{"id":9988,"date":"2014-05-25T00:13:36","date_gmt":"2014-05-24T22:13:36","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/?p=9988"},"modified":"2014-05-23T18:21:40","modified_gmt":"2014-05-23T16:21:40","slug":"spielen-im-internet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2014\/05\/25\/spielen-im-internet\/","title":{"rendered":"Spielen im Internet"},"content":{"rendered":"<p>Nichts tun die Leute so gern wie spielen. Ganze Firmen wurden mit Spielen reich, vor allem Computerspielen. Die Heimcomputer in den Achtzigern wurden vor allem zum Spielen gekauft. Obwohl nach heutigen Ma&szlig;st&auml;ben in der Grafik-Steinzeit angesiegelt waren sie doch revolution&auml;r: Es waren interaktive Inhalte, anders als Brettspiele. Es gab bewegte Grafik und Sound. Das alles war neu. Wenn man es heute nur noch als vorsintflutlich empfindet, so liegt dies an der normen Entwicklung der Computergrafik und damit der Verbesserung der Darstellung.<\/p>\n<p>Klar ist das mit dem Internet Computerspiele noch eine Stufe weiter gehen k&ouml;nnen. Was ver&auml;ndert sich? Nun einiges. Zum einen nat&uuml;rlich viel in der Technologie. Ein PC Spiel ist autark. Es l&auml;uft auf dem PC nutzt seine Hardware, wenn m&ouml;glich gut aus und kann auf alle seine Ressourcen zugreifen. Aber man ist alleine. Man spielt gegen Computergegner oder als Option gegen einen menschlichen Gegner in einer LAN-Party,. Doch das ist eine Option, zumindest kenne ich kein Spiel, das so ausgelegt wurde, dass man es nur im LAN (nicht Internet) spielen kann.<!--more--><\/p>\n<p>Mit dem Internet ver&auml;ndert sich zum einen die Technik. Bedingt durch die Laufzeiten von Signalen sind viele Echtzeitkonzepte schwer m&ouml;glich, zumindest nicht die, wo Spieler meinen 50 Frames pro Sekunde w&uuml;rden ihrer Reaktionszeit nicht gerecht. In der Zeit ist nicht mal das Signal beim n&auml;chsten Einwahlknoten angekommen. Die Darstellung muss sich danach richten, dass m&ouml;glichst viele Benutzer sie nutzen k&ouml;nnen &#8211; gerne von Gamern vergessen wird, dass drei Viertel aller Rechner heute eine nicht beschleunigte Onboard Grafik haben. Da auch die Daten &uuml;bertragen werden, muss der Client intelligent sein &#8211; man kann nicht komplette Frames &uuml;bertragen, das w&auml;re eine viel zu hohe Datenrate. Das Spiel teilt sich auf in einen Client- und einen Serverteil.<\/p>\n<p>Nach wie vor wird aber das Spiel verkauft, und\/oder man muss ein Abo abschlie&szlig;en, um zu spielen. Das bekannteste Spiel dieser Art ist Wourld of Warcraft. Manche Spiele haben in China einen Markt von Profispielern geschaffen: Chinesen spielen wochen- bis monatelang ein Spiel, die Figur hat daher viele Levels und meist auch viele wichtige, seltene oder m&auml;chtige Items. Dieser Account wird dann &uuml;ber eBay verkauft.<\/p>\n<p>Der Markt ist so aber begrenzt auf \u201eechte\u201c Spieler, die sonst ein Spiel kaufen w&uuml;rden. An ein ganz anderes Klientel wenden sich Browserspiele, bei denen man die technische Entwicklung recht gut sehen kann. Wie der Name schon sagt, wird nun kein Spieleclient installiert, sondern es l&auml;uft im Browser. Das senkt die Einstiegsschwelle. Man erzeugt einen Account und logt sich zum Spielen ein. Nat&uuml;rlich wollen auch hier die Anbieter Geld verdienen. Die Konzepte sind durchaus unterschiedlich. In Farmerama durch irgendwelche Ziergegenst&auml;nde, die man nicht brauchte. In Jagged Alliance Online kommt man dagegen um den Kauf einer Kampagne praktisch nicht herum, wenn man das 10-te von 50 Leveln erreicht hat. Denn danach gibt es keine Missionen mehr bis zum 28-sten Level, und wenn man die vorhandenen immer wieder spielt, r&uuml;ckt man zwar auf, doch immer langsamer und man bekommt immer weniger Geld, das man f&uuml;r Ausr&uuml;stung und Vertr&auml;ge braucht, zudem wird es langweilig.<\/p>\n<p>Ich habe bisher drei dieser browserbasierten Spiele gespielt: Kapi Regnum hatte nur Texte und feste Grafiken. Farmerama basierte auf Flash und hatte zumindest bewegte Grafiken und Jagged Alliance Online basiert auf einem Unity Webplayer. So unterschiedlich die Konzepte sind \u2013 sie haben wegen der niedrigen Einstiegsh&uuml;rde leider auch einen Nachteil: es ist immer das Gleiche, es fehlen Abwechslungen und neue Herausforderungen. Browserbasierte Spiele sind oft zeitintensiv, ohne das man wirklich vorw&auml;rts kommt.<\/p>\n<p>Das Letzte was es noch gibt sind wirkliche Spiele um Geld im Internet. Sehr schnell hat die Casinobranche das Medium erkannt. Praktisch alle in Casino gepflegten Gl&uuml;cksspiele kann man mit wenig Aufwand Online &uuml;bertragen. Ja sie sind praktisch ideal f&uuml;r dieses Medium: die Datenrate ist gering, die Darstellung einfach, die Regeln auch. Da ich selbst nicht empf&auml;nglich f&uuml;r Gl&uuml;cksspiele bin, kann ich nur spekulieren, was die Faszination dieser \u201eonline\u201c ist. Es fehlt ja die Atmosph&auml;re im Casino, die sicher wichtig ist. Bei Spielen die nicht gegen die Bank, sondern gegen andere Spieler gespielt werden wie Poker, fehlt die Reaktion der Gegner, die zumindest wenn ich zahllosen Western glaube, entscheidend bei Poker sein muss. Daneben ist nat&uuml;rlich noch schwerer, als im \u201erealen\u201c Casino eine Manipulation zu bestimmen. Dort kann man darauf rechnen, dass Casinos kontrolliert werden, wenn sie nicht schon vom Staat betrieben werden. Doch was ist, wenn das Spiel nur als Software existiert? Nehmen wir Roulette. In vielen Programmiersprachen w&uuml;rde man die Gewinnzahl zwischen 0 und 36 so ziehen:<\/p>\n<p><i>Gewinnzahl=Random(37)<\/i><\/p>\n<p>Wenn dann dort steht:<\/p>\n<p><i>Gewinnzahl=Random(38)<\/i><\/p>\n<p>so verdoppelt sich der Gewinn des Casinos. (Es wird der 36-fache Einsatz zur&uuml;ckgezahlt, doch da es 37 Zahlen gibt, ist der Gewinn des Casinos im statistischen Mittel 1\/37 der Einsatze). Ich denke gerade bei solchen Onlinegl&uuml;ckspielen ist das Vertrauen, das man dem Anbieter entgegenbringt, noch wichtiger, denn hier geht es wirklich um viel Geld, nicht nur 10 oder 20 Euro, die man f&uuml;r ein Abo oder einige Items ausgibt. &Uuml;ber Anbieter informieren kann man sich bei Vergleichsportalen wie <a href=\"http:\/\/www.spielautomaten.info\/\">Online Games auf Spielautomaten.info<\/a>. Problematisch ist, dass es au&szlig;er in Schleswig Holstein keine Lizenzen f&uuml;r Online-Gl&uuml;ckspiele in Deutschland gibt. Damit verl&auml;sst man das deutsche Recht und hat entsprechend geringe Chancen bei einem Betrug oder nur einem Problem an sein Geld zu kommen. Die Lizenzen, die Schleswig Holstein erteilt hat, findet man <a href=\"http:\/\/www.schleswig-holstein.de\/IM\/DE\/Service\/Gluecksspiel\/Gluecksspiel_node.html\">hier<\/a>. Zumindest bei diesen Anbietern sollte man von einem legalen und korrekten Betrieb ausgehen k&ouml;nnen.<\/p>\n<p>Das letzte was es noch gibt, ist die Nutzung des Internets zur Verdongelung von Spielen. Die meisten werden heute &uuml;ber Steam aktiviert. Anders als bei der meisten Software die &uuml;ber Internet aktiviert ist, laufen dann aber viele Spiele nur noch bei aktiver Internetverbindung um den Account zu verifizieren, selbst wenn sie danach vollst&auml;ndig auf dem PC laufen. Das Ganze hindert dann eigentlich nur noch bei der Nutzung, vor allem ist es so nur schwer m&ouml;glich die Software zu verkaufen, weil nun dazu ein Account gibt, der mit einer Mailadresse, Loginnamen und Passwort verbinden ist.<\/p>\n<p>Ich denke dies wird aber, wie die fr&uuml;heren Hardwaredongles, die man an den Druckerport oder die serielle Schnittstelle geh&auml;ngt hat, verschwinden. Denn immer wenn man die Benutzer g&auml;ngelt, werden sie zu der L&ouml;sung greifen, die sie nicht g&auml;ngelt. Wir kennen das schon von anderen Versuchen dieser Art wie dem DRM bei der Musik.<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/vg01.met.vgwort.de\/na\/1bf3ca6b63854775919b541e3de5ec91\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"\/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nichts tun die Leute so gern wie spielen. Ganze Firmen wurden mit Spielen reich, vor allem Computerspielen. Die Heimcomputer in den Achtzigern wurden vor allem zum Spielen gekauft. 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