{"id":8850,"date":"2013-11-29T00:00:06","date_gmt":"2013-11-28T23:00:06","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/?p=8850"},"modified":"2022-10-29T15:26:12","modified_gmt":"2022-10-29T13:26:12","slug":"herstellung-von-kraftstoffen-teil-3-cracken-reinigen-und-mischen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2013\/11\/29\/herstellung-von-kraftstoffen-teil-3-cracken-reinigen-und-mischen\/","title":{"rendered":"Herstellung von Kraftstoffen Teil 3: Cracken, Reinigen und Mischen"},"content":{"rendered":"<p>Mit der energieaufw&auml;ndigen Destillation (siehe <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2013\/11\/28\/herstellung-von-kraftstoffen-teil-2-die-destillation\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">gestriger Blog<\/a>)ist man leider noch lange nicht am Ende der Herstellungskette angelangt. Der Weg zum Kraftstoff ist immer noch weit, denn es befinden sich noch unerw&uuml;nschte Verbindungen im Erd&ouml;l.<br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg04.met.vgwort.de\/na\/77cfee5c4f614725b405e893bab422c0\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"\/><br \/>\n<!--more--><\/p>\n<p><b>4.3 Reinigung der Destillate<\/b><\/p>\n<p>In Erd&ouml;l sind noch Sauerstoff-, Schwefel und Stickstoffverbindungen enthalten. Diese m&uuml;ssen entfernt werden, da sie beispielsweise den Energiegehalt der Kraftstoffe reduzieren, umweltsch&auml;dlich sein k&ouml;nnen, in sp&auml;teren Verarbeitungsschritten wie z.B. dem katalytischen Cracken den Katalysator sch&auml;digen oder nicht zuletzt auch sehr unangenehm riechen. Das Entfernen geschieht durch Hydrierung. Bei diesem Verfahren wird dem erhitzten Destillat Wasserstoff zugegeben und es in einen Fest- oder Wirbelbettreaktor geleitet. In Festbettreaktoren hat der Katalysator eine feste und starre Anordnung und ist zumeist auf einem Tr&auml;ger aufgebracht. Im Wirbelbettreaktor hingegen ist der Katalysator (eventuell ebenfalls auf Tr&auml;ger) stets in Bewegung und wird durch die von unten her str&ouml;menden Edukte in der Schwebe gehalten. Im Reaktor scheiden sich nun in einer endothermen Reaktion bei einer Temperatur von 230- bis 450\u00b0C die unerw&uuml;nschten Verbindungen ab:<\/p>\n<p>R-OH +H<sub>2<\/sub> <sup>Katalysator<\/sup><b>\u2192<\/b> R-H +H<sub>2<\/sub>O<\/p>\n<p>R-NO+H<sub>2<\/sub><sup> Katalysator<\/sup><b> \u2192<\/b>R-H+NH<sub>3<\/sub><\/p>\n<p>Um den Prozess zu beschleunigen und den Energieaufwand zu reduzieren, werden, wie schon erw&auml;hnt, Katalysatoren verwendet. Dies k&ouml;nnen etwa Kobalt- und Molybd&auml;noxide mit Aluminiumoxid als Tr&auml;germasse sein. Nachdem die Reaktion abgeschlossen ist, werden die entstandenen Verbindungen von den Kohlenwasserstoffen im Entgaser und im Stripper getrennt.<a title=\"\" href=\"file:\/\/\/C:\/Users\/Harksen\/Documents\/Niels\/klasse\/Schule\/Facharbeit%202012\/Facharbeit%20-%20Kopie%20destillationsversion%20ende.docx#_ftn1\"><br \/>\n<\/a><\/p>\n<p><b>4.4 Cracken<\/b><\/p>\n<p>Bei der fraktionierten Destillation fallen neben geringen Mengen Leichtersiedern vor allem gro&szlig;e Mengen aus\u00a0 hochmolekularen Kohlenwasserstoffen bestehende Fraktionen an. Dies wird klar, wenn man bedenkt, dass eine typische mittlere Molmasse von Erd&ouml;l etwa 400 g\/mol betr&auml;gt, die von schwerem Benzin (C<sub>12<\/sub>H<sub>26, <\/sub>siehe Tabelle Erd&ouml;lfraktionen) dagegen nur 171g\/mol. Ben&ouml;tigt werden jedoch vor allem die Niedermolekularen, welche f&uuml;r die Verwendung als Kraftstoff beispielsweise wegen ihrer guten F&ouml;rderbarkeit geeignet sind und nicht wie etwa Schwer&ouml;l vor der Verwendung zur Senkung der Viskosit&auml;t erhitzt werden m&uuml;ssen. Bedingt durch den hohen Bedarf an den erstgenannten und den dadurch h&ouml;heren Preisen ist die Raffinerie nat&uuml;rlich bestrebt, m&ouml;glichst viel davon zu produzieren. Dazu m&uuml;ssen die \u201egro&szlig;en\u201c Kohlenwasserstoffe zu \u201ekleineren\u201c umgewandelt werden, was Cracken genannt wird. Man unterscheidet zwei Arten, das thermische und das katalytische Cracken. Die entstandenen, gr&ouml;&szlig;tenteils fl&uuml;ssigen Produkte werden zur Auftrennung wieder in die Destillationskolonne zur&uuml;ckgeleitet. <a title=\"\" href=\"file:\/\/\/C:\/Users\/Harksen\/Documents\/Niels\/klasse\/Schule\/Facharbeit%202012\/Facharbeit%20-%20Kopie%20destillationsversion%20ende.docx#_ftn2\"><br \/>\n<\/a><\/p>\n<figure id=\"attachment_8873\" aria-describedby=\"caption-attachment-8873\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/Crack-Grafik.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-8873\" alt=\"Crack-Grafik\" src=\"http:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/Crack-Grafik-300x151.png\" width=\"300\" height=\"151\" srcset=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/Crack-Grafik-300x151.png 300w, https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/Crack-Grafik.png 462w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-8873\" class=\"wp-caption-text\">Eine lange Kohlenstoffkette wird in zwei kurze gespalten, hier schematisch dargestellt. Quelle: Eigenkreation<\/figcaption><\/figure>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Eine lange Kohlenstoffkette wird in zwei kurze gespalten, hier schematisch dargestellt.<\/p>\n<p>Verwendung des verarbeiteten Erd&ouml;ls (nach Masse), davon z&auml;hlen bis zu den Heiz&ouml;len alle zu den aus niedermolekularen Kohlenwasserstoffen zusammengesetzten Fraktionen<\/p>\n<div>\n<table border=\"1\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"347\"><b>Erd&ouml;lprodukte<\/b><\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"229\"><b>Anteil in Prozent<\/b><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"347\">Benzin<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"229\">17,5<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"347\">Flugkraftstoffe<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"229\">1,8<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"347\">Diesel<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"229\">10,1<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"347\">Leichtes Heiz&ouml;l (Gas&ouml;l)<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"229\">37,5<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"347\">Schweres Heiz&ouml;l (Gas&ouml;l)<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"229\">16,8<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"347\">Schmierstoffe<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"229\">0,9<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"347\">Bitumen<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"229\">3,0<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"347\">Sonstiges ( Petrochemierohstoff, Petrolkoks\u2026)<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"229\">11,4<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p><b>4.4.1. Thermisches Cracken<\/b><\/p>\n<p>Das thermische Cracken ist das &auml;ltere der beiden Crackverfahren. Wie sich schon aus dem Namen erkennen l&auml;sst, findet das Spalten nur durch Temperatur statt. Es werden gro&szlig;e Kohlenwasserstoffe unter Druck sehr stark erhitzt, wobei die Verweilzeit im Ofen nur kurz (wenige Sekunden) ist. Da die thermische Energie nichts anderes als Bewegungsenergie der Teilchen ist, m&uuml;ssen sich die Kohlenwasserstoffe bei erh&ouml;hter Temperatur schneller bewegen (schwingen). Dadurch zerrei&szlig;en insbesondere die gro&szlig;en Kohlenwasserstoffe. Derselbe Effekt kann dabei durch hohe Temperaturen und kurze Ofenverweildauer oder auf gegenteiligem Weg erzielt werden. Es gibt verschiedene noch heute verwendete thermische Crackverfahren. Das Visbreaking (Viskosit&auml;tsbrechen) etwa findet bei recht geringen Dr&uuml;cken und Temperaturen statt, da nur die Z&auml;hfl&uuml;ssigkeit des atmosph&auml;rischen R&uuml;ckstands oder des schweren Heiz&ouml;ls verringert werden soll und kein vollst&auml;ndiges Cracken erw&uuml;nscht ist. Beim Steamcracken wird der Einsatz unter hohen Temperaturen von gut 650-1200\u00b0C, kurzen Verweilzeiten im Ofen von unter einer Sekunde und unter Zugabe von Wasserdampf umgewandelt, um ein Zusammenschlie&szlig;en der Kohlenwasserstoffe nach dem Crackvorgang zu unterbinden. Nach erfolgter Reaktion werden diese sehr schnell abgek&uuml;hlt, um weitere Stoffumwandlungen zu vermeiden. Weiterhin gibt es noch das Coking. Hierbei werden hochsiedende Fraktionen, zum Beispiel der Vakuumdestillationsr&uuml;ckstand, auf rund 500 \u00b0C erhitzt und in einen Beh&auml;lter geleitet, wo sich in-im Vergleich zu anderen Crackverfahren recht gro&szlig;en Zeitr&auml;umen- Niedrigsieder und Petrolkoks bilden.<a title=\"\" href=\"file:\/\/\/C:\/Users\/Harksen\/Documents\/Niels\/klasse\/Schule\/Facharbeit%202012\/Facharbeit%20-%20Kopie%20destillationsversion%20ende.docx#_ftn1\"><br \/>\n<\/a><\/p>\n<p><b>4.4.2. Katalytisches Cracken<\/b><\/p>\n<p>Bei diesem Verfahren werden, wie schon aus dem Namen ersichtlich, zur Senkung der Aktivierungs- und damit der n&ouml;tigen zuzuf&uuml;hrenden Energie Katalysatoren verwendet. Wegen der daraus resultierenden geringeren Kosten hat sich das Verfahren in vielen Bereichen gegen&uuml;ber dem thermischen Cracken durchgesetzt. Das \u201enormale\u201c katalytische Cracken findet in einem Wirbelbettreaktor statt, da sich auf dem Reaktionsbeschleuniger Koks absetzt, dieser in einer separaten Kammer abgebrannt werden muss und der Katalysator deswegen austauschbar sein sollte. Der Prozess findet bei mittleren Temperaturen von etwa 480 bis 500\u00b0C und unter Normaldruck statt. Das Hydrocracken, eine Weiterentwicklung des \u201enormalen\u201c katalytischen Crackens, findet in einer Wasserstoffatmosph&auml;re und unter einem Druck von bis zu 200 Bar statt. Die gespaltenen Kohlenwasserstoffe werden dadurch hydriert, wodurch Petrolkoksbildung vermieden und eine fast vollst&auml;ndige Umwandlung in Niedrigsieder erreicht wird. Au&szlig;erdem k&ouml;nnen wegen dem nicht n&ouml;tigen permanenten Katalysatoraustausch Festbettreaktoren verwendet werden. Mit dem Verfahren lassen sich bei gleichen Einsatzprodukten sehr flexibel verschiedene Mengen an einzelnen Fraktionen erzeugen. Wegen dem in gro&szlig;en Mengen ben&ouml;tigten Wasserstoff und infolge des hohen Druckes ist es jedoch sehr aufwendig und teuer.<\/p>\n<div>\n<p><b>4.4.3 Sonstige Verarbeitungsschritte\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <\/b><\/p>\n<p>Nach dem erfolgten Cracken ist noch kein vollwertiger Kraftstoff entstanden, denn dieser muss zur Sicherung gleichbleibender Eigenschaften aus verschiedenen Fraktionen gemischt werden. Zur Erh&ouml;hung der Oktanzahl bei Benzin wird au&szlig;erdem noch das Reformieren durchgef&uuml;hrt, was Isomerisierung und Cyclisierung von Alkanen sowie nachfolgend die Umwandlung in Arene zusammenfasst.<\/p>\n<p><b>5. Zusammenfassung<\/b><\/p>\n<p>Ich denke, es ist deutlich geworden welche M&uuml;he hinter einem Kraftstoff steckt. Hier werden die einzelnen Verarbeitungsschritte nun noch einmal zusammengefasst vorgestellt: Von dem von Sand gereinigten Ausgangsstoff werden zun&auml;chst Salz und Wasser abgeschieden. Danach erfolgt die Auftrennung in die einzelnen Erd&ouml;lfraktionen durch fraktionierte Destillation, wobei das Verfahren der Rektifikation zur Anwendung kommt. Der dabei anfallende R&uuml;ckstand durchl&auml;uft danach den gleichen Prozess unter vermindertem Druck. Daraufhin werden sch&auml;dliche oder sp&auml;tere Arbeitsschritte behindernde Schwefel, Sauerstoff oder Stickstoffverbindungen abgeschieden. \u00a0Bei der zuvor durchgef&uuml;hrten Destillation fiel neben gro&szlig;en Mengen Hochsiedern nur eine recht kleine Menge von niedermolekularen Kohlenwasserstoffen an, weswegen deren Anteil durch Cracken (Spalten) erh&ouml;ht werde muss. Beide Spaltverfahren, das thermische und das katalytische Cracken, finden bei hoher Temperatur statt, wobei bei letzterem Katalysatoren die ben&ouml;tigte Energie (Temperatur) heruntersetzen. Zum Schluss finden noch weitere Verarbeitungsschritte, wie Mischen und Reformieren, statt.<\/p>\n<p>Alles in allem hoffe ich, mit dieser Facharbeit auf die zu Anfang sinngem&auml;&szlig; formulierte Frage \u201eWie wird aus Erd&ouml;l ein Kraftstoff\u201c beantwortet zu haben. Auch wenn Erd&ouml;l irgendwann einmal als Grundlage zur Kraftstoffherstellung \u00a0ausgedient haben sollte, so werden die dabei angewendeten Prozesse in der chemischen Industrie, f&uuml;r welche das \u201eSchwarze Gold\u201c ebenfalls ein wichtiger Rohstoff ist, weiter angewendet werden. Insofern d&uuml;rften die beschriebenen Verfahren auch in fernerer Zukunft Bedeutung haben.<\/p>\n<p><b>Kann man das alles auch selber machen?<\/b><\/p>\n<p>Ja, man kann, jedenfalls teilweise. Cracken braucht hohe Temperaturen, das Reinigen teure Katalysatoren. Die Destillation aber l&auml;sst sich auch mit einfacheren Mitteln durchf&uuml;hren, auch wenn an das Endprodukt keine hohen Anspr&uuml;che gestellt werden d&uuml;rfen.<\/p>\n<p>Nun folgend das Protokoll des Destillationsexperimentes, welches in meinem Fall aber von meinem Chemielehrer begleitet wurde:<\/p>\n<p><b>5. Destillationsexperiment<\/b><\/p>\n<p><b>Aufgabe: <\/b>Destilliere eine Fraktion aus entgastem Erd&ouml;l.<\/p>\n<p><b>Hypothese: <\/b>Ich vermute, dass ab einer Temperatur von etwa 40\u00b0C das Erd&ouml;l zu sieden beginnt. Das Gas wird aufsteigen und kondensieren, wobei das Kondensat recht klar sein d&uuml;rfte.<\/p>\n<p><b>Ger&auml;te\/Chemikalien: <\/b><\/p>\n<p>-entgastes Erd&ouml;l, Wasser<\/p>\n<p>-Stativmaterial, Heizpilz, 2 Rundkolben, Liebigk&uuml;hler<\/p>\n<p><b>Durchf&uuml;hrung:<\/b><\/p>\n<p>Aufbau: siehe Zeichnung<\/p>\n<p>-Heizpilz anschalten, Beobachten, bei Erreichen von etwa 140\u00b0C Experiment abbrechen<\/p>\n<p>-Beobachtungen notieren<\/p>\n<figure id=\"attachment_8855\" aria-describedby=\"caption-attachment-8855\" style=\"width: 456px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/Experimentgrafik.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-8855\" alt=\"Experimentgrafik\" src=\"http:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/Experimentgrafik.png\" width=\"456\" height=\"358\" srcset=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/Experimentgrafik.png 456w, https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/Experimentgrafik-300x235.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 456px) 100vw, 456px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-8855\" class=\"wp-caption-text\">Ich entschuldige mich f&uuml;r die Grafik, aber ohne extremen Aufwand geht es in Paint nicht viel besser. Quelle: Eigenkration<\/figcaption><\/figure>\n<p>schwarz=Erd&ouml;l<\/p>\n<p>blau=K&uuml;hlwasser<\/p>\n<p>rot=Destillat<\/p>\n<p><b>Beobachtung: <\/b><\/p>\n<p>vor Experiment: Erd&ouml;l hat Benzingeruch, schwarzbraun, etwas z&auml;hfl&uuml;ssiger als Wasser<\/p>\n<p>w&auml;hrend Experiment:<\/p>\n<p>-ab ca. 30\u00b0C Dampfbildung<\/p>\n<p>-ab ca. 35\u00b0C Bl&auml;schen- und verst&auml;rkte Dampfbildung<\/p>\n<p>-Dampf steigt auf, flie&szlig;t &auml;hnlich einer Fl&uuml;ssigkeit durch die Verbindung Rundkolben-K&uuml;hler, kondensiert im K&uuml;hler<\/p>\n<p>-ab etwa 100\u00b0C sehr starke Bl&auml;schenbildung, pro Sekunde f&auml;llt ein Tropfen in das Auffanggef&auml;&szlig;<\/p>\n<p>-aufsteigende D&auml;mpfe kondensieren z.T. schon im Rundkolben-&gt;fallen als Tropfen zur&uuml;ck<\/p>\n<p>Nach Experiment:<\/p>\n<p>-Destillat ist leicht gelblich und durchsichtig, sehr starker Benzingeruch<\/p>\n<p><b>&#8211;<\/b>keine sichtbaren Ver&auml;nderungen bei dem R&uuml;ckstand, Geruch &auml;hnelt nun jedoch dem von Asphalt<\/p>\n<p><b>Auswertung:<\/b><\/p>\n<p>Meine Hypothese hat sich best&auml;tigt, auch wenn das Sieden etwas fr&uuml;her als erwartet begann. Die gewonnene Fraktion besteht auf Benzin und insbesondere aus Leichtbenzin, da dessen Siedetemperatur in etwa dem im Experiment erreichten Temperaturbereich entspricht. Die verdampften Fraktionen kondensierten je nach Siedetemperatur schon vor oder im Liebigk&uuml;hler, analog zu den einzelnen Fraktionen und deren Kondensation auf den verschiedenen B&ouml;den. Da ein Teil des Dampfes noch im Rundkolben kondensierte, kam es in sehr geringf&uuml;gigem Ausma&szlig;e zum Gegenstrom wie bei der Rektifikation. Die &Auml;nderung des Geruches des Erd&ouml;ls l&auml;sst sich damit begr&uuml;nden, dass das Benzin, welches den Benzingeruch verursachte, herausdestilliert wurde und nur eher nach Asphalt riechende, langkettige Kohlenwasserstoffe &uuml;brigblieben.<\/p>\n<p><b>Fehlerbetrachtung:<\/b><\/p>\n<p>-ungenaues Ablesen des Thermometers<\/p>\n<p>-Thermometer misst nur die Temperatur der aufsteigenden Gase und nicht die des Erd&ouml;ls-&gt; m&ouml;gliche Fehler bei der Absch&auml;tzung des Siedebeginns<\/p>\n<p>Zur Verwendung als Kraftstoff ist das Destillat logischerweise nicht geeignet, da z.B. die n&ouml;tige Klopffestigkeit nicht gegeben ist.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><b>6. Literaturnachweis:<\/b><\/p>\n<p>Offizielles Ziel einer Facharbeit ist es, auch Sch&uuml;lern einige Grundlagen wissenschaftlichen Arbeitens beizubringen. Dementsprechend geh&ouml;rt auch eine Quellenangabe dazu. F&uuml;r all diejenigen, die sich genauer informieren wollen, habe ich hier meine verwendeten Quellen angeh&auml;ngt. Eine Seite, die ich wirklich empfehlen kann, ist die <a href=\"http:\/\/www.chemgapedia.de\/vsengine\/vlu\/vsc\/de\/ch\/10\/erdoel\/aufarbeitung\/aufarbeitung.vlu.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Chemgapedia<\/a>.<\/p>\n<p>1. Herausgeber British Petrol(BP): What`s inside?(2011), URL: \u00a0http:\/\/www.bp.com\/liveassets\/bp_internet\/globalbp\/globalbp_uk_english\/reports_and_publications\/statistical_energy_review_2011\/STAGING\/local_assets\/pdf\/statistical_review_of_world_energy_full_report_2011.pdf\u00a0 (13.11.2012)<\/p>\n<p>2.\u00a0 Schmidt, Karl-Heinz\/Romey, Ingo: Kohle-Erd&ouml;l-Erdgas, Chemie und Technik, W&uuml;rzburg, 1981, S. 39-47, 71-76, 82-87, 92-96<\/p>\n<p>3. Ecker, Alfred: Kohlenwasserstoffe(2011) in: CHEMISCHE TECHNOLOGIE IV, URL:http:\/\/www.jku.at\/cto\/content\/e34502\/e116151\/e116215\/ErdluProdukteausRohlJKU_ger.pdf, S. 2-7, 11-15 (Stand: 24.10.2012)<\/p>\n<p>4. Kuhlmann, Arne\/Medra, Edina\/Necke, Mandus\/R&ouml;&szlig;ner, Frank: Zusammensetzung, in: chemgapedia, URL: \u00a0http:\/\/www.chemgapedia.de\/vsengine\/vlu\/vsc\/de\/ch\/10\/erdoel\/<\/p>\n<p>rohoel\/rohoel.vlu\/Page\/vsc\/de\/ch\/10\/erdoel\/rohoel\/zusammensetzung\/zusammensetzung.vscml.html (Stand: 29.9. 2012)<\/p>\n<p>5. Seilnacht, Thomas: Erd&ouml;lverarbeitung, in Naturwissenschaftliches Arbeiten, URL: http:\/\/www.seilnacht.com\/Lexikon\/erdoel.html (5.11.2012).<\/p>\n<p>6. Pfeil, Wolfgang: Physik, Heizwerte, in: Das gro&szlig;e Tafelwerk, interaktiv, Berlin 2009, S.102<\/p>\n<p>7.Stolzenberger-Ramirez, Arisleydi: Kerogen, Erd&ouml;l(2010) in: Lexikon der Erde, URL: http:\/\/www.geodz.com\/deu\/d\/Kerogen, \u00a0http:\/\/www.geodz.com\/deu\/d\/Erd%C3%B6l (Stand: 8.10. 2012)<\/p>\n<p>8. Wiechoczek, Dagmar; Erd&ouml;lentstehung (2008), in: Prof. Blumes Medienangebot; URL: http:\/\/www.chemieunterricht.de\/dc2\/auto\/erdoelge.htm (Stand: 9.10.2012)<\/p>\n<p>9. Beurlen, Karl: Geologie, Die Geschichte der Erde und des Lebens, Stuttgart, 1978, S.74<\/p>\n<p>10. Herausgeber:<b> <\/b>Engeneering Technology Corp., Electrostatic Dehydrators, URL: http:\/\/www.engtechinc.com\/documents\/ETI%20Electrostatic%20Brochure.pdf<\/p>\n<p>(Stand 13.11.2012)<b>\u00a0<\/b><\/p>\n<p>11. Bu&szlig;, Volker\/ tom Dieck, Heindrik: Vom Erd&ouml;l-das fl&uuml;ssige Gold der Chemie, Destillieren, in: Einf&uuml;hrung in die Chemie, Teil 4: Vom Rohstoff zum Produkt, K&ouml;ln, 1981,S. 35-38<\/p>\n<p>12. Ignatowitz, G&ouml;tz: Chemietechnik, Haan-Gruiten, 1992, S. 320-332<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit der energieaufw&auml;ndigen Destillation (siehe gestriger Blog)ist man leider noch lange nicht am Ende der Herstellungskette angelangt. 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Ich habe mir die SWR1 Reihe \"Leute\", ein Radio-Talkformat mit den Spitzenkandidaten angeh\u00f6rt und nehme das mal als Aufh\u00e4nger etwas \u00fcber das zu schreiben was mich an der Politik in\u2026","rel":"","context":"In &quot;Allgemein&quot;","block_context":{"text":"Allgemein","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/category\/allgemein\/"},"img":{"alt_text":"","src":"https:\/\/vg07.met.vgwort.de\/na\/9297ac798f9047d9a27f46008ab7fa99","width":350,"height":200},"classes":[]},{"id":18480,"url":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2025\/12\/27\/die-umweltbilanz-der-new-shepard\/","url_meta":{"origin":8850,"position":3},"title":"Die Umweltbilanz der New Shepard","author":"Bernd Leitenberger","date":"27. Dezember 2025","format":false,"excerpt":"K\u00fcrzlich ist die deutsche Michaela Benthaus mit Blue Origin auf der Mission New Shepard NS37 geflogen. Da die Dame querschnittsgel\u00e4hmt ist, war dies den Nachrichten eine Schlagzeile wert, \u00e4hnlich wie vor einigen Monaten der Flug von Kate Perry, ebenfalls mit Blue Origin auf der New Shepard. Was dabei untergegangen ist,\u2026","rel":"","context":"In &quot;Raumfahrt&quot;","block_context":{"text":"Raumfahrt","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/category\/raumfahrt\/"},"img":{"alt_text":"","src":"https:\/\/vg04.met.vgwort.de\/na\/99ff84c04ca842a2baa1d4552eb54bab","width":350,"height":200},"classes":[]},{"id":18413,"url":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2025\/09\/30\/die-groessten-raetsel-in-der-fruehen-erdgeschichte-1\/","url_meta":{"origin":8850,"position":4},"title":"Die gr&ouml;&szlig;ten R&auml;tsel in der fr&uuml;hen Erdgeschichte (1)","author":"Bernd Leitenberger","date":"30. September 2025","format":false,"excerpt":"Wir wissen immer noch sehr wenig \u00fcber einen Gro\u00dfteil der Geschichte der Erde. Sie entstand vor 4,6 Milliarden Jahren. Bis vor 600 Millionen Jahren \u2013 also \u00fcber den gr\u00f6\u00dften Teil dieser Zeit \u2013 gibt es kaum Fossilienfunde, und auch alte Gesteine werden umso seltener, je weiter man in der Zeit\u2026","rel":"","context":"In &quot;Chemie&quot;","block_context":{"text":"Chemie","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/category\/chemie\/"},"img":{"alt_text":"","src":"https:\/\/vg01.met.vgwort.de\/na\/929016b2bd2249e0b0f606c4839ef36b","width":350,"height":200},"classes":[]},{"id":12013,"url":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2016\/09\/27\/entstehung-von-leben-auf-der-erde-und-im-sonnensystem\/","url_meta":{"origin":8850,"position":5},"title":"Entstehung von Leben auf der Erde und im Sonnensystem","author":"Bernd Leitenberger","date":"27. September 2016","format":false,"excerpt":"Eines der Dauerbrennerthemen bei Sendungen \u00fcber Astronomie ist es, wo es noch Leben geben k\u00f6nnte. Man kann ja viel spekulieren \u00fcber fremde Planeten, doch am meisten wird nat\u00fcrlich \u00fcber Leben in unserem Sonnensystem spekuliert. Die NASA n\u00e4hrt das sehr gut, vor allem beim Mars. Auch wenn sie von \"Der Suche\u2026","rel":"","context":"In &quot;Allgemein&quot;","block_context":{"text":"Allgemein","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/category\/allgemein\/"},"img":{"alt_text":"","src":"http:\/\/vg02.met.vgwort.de\/na\/4e11b05707214a29aee07687a953aec8","width":350,"height":200},"classes":[]}],"jetpack_sharing_enabled":true,"amp_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8850","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/163"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=8850"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8850\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=8850"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=8850"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=8850"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}