.b. aus Siliziumcarbid einen Kratzer erhielt, konnte ein Paneel verbrennen. Das war ein Problem das bei einem wiederverwendeten Raumfahrzeug leicht vorkommen konnte. Dar&uuml;ber hinaus mussten die Metallpaneele in Form gebogen werden und diese auch behalten, obwohl sich die Metalllegierungen bei den auftretenden Temperaturen von &uuml;ber 1000 Grads Celsius ausdehnten.<\/p>\n<p>Die Entscheidung war daher zuerst einen ablativen Schild zu verwenden und in der Zwischenzeit dann die RSI Technologie zur Einsatzreife zu entwickeln, obwohl es bisher nur die Kacheln selbst gab, was noch kein Hitzeschutzschild ist. Doch im Januar 1972 bestimmte Nixon, das Space Shuttle sollte von Anfang an in der Konfiguration erstellt werden, in der er eingesetzt werden sollte, damit waren ablative Schilde erst einmal abgeschrieben. Die Entscheidung f&uuml;r RSI war die meiner Ansicht nach mutigste im ganzen Programm. Die Haupttriebwerke waren auch neu, doch die &Auml;nderung betraf nur das Verfahren wie der Treibstoff gef&ouml;rdert wurde. Das Shuttle war erstmals abh&auml;ngig von Computern und Software, doch waren zum einen diese Systeme redundant abgesichert und es gab Forschungen der Landung mit unbenannten Gleitern und der X-15.<\/p>\n<p>Die Ausschreibung gewann North American und ihr Entwurf sah RCC an den Spitzenbelastungen vor, RCI auf der Unterseite und gro&szlig;en Teilen der Oberfl&auml;che. Doch welches Material sollte man nehmen? Im August bis November 1972 wurden Tests im Ames und Kennedy Sapce Center durchgef&uuml;hrt. Getestet wurden die Lockheed Kacheln LI-1500 und Li-0900 (so benannt nach der Dichte von 15 bzw. 9 Pfund pro Kubikfu&szlig;) und Kacheln aus Mullerit von General Electric. Sehr bald stellten sich die Lockheed Kacheln als &uuml;berlegen heraus. Mullerit gab eine zu hohe W&auml;rme&uuml;bertragung an die Struktur weiter, die mit jeder simulierten Mission zunahm. Es bildeten sich auch bald Risse. Die Entscheidung kam als ein 24 Kachel-Array einen Akustiktest von zwanzig simulierten Starts durchlief. Nur die Lockheed Kacheln blieben intakt.<\/p>\n<p>Etwa ein Jahr lang behielt die NASA noch ablative Schilde als Backupoption. Es g&auml;be Neuentwicklungen die zum einen die Kosten reduzieren sollten, die Schilde rasch auswechselbar machen w&uuml;rden und das Gewicht reduzieren sollten. Doch lange konnte man sich diese Option nicht offen lassen.<\/p>\n<p>Zwischen den LI-0900 Kacheln und einem Hitzeschutzschild gab es aber noch einen bedeutenden Sprung. Aber das sollte sich noch bei der Entwicklung zeigen. Die erste Herausforderung war, dass es nicht eine Kachel gab, sondern 34.000 verschiedene. H&auml;tte man die Oberfl&auml;che mit einer Standardkachel belegt, so w&auml;re sie wegen der Kr&uuml;mmung uneben gewesen. Das h&auml;tte eine turbulente Str&ouml;mung verursacht, welche die W&auml;rme&uuml;bertragung auf die Kacheln stark erh&ouml;ht h&auml;tte, weitaus mehr als die Kacheln aushalten konnte, Es zeigte sich, das schon die Fugen von den Kacheln gen&uuml;gend turbulente Str&ouml;mung verursachen und ihre Breite minimiert werden musste. So wurde jede einzelne Kachel computergesteuert aus einer Rohform herausgeschnitten. Die Einf&uuml;hrung von CNC-gesteuerten Maschinen machte dies erst m&ouml;glich. Vorher erwog man standardisierte Kacheln die sich nur in der Dicke unterschiede. Doch ergab eine Untersuchung, dass dieser Schutzschild zu schwer war. Indem jede Kachel in ihrer Form der Oberfl&auml;chenform folgte, konnte entscheidendes Gewicht gespart werden. Aber es gab einen Nachteil: Es war praktisch nicht m&ouml;glich Vorratshaltung zu betreiben. Bei 100 identischen Kacheln konnte man 20 weitere fertigen und hatte Ersatz. Bei 34000 Kacheln w&auml;re nur eine Ersatzflie&szlig;e pro Exemplar gleichbedeutend mit einer doppelt so hohen Produktion. Dabei hatte man noch Gl&uuml;ck, denn um weiteres Gewicht zu sparen, hatte man schon die Fl&uuml;gelfl&auml;che von 320 auf 250 m\u00b2 verkleinert. Die gro&szlig;en Fl&uuml;gel hatte das Shuttle weil das Milit&auml;r an einer hohen Querreichweite interessiert war, die sp&auml;ter nie gebraucht wurde. Die NASA Entw&uuml;rfe hatten St&uuml;mmelfl&uuml;gel, so wie heute das X-37B.<\/p>\n<p>Zusammen mit dem Ames Forschungszentrum wurde erst einmal die geeignete Glasur gesucht. Die Kacheln alleine waren zu por&ouml;s. Sie h&auml;tten Wasser wie ein Schwamm aufgesaugt und waren dadurch auch kratzempfindlich. Sie mussten glasiert werden. Die vorhandene Glasur von Lockheed LI-0050 war nicht brauchbar. Nach zwanzig simulierten Weidereintritten zeigten sich Kratzer auf der Oberfl&auml;che. Auch wenn die Kachel hielt und nicht besch&auml;digt wurde, konnte nun Wasser eindringen. Die Glasur musste wie die Kacheln 100 Eins&auml;tze &uuml;berstehen. Man fand einen neuen &Uuml;berzug bestehend aus Borsilikat, zu 90% aus Silikat und 10% aus Borat bestehend. Neu war ein Zusatz von SiB<sub>4<\/sub>, der beim Brennen zu Borsilikat oxidierte und den Boranteil erh&ouml;hte, damit glich sich der thermische Ausdehnungskoeffizient an den des Silikates der Kacheln an. Nicht umgesetztes SiB<sub>4<\/sub> w&uuml;rde, wenn es eine Besch&auml;digung der Oberfl&auml;che gab, beim Wiedereintritt zu Borsilikat oxidieren und so Mikrorisse ausf&uuml;llen.<\/p>\n<p>Die Kacheln auf der Oberseite waren wei&szlig; und erhielten nur diese Glasierung. Die auf der Unterseite mussten dunkler sein, weil ein schwarzer K&ouml;rper mehr Energie abgibt und sie h&ouml;her erhitzt wurden. Dazu wurde dem Glas dunkle Pigmente zugemischt. Nur bei ihnen war auch SiB<sub>4<\/sub> Bestandteil der Mixtur, die anderen Kacheln w&auml;ren maximal 650 Grad Celsius hei&szlig; geworden, da gab es noch keine Risse. Die beiden Kacheltypen waren auch unterschiedlich gro&szlig;. Schwarze ma&szlig;en im Durchschnitt 12 x 12 cm gro&szlig; und 1,3 bis 8 cm dick, weisse dagegen 9,5 bis 2 cm dick und 20 x 20 cm gro&szlig;. F&uuml;r den Teil des Orbiters, der nicht hei&szlig;er als 275\u00b0C wurde konnte man hochtemperaturfeste Textilmatten nehmen, die dann schon Quadratmeter gro&szlig; waren. Die am h&ouml;chsten thermsich belasteten Teile wie Fl&uuml;gelvorderkanten und Nasenspitze \u00b4bestanden aus RCC.<\/p>\n<p>Auch das RCC brauchte einen Schutz, ohne ihn w&uuml;rde der Kohlenstoff bei der Temperatur von &uuml;ber 1600 Grad Celsius verbrennen. Es wurde mit einer Mixtur von Siliziumcarbid, Silikat und Aluminium gepackt und bei 1650 Grad Celsius in einer Argonatmosph&auml;re &#8222;gebacken&#8220;. Das oxidierte das Aluminium zu Aluminiumoxid und reduzierte das Silizium zu Siliziumcarbid. Als Resultat war es von einer festen Schicht von Siliziumcarbid &uuml;berzogen.<\/p>\n<p>Die Jahre nach 1972 bestanden zuerst darin das Design festzulegen. Das war nicht nur eine theoretische Arbeit, sondern es gab in dieser Zeit zahlreiche Versuche. Die NASA f&uuml;hrte mit dem Space Shuttle bis Ende 1979 &uuml;ber 35.000 Versuche im Windtunnel durch, das entsprach 40% aller Stunden in den USA. Mehrere Anlagen wurden parallel f&uuml;r verschiedenste Fragestellungen genutzt. Um turbulente Str&ouml;mung zu untersuchen, gab es z.B. zwei Anlagen mit einem 60 bzw. 20 MW starken Lichtbogen der eine lokale Erhitzung und damit turbulente Str&ouml;mung erzeugen konnte. 1974 und 1975 erprobte man einen neuen Typ LI-2200 mit etwas h&ouml;herer Dichte, aber h&ouml;herer Festigkeit. Es wurde in der Nasenkappe wo der Atmosph&auml;re Staudruck sehr hoch war, eingesetzt. Es stellte sich auch auf, dass man bestimmten Stellen auf der Fl&uuml;geloberseite lokal sehr hohe Temperaturen entstehen konnten. Den Hitzeschutz wollte man nicht vollst&auml;ndig &uuml;berarbeiten, so brachte man an diesen exponierten Kanten einen ablativen Schutz an. Extensiv wurden Temperaturempfindlichkeit, Lebensdauer &uuml;ber 100 Missionen, Belastungsf&auml;higkeit durch Akustik oder hohe Luftfeuchtigkeit oder Regen untersucht. Es stellte sich heraus, dass die Kacheln von anderen Materialen darin abwich, dass sie nicht fest spezifizierte Werte hatte. Vielmehr schwankten die Daten rund um einen Grenzwert. Sie gehorchten einer statistischen Verteilung, das bedeutet einige Kacheln w&uuml;rden viel h&ouml;here Belastungen aushalten, andere w&uuml;rden schon bei den Normbelastungen (die nat&uuml;rlich unter der Minimalbelastung liegen) versagen. Vorehrsagen welche Kachel es sein wird war nicht m&ouml;glich. Die Entwicklung des Designs umfasste 360 Tests mit den unterschiedlichsten Fragestellungen. Es gab auch spezielle Fragestellungen zu untersuchen. So musste man die Verkleidung des Landefahrwerks pr&uuml;fen, es d&uuml;rften beim &Ouml;ffnen keine Kacheln abgetrennt werden. RCS D&uuml;sen entliehen ihr Abgas nahe der Kacheln und am Nutzlastraum musste es Dichtungen geben um ihn &ouml;ffnen zu k&ouml;nnen. Es wurden Methoden entwickelt um die die Kacheln untersuchen zu k&ouml;nnen und auch zu pr&uuml;fen ob sie korrekt platziert waren, was bei einer geforderten Genauigkeit im Submilimterbereich nicht ganz einfach war.<\/p>\n<p>Es schloss sich die Design Verifikation an, die noch 50 Tests umfasste, nun aber ganze Subsysteme des Orbiters umfassten, wie die Spitze eines Fl&uuml;ges mit zwei RCC Paneelen. Als Ergebnis der Tests wurde einiges ge&auml;ndert, so das Layout der weisen RSI und Nylonplatten. F&uuml;r den &auml;u&szlig;eren Beobachter war die Verk&uuml;rzung der Fl&uuml;geloberfl&auml;che von 320 auf 250 m\u00b2, der &Uuml;bergang zu einem Vorfl&uuml;gel und der Wegfall der Rettungsraketen das auff&auml;lligste was sich nach 1972 am Shuttle &auml;nderte. Untersucht wurde auch ob die RCC einem Mikrometeoritenaufprall standhalten konnten. Beschossen wurden sie mit Metallkugeln mit einer Geschwindigkeit bis zu 6,6 km\/s und einer Energie von 74 Joule. &Auml;hnliche Versuche gab es auch bei den Kacheln. Es zeigte sich aber, das selbst einzelne Kacheln ausfallen konnten. Als problematisch entpuppte sich die Belastung beim Start, der Schalldruck durch die beiden SRB k&ouml;nnte die Kacheln zum Abfallen bringen. Viele Tests, vor allem der Anbringung und ob diese halten w&uuml;rde folgten.<\/p>\n<p>Sehr fr&uuml;h hatte man sich entschlossen die Kacheln nicht direkt auf der Aluminiumhaut anzubringen, sondern eine Zwischenschicht einzubringen. Die Keramiken hatten einen so geringen Ausdehnungskoeffizient, dass sie durch die viel geringere Erw&auml;rmung des Aluminiums rei&szlig;en w&uuml;rden. Es wurde eine Zwischenschicht, genannt Strain Isolator Pad (SIP=) einbracht, die aus der elastischen Textfaser Nomex bestand. Im n&auml;chsten Teil geht es dann um die Entwicklung des Hitzeschutzschildes.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wer es noch nicht getan hat, dem rate ich erst mal den ersten Teil zu lesen. Nachdem man nun vier Technologien f&uuml;r den Hitzeschutzschild zur Auswahl hatte, f&uuml;r welche sollte man sich entscheiden? 1969 gab es die erste Ausschreibung f&uuml;r das, woraus sich sp&auml;ter das Space Shuttle entwickeln sollten. 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