{"id":8747,"date":"2013-10-31T00:36:54","date_gmt":"2013-10-30T23:36:54","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/?p=8747"},"modified":"2013-10-30T11:39:13","modified_gmt":"2013-10-30T10:39:13","slug":"raketen-die-es-geben-koennte-saturn-v-quad-centaur-d","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2013\/10\/31\/raketen-die-es-geben-koennte-saturn-v-quad-centaur-d\/","title":{"rendered":"Raketen die es geben k&ouml;nnte: Saturn V Quad Centaur D"},"content":{"rendered":"<p>Ich hatte vor l&auml;ngere Zeit mal eine Reihe gestartet von Raketen die es geben k&ouml;nnte, die aber <a href=\"http:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2011\/07\/11\/raketen-die-es-geben-konnte-die-saturn-ib-centaur\/\">nie gebaut wurden<\/a>. Heute will ich dem eine neue hinzuf&uuml;hren. Die Saturn V Quad Centaur. Das ist eine herk&ouml;mmliche Saturn V. Nur sitzt &uuml;ber der S-IVB dann nicht das Apolloraumschiff sondern ein Stufenadapter, der zu vier Centaurs f&uuml;hrt. Das hei&szlig;t er beginnt unten als Kreisring und endet oben in vier Kreisringen, In jedem steckt eine Centaur. Das ist ungew&ouml;hnlich, vom Platz aber ohne Problem m&ouml;glich. Die Centaur D, die damals im Dienst war, hatte einen Durchmesser von 3,05 m, die S-IVB einen von 6,60 m.<\/p>\n<p>Sinnigerweise montiert man die <a href=\"\/centaur.shtml\">Centaur<\/a> D so, dass sich die Au&szlig;enw&auml;nde ber&uuml;hren und umgibt sie mit zwei Metallb&auml;ndern, die sie zusammenhalten. Das erh&ouml;ht die Stabilit&auml;t. Die kann man durch einen pyrotechnisch bet&auml;tigten Cutter im Orbit durchtrennen. Das sollte aber besser klappen als bei Gemini 9 ;-). Die Centaur kann weitgehend unver&auml;ndert &uuml;bernommen werden. Man m&uuml;sste nur auf die abwerfbare Au&szlig;enisolation verzichten. Auch der Bordcomputer bleibt, genauso wie die IU der Saturn V. Das Vorgehen entspricht also im Prinzip bei der Titan IIIE Centaur, die im Prinzip eine <a href=\"\/titan34.shtml\">Titan IIID<\/a> mit zus&auml;tzlicher Oberstufe war.<!--more--><\/p>\n<p>Umh&uuml;llt werden Centaur und Nutzlast von einer Nutzlasth&uuml;lle. Eine solche hatte die NASA schon entwickelt &#8211; f&uuml;r <a href=\"http:\/\/www.amazon.de\/gp\/product\/3842318642\/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3842318642&amp;linkCode=as2&amp;tag=berndleitenbs-21\"> Skylab<\/a><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border: none !important; margin: 0px !important;\" alt=\"\" src=\"http:\/\/ir-de.amazon-adsystem.com\/e\/ir?t=berndleitenbs-21&amp;l=as2&amp;o=3&amp;a=3842318642\" width=\"1\" height=\"1\" border=\"0\" \/>. Sie schlie&szlig;t mit einem Durchmesser von 6,70 m an die IU an und hatte eine L&auml;nge von 17,12 m. Bei einer L&auml;nge der Centaur von 9,10 m l&auml;sst dies noch 8 m f&uuml;r die Nutzlast. Sie war relativ schwer und wog &uuml;ber 11 t, doch das ist kein Problem, da man sie irgendwann w&auml;hrend des Betriebs der zweiten Stufe abtrennen kann, sp&auml;testens nach Ausbrennen dieser. Man w&uuml;rde wahrscheinlich zur Versteifung noch einen Ring zwischen Centaur und Nutzlastverkleidung anbringen wie bei der Atlas der Centaur Forward Load Reaktor.<\/p>\n<p>Nun kommen wir zur eigentlichen Frage: Warum vier Centaur Stufen? Nun weil die <a href=\"\/saturn5.shtml\">Saturn<\/a> eine so gro&szlig;e Nutzlast hat. Wenn man nur eine Centaur einsetzt w&auml;re der Nutzlastgewinn zum einen sehr klein, zum anderen k&ouml;nnte die Stufe gar nicht diese hohe Masse tragen. Die Centaur hat eine maximale Belastung von 5.440 kg. Mit vier Stufen verteilt sich das zum einen auf vier Centaur und zudem gibt es einen zweiten Vorteil: Man kann diese Stufen separat starten.<\/p>\n<p>Die maximale Nutzlast kann man so nicht ausnutzen. Sie betr&uuml;ge maximal 4 x 5440 kg, Eine &Uuml;berschlagsrechnung zeigt aber, dass diese Rakete rund 55 t zum Mond und 45 t zum Mars transportieren k&ouml;nnte, zu Jupiter w&auml;ren es immerhin noch 18 t. Mit unver&auml;nderten Centaurs l&auml;ge die maximale Nutzlast dagegen bei maximal 21,7 t. Man kann sie aber Strukturell verst&auml;rken, so wie man dies auch bei der Atlas tat. Dort liegt die Nutzlast auch bei den <a href=\"\/atlas-v.shtml\">Atlas 500 er Serie<\/a> doppelt so hoch wie bei den 400er Versionen weil der Ring die Belastungen zum Teil auf die Nutzlast &uuml;bertr&auml;gt. Heute hat die Centaur eine maximale Belastung von 9 t ohne diese Technik und 19 t mit. Das w&uuml;rde dann ausreichen, die Nutzlastkapazit&auml;t voll ausnutzen.<\/p>\n<p>Was k&ouml;nnte man damit anfangen? Nun zum einen k&ouml;nnte man mehrere Sonden zu einem Ziel gleichzeitig starten. Warum sollten die USA z.B. nach dem Apolloprogramm die Monderkundung einstellen? Sie k&ouml;nnten stattdessen vier Landesonden, die wie die Lunas Bodenproben nehmen, starten. Jede einzelne d&uuml;rfte &uuml;ber 13 t wiegen, also mehr als doppelt so schwer wie die <a href=\"\/luna.shtml\">Lunas<\/a>, das diese auch die Mitf&uuml;hrung eines Probensammlers, eines Rovers zu. Alternativ k&ouml;nnten es nur zwei Landesonden sein und zwei Orbiter bestehend aus umgebauten Gambit (<a href=\"\/kh-2.shtml\">KH-8)<\/a> Satelliten. Sie werden in einen Orbit um den Mond gebracht fotografieren die Oberfl&auml;che und koppeln dann an die von der Mondoberfl&auml;che gestartete R&uuml;ckkehrkapsel an. Vor dem Wiedereintritt in die Erdatmosph&auml;re w&uuml;rde man die R&uuml;ckkehrkapseln und die Kapseln mit dem Film abtrennen und sp&auml;ter bergen.<\/p>\n<p>eine Rakete k&ouml;nnte vier <a href=\"\/viking.shtml\">Viking<\/a> Sonden zum Mars bringen, wobei man mit rund 14,4 t nicht mal ein Drittel der Nutzlast ausnutzen k&ouml;nnte. Da lustigerweise Mars und Jupiter Startfenster relativ konstant 2 Monate auseinander liegen und die Rakete relativ viel Reserven hat f&uuml;r Bahn&auml;nderungen, kann man auch dran denken Mar- und Jupitersonden gleichzeitig zu starten. Also 1977 z.B. vier Voyagersonden (man wage gar nicht zu denken was diese an Daten liefern w&uuml;rden) oder zwei Viking Nachbauten und <a href=\"\/voyager.shtml\">Voyager<\/a> 1+2. Oder man h&auml;tte Viking um zwei Jahre verschoben. Bei 18 t zum Jupiter w&auml;ren ganz andere Kaliber startbar. <a href=\"\/galileo.shtml\">Galileo<\/a> wog nur 2,4 t. Selbst Cassini w&auml;re mit 5,7 t kein Problem. Eine einzige Rakete k&ouml;nnte <a href=\"\/cassini.shtml\">Cassini<\/a>, Galileo und beide Voyagers starten &#8211; zumindest vom Gewicht her. Nat&uuml;rlich liegen die Sonden zwanzig Jahre auseinander und sind mit den ausladenden Antennen zu sperrig. Mit jeweils eigenen Stufen kann man auch bei gleichzeitigem Start die Sonden so auf unterschiedliche Bahnen schicken. Man denke an Voyager die beim Start 15 Tage auseinanderlagen aber in der Ankunft beim Jupiter 3 Monate (dabei kam Voyager 1 als zweite gestartet sogar noch fr&uuml;her an&#8230;.).<\/p>\n<p>Aber &#8211; das Konzept kann man nochmals umsetzen. So g&auml;be es auch einen Einsatzzweck f&uuml;r die <a href=\"\/sls.shtml\">SLS<\/a>. Auch sie k&ouml;nnte vier Raumsonden gleichzeitig starten. Leider gibt es derzeit nicht so viele. Daher w&uuml;rde man heute wohl eine andere Strategie fahren z.b. die Raumsonden mit Castor 30B Feststoffantrieben in Erdorbits parken bis das Startfenster gekommen ist und diese dann starten. Bei 8,38 m Durchmesser der Zentralstufe w&auml;ren auch mehr als vier Sonden denkbar &#8211; nun ja wenn die SLS nicht eingestellt wird, was ich f&uuml;r wahrscheinlich erachte.<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/vg09.met.vgwort.de\/na\/ca22a24fa6b245c7872919d88f19648f\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"\/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich hatte vor l&auml;ngere Zeit mal eine Reihe gestartet von Raketen die es geben k&ouml;nnte, die aber nie gebaut wurden. Heute will ich dem eine neue hinzuf&uuml;hren. Die Saturn V Quad Centaur. Das ist eine herk&ouml;mmliche Saturn V. Nur sitzt &uuml;ber der S-IVB dann nicht das Apolloraumschiff sondern ein Stufenadapter, der zu vier Centaurs f&uuml;hrt. 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