{"id":8620,"date":"2013-10-09T00:06:50","date_gmt":"2013-10-08T22:06:50","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/?p=8620"},"modified":"2013-10-10T01:31:15","modified_gmt":"2013-10-09T23:31:15","slug":"die-ssme-die-entwicklung-1975-1980","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2013\/10\/09\/die-ssme-die-entwicklung-1975-1980\/","title":{"rendered":"Die SSME: Die Entwicklung (1975-1980)"},"content":{"rendered":"<p>So, heute der gr&ouml;&szlig;te Block, n&auml;mlich die Entwicklungsgeschichte der SSME<\/p>\n<p>Die Entwicklung des SSME verlief wie die anderer Triebwerke. Schon w&auml;hrend das Design noch ausgearbeitet wird gibt es zahlreiche Labortests um geplante L&ouml;sungen genauer zu untersuchen, die Wahl von Materialen zu &uuml;berpr&uuml;fen, etc. In diesem Stadium gibt es aber noch keine Prototypen. W&auml;hrend dieser Phase gab 4566 Labortests und 1418 Hot-Fire Tests von Subsystemen.<\/p>\n<p>Es beginnt mit Tests der einzelnen Komponenten, eventuell sogar Subkomponenten. So kann man den Injektor testen, ob er den Treibstoff gleichm&auml;&szlig;ig vermischt, ohne Turbopumpen und Brennkammer zu haben, indem man den Treibstoff mit Druckgas f&ouml;rdert. Turbinen k&ouml;nnen auch elektrisch oder mit Druckgas angetrieben werden und Turbopumpen Wasser f&ouml;rdern. Das zweite ist das man sich auch in der Zeitdauer langsam an die Anforderungen herantastet. Sehr fr&uuml;h stehen oft die Brennkammern f&uuml;r Tests zur Verf&uuml;gung. F&uuml;r wenige Sekunden oder Sekundenbruchteile kann man sie auch ohne K&uuml;hlung betreiben. Danach koppelt man diese Komponenten, also z.B. den Vorbrenner mit der Turbine oder eine Turbopumpe die druckgef&ouml;rdert ist, mit einer Brennkammer.<!--more--><\/p>\n<p>Sind diese Tests abgeschlossen, so erfolgen die Tests der ganzen Triebwerke. Auch hier beginnt man mit kurzen Tests, oder mit Leistungsdaten unterhalb den Anforderungen an die Flugexemplare. Der Brennkammerdruck ist geringer oder das Schublevel. Die Tests tasten sich langsam an die Anforderungen des Triebwerks im Shuttle heran. Ist dann der Sollbetrieb erreicht, so erfolgen weitere Tests. Dabei wird viel Wert auf Tests gelegt die jenseits der Spezifikationen liegen, wie ein Betrieb &uuml;ber die Sollbetriebsdauer hinaus, bei erh&ouml;htem Schub oder es werden Fehlermodes wie ein ver&auml;ndertes Mischungsverh&auml;ltnis simuliert. So soll die Sicherheit gewonnen werden, das das Design zum einen mit diesen Situationen klar kommt, zum anderen lotet man so auch die Sicherheitsschwellen aus. W&auml;hrend dieser Zeit ist es normal, das Komponenten ausgetauscht werden, weil Probleme auftraten, am sie inspizierte oder einfach verschiedene L&ouml;sungen testet. Triebwerke werden mehrfach auseinander genommen, Lecks geschwei&szlig;t etc.<\/p>\n<p>Beim Space Shuttle kamen dann noch zwei weitere Tests hinzu. Zum einen arbeiten immer drei Triebwerke gleichzeitig. Sie werden in einer weiteren Phase auch zu dritt getestet und auch hier Fehlermodes erprobt, z. B. eines abgeschaltet und die anderen beiden m&uuml;ssen dann l&auml;nger arbeiten, um diesen Ausfall abzufangen. Des weiteren sind die Triebwerke verbunden mit einer eigenen Elektronik, dem Triebwerkskontroller. Auch sie muss im Verbund mit den Triebwerken getestet werden, denn sie steuert nicht nur die Triebwerke, sondern soll auch Abweichungen erkennen und ein Triebwerk sicher abschalten bevor es besch&auml;digt wird.<\/p>\n<p>Dem schlie&szlig;t sich die Zertifizierung an. Nun gibt es keine Ver&auml;nderung an den Triebwerken mehr. Die Entwicklung ist davon gepr&auml;gt, dass man wenn man Probleme erkennt die Konstruktion abge&auml;ndert und erneut testet. Bei der Zertifikation werden die Triebwerke in allen Bereichen getestet, die beim Flug vorkommen k&ouml;nnen. Diese Tests haben die Aufgabe eine statistische Sicherheit zu geben. Es ist zwar m&ouml;glich aufgrund von Tests, vor allem aber Sch&auml;tzungen die theoretische Sicherheit zu bestimmen, besser ist es aber, diese durch Tests zu ermitteln. Wenn beispielsweise 100 Missionen simuliert werden, also die Triebwerke 100-mal &uuml;ber die volle Betriebsdauer bei nominellem Schub betrieben werden, und es tritt kein Fehler auf, so kann man nach dem Gesetz von Bayes die Zuverl&auml;ssigkeit auf 99% absch&auml;tzen. W&uuml;rde man 99,9% anstreben m&uuml;sste man 1000-mal testen.<\/p>\n<p>Bei den Space Shuttle Triebwerken war eine Testdauer &uuml;ber 55 Missionen und 65.000 Testsekunden vor dem Erstflug gefordert. Sie mussten also mindestens 55-mal betrieben werden. 55 Missionen war auch ihre Solllebensdauer. Es waren zu Beginn des Programms 100 Missionen gefordert. Doch sehr bald wurde das Schublevel auf 109% angehoben. Ein Betrieb mit 109% Schub war vorher in sieben von 100 Missionen geplant. Das waren Abbruchmodi oder Missionen mit &uuml;berschweren Nutzlasten. Da das Space Shuttle als System aber nicht die Spezifikationen erf&uuml;llen konnte, mussten die Triebwerke leistungsf&auml;higer werden. So sollte nach einer &Uuml;bergangsfrist das 109% Schublevel der Normalschub sein, die NASA pr&auml;gte daf&uuml;r den Ausdruck &#8222;full Power&#8220;. Diese kleine Erh&ouml;hung um 9% senkte aber die Lebensdauer von 100 auf 55 Missionen ab. Das umfangreiche Testprogramm wurde begr&uuml;ndet durch die Risikoabw&auml;gung. In dieser waren die Triebwerke zu 48,41% an einem Verlust der Besatzung verantwortlich. Dagegen die SRB nur zu 30,79%. Sie waren der Posten mit dem h&ouml;chsten Risiko.<\/p>\n<p>Jedes Flugexemplar absolvierte vor dem ersten Einsatz ebenfalls ein Testprogramm. Es umfasste 13 Tests &uuml;ber 5000 s Sekunden Dauer, davon 3000 s bei vollem Schub. Viermal wurde es &uuml;ber die volle Missionsdauer von 520 s betrieben, einmal &uuml;ber 665 s, die kamen bei einem Abbruch vor. Die 5000 s Betriebsdauer entsprachen rund 9 Missionen. Das hatte den Vorteil, dass als Young und Crippen zu STS-1 abhoben, sie Triebwerke einsetzten die schon neun Missionen fehlerfrei am Boden bei Tests absolviert hatten.<\/p>\n<p>Nachdem man zuerst die Spezifikationen ausgearbeitet hatte und das Design ausgearbeitet, sollten schon 1974 die Tests von Prototypen der Triebwerke beginnen. Doch dies verz&ouml;gerte sich. Subkomponenten wie Turbopumpen oder Vorbrenner sollte Rocketdyne in seinem Teststand bei Coca in Kalifornien erfolgen. Dort gab es zwei Testst&auml;nde daf&uuml;r. Doch Verz&ouml;gerungen 1973 und 1974 zwangen zu einer Verz&ouml;gerung um sechs Monate. Im Sommer 1974 wurde daher der ganze Entwicklungszeitraum um 6 Monate nach hinten verschoben &#8211; inklusive des Jungfernfluges. Sp&auml;ter kam dann noch der Test der Brennkammer hinzu, allerdings mit einer verk&uuml;rzten D&uuml;se und einem Entspannungsverh&auml;ltnis von 1:35 anstatt 1:77,5, da sie nur 50% des normalen Schubs erreichte. Die Probleme hielten an und ein dritter Teststand wurde im Mai 1975 aktiviert.<\/p>\n<table class=\"auto-style3\" style=\"width: 100%;\">\n<tbody>\n<tr>\n<th colspan=\"2\">Komponententests<\/th>\n<\/tr>\n<tr>\n<th>Komponente<\/th>\n<th>Tests<\/th>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Brennkammer (verkleinert) und Z&uuml;ndung<\/td>\n<td>236<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Z&uuml;ndungssysteme und Vorbrenner<\/td>\n<td>918<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Brennkammer<\/td>\n<td>94<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Sauerstoffturbopumpe<\/td>\n<td>70<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Wasserstoffturbopumpe<\/td>\n<td>100<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Gesamt:<\/td>\n<td>1418<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>Der Test ganzer Triebwerke fand dagegen bei der NASA am Mississippi statt, dem heutigen Stennis Testcenter. Das Testprogramm war eng verzahnt, so verging teilweise nur ein Monat zwischen einem Test einer Komponente bei Coca und dem Einbau in ein Testtriebwerk und ein erneuter Test im NASA Zentrum.<\/p>\n<h2>Die Probleme<\/h2>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"alignleft\" alt=\"Entwicklungsgeschichte\" src=\"\/img\/ssme-entwicklungsgeschichte.jpg\" align=\"left\" \/>Sehr bald kamen beim Testprogramm R&uuml;ckschl&auml;ge vor. Der erste war am 12.3.1976. Ein Triebwerk sollte 65 s laufen, dabei 1 Sekunde lang 65% Schub erreichen. Dieses Level wurde auch erreicht, aber das Triebwerk wurde durch den Controller 20 s zu fr&uuml;h abgeschaltet. Er hatte einen Anstieg der Temperaturen in der Wasserstoffturbopumpe beobachtet und als sie 200\u00b0 Fahrenheit &uuml;ber der Spezifikation waren, &uuml;berschritten sie die rote Linie und er schaltete das Triebwerk ab. Positiv war, dass die Regelung durch den Controller auch in solchen Situationen funktionierte, doch er zeigte auch, das die Turbopumpe &uuml;berarbeitet werden musste.<\/p>\n<p>Es zeigte sich ein Ph&auml;nomen, das als untersynchroner Wirbel bekannt ist. Es f&uuml;hrte dazu, das der Rotor mit den Turbinenbl&auml;ttern sich nicht nur in der Drehachse drehte, sondern diese auch langsam rotierte. Die Turbinenbl&auml;tter schrammten an das Geh&auml;use und wurden abgerieben. Hei&szlig;es Gas konnte nun an ihnen vorbeistr&ouml;men. Gleichzeitig &uuml;bte er Kr&auml;fte auf die Lager aus und sch&auml;digte diese auch. Das Ph&auml;nomen ist in der Fluidmechanik nicht unbekannt und so untersuchte man andere Triebwerktests, in denen es auftrat und was man dagegen machte. Vier F&auml;lle konnte man identifizieren: beim J-2, zwei Projekten der Atomenergiebeh&ouml;rde und einem experimentellen Triebwerk mit 350.000 Pfund Schub. Man verst&auml;rkte die Lager und versteifte den Schaft, w&auml;hrend man die Drehzahlen bei Tests von 18.000 auf 37.000 U\/min verdoppelte, doch das Ph&auml;nomen verschwand nicht. Nach wie vor neigte die Turbopumpe zum &Uuml;berhitzen. Eine verst&auml;rkte Instrumentierung zeigte, woran es lag. Die Turbine erhielt ihr Gas vom Vorbrenner. das war sehr hei&szlig; und h&auml;tte die Turbine &uuml;berhitzt. Daher wurde ein Strom fl&uuml;ssiger Wasserstoff durch das innere des Schafts geleitet, um ihn zu k&uuml;hlen. Doch genau diese K&uuml;hlung war zu gering. Es bildete sich durch das Erw&auml;rmen des Wasserstoffs durch das umgebende hei&szlig;e Gas ein Wirbel, der den Fluss verringerte. Die L&ouml;sung war einfach: eine Blende von nur wenigen Millimetern Breite bildete ein Hindernis, das eine turbulente Str&ouml;mung an dieser Stelle erzeugte und somit das Ausbilden eines stabilen Wirbels verhinderte. Das Ph&auml;nomen des &#8222;subsynchronen Wirbels&#8220; war das gr&ouml;&szlig;te, das bei der Entwicklung auftrat.<\/p>\n<p>Das Testprogramm verz&ouml;gerte sich, weil Triebwerke schon nach kurzer Zeit abgeschaltet wurden. Die NASA reagierte darauf, indem sie im September 1976 einen zweiten Triebwerksstand im ISTB in Betrieb nahm. Trotzdem musste das Programm f&uuml;r diese erste Phase reduziert werden. 8000 s Komponententests der Turbopumpen waren geplant, man reduzierte dann die Anforderungen auf 2500 s. Doch erreichte man nur 2140 s. Im September 1976 war man erst bei 1100 s angekommen. Dabei war f&uuml;r diese Phase nur ein Betrieb bei 50% Schub vorgesehen. Es hatte auch Folgen. Durch die Explosion der Turbopumpe war dieser Teststand besch&auml;digt. Es gab zwei, einer war f&uuml;r die Tests der Wasserstoffturbopumpe vorgesehen, der andere f&uuml;r die LOX-Turbopumpe. Nun gab es nur noch einen. Obwohl die NASA eine Reparatur w&uuml;nschte, kam es nicht dazu, weil man dann w&auml;hrend diese lief den zweiten Stand au&szlig;er Betrieb nehmen m&uuml;sste. Die NASA reagierte darauf, dass sie die Turbopumpe gleich am Triebwerk testeten. Das w&auml;r sicher auch eine Ursache f&uuml;r die zahlreichen Probleme, die es in der Folge gab. In Coca wurden die Turbopumpen mit Druckgas angetrieben, die Bedingungen waren so &#8222;milder&#8220;. So brauchte die Turbopumpe bei Druckgas 8-9 s um auf volle Rotationsgeschwindigkeit zu kommen, am Triebwerk waren es 4,5 Sekunden. Fehler traten so schneller auf, aber sie waren dann auch gleich katastrophaler.<\/p>\n<p>Bei den Triebwerktests wurden zus&auml;tzlich zu den 128 Messungen die der Triebwerkscontroller machte noch 250 weitere Messungen gemacht und aufgezeichnet. Pro Test gab es 3 bis 10 Objektive die erreicht werden mussten. Die Dauer variierte zwischen 1,5 s beim Triebwerksstart bis zu 800 s bei Ausdauertests.<\/p>\n<p>Doch auch die Sauerstoffturbopumpe machte Probleme. Schon im Februar 1976 gab es Verz&ouml;gerungen als ein Teststand in Coca ausfiel. Ein Durchflussmessger&auml;t des Stands versagte, Teile gerieten in den Sauerstoffstrom, schlugen auf ein Ventil und l&ouml;sten ein Feuer aus, Sauerstoff str&ouml;mte aus, der Druck in der Turbine fiel und sie drehte durch, die Bl&auml;tter l&ouml;sten sich ab und zerst&ouml;rten das Geh&auml;use. Im Nu stand der ganze Teststand in Flammen. Ein Jahr sp&auml;ter versagte erneut eine Turbine, als sie durch das hei&szlig;e Gas vom Preburner &uuml;berhitzte. Sie schickte eine Flamme zur nur 60 cm entfernten Turbopumpe die fl&uuml;ssigen Sauerstoff transportierte &#8211; der Effekt war wie wenn man mit einem Schwei&szlig;brenner eine Gasleitung anschneidet &#8211; eine erneute Explosion war die Folge. Explosionen, bei denen Sauerstoff-Turbopumpen besch&auml;digt werden, gelten als problematisch, weil danach wenig &uuml;brig ist das man untersuchen kann. In fl&uuml;ssigem Sauerstoff verbrennen auch Metalle, oder wie man in der Fachsprache sagte &#8222;aus einem &#8222;Fuel Rich&#8220; Gemisch wird ein &#8222;component-rich&#8220; Gemisch&#8230;.<\/p>\n<p>Eine Kommission des US-Senats durchleuchtete im Dezember 1977 das damals schon arg in Verzug gekommene Programm. Bis dahin gab es folgende Tests:<\/p>\n<table style=\"width: 100%;\">\n<tbody>\n<tr>\n<th><\/th>\n<th>Ger&auml;te getestet<\/th>\n<th>Anzahl der Tests<\/th>\n<th>Gesamt Testsekunden<\/th>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Coca 1A Sauerstoff Turbopumpe<\/td>\n<td>3<\/td>\n<td>24<\/td>\n<td>161<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Coca 1B Wasserstoff Turbopumpe<\/td>\n<td>6<\/td>\n<td>27<\/td>\n<td>111<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>Das Komitee befand, dass diese Zahlen bei jeder bisherigen Entwicklung mindestens um den Faktor 10 h&ouml;her waren und empfahl viel mehr Tests auf Komponentenbasis. Die NASA verteidigte ihr Konzept der Tests am Triebwerk, aber man gab den Empfehlungen nach. Coca 1B wurde aufger&uuml;stet, Coca 1A repariert, ein weiterer Teststand bei Santa Susanna in Betrieb genommen und bei der NASA wo ganze Triebwerke getestet wurden, wurde ein neuer Teststand hinzugenommen.<\/p>\n<p>Die Konstruktion der Sauerstoff-Turbopumpe musste &uuml;berarbeitet werden. Nicht nur d&uuml;rfte die Turbine nicht versagen. Wenn es ein Versagen gab, d&uuml;rfte es nicht die Turbopumpe betreffen. Bei herk&ouml;mmlichen Antriebsaggregaten sitzen sie auf einem gemeinsamen Schaft in einem gemeinsamen Geh&auml;use. Vom gemeinsamen Geh&auml;use war man schon abgekommen, weil die Temperaturen bei der Turbine zu hoch waren. Was man nicht gemacht hatte, war die Trennung der Antriebswellen. Das w&auml;re m&ouml;glich gewesen, h&auml;tte aber die Konstruktion erheblich kompliziert und Verluste durch Reibung bedeutet. Rocketdyne fand aber eine andere L&ouml;sung. Der Zwischenraum zwischen den Geh&auml;usen wurde mit Helium unter Hochdruck gef&uuml;llt. Gab es ein Leck, so verhinderte dieser Hochdruck das Eindringen des Sauerstoffs.<\/p>\n<p>Die n&auml;chste Phase sollte 100% Schub erreichen, wenn auch nur &uuml;ber 60 Sekunden. Im M&auml;rz 1977 erreichte man dieses Level bei einem Lauf &uuml;ber 80 s Dauer. Das war ein gro&szlig;er Schritt hin zur einsatzbereiten Version, auch wenn diese sp&auml;ter &uuml;ber 500 s lang laufen sollte. Doch bald gab es den ersten R&uuml;ckschlag. Im selben Monat gab es das erste Feuer bei einem Triebwerkstest. Ein Triebwerk sollte &uuml;ber die volle Betriebsdauer von 535 s laufen, allerdings bei maximal 75% Schub. Nach 74,07 s schaltete der Triebwerkskontroller das Triebwerk ab, als er einen Abfall der Drehzahl der Sauerstoffturbopumpe feststellte. Zu diesem Zeitpunkt war diese aber schon in einem Nebel aus Rauch geh&uuml;llt und beim Abschalten fing das ganze Triebwerk Feuer. Durch die Instrumentierung konnte man die Ursache nahe einer Dichtung ausmachen. Die Dichtung bestand aus zwei Teilen, einem festen und einem beweglichen am Schaft. Es musste hier Reibung gegeben haben und Sauerstoff musste die Dichtung passiert haben. Die L&ouml;sung bestand in geringeren Fertigungstoleranzen bei den Dichtungen, sodass sie weniger aneinander rieben. Der Controller bekam engere &#8222;red lines&#8220; die nicht &uuml;berschritten werden d&uuml;rfen. Rocketdyne entwickelte dann eine &#8222;Interim&#8220; L&ouml;sung. Eine Dichtung mit einem Labyrinth auf der R&uuml;ckseite, durch die sich Sauerstoff erst herausarbeiten musste. Diese Dichtung erweis sich als so gut, dass es beibehalten wurde.<\/p>\n<p>Im August 1977 erreichte Triebwerk Nummer 2 100% &uuml;ber 301 Sekunden. Triebwerk Nummer 4 arbeitete 425 s lang bei 70% Schub. Doch im September schon gab es den n&auml;chsten R&uuml;ckschlag. Triebwerk Nummer 4 sollte 320 s lang laufen, 133 Sekunden mit 100% Schub, dann den Rest mit 90% Schub. Zu diesem Zeitpunkt gab es in den Daten der Beschleunigungsmesser starken Vibrationen an der Sauerstoff Turbopumpe. Nach 185 s verlagerten sie sich an das andere Ende. Dort befanden sich die Dichtungen. Es gab mehr Reibung und 103 s nach dem Start stiegen die Temperaturen in der Turbine an. Nach 200 s wich die Flussrate vom Tank von der in der Turbine ab &#8211; es musste ein Leck geben. Gleichzeitig stieg die Energieaufnahme der Turbine an. Nach 275 beschleunigten sich die Ereignisse: die Leistung nahm ab, Gas leckte, ein Feuer brach aus und besch&auml;digte die Dr&auml;hte zum Computer &#8211; erst dies l&ouml;ste das Abschalten aus. Dieser Vorfall l&ouml;ste das erste Verschieben des Jungfernflugs aus.<\/p>\n<p>Man vermutete die Ursache in den Lagern. Sie wurden verst&auml;rkt und ihr K&uuml;hlfluss verbessert. Das half sofort, die Vibrationen sanken. Sp&auml;ter entwickelte man ein mathematisches Modell der Rotordynamik und man konnte damit die Probleme besser nachvollziehen.<\/p>\n<p>Doch es gab auch andere Probleme. Im August 1977 schaltete ein Beobachter ein Triebwerk ab, als er ein Feuer beobachtete, Diesmal war der Wasserstoff-Vorbrenner durchgebrannt. Hier wurde die Ursache recht bald gefunden. Der Vorbrenner, eine Brennkammer im Kleinen, hatte um die Vibrationen zu begrenzen Blenden, &#8222;akustische K&auml;fige&#8220;. Sie erwiesen sich nach den bisherigen Testergebnissen als &uuml;berfl&uuml;ssig, konnten aber zu einer lokalen Ansammlung an hei&szlig;em Gas f&uuml;hren, das den Vorbrenner durchbrennen lies. Sie wurden entfernt und der Brenner geschwei&szlig;t und weiter ging das Testprogramm. Sp&auml;tere Vorbrenner bekamen zu den 132 R&ouml;hren in denen sich der Treibstoff vermischte, an der Au&szlig;enseite noch 36 R&ouml;hren in denen nur Treibstoff zur K&uuml;hlung eingeleitet wurde.<\/p>\n<p>Ende 1977 kam dann ein neues Problem auf. Die Rotorbl&auml;tter der Wasserstofftreibstoffpumpe hatten die Tendenz Risse auszubilden und in der Folge zu rei&szlig;en. Die Bl&auml;tter mussten enormen Belastungen standhalten. Es gab 122 Bl&auml;tter auf zwei R&auml;dern. Jedes etwa 1,3 cm breit und 2,5 cm lang. Dieses kleine Blatt &uuml;bertrug 600 PS auf den Schaft, wurde &uuml;ber 800 Grad Celsius hei&szlig; und nicht gek&uuml;hlt. Die Kraft die auf es einwirkte, entsprach einem Druck von 3500 bar.<\/p>\n<p>Die Turbinenbl&auml;tter waren aus einer Nickel-Superlegierung die von Martin Metals entwickelt wurde. Ein konventionelles Blatt wurde aufgeschmolzen und an einem Ende gek&uuml;hlt. Hier schieden die Kristalle in einer regelm&auml;&szlig;igen Struktur aus, die st&auml;rker als die unregelm&auml;&szlig;ige normale war. Gleichzeitig wanderten Carbide in das Metall, was die Steifigkeit weiter erh&ouml;hte. Mitte November 1977 gab es das erste Versagen von Turbinenbl&auml;ttern. Ein Blatt brach und bedingt durch die hohen Drehzahlen durchschlug es beide Rotoren und verursachte eine Menge Bruchst&uuml;cke. Die Turbopumpe vibrierte, der Triebwerkskontroller erkannte es, und schaltete das Triebwerk ab. Das war eine positive Nachricht. Bevor die Turbopumpe soweit besch&auml;digt war, das sie explodierte, hatte der Computer den Fehler erkannt und das Triebwerk abgeschaltet. Das Triebwerk hatte bei 70% der normalen Leistung gearbeitet, weit unterhalb der spezifizierten Leistung. Man machte eine Temperaturerh&ouml;hung von 760 auf 1150\u00b0C als Ursache aus, sah aber keinen Konstruktionsfehler und setzte die Tests fort. Zwei Wochen sp&auml;ter wiederholte sich bei 80% Schub das Ereignis, diesmal verstopften die Bruchst&uuml;cke den Wasserstofffluss, der dadurch weitgehend zum Erliegen kann. Das Triebwerk arbeitet weiter, nun mit einer sauerstoffreichen Gemisch, das zum Durchschmelzen Teile des Hei&szlig;gassystems f&uuml;hrten, bevor das Triebwerk abgeschaltet wurde. Gl&uuml;cklicherweise blieb der Schaden auf das Triebwerk beschr&auml;nkt. Es drang nichts nach au&szlig;en.<\/p>\n<p>Das l&ouml;ste eine langandauernde Untersuchung aus, die h&ouml;chste Priorit&auml;t hatte. Man setzte einen elektrischen Antrieb ein, der die Turbinen auf 38.000 Umdrehungen pro Minute brachte, um das Ph&auml;nomen unabh&auml;ngig von den Triebwerken zu untersuchen. Es zeigte sich, das es ein Problem mit der Befestigung gab, Die Bl&auml;tter mussten einerseits fest sein, andererseits waren sie starken Vibrationen ausgesetzt und durften diese nicht an den Schaft weitergeben. Die Befestigung musste also bis zu einem bestimmten Grad flexibel sein. Verlor die Anbringung sie diese Flexibilit&auml;t, so brachten die Vibrationen das Blatt zum Abbrechen nahe des Schafts. Risse waren erste Anzeichen, dass dies auftreten kann. Man installierte an jedes Blatt eine D&auml;mpfung welche die Vibrationen abd&auml;mpfte. Der Weg des hei&szlig;en Gases wurde angepasst sodass der thermische Stress geringer war und die Dichtungen welche die Turbine innen auskleideten, bekamen geringere Fertigungstoleranzen. Vor allem inspizierte man die Triebwerke regelm&auml;&szlig;ig. Doch man brauchte Zeit die Ma&szlig;nahmen umzusetzen: Erst im Sommer 1978 hatte man das erste Triebwerk soweit umger&uuml;stet: das Verschob den Jungfernflug um ein weiteres halbes Jahr.<\/p>\n<p>Feine Risse blieben in der Folge ein Problem. Bei regelm&auml;&szlig;igen Inspektionen entdeckte man immer wieder Risse auf den Rotorbl&auml;ttern. Auch wenn sie nicht so stark waren, dass eine Gefahr f&uuml;r die Turbine bestand, mussten sie doch beobachtet werden. Man beschloss, die Bl&auml;tter alle 15 Z&uuml;ndungen gr&uuml;ndlich zu inspizieren und gegebenenfalls auszuwechseln.<\/p>\n<p>Urspr&uuml;nglich sollte der Jungfernflug am 1.3.1978 stattfinden. Der hatte sich zwar schon zu Beginn des Programms aus Budgetgr&uuml;nden verschoben. Doch als der 1.3.1978 kam, war die Bilanz ern&uuml;chternd. Weniger als ein Zehntel der geforderten 65.000 s Testzeit waren akkumuliert. Seit August 1977 stand der Rekord bei 301 s Brennzeit. Das wurde seitdem nicht mehr erreicht &#8211; weit weg von der vollen Dauer &uuml;ber 520 und von dem Betrieb &uuml;ber 100%. Mehr noch: die Pannen rissen nicht ab. Am 2.2.1978 sollte Triebwerk Nummer 2 &uuml;ber 100 s bei 60% Leistung laufen. Das klappte noch. Am 10.2. waren 310 s bei 90% vorgesehen &#8211; der Controller schaltete es nach 33 s ab, weil ein Turbopumpensensor falsche Werte liefert. Am 12.2. sollte das Triebwerk 320 s laufen &#8211; es wurde nach 4,04 s abgeschaltet als die Vibrationen der Sauerstoffturbopumpe zu stark waren. Am 14.2. sollte es 300 s &uuml;ber 100% Leistung laufen &#8211; erneut stoppte der Computer es nach 4,2 s wegen Vibrationen. Ursache war in beiden F&auml;llen Kavitation an den Turbinenbl&auml;ttern. Am 15.2 wurde das Triebwerk nach 11,3 Sekunden abgeschaltet am 17.2. nach 3,57 s und am 21.2 nach 6,08 s. Diesmal allerdings mit Folgen. Ein neues Sauerstoffventil erlaubte einen zu hohen Sauerstofffluss. Der Temperatursprung im durch das sauerstoffreiche Gemisch Sauerstoffvorbrenner besch&auml;digte die Turbine, die an Effizienz verlor. Der Controller &ouml;ffnete nun wegen der Leistung das Sauerstoffventil weiter, dadurch stieg die Temperatur im Vorbrenner an und der Controller schaltete das Triebwerk ab. Doch es war zu sp&auml;t: die sauerstoffreiche Mischung hatte schon Teile beider Turbinen zum Schmelzen gebracht., Das Triebwerk musste f&uuml;r einen Monat repariert werden.<\/p>\n<p><!--werbungbeginn--> <!--#include virtual=\"nav\/werbung1.html\"--> <!--werbungend--><\/p>\n<p>Kaum war Triebwerk Nummer 2 mit neuen Turbopumpen im M&auml;rz wieder beim Teststand. Da gab es neue Probleme, diesmal mit dem Einspritzkopf. Einige der Sauerstoffleitungen wiesen Risse auf und erzeugten lokale Feuer. Triebwerk Nummer 2 kam zur&uuml;ck zu Rocketdyne zur &Uuml;berholung. Man machte sich keine Sorgen, denn Triebwerk Nummer 2 war das am l&auml;ngste im Einsatz stehende. Seit 1976 hatte es 122 Z&uuml;ndungen &uuml;berstanden. Mehr als die geforderten 55. So waren Risse zu erwarten. Triebwerk Nummer 5 nahm seine Rolle bei den Tests ein, und dieses neue Triebwerk erreichte schnell als erstes Triebwerk die volle Missionsdauer von 520 s. Doch bald gab es bei Triebwerk Nummer 5 die gleichen Probleme wie mit Triebwerk Nummer 2, und das obwohl es neu war. Es war nur 1000 s gelaufen, doch anders als Triebwerk Nummer 2 bei vollem Schub, wodurch die Rissen viel schneller auftraten, Die Leistungen mussten verst&auml;rkt werden. Sie wurden nun mit Stahlverst&auml;rkungen umgeben und das Problem verschwand.<\/p>\n<p>Im Juli 1978 wurde ein Triebwerk mit zahlreichen Instrumenten ausgestattet, die mehr Daten &uuml;ber die Sauerstoffturbopumpe liefern sollte. Von 14 Tests verliefen aber nur drei &uuml;ber die geplante Testdauer. Am 18.7.1978 explodierte die Sauerstoffturbopumpe nach 41,81 s. Es brach ein Feuer aus, doch das wichtigste war: durch die Instrumentierung konnte man den Fehler einkreisen. Ein Sensor der die Lager &uuml;berwachen sollte, versagte strukturell, rieb gegen den Rotor und entz&uuml;ndete ihn. Die Instrumentierung hatte diesmal f&uuml;r das Versagen gesorgt.<\/p>\n<p>Schon einen Monat sp&auml;ter sah es besser aus. Triebwerk Nummer 5 mit neuen Injektoren in Vorbrennern und Brennkammer stellte neue Rekorde auf. Ende des Monats hatte es 5000 s Brennzeit erreicht, davon 4500 s bei vollem Schub, 100 Sekunden lang sogar bei 102%. Erstmals hatte ein Triebwerk demonstriert, das mehrere Missionen bei vollem Schub &uuml;berlebte ohne das Komponenten ausgetauscht wurden.<\/p>\n<p>Im Oktober 1978 gab es erneute R&uuml;ckschl&auml;ge. Zwei Ereignisse traten unabh&auml;ngig voneinander auf. Das Drehmoment in der Wasserstoffturbopumpe war zu hoch und das Sauerstoffventil zu weit ge&ouml;ffnet. Als Folge verlor die Turbopumpe an Leistung, w&auml;hrend gleichzeitig der Druck in der Brennkammer anstieg. Die Brennkammer erzeugte Gegendruck und die Turbopumpe lief zu langsam hoch und erzeugte so ein Gemisch in den Vorbrennern, das zu sauerstoffreich war. Das erzeugte ein zu hei&szlig;es Verbrennungsgas das zum Durchbrennen der Turbinen f&uuml;hrte. Das zeigt sehr deutlich stark, wie die Systeme beim staged Combustion Verfahren verzahnt sind. Eine kleine Abweichung von den Sollwerten f&uuml;hrt zu einer Kette von Ereignissen, die schlie&szlig;lich zu einer Besch&auml;digung f&uuml;hrt.<\/p>\n<p>Im November kam Triebwerk Nummer 5 nach der Reparatur zur&uuml;ck an den Teststand, erreichte am Ende des Monats 12.000 s Betriebszeit. Alles sah gut aus, bis am 5.12. nach nur 3,5 s eine Explosion den Teststand ersch&uuml;tterte. Ursache war diesmal zu Abwechslung ein neues System: Ein W&auml;rmeaustauscher. Das Triebwerk hatte zwei. Sie produzierten einen Strom von gasf&ouml;rmigen Sauerstoff und Wasserstoff der jeweils in die Tanks geleitet wurde. Dieser Strom hielt den Tankdruck aufrecht, der n&ouml;tig war um eine den Treibstoff in die Vorbrenner zu pressen. Die W&auml;rmeaustauscher waren in einer Position in der Inspektionen schwer war. Es dauerte sehr lange bis man die Ursache gefunden hatte. Ein Arbeiter hatte mit einem Lichtbogenschwei&szlig;ger&auml;t einige Befestigungen des W&auml;rmeaustauschers repariert, w&auml;hrend dieser noch am Triebwerk war. Das hatte dessen Wand besch&auml;digt und erm&ouml;glichte so ein Leck. Doch das fand man erst nach Monaten heraus. Rocketdyne reagierte mit verst&auml;rkten Tests, vor allem mit &Uuml;berdruck, behielt aber das Design bei.<\/p>\n<p>Als g&auml;be es nicht &Auml;rger genug, brach am 27.12. also nur drei Wochen sp&auml;ter, ein Feuer aus, das erst von einem Operateur bemerkt wurde. Es war diesmal das Sauerstoffventil. Die Ursache war recht einfach: eine Schraube hatte sich gel&ouml;st bedingt durch die Turbulenzen des Stroms. Die Schraube rieb an den Verbindungen und in reinem fl&uuml;ssigem Sauerstoff reichte das aus, das Metall zu entz&uuml;nden. Das Feuer erh&ouml;hte den Sauerstofffluss rapide und innerhalb einer Zehntelsekunde &uuml;berhitzte die Turbine, die Turbopumpe versagte und explodierte. Es zeigte sich das das Problem schon im Entwurf war. So gravierend die Folgen waren, so einfach war die Abhilfe: Neue Schrauben die besser hielten.<\/p>\n<p>Ende 1978 hatte Triebwerk Nummer 5 12.000 Testsekunden erreicht. Allerdings wurden 11-mal die Komponenten ausgetauscht. Im Mai 1979 fing ein Triebwerk beim Teststand in Santa Susa Feuer als es heruntergefahren wurde. Beim Hoch- und Runterfahren ist die D&uuml;se hohen Druckschwankungen ausgesetzt. in einer D&uuml;se brachen die R&ouml;hren und Wasserstoff trat aus. Als Folge brannte praktisch jede Komponente im nun sauerstoffreichen Gemisch durch: D&uuml;se, Brennkammer, Turbinen, Vorbrenner. Man ver&auml;nderte die D&uuml;se um den Stress zu reduzieren.<\/p>\n<h2>Tests am MTPA<\/h2>\n<p>Am MTPA dem Main Propulsion Test Article der NASA fanden die Tests auf Systemebene Statt. Daf&uuml;r wurden drei Triebwerke mit der Schubrahmen und einem Teil des Hecks eines Orbiters in einem Teststand mit einem externen Tank verbunden der den Treibstoff lieferte. Das bedeutet das Antriebssystem wurde so wie es im Shuttle vorlag 1:1 nachgestellt. Es fehlte der Teil des Orbiters, der nur Masse darstellte.<\/p>\n<p>Diese Tests sollten die Zusammenarbeit der Triebwerke pr&uuml;fen: Triebwerke wurden geschwenkt, mussten simultan im Schub gedrosselt oder gesteigert werden. Daneben stellte man auch operative Schwierigkeiten nach. Im Falle eines Abort to Orbit musste ein Triebwerk 665 Sekunden lang brennen. Dies kam vor, wenn ein Triebwerk ausfiel. Bei einem R&uuml;ckflug zum Startort konnten es sogar 823 Sekunden sein. Auch dies wurde getestet.<\/p>\n<p>Die Tests am MTPA fingen als letztes an, und hier kam es auch zu den letzten Problemen. Der erste Test war im April 1978 &#8211; nur &uuml;ber eine Dauer von 1,2 s, schon im Juli 1978 erreichte man 100 s Brennzeit und das 90% Schublevel. Im Juli 1979 gab es nach einigen vorzeitigen Abschaltungen ohne Besch&auml;digung das erste gravierende Vorkommnis. Nach 18 s eines 520 s Tests zerbrach das Geh&auml;use der Wasserstoffleitungen. Das Leck f&uuml;hrte dazu, dass die Vorbrenner sauerstoffreich arbeiten und die Temperaturen anstiegen. Der Triebwerkscontroller erkannte es rechtzeitig und schaltete alle drei Triebwerke ab, bevor eines explodieren konnte oder ein Feuer ausbrach. Das Ventil hatte schon 55 Z&uuml;ndungen hinter sich, aber es lag auch an der Form. Mit abgerundeten Ecken w&auml;re die Gefahr geringer und entsprechend wurde die Kanten gerundet.<\/p>\n<p>In November 1979 kam ein weiterer entt&auml;uschender R&uuml;ckschlag. Nach 9,7 meldete ein Sensor einen zu hohen Druck nahe einer Turbopumpendichtung. Der Controller schaltete alle drei Triebwerke ab. Nun passierte etwas unerwartetes: In einem anderen Triebwerk brach eine Wasserstoffleitung in der D&uuml;se. Die Mischung wurde sauerstoffreich und trotz herunterfahren brach ein Feuer aus, das das Triebwerk und die Instrumentierung besch&auml;digte. Da es schon im Mai eine gebrochene D&uuml;se gab, man deren Design ge&auml;ndert hatte, stand man nun vor einem R&auml;tsel. Zudem war das Triebwerk nur wenig getestet worden, nur achtmal. Alterungsstress konnte also nicht die Ursache sein.<\/p>\n<p>Das frustrierende war, das ein Fehler der in einem Triebwerk erkannt wurde, beim Herunterfahren das Besch&auml;digen eines anderen Triebwerks verursachte. Der Fehler war verursacht durch einen falschen L&ouml;tdraht. Die R&ouml;hren sollten durch die Hochtemperaturlegierung Inconel 718 verbunden werden. Chemische Untersuchungen ergaben, dass es aber die Legierung Inconel 62 mit nur 50% der Belastbarkeit von Inconel 718 war. Man &uuml;berpr&uuml;fte zuerst die Materialien und fand zwei Lieferungen eines Herstellers aus Inconell 62. Danach &uuml;berpr&uuml;fte man chemisch und mit R&ouml;ntgenstrukturanalyse alle Schwei&szlig;n&auml;hte und konnte in etlichen Tausend an verschiedenen Triebwerken die weiche Legierung nachweisen. Alle wurden verst&auml;rkt, indem man Nickel elektrochemisch auftrug,<\/p>\n<p>Es gab dann fast ein Jahr kein Problem. Alle Tests liefen problemlos, im Februar 1980 wurde ein Test nach 4,6 s abgebrochen, aber ohne Besch&auml;digung und es sah gut aus, als zwei Ereignisse auftraten. Am 12.7.1980 brannte der Sauerstoffvorbrenner durch. Ursache war wie 1977, ein Fluss der sich entz&uuml;ndete. Im November 1980, vier Monate vor dem Jungfernflug wurden die Triebwerke nach 21,74 s abgeschaltet, weil es ein Loch in der D&uuml;se gab. Beim Vorbrenner war die Ursache bald gefunden. Die Injektorplatte hatte sich verformt und gebogen. Das verringerte den Wasserstofffluss. Der lokal zu hohe Sauerstofffluss hatte dann das Metall verbannt. Da dieser Injektor schon 14.210 s hinter sich hatte, schien dies ein Alterungseffekt sein. Da jedoch bei Triebwerk 2004 der Hauptinjektor f&uuml;r die Brennkammer &auml;hnliche Probleme aufwies, untersuchte man das Problem genauer. Es gab Fu&szlig;pfade die zum Durchbrennen f&uuml;hren konnten. Man blockierte sie. Weiterhin erh&ouml;hte man den Druck des Wasserstoffs, wodurch man die sauerstoffreiche lokale Mixtur verhindern konnte.<\/p>\n<p>Verglichen mit den Einzeltests gab es wenige Tests am MTPA. Die Triebwerke akkumulierten hier vor dem Erstflug rund 11.000 s in 18 Tests.<\/p>\n<table class=\"auto-style3\" style=\"width: 100%;\">\n<tbody>\n<tr>\n<th>Jahr<\/th>\n<th>Tests<\/th>\n<th>durchschnittliche Testdauer in Sekunden<\/th>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>1975<\/td>\n<td class=\"auto-style1\">27<\/td>\n<td class=\"auto-style1\">2<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>1976<\/td>\n<td class=\"auto-style1\">108<\/td>\n<td class=\"auto-style1\">22<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>1977<\/td>\n<td class=\"auto-style1\">115<\/td>\n<td class=\"auto-style1\">97<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>1978<\/td>\n<td class=\"auto-style1\">144<\/td>\n<td class=\"auto-style1\">148<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>1979<\/td>\n<td class=\"auto-style1\">136<\/td>\n<td class=\"auto-style1\">176<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>1980<\/td>\n<td class=\"auto-style1\">152<\/td>\n<td class=\"auto-style1\">284<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<h2>Die Zertifikation und Flugqualifikation<\/h2>\n<p>Nach den Entwicklungstests kam die Zertifikation. In dieser Phase sollten die die Triebwerke nicht mehr ver&auml;ndert werden. Probleme sollten gel&ouml;st sein. Vielmehr ging es nun darum ihnen zu trauen. Die Zertifikationstests bedeutet nichts anderes, als das die Triebwerke demonstrierten, dass sie wirklich die Solllebensdauer (von den 55 Missionen war man aufgrund der Entwicklungsprobleme nun abgekommen und hatte das Ziel nun auf 10 Missionen reduziert) durchhielten. Obwohl die Testzahl gleich blieb (bei etwa 140 pro Jahr) stieg nun die Summe der akkumulierten Testsekunden rapide an. Die Triebwerke wurden nun l&auml;nger betrieben und wie im Flug zum gr&ouml;&szlig;ten Teil mit dem Normschub von 100%.<\/p>\n<p>F&uuml;r die Zertifikation wurden eigene Triebwerke eingesetzt. Es gab zwei Triebwerke, die jeweils zwei Testzyklen durchliefen. Jeder Zyklus umfasste 10 Z&uuml;ndungen und 5000 s Betrieb, darunter die Demonstration des Betriebs &uuml;ber 425 s bei 109% Schub. Dazu kam ein Aborttest mit verl&auml;ngerter Testdauer. Insgesamt akkumulierten beide Triebwerke so 51 Z&uuml;ndungen und 19.858 s.<\/p>\n<p>Die Flugtriebwerke hatten ein viel kleineres Programm zu absolvieren: eine 1,5 s lang dauernde Testz&uuml;ndung. Ein Betrieb &uuml;ber 100 s zur Kalibration (Ermittlung des Treibstoffverbrauchs und Schubs) und die Simulation eines Fluges &uuml;ber 520 s.<\/p>\n<p>Im M&auml;rz 1980 waren die 65.000 s erreicht die als Soll gefordert worden. Vor dem Erstflug, also nur ein Jahr sp&auml;ter, hatten Einzeltriebwerke 99.379 s in 665 Tests erreicht. Zusammen mit den Triplettests am MPTA waren es 110.153 s in 726 Tests. Das bedeutet im letzten Jahr erreichte das Programm 45.000 Testsekunden, w&auml;hrend man vorher in f&uuml;nf Jahren 65.000 s erreicht hatte.<\/p>\n<p>Triebwerke f&uuml;r die Flugqualifikation wurden vom Stennis Testcenter gepr&uuml;ft, Triebwerke f&uuml;r die Zertifikation verblieben dagegen bei dem Teststand von Rocketdyne. Die Zertifizierung schloss sich auch nach jeder &Auml;nderung der Hardware an, das bedeutet die Phase I, Phase II, Block I und Block II Triebwerke durchliefen nicht nur ein Entwicklungsprogramm, sondern anschlie&szlig;end auch eine erneute Zertifizierung.<\/p>\n<h2>Operatives Testen<\/h2>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"alignleft\" alt=\"Zuverl&auml;ssigkeit der Triebwerke\" src=\"\/img\/ssme-zuverlaessigkeit.jpg\" align=\"left\" \/>Es gab dann auch noch jede Menge Tests mit den schon geflogenen Triebwerken. Daf&uuml;r gab es folgende Gr&uuml;nde:<\/p>\n<ul>\n<li>Tests die einzelne Komponenten betrafen: Vor allem wenn repariert wurden, z.B. Schwei&szlig;n&auml;hte an der D&uuml;se nach der Inspektion neu gesetzt wurden musste ein Test folgen der zumindest diese Komponente pr&uuml;fte. Das galt auch wenn man ein Teil austauschte.<\/li>\n<li>Tests die das Gesamtsystem betrafen: Auch hier war die Ursache ein Austausch wegen Reparatur oder begrenzter Lebensdauer. Doch bei vielen Komponenten musste man dann nicht nur diese Testen, sondern ein ganzes Subsystem. Wechselte man die Turbinenbl&auml;tter aus, so musste man die ganze Turbine testen und nicht nur die Bl&auml;tter.<\/li>\n<li>Untersuchung von In Flight Anomalien und Abweichungen bei Bodentests: Wenn etwas ungew&ouml;hnliches entdeckt wurde, so war man bem&uuml;ht die Ursache herauszufinden und versuchte die Umst&auml;nde um sie, so gut es geht, in Tests nachzuvollziehen.<\/li>\n<li>Orbiter Interfaces: Selten, aber vorkommend war, das Probleme nur bei den Orbitern, aber nicht am Teststand vorkamen. So fand man 2002 in den Treibstoffleitungen der Flotte kleine Risse. Daf&uuml;r musste dann der Teststand umgebaut werden um dieses Problem &uuml;berhaupt nachstellen zu k&ouml;nnen<\/li>\n<li>&Uuml;berpr&uuml;fung der Flight Rules: In der bemannten Raumfahrt ist es g&auml;ngig, f&uuml;r jeden eventuell eintretenden (Not)fall eine Regel zu haben was dann zu tun ist. Diese Regeln mussten nat&uuml;rlich genauso wie das normale Flugprogramm getestet werden.<\/li>\n<li>Off-Nominal Tests: Ein wichtiger Punkt w&auml;hrend der gesamten Entwicklungsgeschichte waren Tests jenseits der Spezifikationen. Da das SSME an der Grenze der Leistungsf&auml;higkeit der Komponenten gebaut war, konnte man so Fehler provozieren, die Lebensdauer von Komponenten realistisch absch&auml;tzen, ohne sie sehr lange Testen zu m&uuml;ssen und auch die Absicherung (fail-operational \/ fail safe) durch Elektronik oder Redundanz pr&uuml;fen. Dabei wurden auch St&ouml;rungen provoziert, wie schwankende Flussraten, Abschalten eines Kontrollers w&auml;hrend des Tests, oder fehlendes Sp&uuml;len der Leitungen vor dem Start. In allen f&auml;llen wurden die Triebwerke sauber abgeschaltet ohne das eine Besch&auml;digung resultierte.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Insgesamt gab es bis zum Jungfernflug 27 Probleme, davon wurden waren 14 schwerwiegend. Das war nicht wenig, vor allem wenn man bedenkt, dass man nicht mehr in den f&uuml;nfziger Jahren war, wo Triebwerksentwicklung wirklich noch mit Explosionen verbunden war. Verglichen mit der SSME Entwicklung war die Entwicklung der F-1 und J-2 Triebwerke reibungslos verlaufen.<\/p>\n<p>Auch die Zahl der vorzeitig abgeschalteten Triebwerke war hoch. 1978 erreichte sie einen H&ouml;chststand mit 46%. 1981 waren es immer noch 7,8%. Von 1978 bis 1983 blieb der Prozentsatz der vorzeitig beendeten Tests unter 10%.So gesehen hatten die F&auml;hren im Einsatz Gl&uuml;ck. Bei 24 Eins&auml;tzen bis zur Challengerkatastrophe gab es nur drei vorzeitige Abschaltung bei STS 41D und STS-51F (zweimal). Davon war nur eine im Flug die beiden anderen beim Startvorgang.<\/p>\n<p>Man untersuchte die Abschaltungen genauer. 17 wurden genauer untersucht, davon gab es bei 16 mehrere Indizien f&uuml;r ein Fehlverhalten vor dem Abschalten. Bei Elf dieser F&auml;lle traten diese mehr als 1 Sekunde vor dem Abschalten vor. Man nutzte die Analyse, um die Software der Triebwerkscontroller zu verbessern und so zum einen ein Abschalten schneller auszul&ouml;sen und zum anderen die Sicherheitsgrenzen genauer zu setzen. Das f&uuml;hrte sp&auml;ter zur Entwicklung des AHMS.<!--VG WORT Beginn--><br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/vg03.met.vgwort.de\/na\/53c2bd04c67b4a148a4f6b56dd9f812a\" width=\"1\" height=\"1\" \/><br \/>\n<!--CRC: 1b10083be0ca43468e1d7288613f2dd4; --><br \/>\n<!--VG WORT Ende--><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>So, heute der gr&ouml;&szlig;te Block, n&auml;mlich die Entwicklungsgeschichte der SSME Die Entwicklung des SSME verlief wie die anderer Triebwerke. Schon w&auml;hrend das Design noch ausgearbeitet wird gibt es zahlreiche Labortests um geplante L&ouml;sungen genauer zu untersuchen, die Wahl von Materialen zu &uuml;berpr&uuml;fen, etc. In diesem Stadium gibt es aber noch keine Prototypen. W&auml;hrend dieser Phase [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":169,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[18,411],"class_list":["post-8620","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-raumfahrt","tag-space-shuttle","tag-ssme","entry"],"a3_pvc":{"activated":false,"total_views":769,"today_views":0},"jetpack_featured_media_url":"","jetpack-related-posts":[{"id":18396,"url":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2025\/09\/19\/die-falcon-9-eine-nachlese-2\/","url_meta":{"origin":8620,"position":0},"title":"Die Falcon 9 \u2013 eine Nachlese (2)","author":"Bernd Leitenberger","date":"19. September 2025","format":false,"excerpt":"So und hier folgt der zweite Teil der Nachbetrachtung der Falcon 9, er schlie\u00dft an den ersten Teil von gestern an. Den ganzen Artikel gibt es auch auf der Website. Nutzlastverkleidung Ein einziges System wurde beim \u00dcbergang von der ersten zur heutigen Version kleiner: Die Nutzlastverkleidung wurde von 15,24 auf\u2026","rel":"","context":"In &quot;SpaceX&quot;","block_context":{"text":"SpaceX","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/category\/raumfahrt\/spacex\/"},"img":{"alt_text":"","src":"https:\/\/vg02.met.vgwort.de\/na\/56024d59119b4e4685580cdc237045c2","width":350,"height":200},"classes":[]},{"id":18385,"url":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2025\/09\/07\/spacex-splitter\/","url_meta":{"origin":8620,"position":1},"title":"SpaceX-Splitter","author":"Bernd Leitenberger","date":"7. September 2025","format":false,"excerpt":"Der heutige Blog ist nicht neu, das, was ich schreibe habe ich schon einige Male geschrieben, aber ebenso wie ich zum wiederholten Male Artikel \u00fcber den Fortschritt oder fehlenden Fortschritt in anderen Webseiten lese, denke ich kann man einiges noch mal aufkochen. Ich will das als eine Folge von fiktiven\u2026","rel":"","context":"In &quot;SpaceX&quot;","block_context":{"text":"SpaceX","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/category\/raumfahrt\/spacex\/"},"img":{"alt_text":"","src":"https:\/\/vg02.met.vgwort.de\/na\/b2e94ef07fec4d7190886846bcbb4589","width":350,"height":200},"classes":[]},{"id":18442,"url":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2025\/10\/15\/das-v4-wirds-schon-richten\/","url_meta":{"origin":8620,"position":2},"title":"Das V4 wirds schon richten (1)","author":"Bernd Leitenberger","date":"15. Oktober 2025","format":false,"excerpt":"Am 27. August hat der CEO und Technische vision\u00e4r von SpaceX Elon Musk: Eine neue Version des Starships angek\u00fcndigt, das Starship V4. Die wesentlichen Details hat er in einer Folie weiterverbreitet, die ich hier wiedergebe. Ich habe sie zur besseren Lesbarkeit invertiert, das hei\u00dft, die Folie war urspr\u00fcnglich in Schwarz\u2026","rel":"","context":"In &quot;SpaceX&quot;","block_context":{"text":"SpaceX","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/category\/raumfahrt\/spacex\/"},"img":{"alt_text":"","src":"\/img\/starshipv4.jpg","width":350,"height":200,"srcset":"\/img\/starshipv4.jpg 1x, \/img\/starshipv4.jpg 1.5x, \/img\/starshipv4.jpg 2x"},"classes":[]},{"id":18393,"url":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2025\/09\/18\/die-falcon-9-eine-nachlese\/","url_meta":{"origin":8620,"position":3},"title":"Die Falcon 9 &#8211; eine Nachlese (1)","author":"Bernd Leitenberger","date":"18. September 2025","format":false,"excerpt":"Nachdem \"SimonVR\" mich darauf aufmerksam gemacht hat, dass mein Falcon 9 Artikel sowie der \u00fcber die Entwicklung der Falcon 9 doch etwas abgehangen ist, denke ich, mache ich mal einen Blog dazu. Zuerst mal, worum es hier NICHT geht: n\u00e4mlich eine Einsatzgeschichte der Falcon 9. Ebenso habe ich die wirtschaftliche\u2026","rel":"","context":"In &quot;SpaceX&quot;","block_context":{"text":"SpaceX","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/category\/raumfahrt\/spacex\/"},"img":{"alt_text":"","src":"https:\/\/vg02.met.vgwort.de\/na\/8d7fcc876a9d4ed4b27890b8d59e8e87","width":350,"height":200},"classes":[]},{"id":18369,"url":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2025\/08\/29\/nachlese-zehnter-teststart-starship-ift-10\/","url_meta":{"origin":8620,"position":4},"title":"Nachlese zehnter Teststart Starship IFT-10","author":"Bernd Leitenberger","date":"29. August 2025","format":false,"excerpt":"Am Morgen (in den USA noch Vortag) des 27.8.2025 startete nach zwei Tagen Verz\u00f6gerung das zehnte Starship zum Testflug IFT-10. Wenn man es genau nimmt ist es sogar das 11-te Starship, denn das urspr\u00fcnglich vorgesehene Starship mit der Seriennummer 26 explodierte bei einem Probecountdown am 18., Juni. So musste das\u2026","rel":"","context":"In &quot;SpaceX&quot;","block_context":{"text":"SpaceX","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/category\/raumfahrt\/spacex\/"},"img":{"alt_text":"","src":"https:\/\/vg02.met.vgwort.de\/na\/99a61bf9c489499b8003952db7f5e97c","width":350,"height":200},"classes":[]},{"id":18605,"url":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2026\/03\/13\/artemis-berechnungen\/","url_meta":{"origin":8620,"position":5},"title":"Artemis-Berechnungen","author":"Bernd Leitenberger","date":"13. M\u00e4rz 2026","format":false,"excerpt":"Wie ihr vielleicht schon mitbekommen habt, gibt es im Artemisprogramm Neuigkeiten. Da wurde zuerst eine neue Erdorbitmission zur Erprobung der Lander eingeschoben, Artemis III wird also nicht auf dem Mond landen. Die zweite Neuerung war das die Oberstufe EUS wegf\u00e4llt. Zuerst mal dazu. Ein Bericht des OMG, so eine Art\u2026","rel":"","context":"In &quot;Raumfahrt&quot;","block_context":{"text":"Raumfahrt","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/category\/raumfahrt\/"},"img":{"alt_text":"","src":"https:\/\/vg07.met.vgwort.de\/na\/8003982d62154aaf9914aedb1248c232","width":350,"height":200},"classes":[]}],"jetpack_sharing_enabled":true,"amp_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8620","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/169"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=8620"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8620\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=8620"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=8620"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=8620"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}