{"id":8947,"date":"2013-11-21T00:47:08","date_gmt":"2013-11-20T23:47:08","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/?p=8947"},"modified":"2017-06-04T15:48:50","modified_gmt":"2017-06-04T13:48:50","slug":"eine-antwort-am-embacadero","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2013\/11\/21\/eine-antwort-am-embacadero\/","title":{"rendered":"Eine Antwort am Embarcadero"},"content":{"rendered":"<p>Derzeit macht Embacadero, das ist die ehemalige Entwicklungsabteilung von Borland, die nun eine eigene Firma ist, eine Umfrage, die sich an Delphi 7 und 2007 Entwickler richtet. Und zwar, warum sie nicht umgestiegen sind. Delphi 7 stammt aus dem Jahr 2002. Delphi 2007 aus dem Jahr 2007, wie man vielleicht auch so vermuten kann. Offenbar entwickeln noch viele damit. Der Fragebogen hat einige Fragen was einen davon abh&auml;lt, wie IDE Neuerungen oder Datenbank &Auml;nderungen. Sicher gibt es eine Umstellung, die 2009 erfolgte von 8-Bit Code auf Unicode in der ganzen RTL. Das ist ein Hindernis wenn man Fremdkomponenten hat und die vieles im C-Stil erledigen also viel mit Pointer auf AnsiChar oder nullterminierten Strings arbeiten. Es dauerte auch einige Jahre bis ich alles angepasst hatte was ich an Komponenten hatte bzw. angepasste Versionen fand, (einiges wurde vom Autor nicht mehr weiterentwickelt, ist aber einfach n&uuml;tzlich).<\/p>\n<p>Aber der Grund ist meiner Meinung nach viel einfacher und er zeigt sich schon in der Wahl der beiden Versionen, denn eines haben beide gemeinsam: von beiden wurden relativ viele &#8222;Personal&#8220; Versionen verteilt. Es gab fr&uuml;her immer wieder Delphi Versionen die verschenkt wurden. Aber bei der 7 waren es besonders viele. Sie lag unter anderem einen popul&auml;ren Delphi Buch &#8222;Delphi for Kids&#8220; und der ct&#8216; als Europas auflagenst&auml;rksten Computerzeitschrift bei. Bei der 2007 gab es die kostenlosen Turbo Versionen, die in der Nutzung beschr&auml;nkt waren, trotzdem haben die wohl vielen gereicht.<!--more--><\/p>\n<p>Zwei Dinge pr&auml;gten die Delphi Entwicklung seit Delphi 2 bis Delphi 7. Das eine ist, das der eigentliche Compiler und die Grundz&uuml;ge der Sprache kaum ge&auml;ndert wurden. Es gab einige kleinere Ver&auml;nderungen, nat&uuml;rlich neue Routinen in den einzelnen Units, doch die konnte man, wenn man wollte, auch selbst programmieren, daf&uuml;r kauft man sich keine neue IDE. Das zweite war, das bei den Komponenten jenseits der Standardkomponenten viel ge&auml;ndert wurde. So mehrmals die Report und Datenbankkomponenten.<\/p>\n<p>Mit Delphi 2005 kam eine neue IDE mit angedocktem Fensterlayout, anstatt dem vorher schwebenden Layout. Sonst &auml;nderte sich aber auch am Kern nichts. Die Zusatzfunktionen wurden immer reichhaltiger, wie Refactoring, XML-Dokumentation, Einbindung des UML-Werkzeugs Together etc.<\/p>\n<p>Mit Delphi 2009 kam der schon beschriebene Wechsel auf Unicode. Seit Delphi XE2 arbeitet man wieder am Compiler. Er kann nun auch 64 Bit Code, und st&uuml;ckweise immer mehr Plattformen unterst&uuml;tzen. Bei XE2 war es IOs, inzwischen kann er bei XE5 auch die mobilen Apple Ger&auml;te und Android Ger&auml;te ansprechen.<\/p>\n<p>Wie man an den vielen Versionen sieht: es gibt viele. Vor allem in den letzten Jahren jedes Jahr eine. neue. Was auch angestiegen ist, sind die Preise. Ein Upgrade der Professional Version kostet 653,31 Euro. Also ich Delphi 8 kaufte, kostete die Professional Version noch 299 Euro und da war Delphi 7 dabei, weil Delphi 8 nur .NET Code erzeugte. Also in 9 Jahren ist es um 100% teurer geworden, Seitdem hatte ich das Gl&uuml;ck, immer als Angestellter einer Hochschule de akademische Version zu kaufen die bezahlbar ist, aber sonst w&auml;re es mir schlicht zu teuer. Wer nun wirklich f&uuml;r Android entwickeln will, kommt mit der Professional Version aber nicht weiter sondern braucht eine EnterpriseVersion oder ein Add-On Pack, das weitere 593 Euro kostet. Dabei ist das nur der Preis f&uuml;r Delphi, also nicht das RAD Studio, das so das Gegenst&uuml;ck zu Visual Studio ist und noch C++ enth&auml;lt. (Die inzwischen im Portfolio befindlichen IDE f&uuml;r Ruby und PHP sind nicht dabei, ebenso wie Delphi Prism als Add-On f&uuml;r Visual Studio).<\/p>\n<p>Es gibt noch die Starter Edition. Aber sie umfasst nur den 32 Bit Compiler f&uuml;r Windows. Okay, ich kann auf Crosscompilierung verzichten (Delphi l&auml;uft ja nach wie vor nicht unter Android oder iOS), aber so langsam aber sicher wird 32 Bit Windows aussterben. Trotzdem kostet diese Version alleine schon 177,31 Euro. Das finde ich unversch&auml;mt, vor allem wenn man sich mal den Code ansieht. Da hat sich nichts seit Delphi 2 ge&auml;ndert. Hinter allen Befehlen die auf die XMM Register zugreifen also Flie&szlig;kommarechnungen, steht ein &#8222;Wait&#8220; als w&auml;re noch ein externer Coprozessor eingebaut. Der 64 Bit Compiler hat zwar auch keine M&ouml;glichkeit die Codeplattform einzustellen (anscheinend brauchen das Pascal Programmierer, anders als C-Programmierer nicht) aber ist wenigstens so bei Flie&szlig;kommaberechnungen um den Faktor 2 schneller. Das die Codeplattform schon eine Bedeutung hat zeigt der C-Builder. &Uuml;bersetzt man das Linpack Benchmark mit Standardeinstellungen kommt mein Rechner auf 200 MFlops, stelle ich die Plattform auf Pentium Pro um (h&ouml;her geht&#8217;s nicht) und die Optimierungen an, so sind es pl&ouml;tzlich 800 MFlops (Athlon 5050e 2,6 GHz, Wert f&uuml;r 1 Kern). Also w&uuml;rde ich erst mal da am Compiler was schrauben.<\/p>\n<p>Nun ist Embacadero eine Firma, die von den verkauften Versionen lebt. Das unterscheidet sie von Microsoft, die Express Versionen ihres Visual Studios verschenken kann oder IBM die das gleiche mit Eklipse tut. Beie Firmen haben Gewinne aus anderen Bereichen. Aber man kann es &uuml;bertreiben. eine vern&uuml;nftige Lizenzpolitik mit bezahlbaren Versionen f&uuml;r Hobbyprogrammierer oder Personen die nicht Vollzeit ihr Geld damit verdienen, w&auml;re dringend angebracht. Damit kann man dann auch andere f&uuml;r die Sprache interessieren. Bei einem Compiler f&uuml;r Windows w&auml;re f&uuml;r mich die Schmerzgrenze bei 99 Euro, bei zweien (32\/64 Bit) bei 149 Euro.<\/p>\n<p>Vor allem w&auml;re es wichtig, nicht jedes Jahr eine neue Version herauszubringen, da wartet man ja geradezu auf die n&auml;chste Version. Vom Visual Studio, Office, Windows gibt es alle 3 Jahre eine neue Version, das ist ein guter Zeitrahmen, dann kann eine neue Version auch gen&uuml;gend neue Features aufweisen dass sich ein Kauf lohnt.<\/p>\n<p>Zumindest bewegt sich ja nun etwas in der Weiterentwicklung, die so lange stagnierte oder sich an der Oberfl&auml;che austobte. Wenn man es jetzt noch hinbekommt einzusehen, das man mehr umsatz macht mit billigeren Versionen weil es mehr K&auml;ufer geben k&ouml;nnte und diese auch bei nicht so vielen Versionen eher zugreifen, dann k&ouml;nnte es noch was werden.<\/p>\n<p>Coss-Plattfom &Uuml;bersetzen geht auch einfacher. Lazarus ist ganz einfach auf einem Raspberry Pi zu installieren, also einem ARM-Rechner unter Linux. Da kann man die Programme auch gleich auf dem Rechner programmieren. Erst mal werde ich mein Projekt aber weil der Raspberry doch etwas langsam ist unter Windows erstellen und dann erst wenn es um die Hardwarezugriffe geht am Raspberry fortsetzen.<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/vg04.met.vgwort.de\/na\/f8719067b1d742dbb92a8a847d4183b8\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"\/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Derzeit macht Embacadero, das ist die ehemalige Entwicklungsabteilung von Borland, die nun eine eigene Firma ist, eine Umfrage, die sich an Delphi 7 und 2007 Entwickler richtet. Und zwar, warum sie nicht umgestiegen sind. Delphi 7 stammt aus dem Jahr 2002. Delphi 2007 aus dem Jahr 2007, wie man vielleicht auch so vermuten kann. 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