{"id":9962,"date":"2014-05-17T07:59:56","date_gmt":"2014-05-17T05:59:56","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/?p=9962"},"modified":"2014-05-17T07:59:56","modified_gmt":"2014-05-17T05:59:56","slug":"der-neueste-vorschlag-der-atommafia","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2014\/05\/17\/der-neueste-vorschlag-der-atommafia\/","title":{"rendered":"Der neueste Vorschlag der Atommafia"},"content":{"rendered":"<p>Nachdem sich irgendwie die Begeisterung &uuml;ber die geschenkten Atomkraftwerke in Grenzen hielt haben E-On, RWE und EnBW nachgelegt und einen neuen Vorschlag der Bundesregierung unterbreitet. Er soll der Bundesregierung die Entscheidung vereinfachen. Dies geschieht indem aus der produzierte Atomm&uuml;ll aus der &Uuml;bernahmemasse entfernt wird. Das verwunderte nun Merkel wie auch das gesamte Kabinett, ist doch die Entsorgung in Deutschland noch nicht gekl&auml;rt. Sollten die Konzerne den Atomm&uuml;ll ins Ausland schaffen wollen, z.b. nach Russland wo schon enorme Mengen an offenem Himmel lagern?<\/p>\n<p>Nein, in den vergangenen Jahren hat eine von den drei Konzernen beauftragte Expertengruppe nach wegen gesucht den Atomm&uuml;ll zu entsch&auml;rfen und kam zu einer L&ouml;sung bei der die Radionukleide sogar noch n&uuml;tzlich sind: Zur Beleuchtung!.<!--more--><\/p>\n<p>Seit langem ist bekannt das Natriumdiuranat fluoresziert. Anders als viele organische Fluoreszenzfarbstoffe allerdings dauernd, auch wenn es nicht Licht ausgesetzt wurde. Die radioaktive Strahlung liefert die Energie daf&uuml;r. Damit gibt es eine n&uuml;tzliche Anwendung f&uuml;r den Atomm&uuml;ll. Allerdings strahlt er zu stark durch zahlreiche kurzlebige Abbauprodukte und der Gro&szlig;teil der abgegebenen Strahlung hat nicht die richtige Energie um Natriumdiuranat oder andere Fluoreszenzminerale wie Kalkspat zum Leuchten zu bringen.<\/p>\n<p>Jahrzehnte der Forschung in den Entwicklungslabors f&uuml;hrten zu einer Mischung die aus drei Pigmenten besteht: Calciumfluorid, einem nat&uuml;rlichen Fluoreszenzmineral und Zirkoniumdioxid und Titandioxid, beides optische Aufheller, die UV-Strahlung absorbieren und als sichtbares Licht abgeben. Sie war als Leuchtmittel vorgesehen das l&auml;nger nachleuchtet weil es auch die UV-Strahlung in sichtbares Licht umwandelt. Das brachte die Forscher auf die Idee ob man die Mischung nicht auch mit radioaktiver Strahlung zum Leuchten bringen kann. Es zeigte sich, dass es prinzipiell geht, doch die Energie der Alphastrahlen und Betastrahlen war zu hoch. Experimente zeigten, das bestimmte Elemente wie die Moderatoren in Kernkraftwerken die Teilchen aufnahmen und mit niedriger Energie abstrahlten und sich dabei erw&auml;rmten.<\/p>\n<p>Herauskam eine Mischung die nach Ansicht der Atomkonzerne dem Stra&szlig;enbelag zugemischt werden soll. Sie besteht pro Quadratmeter aus 0,3 g Atomm&uuml;ll und 100 g Mineralien, davon 4 g Zirkoniumoxid und Titandioxid, der Rest sind Vanadium, Chrom, Molybd&auml;n, Kobaltsalze sowie Silikate und Aluminosilikate. Die Mischung soll in neu aufgebrachten Stra&szlig;enbelag eingebracht werden. Die 30 Milliarden R&uuml;ckstellungen w&uuml;rden zu Sanierung von rund 200 Millionen m\u00b2 Stra&szlig;en ausreichen. Bei Tag sehen die sol belegten Stra&szlig;en&nbsp; normal aus, doch bei Nacht sieht man den Effekt: sie leuchten: mit etwa 500 bis 1000 Lumen\/m\u00b2. Das ist nicht ganz so hell wie wie im Winter an einem stark bew&ouml;lkten Tag, deutlich heller als die Stra&szlig;enbeleuchtung. Sie werden im Winter auch nie von Schnee bedeckt sein, au&szlig;er die Au&szlig;entemperatur sinkt unter -18\u00b0C, denn der Gro&szlig;teil der Zerfallsenergie wird durch die zahllosen Zusammenst&ouml;&szlig;e mit den Moderatoren in W&auml;rme umgewandelt. Daf&uuml;r ist die Strahlenbelastung gering. Schon in 20 cm Abstand von der Fahrbahn wird der Grenzwert f&uuml;r eine lebenslange Belastung erreicht, in h&ouml;herem Anstand unterschritten. Da man sich nicht auf die Fahrbahn legt, soll sie daher v&ouml;llig ungef&auml;hrlich sein.<\/p>\n<p>Nach Ansicht der Atomlobby g&auml;be es auch weitere Einsatzm&ouml;glichkeiten. So kann man Fl&auml;chen, die mit einem Anstrich versehen sind, nutzen um Wasser zu entkeimen, z.b. in &ouml;ffentlichen Schwimmb&auml;dern. Es reicht die Abzugssch&auml;chte damit zu bestreichen, wobei man f&uuml;r die Desinfektion eine dickere Schicht als beim Stra&szlig;enbau ben&ouml;tigt. Auch Lebensmittel w&uuml;rden in Regalen und R&auml;umen die damit bestrichen sind langsamer verderben oder gar nicht verderben. Das kann man f&uuml;r Vorratslager einsetzen. Daf&uuml;r g&auml;be es Interessenten in der ganzen Welt, allerdings ist die Menge an Atomaren Rohstoff die man daf&uuml;r braucht recht klein, verglichen mit den rund 300 t die man im Stra&szlig;enbelag unterbringen kann. Aus Sicherheitsgr&uuml;nden ist nicht geplant H&auml;uer damit zu bestreichen, obwohl man so die komplette Stra&szlig;enbeleuchtung in St&auml;dten einsparen k&ouml;nnte. Vielmehr denkt man daran, mit den R&uuml;ckstellungen alle Stra&szlig;en innerhalb Deutschlands zu sanieren, was auf rund 20-24 Milliarden Euro gesch&auml;tzt wird. Mit dem Restgeld k&ouml;nnte man dann neue Stra&szlig;en mit dem Belag versehen.<\/p>\n<p>Was bleibt ist noch der Abbau und R&uuml;ckbau der Atomkraftwerke. Diese kann man leider nicht zur Beleuchtung verwenden, weil sie zu wenig intensiv strahlen. Man m&uuml;sste dazu mehrere Kilogramm pro Quadratmeter dem Stra&szlig;enbelag untermischen, was seine Qualit&auml;t stark verschlechtert, wie wenn man gemahlenes Gestein in den Asphalt einbringt. Sofern die Bundesregierung aber neue Stra&szlig;en aus Beton fertigt kann man auch dieses Material verwenden. So w&auml;ren selbst die Atomkraftwerke noch zu etwas nutze. Eine Gefahr f&uuml;r die Umwelt sieht man nicht: Der Atomm&uuml;ll ist wie bei der Endlagerung in Glas eingegossen und so wasserunl&ouml;slich. Die Menge sei auch zu gering, um ihn wirtschaftlich aus dem Asphalt\/Beton oder der Streichfarbe zur&uuml;ckzugewinnen, da sei es einfacher Uranerz aufzuarbeiten, so ein ein Sprecher in einer ersten Stellungnahme. Er wehrt sich auch dagegen, dass man nur eine billige Entsorgung suche. Man h&auml;tte einen mehrstelligen Millionenbetrag in die Forschung investiert. Billig sei es dagegen den Atomm&uuml;ll gro&szlig;fl&auml;chig zu verspr&uuml;hen. Dieser Vorschlag w&auml;re auch diskutiert worden, schlie&szlig;lich habe jeder vom Atomstrom profitiert. Die zus&auml;tzliche Strahlenbelastung h&auml;tte dabei nur 1-2% der nat&uuml;rlichen betragen und w&auml;re weit geringer als die durch Nahrung oder medizinische Untersuchungen aufgenommene Dosis. Da man aber negative Reaktionen bef&uuml;rchtet h&auml;tte man ihn verworfen.<\/p>\n<p>E-On will vorpreschen und ab dem 1. Juni einen neuen Werbespot im Still der alten vorstellen, wo ein &#8222;B&uuml;rger&#8220; fragt was aus den Atomkraftwerken wird &#8230; &#8222;E-on habt ihr daf&uuml;r auch eine L&ouml;sung&#8220;. Die antwort &#8222;Na klar Herr Busch, wir arbeiten jetzt schon daran aus Atomm&uuml;ll neue Rohstoffe zu erzeugen. In wenigen Jahren werden die Stra&szlig;en nuklear beleuchtet sein, sicherer und nie mehr vereist.&#8220;.<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/vg01.met.vgwort.de\/na\/8746ecc3dc00490e97b9f83ced679924\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"\/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nachdem sich irgendwie die Begeisterung &uuml;ber die geschenkten Atomkraftwerke in Grenzen hielt haben E-On, RWE und EnBW nachgelegt und einen neuen Vorschlag der Bundesregierung unterbreitet. Er soll der Bundesregierung die Entscheidung vereinfachen. Dies geschieht indem aus der produzierte Atomm&uuml;ll aus der &Uuml;bernahmemasse entfernt wird. 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