{"id":9396,"date":"2014-02-16T00:29:52","date_gmt":"2014-02-15T23:29:52","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/?p=9396"},"modified":"2014-02-16T00:33:53","modified_gmt":"2014-02-15T23:33:53","slug":"venus-ballonsonde","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2014\/02\/16\/venus-ballonsonde\/","title":{"rendered":"Venus-Ballonsonde"},"content":{"rendered":"<p>Heute wieder ein Gastbeitrag. Diesmal (Premiere!) von Elendsoft:<\/p>\n<hr \/>\n<p>Die schwebende Venussonde hat mich auf eine Idee gebracht. F&uuml;r gr&ouml;&szlig;ere H&ouml;hen w&auml;re eine Ballonsonde m&ouml;glich, mit Wasser als F&uuml;llung. In einer fast nur aus CO2 bestehenden Atmosph&auml;re hat Wasserdampf einen Auftrieb, der zwischen dem von Wasserstoff und Helium in Luft liegt. Das Konzept h&auml;tte eine Reihe von Vorteilen.<!--more--><\/p>\n<ul>\n<li>Bei Temperaturen um die 100\u00b0 kommt die Bordelektronik noch ohne so exotische Materialien wie Galliumarsenid-Halbleiter aus. (F&uuml;r einzelne Bauteile hat man die GaAs-Technologie inzwischen recht gut in Griff, aber bei h&ouml;her integrierten Schaltungen wie Prozessoren oder Speicher ist nichts zu machen.)<\/li>\n<li>F&uuml;r die Energieversorgung sind Solarzellen m&ouml;glich, hier d&uuml;rften aber GaAs-Zellen wegen der relativ hohen Temperatur besser sein.<\/li>\n<li>Wasser kann leicht transportiert werden, es sind keine schweren Hochdruckbeh&auml;lter n&ouml;tig.<\/li>\n<li>Wenn der Ballon steigt, sinkt die Temperatur. Dadurch kondensiert Wasser und der Auftrieb geht zur&uuml;ck. Sinkt der Ballon wieder, verdampft Wasser und der Auftrieb steigt. So regelt sich die Flugh&ouml;he selbst, ohne Gas ablassen und Balllast abwerfen.<\/li>\n<li>Weil die Sonde nicht unter so extremen Temperaturen wie ein Lander arbeiten mu&szlig;, ist eine deutlich gr&ouml;&szlig;ere Lebensdauer m&ouml;glich. Mindestens einige Wochen, mit Gl&uuml;ck auch Monate.<\/li>\n<li>Wegen dem geringeren Druck kann der Druckbeh&auml;lter f&uuml;r die Sonde deutlich leichter werden.<\/li>\n<li>Die Ballonsonden k&ouml;nnten auch kleine Lander tragen, die nach und nach &uuml;ber interessanten Gebieten abgeworfen werden. Wenn die Ballonsonden als Relaisstation zwischen Lander und Orbiter arbeiten, kann die Sendeleistung der Lander gering sein. In der kurzen Lebenszeit der Lander kann sich der Ballon noch nicht all zu weit entfernen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Das Problem dabei: Ist der Boden aus dieser H&ouml;he &uuml;berhaupt sichtar? Das m&uuml;&szlig;te vorher durch Lander gekl&auml;rt werden, die beim Abstieg Bilder &uuml;bertragen.<\/p>\n<p><span style=\"font-size: 14px; line-height: 1.5em;\">So hat jeder Sondentyp seine Vor- und Nachteile. Sinnvollerweise sollten sie also kombiniert eingesetzt werden. Eine &#8222;vierst&ouml;ckige&#8220; Erkundung w&auml;re so m&ouml;glich. Lander am Boden, Schwebesonden in geringer H&ouml;he, Ballonsonden in gr&ouml;&szlig;erer H&ouml;he und dar&uuml;ber Orbiter. Und als Erg&auml;nzung noch andere Sonden, die an der Venus zum Schwung holen vorbeifliegen.<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute wieder ein Gastbeitrag. Diesmal (Premiere!) von Elendsoft: Die schwebende Venussonde hat mich auf eine Idee gebracht. F&uuml;r gr&ouml;&szlig;ere H&ouml;hen w&auml;re eine Ballonsonde m&ouml;glich, mit Wasser als F&uuml;llung. 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