{"id":9431,"date":"2014-02-21T01:11:38","date_gmt":"2014-02-21T00:11:38","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/?p=9431"},"modified":"2014-02-21T01:11:38","modified_gmt":"2014-02-21T00:11:38","slug":"backups-teil-1","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2014\/02\/21\/backups-teil-1\/","title":{"rendered":"Backups Teil 1"},"content":{"rendered":"<p>So, da Niels noch weiter an seinem Aufsatz feilt als L&uuml;ckenf&uuml;ller ein Thema das jeden angeht, aus einem neuen Aufsatz auf der Webseite. Wahrscheinlich erz&auml;hle ich den Bloglesern damit nichts neues, aber wer weis. Es geht um Backups. Aufgrund des Umfangs gibt es heute nur den ersten Teil, der zweite folgt dann morgen.<\/p>\n<p>Das Thema Backup geh&ouml;rt wohl zu den am meisten vernachl&auml;ssigten Themen bei PC-Benutzern. Dabei war es noch nie so einfach und so billig ein Backup zu machen. Zeit mal das Thema anzupacken.<!--more--><\/p>\n<h2>Was ist ein Backup?<\/h2>\n<p>Ein Backup ist erst mal die Sicherung von Daten. Je nachdem, welche Anforderungen man hat, kann das sehr viel oder sehr wenig sein. Extreme k&ouml;nnten sein: Eine Privatperson kopiert sich nur die wichtigsten Daten zur Sicherung regelm&auml;&szlig;ig auf einen USB-Stick und ein Rechenzentrum hat von jeder Festplatte nicht nur eines, sondern mehrere Backups auf verschiedenen Datentr&auml;gern. Dazwischen sollten sie einen Kompromiss finden der ihnen pers&ouml;nlich gen&uuml;gend Sicherheit gibt, und nicht zu viel Aufwand verursacht.<\/p>\n<p>Ein Backup kann man nach mehreren Kriterien enteilen. Zwei wichtige Einteilungen nach Zweck und Art sind das Systembackup und das Dateibasierte Backup. Das erste sichert ein ganzes System, also das Betriebssystem, alle Programme und Dokumente, aber auch die Bootsektoren und andere Informationen, die man braucht um die Festplatte wieder zu restaurieren. Gerne wird auch der Ausdruck &#8222;Image&#8220; verwendet. Gespeichert wird meistens alles in einer einzigen gro&szlig;en Datei.<\/p>\n<p>Der Gegensatz dazu ist das dateibasierte Backup. Hier werden einzelne Dateien gesichert und man kann die Sicherung mit dem Windows Explorer ansehen und auch einzelne Dateien zur&uuml;ckspiele. Das geht bei den meisten Images auch, doch kann man die Sicherung dort nicht so einfach wie ein Verzeichnis &ouml;ffnen. Ein dateibasiertes Backup wird im Normalfall nicht die ganze Festplatte umfassen sondern nur die wichtigen pers&ouml;nlichen Daten wie erstellte Dokumente, geschossene Bilder, gemachte Videos.<\/p>\n<p>Bei den Systembackups kann man noch zwischen einem inkrementellen und Vollbackup unterscheiden. Ein Vollbackup ist eine Sicherung der ganzen Festplatte (oder zumindest des belegten Teils), ein inkrementelles Backup enth&auml;lt nur die Unterschiede zur letzten Sicherung. Typischerweise macht man in regelm&auml;&szlig;igem Abstand ein Vollbackup und dann zwischen diesen Vollbackups nur inkrementelle Backups. Das hat mehrere Vorteile. Zum einen belegen die inkrementellen Backups weniger Platz als ein Vollbackup. Zum anderen erlauben sie es, nicht nur einen Stand zur&uuml;ckzusichern. Das hat den Vorteil, dass man bis zu einem bestimmten Datum alle &Auml;nderungen zur&uuml;cknehmen kann. Nehmen wir an sie haben eine Datei aus versehen gel&ouml;scht, ein neues Vollbackup gemacht und das alte &uuml;berschrieben, dann n&uuml;tzt ihnen das Backup auch nichts, weil sie keinen Stand mehr haben in dem die Datei gesichert wurde.<\/p>\n<p>Inkrementelle Backups belegen aber mehr Speicher. Bei Dateien die in Bearbeitung sind, gibt es mehrere Sicherungsst&auml;nde, es werden auch viele tempor&auml;re Dateien gesichert wie der Browsercache, daher macht man von Zeit zu Zeit wieder ein Vollbackup.<\/p>\n<p>Ein anderes Prinzip ist das Vater-Sohn Prinzip. Man macht hier zwei Kopien. Die erste Backup ist der Vater, die n&auml;chste ist der Sohn. Die &uuml;bern&auml;chste Sicherung ersetzt dann den Vater und die vierte Sicherung &uuml;berschreibt den Sohn usw. Man hat also immer zwei St&auml;nde auf die man zur&uuml;ckgehen kann.<\/p>\n<h2>Warum brauche ich als Privatsystem ein Backup?<\/h2>\n<p>Jeder denkt bei einem Backup zuerst einmal an einen Festplattencrash. Der ist heute relativ unwahrscheinlich, da Festplatten im Kaufe der Zeit immer zuverl&auml;ssiger geworden sind. Es gibt aber durchaus Gr&uuml;nde f&uuml;r ein Backup auch f&uuml;r Privatpersonen:<\/p>\n<ul>\n<li>man kann eine versehentlich gel&ouml;schte oder &uuml;berschriebene Datei wiederherstellen<\/li>\n<li>Viren wie der Bundestrojaner k&ouml;nnen den Zugang zum Rechner versperren. Andere Schadsoftware verschl&uuml;sselt eigene Dateien, sodass man sie nicht mehr lesen kann. Angeblich bekommt man gegen Bares die Schl&uuml;ssel f&uuml;r en Zugang bzw. die Entschl&uuml;sselung, doch dem ist nicht so.<\/li>\n<li>Vielleicht haben sie Dinge auf dem PC die nicht Geld wert sind, aber hohen ideellen Wert wie die Bilder ihrer Hochzeit oder von der Kindheit ihres Sohns. Oder ihre Bankabrechnungen etc&#8230;<\/li>\n<li>Man kann eine Sicherung sehr einfach nutzen einen PC zu klonen, also auf einen\u00a0 zweiten PC in identischer Weise hochzuspielen. Das ist sehr geschickt, wenn man mehrere PC&#8217;s installieren muss.<\/li>\n<li>Man spart eine Menge Zeit. Selbst wenn sie Windows durch eine Setup-CD neu installieren k&ouml;nnen, ebenso alle Programme und keine Probleme mit Lizenzen haben, bei denen bei jeder Installation ein Z&auml;hler mitl&auml;uft, dann kostet sie das doch erheblich mehr Arbeit und viel mehr Zeit als eine Sicherung zur&uuml;ckzuspielen. Von der Arbeit alles fein einzustellen gar nicht zu reden.<\/li>\n<\/ul>\n<h2>Wie mache ich ein Backup &#8211; die Hardwareseite<\/h2>\n<p>Die wichtigste Grundregel ist, dass eine Sicherung auf einem eigenen Medium zu erfolgen hat. Damit sichert man sich dagegen ab, das es einen Festplattenausfall gibt. Die fr&uuml;her genutzten Wechselmedien wie Streamer oder gebrannte CDs \/ DVD machen bei den heutigen Festplattengr&ouml;&szlig;en keinen Sinn mehr oder sind sehr teuer.<\/p>\n<p>Bei den heutigen Preisen sollte es kein Problem sein, in den PC eine zweite Festplatte einzubauen. Das kostet 50 bis 100 Euro. (Februar 2014: Eine 500 GB Platte etwa 50 Euro, 2000 GB sind f&uuml;r 80-90 Euro zu haben) eine interne Festplatte ist zum einen die billigste M&ouml;glichkeit, zum anderen ist sie schneller als eine USB-Platte. Sie ist in einen PC schnell eingebaut, einfach in den Steckplatz einstecken, Strom und SATA Stecker annstecken (sind beide verpolungssicher) mit kurzen Schrauben befestigen (Vorsicht wenn man die Schrauben zum PC mitbekommt, es gibt zwei L&auml;ngen beim selben Durchmesser, die l&auml;ngeren sind f&uuml;r die Montage des Mainboards, es reicht wenn der PC nicht bewegt ist aber meist auch die Platte einfach in den K&auml;fig einzuschieben, das Kabelgewirr verhindert meist, dass sie da rausrutschen kann). Wenn die Platte eingebaut ist, muss sie noch formatiert werden. Dazu geht man in der <strong> Systemsteuerung<\/strong> in die <strong>Computerverwaltung<\/strong>, w&auml;hlt dort <strong>Datenspeicher<\/strong> und dort <strong>Datentr&auml;gerverwaltung<\/strong>. Die Festplatte erkennt man daran, dass sie noch keinen Laufwerksbuchstaben hat. Mit einem Rechtsklick auf die Platte kann man ihr einen Laufwerksbuchstaben geben oder sie Formatieren. Sie k&ouml;nnen auch mehrere Partitionen anlegen (bis zu 4) und so eine Platte in Teile mit eigenen Laufwerksbuchstaben unterteilen.<\/p>\n<p>Wer ein Notebook hat bei dem das Einbauen nicht m&ouml;glich ist kann eine USB Festplatte nutzen. Der Nachteil dieser ist, das man Backups in regelm&auml;&szlig;igen Abst&auml;nden macht. Ist die USB-Festplatte dann nicht angeschlossen, was bei einem Notebook schnell passiert, dann f&auml;llt das Backup aus. Bei einem Desktop Rechner bei dem die USB-Platten dauernd angesteckt sind, kann man auch eine USB-Platte nehmen. sinnigerweise eine USB 3.0 Platte, da USB 2.0 nur etwa ein Viertel der Geschwindigkeit einer Festplatte erreicht. USB Festplatten haben dagegen den Vorteil dass man sie nur anstecken muss, es ist kein Einbauen und kein Partitionieren\/Formatieren n&ouml;tig.<\/p>\n<p>Eine Alternative zur USB Platte beim Notebook und sp&auml;testens wenn man mehr als einen PC\/Notebook hat, ist ein NAS. Unter einem NAS versteht man einen Network Attached Storage. Das ist im einfachsten Fall eine Platte in einem Geh&auml;use wie eine USB-Platte mit einem ARM-Mikroprozessor und einem Minimallinux als Betriebssystem. Die g&uuml;nstigsten gibt es inklusive Platte schon f&uuml;r 150 Euro. Es k&ouml;nnen auch mehrere Platten (bis 16) mit einem Xeon Server unter dem Betriebssystem Windows Server sein. Dann erreicht man leicht Preisregionen von 1000 bis 2000 Euro, doch so was ist f&uuml;r Privatpersonen der reinste Overkill.\u00a0 F&uuml;r viele d&uuml;rfte aber die einfache L&ouml;sung ausreichend sein. Ein NASA wird &uuml;ber ein Netzwerkkabel an den Router angeschlossen und l&auml;uft dann dauernd. Man kann es nutzen um Inhalte wie Mediendateien f&uuml;r viele Rechner verf&uuml;gbar zu machen oder man kann eben Backups drauf ablegen. Die Administration erfolgt dann &uuml;ber einen Browser. Die billigen ARM basierenden L&ouml;sungen sind nicht leistungsf&auml;hig genug um die Platte mit voller Geschwindigkeit zu betreiben. Ihre Geschwindigkeit liegt dann etwas h&ouml;her als USB 2.0. Die besseren L&ouml;sungen sind durch die Netzwerkschnittstelle begrenzt (bei Gigabit Ethernet maximal 100 MByte\/s).<\/p>\n<p>Ob man die Festplatte nur f&uuml;r Backups nutzen sollte, dar&uuml;ber streiten sich die Gem&uuml;ter. Die Puristen sagen ja, damit schont man auch die Festplatte, die nicht dauernd l&auml;uft sondern normalerweise sich abschaltet wenn einige Minuten lang keine Aktion kommt. Meiner Meinung nach kann man wenn man gen&uuml;gend Speicherplatz hat, diesen auch f&uuml;r andere Dateien nutzen, auf die man verzichten kann z.B. &uuml;bertragene Internetdateien, Videos etc. Es empfiehlt sich aber gen&uuml;gend Platz f&uuml;r ein Backup zu lassen. Entweder indem man nicht eine, sondern zwei Partitionen auf der Platte anlegt und nur eine f&uuml;r Backups nutzt: Richtwert: sie sollte mindestens doppelt so gro&szlig; sein wie die zu sichernden Daten. Oder wenn man z.B. das Windows Bordmittel nimmt, das einen Prozentsatz der Platte beansprucht, dann muss man selbst drauf achten, dass gen&uuml;gend Platz frei ist.<\/p>\n<p>Wenn es nur um die wichtigen Daten geht, also ein dateibasiertes Backup dann kann man sie in der Cloud abzulegen. Daf&uuml;r gibt es Dienste wie Dropbox oder Programme wie Sykdrive (OneDrive) und Google Drive. Sie synchronisieren einen Ordner mit dem Server und laufen im Hintergrund. Man muss sich nur angew&ouml;hnen die Dateien in diesem Ordner bzw. Subordner abzulegen. Meine pers&ouml;nliche Erfahrungen mit sehr vielen kleinen Dateien, wie sie beim Programmieren entstehen ist, dass sowohl Skydrive wie auch Google Drive dann beim Rechnerstart ewig lang hohe Prozessorlast verursachen und Google Drive bei mehr als 60.000 Dateien dann ganz die Segel streicht. Wer weniger Daten hat bzw. sie gr&ouml;&szlig;er sind wie Bilder oder Videos, f&uuml;r den sind sie eher etwas. Sie sind aber nur eine L&ouml;sung f&uuml;r das dateibasierte Backup. Startet Windows nicht mehr so n&uuml;tzen einem diese Dienste nichts. Sie sind auch mehr gedacht mehrere Ger&auml;te (PC&#8217;s, Tabletts, Smartphones) zu synchronisieren also die Daten abzugleichen.<\/p>\n<p>Da die Dateien dann auf einem Fremdanbieter liegen bekommt die Datensicherheit einen neuen Stellenwert. Man sollte wenn man konsequent ist, alle Dateien verschl&uuml;sseln. Doch das widerspricht dann dem Grundgedanken, dass ein Backup m&ouml;glichst wenig Aufwand verursachen soll. Also f&uuml;r das Backup halte ich die Cloud noch f&uuml;r eine schlechte L&ouml;sung.<!--VG WORT Beginn--><br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/vg08.met.vgwort.de\/na\/035df85003ea45149007b0d77a0aab83\" width=\"1\" height=\"1\" \/><br \/>\n<!--CRC: 81471fb4b2294b40bc35b11c6075f2b0; --><br \/>\n<!--VG WORT Ende--><\/p>\n<h2><\/h2>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>So, da Niels noch weiter an seinem Aufsatz feilt als L&uuml;ckenf&uuml;ller ein Thema das jeden angeht, aus einem neuen Aufsatz auf der Webseite. Wahrscheinlich erz&auml;hle ich den Bloglesern damit nichts neues, aber wer weis. Es geht um Backups. Aufgrund des Umfangs gibt es heute nur den ersten Teil, der zweite folgt dann morgen. 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