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Lipsync Videos - Die Technik

Einleitung

Nachdem ich schon für Lynne & Tessa eine Fanpage gemacht habe und ein paar Videos für Verwandte geschnitten und nachbearbeitet habe ich auch mal angefangen selbst Lipsync Videos zu machen. Nicht für die breite Öffentlichkeit, sondern einfach "just for Fun" (es macht viel Spaß) für mich und ein paar Leute die mich kennen und mich nicht für verrückt halten. Ich will einige Tipps geben wie man diese technisch gut hinbekommt.

Dieser Artikel soll so eine Art Anleitung sein, was man so bei der Technik, dem Konvertieren, Aufnehmen und Hochladen von Videos beachten sollte. Ich denke welche Videos einem selbst liegen bemerkt man selbst recht rasch am besten. In einem zweiten Artikel geht es um die Benutzung des Programmes VirtualDub zum Schnitt der Videos und zur Nachbearbeitung.

Auflösung

Als erstes sollte man sich klar sein, welche Auflösung die Kamera hat oder auch nutzen will. Davon hängen Speicherplatzbedarf, Down- und Uploadgeschwindigkeit ab und auch eine Reihe von Nachbereitungsoptionen.

Wer Video von einer klassischen Videoquelle bekommt (Camcorder, entweder digital oder analog) bekommt meistens 720 x 576 Punkte bei 25 Bildern pro Sekunde. Das ist der PAL Standard für Fernsehen. Das Format hat den Vorteil, dass man es mit einem Streaming Client direkt an den Fernseher schicken kann. Das ist aber auch der einzige Vorteil. Portale wie YouTube noch Google Video unterstützen das Format nicht direkt, es wird also runter gerechnet.  Da es 48 Zeilen mehr als 4:3 Standard sind (in diesen stecken beim Fernsehen Austastlücken) ist das nicht ganz unproblematisch. Es scheint das das 16:9 Format das neuere Camcorder haben sich dagegen durchsetzen wird. Es gibt mehr und mehr Videos auf YouTube die es nutzen.

Einfacher ist es wenn man eine digitale Quelle hat, wie eine Digitalkamera oder Webcam. Diese liefern in der Regel VGA Auflösung 640 x 480 x 30 Bilder pro Sekunde. Dieses Format hat den Vorteil dass es zum einen mehr Bilder pro Sekunde sind, was vor allem bei bewegten Szenen wichtig ist. Zum anderen ist bei vielen Portalen das Video im Browser genau halb so groß (320 x 240) man kann es also leicht herunter rechnen (oder die Kamera gleich auf diese Auflösung einstellen).

Abgeleitet von diesen beide Standardformaten gibt es noch die halbierte Größe also 352 x 288 bei PAL und 320 x 240 bei VGA. Genannt CIF und QVGA. Dieses Format ist lohnend, wenn man weis, dass man die Clips nur auf Portalen wie YouTube zur Verfügung stellen will, aber nie auf eine DVD brennen (zum Ansehen im Fernseher) oder auf dem Computer ansehen. Die Clips sind dann kleiner und schneller hochgeladen. Manche Kamera oder Webcam hat aber auch nur diese Format zu bieten. (Bei Webcams sollte man sich informieren, welches die Auflösung des Chips ist, denn meist gibt es hier auch hoch interpolierte Formate. 

320 x 240 Punkte ist schon winzig auf einem Monitor und es lohnt sich nur, wenn es sonst zu lange dauert das Video hochzuspielen. In diesem Falle rate ich aber für das Hochspielen eine separate Version zu erstellen (siehe dazu unten mehr). Höhere Auflösungen, (wie HD Video) die mitunter angeboten werden sind nur nützlich wenn man das Equipment zum Wiedergeben hat. Beim Computermonitor ist die HD-Auflösung von 1280 x 720 Punkten kein Problem. Doch selbst wenn ihr neuer Fernseher dies auch unterstützt stellt sich die Frage ob ihr DVD Spieler dies auch kann. Es ist ein 16:9 Format und damit gibt es bei den Videoportalen dunkle Ränder oben und unten.

Wenn man einen DVD Player benutzt kann man durchaus auch VGA wiedergeben. Er skaliert dann das Material. Wichtiger ist dann mehr die Kodierung. Einfache DVD Spieler beherrschen MPEG-1 und MPEG-2 (Standard für SVCD und DVD). Neuere Modelle auch mehr, wobei man mit einem DivX fähigen Player wohl die beste Wahl hat, denn dieses Format ist platzsparend und universell verbreitet.

Geräte

Traditional macht man Lipsync Videos mit der Webcam, doch seit L&T wissen wir: Es gibt ernst zu nehmende Alternativen.

Die Digitalkamera

Sofern die Digitalkamera fähig ist gute Videos zu erzeugen, halte ich sie für die erste Wahl. Sie verfügt über eine Reihe von Vorteilen: Der wichtigste: Man ist anders als bei der Webcam vom Computer unabhängig. Man kann sie überall hin mitnehmen und wo man will Videos drehen. Auch an unterschiedlichen Lokalitäten. Mit einem Stativ, dass man preiswert erwerben kann, hat man auch jederzeit eine Möglichkeit den Blickwinkel sehr genau festzulegen, man kann das Stativ sogar ergreifen und mit der Kamera am Stativ spielen, was tolle Effekte ergibt. Die Digitalkamera kann auch jemand anders halten und dann richtige Drehs machen mit Zoom, Schwenks etc.

Allerdings ist nicht jede Digicam dafür geeignet. Ich habe bislang 3 Kamera mein Eigen genannt: Eine Canon A75, eine preisgünstige Kompaktkamera, eine Konica Minolta Z10, eine preisgünstige Superzoom Kamera und eine Canon S1, eine recht teure Superzoom Kamera die ich erst 2007 gekauft habe, als man sie bei EBay für einen Bruchteil des Originalpreises erworben konnte. Letztere macht scharfe Videos nur stört ab und an eine Defokussierung, man kann sie leider nicht auf einen fixen Fokus beim Videodreh schalten. Die Konica Minolta produzierte nur 320 x 200 x 15 Videos - ruckelig und nur kurze Clips. Die Canon A75 produzierte gute Videos aber nur kurze von maximal 30 Sekunden Länge.

Die meisten älteren Kameras machen Videos im Motion JPEG Format (MJPEG). Das liegt an der Natur der Sache, ein MJPEG Video besteht praktisch aus lauter einzelnen Bildern die einzeln komprimiert werden. Technisch gesehen macht also die Kamera 15-30 mal pro Sekunde eine Aufnahme und speichert diese ab. Die Dateien werden dann recht groß, weil diese Kompression ineffektiv ist (Zwischen zwei Bildern ändert sich meist nichts und diese Tatsache nutzen andere Kompressionsalgorithmen aus, um das Material stärker zu verdichten).

Für uns von Interesse sind dabei nur 3 Dinge:

Zum einen: Die Datenrate liegt bei meiner Kamera bei 640 x 480 "fein" bei 1980 KByte/s, bei 640 x 480 "normal" bei 1440 KByte/s und bei 320 x 240 bei 660 KByte/s. Ich habe einige preiswerte CF Karten gekauft die Probleme mit der höchsten Datenrate haben. Man sollte sich also vorher erkundigen (bei preiswerten Karten wird an der Elektronik für die Verwaltung als Festplatte oft gespart). Die Bilderrate sollte man nicht reduzieren. Lipsync Videos haben viel Bewegung, da ruckelt es bei 15 Bildern/sec recht schnell.

Klar ist so das Videos recht viel Platz benötigen. für ein 4 Minuten Video kommen so 158-475 MB zusammen. Auf eine 512 MB Karte passt also nur 1-3 Videos. Das ist aber heute wirklich kein Beinbruch: Ein paar 1-2 GB große SD oder CF Karten kosten nicht viel, nur dann bitte auf die Datenrate der Karte achten. Ein Mikro in der Kamera ist ganz nützlich, aber nicht unbedingt notwendig. Dazu später mehr. Wenn man die Videos erst mal mit DivX komprimiert hat, sind sie dann 10 mal kleiner. Gute Dienste tut auch ein schneller Kartenleser. Mein eingebautes Modell war wohl nur mit USB 1.1 angebunden und das ging gut bei Bildern. Bei Videos wird so das Überspielen zur Qual.

Die meisten Digicams haben ein paar Probleme bei Innenaufnahmen, selbst bei relativ viel Licht. Ich empfehle eine gute Ausleuchtung oder die Aufnahmen am Tag zu machen oder gleich draußen - da kann man dann auch den Vorteil der Mobilität nutzen. Typisch für schlecht ausgeleuchtete Aufnahmen sind Farbsprengsel in den Bildern, die man später auch nur schwer entfernen kann.

Es ist ratsam bei einem Kameraneukauf auf die Videofunktion zu achten, in den meisten Tests steht etwas dazu, wenn nicht, sollte man in den Datenblättern, zum Beispiel. bei digitalkamera.de auf die Auflösung, Framerate und maximale Clipdauer achten (manche Kameras erlauben nur 30 Sekunden lange Clips, so was ist dann unbrauchbar für diesen Zweck).

Neuere Kameras speichern die Videos auch als Quicktime Movies (Endung .mov) oder im MP4 Format ab. Zumindest Quicktime kann man weder mit dem MovieMaker, noch mit VirtualDub importieren. Man muss das Video konvertieren, Geeignet ist zum Beispiel der unten angegebene Total Video Konverter. Quicktime komprimiert sehr gut und damit sind die Speicherplatzprobleme nicht gegeben, aber man hat eben schon einen Qualitätsverlust durch die nicht einstellbare erste Kompression und man muss in der Regel das Format in ein anderes gängiges Format konvertieren: Quicktime ist ein populäres Endformat zum Angucken, aber kein populäres Eingangsformat zum Bearbeiten.

Insgesamt sind allerdings die Videofähigkeiten heute bei neuen Digitalkameras kein Problem mehr, fast jede neue Kamera beherrscht diese.

Die Webcam

Das klassische Instrument ist die Webcam. Sie liefert die Bilddaten gleich beim Videoschnittprogramm ab, so dass man sich einen Arbeitsschritt sparen kann - Wenn ihr Lieblingsprogramm mit ihr klar kommt. Die meisten Webcams der untersten Preisklasse haben jedoch schlechte Chips mit starkem Eigenrauschen, teilweise nicht einmal VGA Größe und die Befestigung am Monitor oder anderswo ist meist wackelig. Vor allem ist man dann an den Computer gefesselt und kann schwer den Aufnahmeort ändern. Am ehesten noch wenn man ein Notebook sein eigen nennt.

Dafür ist eine Webcam gnadenlos günstig und bessere Modelle auch sehr lichtempfindlich. Ich gebe hier einmal eine ausdrückliche Empfehlung ab und zwar für die Philips Web Cam SPC 900NC. Diese ist etwa 70-80 Euro teuer. Sie verfügt über ein Mikro und vor allem einen sehr lichtempfindlichen CCD Chip. (viele andere Webcams nur einen CMOS Chip). Dieser ist so lichtempfindlich, dass man die Kamera sogar bei Amateurastronomen einsetzt. Sicher ist die Kamera etwas teurer, aber noch weitaus billiger als eine Digitalkamera und mit einem 20 Euro Modell vom Grabbeltisch werden Sie nicht glücklich werden, glauben sie es mir.

Da die Kamera gerne durch Nachfolgemodelle ersetzt wird hier die Typenbezeichnung des Chips: "PCVC 840K" oder suchen sie einfach in einem Astroshop nach Webcams und ordern sie diese im normalen Handel (Sie brauchen ja keinen Adapter für ein Teleskop oder einen IR Sperrfilter...)

Sofern sie schon eine Webcam haben können sie mit ihr die ersten Schritte machen und dann entscheiden ob sie sich eine bessere zulegen wenn Sie Freude am Hobby haben.

Ein Vorteil der Webcam ist, dass man nicht nur das Video gleich aufzeichnet sondern Sie auch den Ton den sie ausgeben als Eingabe einspeisen können. Das löst das Problem der Synchronisation elegant. Die meisten Soundkarten erlauben es den Line-in Eingang mit dem Line-Out Signal zu beschicken (siehe unten bei der Erläuterung der Musik). Ich hatte bisher nur eine Webcam. Mit dieser hatte VirtualDub Probleme beim Aufnahmen. In diesem Falle kann man sogar den MovieMaker für das Erstellen der Videos nehmen, wenn man mit den Einschränkungen des Programms leben kann.

Camcorder

Es gibt eine Reihe von Camcordern auf dem Markt. Zum einen die klassischen die auf DV Band aufzeichnen. Bei diesen müssen sie in der Regel das Videomaterial digitalisieren, d.h. einen Videokonverter kaufen, den sie am Camcorder zum einen anschließen (Über SCART, 3 Komponenten Stecker oder S-Video) und zum andern über eine USB Buchse am Computer. Kostenpunkt etwa 40-80 Euro. Die meisten älteren Videorekorder oder preiswerten Modelle haben keinen Anschluss mit dem man sie an den Computer anschließen könnte.

Da kann man gleich zur Webcam der Oberklasse greifen und hat das Problem des Digitalisieren nicht. Videorekorder punkten in der Regel mit einer hohen Lichtempfindlichkeit, sind mobil wie Digicams, haben ein Mikro, liefern dann aber PAL Material ab.

Die nächste Klasse zeichnet auf Festplatte oder DVD auf - Diese Modelle erzeugen dann digitale Daten die man leicht überspielen kann, meist schon vorkomprimiert im MPEG-2 Standard, neuere Modelle auch in MPEG-4. Wenn man sich einen neu anschafft sollte man vielleicht schauen wie unkompliziert die Anbindung an den Computer ist. Nur für Lipsync Videos braucht man keine HD-Qualität, da reicht ein normales PAL Video. Wenn die Videokamera 1440 x 960 oder ein anderes 16:9 Format bietet so prüfen sie bei dem Portal, auf dem sie die Videos publizieren wollen, wie dieses mit dem Material zurecht kommt (wird es akzeptiert, oder beschnitten oder gibt es schwarze Balken?). Wenn ihnen die Verarbeitung nicht zusagt, so wechseln sie das Portal oder stellen das Format an der Kamera um. Wenn sie die Videos nur zum selbst ansehen produzieren, dann spielt dies natürlich keine Rolle und sie können die größere Breite von 16:9 für mehr Aktion ausnutzen.

Die neueste Klasse zeichnet auf SD Karten auf und erzeugt gleich Videos in DivX (MPEG-4) Komprimierung. Ein Test in der Computerzeitschrift ct' zeigte, dass es hier zwei Klassen gibt: Zum einen die "Spaß Geräte" für 80-150 Euro die leider schon bei 320 x 240 Videos Artefakte produzieren und dann Geräte in der Preisklasse "normaler" Camcorder von 450-700 Euro, die dann sehr gute Videos produzieren. Diese Geräte sind leichter als normale Camcorder weil Festplatte oder DVD Brenner wegfallen, das Auslesen einer SD Karte ist unkompliziert und für diesen Zweck sind sie ideal - wären gute Geräte eben nicht auch teuer.

Schlussendlich gilt für Camcorder jeder Art: Für eine gute Qualität muss man deutlich mehr zahlen als für eine Webcam oder Digitalkamera. Wenn man schon einen hat ist dies sicher eine Möglichkeit diesen dazu zu benutzen, doch nur für Lipsync Videos wird man sicher keinen zulegen.

SoundMixer

Irgendwie müssen wir die Sachen natürlich noch mit Musik unterlegen. Dazu gibt es einige Möglichkeiten. Die nahe liegende Idee ist es den Sound einfach mit aufzunehmen, entweder durch ein internes Mikro oder ein externes Mikro. So gut das klingt: Es ist eine schlechte Lösung. Zum einen ist die Qualität der meisten Mikros die in Kameras und Webcams eingebaut sind recht bescheiden. Hat man ein externes Mikro hat man vielleicht nicht das Problem der Qualität, aber dafür immer noch das von Störgeräuschen. Stampfen auf dem Boden, Mitsingen etc...

Bei Webcams oder jedem Equipment, dass man nutzen kann um direkt am Computer aufzunehmen, kann man sich helfen indem man den Sound Mixer so einstellt, dass er den ausgegebenen Sound aufnimmt. Dazu in der Systemsteuerung auf "Sounds und Audiogeräte klicken",  Es öffnet sich ein Dialog. In diesem klicken sie im Reiter Lautstärke auf "Erweitert" um die Steuerung für alle Geräte anzuzeigen. Es erscheint einer neuer Dialog mit dem Titel "Summe" und Reglern für die Lautstärke der verschiedenen Tonquellen.  In diesem Menü in der Menüleiste auf "Optionen" auf "Eigenschaften" bei "Audio" bei "Soundaufnahme" auf "Lautstärke" klicken. Im Menü dann auf "Optionen" und dort in "Eigenschaften" klicken. In der Liste "Stereo Mix" auswählen. Nun wird das aufgenommen, was ausgegeben wird, anstatt den Mikrofon oder Line-In Eingang zu benutzen.

Schneller geht es wenn man die Audioeinstellungen als Symbol in der Taskleiste hat. Dann dort doppelklicken, Im Menü "Optionen" wieder "Eigenschaften" wählen und dann wie beschrieben verfahren.

Bevor man damit aufnimmt erst einmal mit dem Audiorekorder eine Probeaufnahme machen, ob die Lautstärke richtig eingestellt ist: Zu hohe Lautstärke bringt eine Verzerrung, zu niedrige starkes Rauschen. Danach die Lautstärke nicht mehr über den Regler bei den Audioeigenschaften regeln, sondern über die Lautstärkeregelung am Lautsprecher direkt.

So kommt man zu synchronem Sound. Alle, die mit separaten Kameras arbeiten, müssen später die originale Tonspur löschen (wenn man den Mediaplayer nimmt) und sie durch das MP3 oder ein Wavefile ersetzen. Bei der Webcam ist dies nicht nötig, dafür ist man mit ihr nicht so mobil, selbst mit einem Notebook. Die Kamera sollte ja so stehen, dass man den kopf und Oberkörper sieht auch wenn man nahe heran geht, das geht nur wenn sie in etwa in Kopfhöhe steht.

Nützliches Zubehör

Für den Urlaub oder im Freien isst die Anschaffung eines Stativs lohnenswert. Digitalkameras sind leicht, es reicht also ein einfaches Fotostativ, damit kann man wirklich die Höhe fein einstellen. Für den Urlaub gibt es auch faltbare kleine Stative, die nur 30-40 cm ausgefahren sind und sehr leicht sind. Die stellt man dann auf einen Tisch oder ein Bücherregal und hat dafür auch die perfekte Lösung. Auch leichte portable Stative der Mittelklasse (bis etwa 1 m Höhe ausfahrbar) sind zusammengefaltet sehr klein und preiswert. Man braucht für eine Digitalkamera kein massives Stativ, da diese viel leichter als ein "normaler" Fotoapparat oder ein Videorekorder sind. Ich benutze ein Stativ auch in der Wohnung. Es erlaubt mir die Kamerahöhe einfacher zu justieren als wenn ich sie ins Regal stelle.

Ist der Computer nicht in der Nähe, um die Musik abzuspielen so nahm ich einen MP3 Player mit Ohrstöpseln. Da man dann keinen Sound auf dem Video hat, habe ich wenn ich auf den Wiedergabeknopf mit einer Hand drückte, mit der anderen einen Gegenstand fallen lassen und später in Virtual Dub das Bild mit der sich öffnenden Hand als Startmarker genommen. Das klappt auch gut, sofern der MP3 Player sofort anfängt zu spielen (manchmal gibt es eine Verzögerung, abhängig vom Modell).

Inzwischen habe ich eine bessere Methode gefunden, wenn man Zugang zu einer Stereoanlage hat: Ich schließe den MP3 Spieler mit einem 3.5 mm Verbindungskabel an den Line-In Eingang eines Radios oder Radiorekorders an und gebe über diesen den Sound wieder. Man sollte dann vor den Sound einige Leersekunden einfügen, um Zeit haben sich umzudrehen und vom Radiorekorder zu Kamera zu gehen. Dies ist einfacher als die Musik auf eine CD zu brennen oder eine Kassette zu bespielen und diese im Radiorekorder wiederzugeben.

ZubehörEin Problem bei der Kamera ist, wenn man auf sie zugeht und der Kopf mit drauf sein soll, man sie in etwa 1.5-1.7 m Höhe positionieren muss. Bei den meisten Kameras geht die Brennweite bei 35 mm Kleinbild Äquivalent los, das ist ein Winkel von etwa 60 Grad - Er zeigt nur einen kleinen Ausschnitt und man sieht nie den ganzen Körper sondern nur bis zu Hüfte. Positioniert man die Kamera tiefer so kann man Nahaufnahmen vergessen. Es lohnt sich (auch für Panoramaaufnahmen) dann eine Weitwinkelvorsatzlinse zu kaufen. Für kleine handliche Kameras gibt es solche modellunabhängig, diese werden mit einem Magnetring vor dem Objektiv befestigt. Für teurere Kameras gibt es diese oft als Zusatzzubehör, dann jedoch zu deftigen Preisen.  Ich habe die hier gezeigte Linse in den USA gekauft, selbst mit Zoll war sie dann erheblich preiswerter als das offizielle Modell des Herstellers. Es gibt diese für das standardisierte 52 mm Filtergewinde und man braucht meist nur einen Adapter für die Kamera.

Zuletzt: Das Drehen von Videos braucht mehr Strom als nur Bilder machen. Wenn ihre Kamera 500 normale Aufnahmen mit einem Akkusatz macht, dann entspricht dies bei 30 fps gerade mal 17 Sekunden. Ganz so schlimm ist es nicht, aber meine Canon S1 IS kann mit einem Akkusatz etwa 8 Videos drehen. Da man Akkus auch nicht beliebig oft laden kann ist ein Netzteil für die Kamera nicht schlecht. Leider haben die meisten Kameras Spezialnetzteile oder spezielle Adapter, damit man keine allgemein nutzbaren Steckernetzteile nutzen kann.

Für Zubehör empfehle ich E-Bay und zwar schauen sie mal im Ausland nach: Ein Netzteil das in Deutschland 45 Euro kostete bekam ich in den USA für 10 Euro, selbst mit 10 Euro Fracht war es 3 mal billiger als bei deutschen Anbietern (es handelte sich um das Originalzubehör von Canon!). Eine Weitwinkel und Telelinse für die gleiche Kamera bekam ich mit Versandkosten und Zoll für 71 Euro anstatt 180 Euro.

Natürlich gibt es noch mehr Zubehör das nützlich ist. Der MP3 Player für Außenaufnahmen um die Musik zu hören, eine Gitarre (aufblasbar zu haben für 2.90 Euro) Das leitet einen dann über zu Gimmicks um das Aussehen zu beeinflussen. Gute Dienste leistet eine Sonnenbrille um "cool" auszusehen. Perücken um auch als Mann einen Frauensong zu bringen haben sich nicht bewährt. Ich benutze meist nur die die auch ein Mann tragen könnte (Eine Afro Look Frisur und eine 70 er Jahre Schulterlang Perücke). Aber da sind wir nun schon beim Thema persönlichen Geschmack. Das Foto zeigt hier eine Auswahl. Man beachte wie klein das lange Stativ sich einfahren lässt (erkennbar am kurzen Bein. Damit ist es echt transportabel.

Software

Was braucht man alles um Musikvideos zu machen? Nun man kann alles mit dem Windows Movie Maker machen, doch halte ich dies für keine gute Lösung. Dieses Programm macht es zum einen sehr schwer die Tonspur genau auszurichten, man kann dies nur per Maus und das ist sehr fummelig. Die Stärke von Movie Maker liegt eher in Effekten wie Titel, vor- oder Nachspann etc. Hier meine Softwarevorschläge:

Codecs

Es gibt sehr viele Codecs die gut sind. Welchen man wählt hat damit zu tun was man mit dem Video macht. Hier die wichtigsten Codecs und eine kleine Erklärung dazu. Leider sind die meisten Codecs nicht von Haus aus bei Windows an Bord. Videoschnittprogramme bringen oft ihre eigenen Codecs mit, die dann aber nur innerhalb dieses Programmes funktionieren.

MPEG-1

MPEG-1 ist der Standard für Video CDs (VCD). Der Codec komprimiert nur schlecht. Die Datenrate beträgt 1200 KBit für eine Auflösung von 352 x 288 Punkten. Weder an der Datenrate, noch an der Auflösung kann gedreht werden. Wenn man diesen Codec einsetzt, so eher am Schluss wenn man eine fertige Aufnahme in ein VCD Format konvertiert. (Siehe dazu unten mehr).

MPEG-2

MPEG-2 ist der Standard für DVD und SVCD. Der Codec komprimiert mittelgut. Die Datenrate und Auflösungen sind wählbar, geht man aber zu weit mit der Datenrate herunter so sieht man deutliche Artefakte. Da der Codec entworfen wurde für eine DVD mit ihrer hohen Speichermenge von 9 GB. Bei DVD Normmaterial liegt die Datenrate 15000 KBit/sec bei 720 x 576 Punkten - für Videos viel zu hoch.

MPEG-4

MPEG-4 ist ein sehr effizientes Verfahren zur Videokompression. Oftmals findet man auch die Bezeichnung des Standards H.263. Sehr viele Codecs die frei verfügbar und verbreitet sind, nutzen dieses Verfahren in einigen Abarten, so die freien Codecs DivX und XVID und die Implementierungen von Microsoft (Windows Media Format 7) und Apple (Quicktime). Im Normalfall sollte man eines dieser Verfahren nehmen, man hat dann auf Computern die größtmögliche Komptabilität. für 640 x 480 Videos reicht eine Bitrate von 1200 KBit aus um sehr gute Qualität zu erreichen. Ein weiterer Vorteil ist, dass die beiden populärsten Implementierungen (DIVX und XVID) auch von vielen DVD Spielern wiedergegeben werden können, wenn sie neueren Datums sind.

H.264

G.264 ist eine weitere Verbesserung der Kompression. Insbesondere die Bewegungserkennung wurde verbessert. Der Codec komprimiert nochmals 20-30 % besser als MPEG-4. Jedoch isst er noch nicht so populär. Die neuen Versionen von Apples Quicktime und Windows Media Encoder/Player nutzen ihn, daneben gibt es zahlreiche Implementierungen von Firmen. Sofern man die Videos nur unter Windows Rechnern ansieht ist dies kein Problem. Bei anderen Betriebssystemen oder wenn man die Daten auf eine CD /DVD brennen will, muss man jedoch konvertieren.

Flash Video Format (FLV)

Dies ist kein Format in dem Video erstellt wird, sondern ein Format für die Wiedergabe im Browser. Die Videos die sie bei YouTube & Co sehen sind in diesem Format erstellt worden.

Ein guter Weg an Die Codecs zu kommen ist die Installation von ffdshow. Dieses Programm bringt die notwendigen Codecs mit und stellt sie allen Programmen zur Verfügung. Damit kann dann auch der Windows Media Player DivX Videos wiedergeben.

Audio

Eigentlich gibt es nur einen Audiostandard für Videos: MP3, denn Dolby Sourround gibt es (noch) nicht bei Videos. Audio Decoder für MP3 hat ihr Betriebssystem an Bord, doch das Verfahren ist patentiert, so dass sie meist keinen installierten Encoder haben oder dieser auf 56 KBit/sec beschränkt ist. Anwendungsprogramme bringen meist ihren eigenen Encoder mit und haben dann keine Probleme, doch diese kann man eben in kostenlosen Programmen wie Virtual Dub nicht nutzen. Daher ist es anzuraten, den Lame Encoder, eine freie Umsetzung des Mp3 Formates zu installieren.

Videoschnitt

Ich benutze VirtualDub dafür. VirtualDub kann alle Videos im AVI Container Format lesen, sofern der Codec installiert wird. Das bedeutet in der Praxis man muss ffdshow und Lame installieren. Dafür hat man ein Programm bei dem man viel mehr Freiheiten hat als im Windows Movie Maker und bei dem man auch schneller die Videos schneiden kann, wenn man sich erst mal darin zurecht findet.

Der MovieMaker hat den großen Nachteil, dass er keinerlei Feinjustage erlaubt und einem praktisch keinerlei Steuerung des Ausgabeformates zulässt. Dafür ist er - zugegeben - kinderleicht zu bedienen und man braucht keine weitere Software installieren. Ich nehme ihn nur um an ein Video einen Vor- oder Nachspann anzuhängen.

Größere Videoschnittprogramme benötigen deutlich mehr Arbeit beim Erlernen des Programms und sind für eine einfache Neusynchronisation (mehr ist es ja nicht) reiner Overkill. Will man weitere Effekte einbauen, so sind sie sicher gut geeignet. Eine Einführung in VirtualDub gibt dieser Artikel.

Sonstige Software

Wenn die Kamera .mov Dateien für Quicktime erzeugt, oder wie meine Motion-JPEG (sehr große Dateien) oder auch wenn man die Dateien auf eine Video CD oder DVD verewigen will, dann braucht man einen Video Konverter. Ich habe mich für den Total Video Converter entschieden, den man 14 Tage lang testen kann. Eventuell muss man Teile aus einer MP3 herausschneiden oder eine Pause einfügen (um vom Computer in die Ausgangsposition zu gehen), dann kann man dies mit Mp3 Direct Cut erledigen. VirtualDub braucht Wave Dateien als Audio Daten die erzeugt Audiacity, mit dem man auch das gleiche wie mit MP3Directcut erledigen kann.

Sie finden unten im Artikel Links zu der benötigten Software.

Die Musikauswahl

Jeder wird mit der Zeit Titel finden die für ihn gut sind. Einige Ratschläge hier:

Ansonsten sollte man einfach mal in der MP3 Sammlung nachschauen und sich nicht scheuen auch dämliche Lieder zu nehmen. Der Autor hat hier einiges in seiner NDW Sammlung gefunden und auch der "Steuersong" ist gut zu performen....  Ansonsten fragen sie guter Lipsyncer nach Tipps für Musikwahl und Gestik.

Musik schneiden

Oftmals hat man das Problem einen passenden Song gefunden zu haben, aber er größere instrumentelle Teile hat. Für diesen Zweck gibt es mp3cut. ein Programm mit dem man Teile aus MP3 ausschneiden kann, aber auch eine Pause am Anfang einfügen kann um Reaktionszeit zum Einschalten der Kamera zu haben. Das ganze ist etwas fummelig. Man muss hören wo ein Takt endet und dort die Startmarke setzen und dann die Endmarke beim Start des nächsten Taktes setzen, doch das geht wenn man etwas Übung darin hat. Die Pause kann man vor allem bei Webcams brauchen die ja gleichzeitig den Ton mit Aufzeichnen, so fängt das Video nicht mit dem Gesicht vor der Kamera an....

Die Aufnahme

Nun geht es an die Aufnahme. Zuerst mal sollte man schauen ob das Licht reicht und mal ein paar Sekunden Probeaufnahme machen und diese ansehen. Eine Digicam montiere ich am liebsten auf ein Stativ, da kann ich den Bildausschnitt recht gut festlegen und sie steht stabil.

Die Musik muss von irgendwo kommen. Im Zimmer nehme ich dazu den normalen MP3 Player auf dem Computer, starte aber das Lied vorher und spule bist fast an das Ende. So habe ich genug Zeit die Kamera zu starten und in Position zu gehen. Im Freien nehme ich einen tragbaren Mp3 Player mit Ohrstöpsel. Im Freien und wenn man kein Mikro an der Kamera hat, braucht man ein Synchronisationssignal für den Schnitt. Dazu nehme ich einen Gegenstand in die linke Hand und den Knopf auf "Play" mit der rechten Hand. Wenn ich darauf drücke, lasse ich den Gegenstand fallen und das kann ich dann im Schnittprogramm als Start nehmen. Das kann man natürlich auch im Zimmer machen oder anstatt einen MP3 Player eben auf die Fernbedienung der Stereoanlage drücken.

Eine Kamera auf dem Stativ kann man ergreifen, man kann mit ihr spielen, sie drehen wie ein Mikro vors Gesicht halten und dann eben wieder absetzen. so was füllt gerne die Zeiten von Soli aus. Eine Webcam liefert natürlich gleich das Material im Schnittprogramm ab. Dafür sind solche Tricks nicht möglich. Wenn man jemanden hat der einen filmt (Mit Digicam / Camcorder) kann man noch mehr machen, z.B. ein Dreh im Auto oder sich frei durch die Gegend bewegen oder Zooms. Mit der Zeit wird man hier kreativer. Nur statisch sollte es nie sein.

Bearbeiten

Dann muss man das Videomaterial bearbeiten.  Das hängt nun von dem Lieblingsprogramm ab. Für VirtualDub gibt es hier eine Einführung - von einfachen Schnitten bis hin zu Effektvideos.

Tipps für die Arbeit mit mehreren Programmen

Aber VirtualDub ist eine Software zum Schneiden und Verbessern von Videomaterial (etwas das man auch nutzen sollte, wenn das Video zu dunkel ist oder die Kontraste zu hoch). Es ist keine Software um mehrere Spuren zu bearbeiten, Videos mit Effektübergängen aneinander zu schneiden, fliegende Titel zu produzieren oder ähnliches. Wer dies will muss andere Software einsetzen. Trotzdem ist VirtualDub in seiner Disziplin unschlagbar und bald sieht man sich vor die Aufgabe gestellt mit mehren Programmen zu arbeiten.

Das ist kein Problem wenn man auf zwei Dinge achtet: Das Rekodieren von Videos mit verlustbehafteten Kompressionsmethoden (praktisch alle Codecs die heute Anwendung finden) ist immer verknüpft mit dem Verlust von Information bei jedem erneuten Kodieren. Es fehlen feine Details und es gibt Blockartefakte.

Man kann dies minimieren indem man die Bitrate recht hoch wählt, deutlich höher als man sie im endgültigen Video einsetzt. Das zweite ist es einen Codec zu finden der möglichst breit eingesetzt wird. Dies kann MPEG-2 oder MPEG-4 sein. Bei anderen Formaten gibt es immer wieder Probleme. WMV wird von VirtualDub nicht unterstützt ist aber sonst weit verbreitet. Es braucht aber sehr lange zum Codieren und Dekodieren.

Als erste Reihenfolge halte ich es in VirtualDub zuerst die Synchronisation durchzuführen und dann in einem anderen Programm Effekte oder Titel zu erstellen.  

Hochladen

Nun wollen wir das Video anderen zeigen. Es gibt eine Menge Videoportale.

Wen sie nicht irgendwie festgelegt sind, weil alle ihre Bekannte sich bei Myvideo oder Clipfish tummeln, dann würde ich das Portal nach 3 Punkten wählen:

Populär heißt: Ihre Videos werden von vielen Leuten gesehen, das ist eher der Fall bei einem oft besuchten Portal als einem kleinen. Andererseits ist dort auch die Konkurrenz größer. Tippen sie einfach einmal den titel eines Popsongs in YouTube ein und sie verstehen was ich meine.

Qualität der Wiedergabe: Standard ist das Flash Format, doch gibt es hier Qualitätsunterschiede zwischen verschiedenen Portalen. Google Video erlaubt zumindest einen Download in höherer Auflösung. Stage6 erlaubt das Weidergeben und Downloaden von Videos in jeder Auflösung- bis hin zu HD Video. Dafür muss es aber in DivX codiert sein.

Bequemlichkeit: Wie komfortabel ist das Editieren und Verwalten der Videos. Manche Portale bieten Uploader an. Diese sind bei Videos und einem langsamen DSL Anschluss wirklich ein Segen - reist mal die Verbindung ab so können sie unterbrochene Uploads wiederaufnehmen.

Nun die allgemeine Vorgehensweise. Bevor man einen Account erzeugt sollte man sich die Videos ansehen, die in den Portalen schon gehostet sind. Alle setzen Macromedia Flash Video ein, um es im Browser wiederzugeben. doch die Komprimierung unterscheidet sich sehr stark. Ich habe dies bemerkt als ich Videos bei Clipfish hoch lud und die Qualität wirklich schlecht war und dann war auch noch der Ton nicht synchron. Google Video findet auch YouTube Videos nach der Übernahme, umgekehrt ist dem leider noch nicht so. Clipfish und Myvideo sind nur in Deutschland bekannt. YouTube ist der weltweite Marktführer und man hat bei diesem die größte Chance gesehen zu werden.

Beim Hochladen sollte man aber beachten, dass selbst bei einem DSL Anschluss mit 16000 KBit/s die Upload Rate nur bei 1024 KBit/sec liegt und bei den anderen Tarifen sogar noch schlechter. Die Reale Uploadrate in KByte/sec erhält man wenn man die Uploadrate in KBit/sec durch 8 teilt.

Daher sollte man vorher vielleicht etwas Gehirnschmalz erstellen und nach dem ersten Erstellen der Datei diese Verkleinern (wenn man sie nur im Browser anschaut reichen auch 320 x 240 Pixel) mit dem Filter "Resize" und die Datenrate entsprechend runter schrauben von 1200 auf 600 KBit/sec. Etwas gewinnen kann man auch wenn man die Musik auf 96 KBit/sec beschränkt. Das sind dann 87 anstatt 166 KB/s - immerhin die Hälfte der Übertragungszeit gespart.

Ich würde für eine CD oder die Erinnerung jedoch in jedem Fall immer noch eine hoch aufgelöste (vielleicht auch weniger stark komprimierte) Version erstellen, denn einmal verkleinert sind die Details weg. Die L&T Videos wurden z.B. nur mit 320 x 240 aufgenommen, so dass man bei den heruntergeladene Videos einen deutlichen Weichzeichnereffekt bemerkt.

Hier eine Übersicht über die DSL Upload Geschwindigkeiten:

Produktname Download Upload
DSL-1000 1024 KBit/s 128 KBit/s
DSL-2000 2048 KBit/s 192 KBit/s
DSL-6000 6016 KBit/s 384 KBit/s
DSL-16000 16000 KBit/s 1024 KBit/s

Teilen der DSL Upload Geschwindigkeit durch 10 ergibt die mittleren Upload Geschwindigkeiten in KByte (es gibt noch einen kleinen Overhead für den Transfer). Je nach DSL Tarif kann man also maximal 13-102 KByte/sec übertragen - Ein 30 MB großes Videos braucht also zwischen 5 und 38 Minuten zum Hochladen! Aufgrund deswegen ist es zu empfehlen dies zu machen wenn man sonst nichts zu tun hat oder eben vorher das Video für ein Portal zu verkleinern. (Im Browser sieht man sowieso nur 320 x 240 und selbst das Download Format von Google Video sind nur 480 x 360.

Auf eine Scheibe

Vielleicht wollen sie irgendwann mal die Videos auf dem Fernseher ansehen. Es gibt dazu einige Möglichkeiten. Die einfachste ist es wenn ihr DVD Player die Videos direkt abspielen kann. DivX ist inzwischen als Format auch bei DVD Spielern verbreitet und fast jedes neu auf dem Markt kommende Gerät kann Videos im DivX Format abspielen. Dann erstellen sie einfach eine normale CD oder DVD und spielen die Videos als Dateien darauf. Diese können sie dann im Menü auf dem DVD Spieler auswählen und abspielen.

Eine Alternative dazu ist es die Dateien als MPEG Dateien (Endung .mpg oder .mpeg) zu speichern. Dies ist das Standardformat für DVD, nur sind hier noch einige andere Informationen verpackt. Auch ältere Player können MPEG Dateien abspielen. Hat man die Wahl so sollte man MPEG-2 (oder "für DVD") bevorzugen. Zum Konvertieren kann man den Total Video Converter benutzen.

Das nächste ist es eine Video CD (VCD) oder Super Video CD (SVCD) zu erstellen. Nero bietet dann an ein Menü zu erstellen mit einem wählbaren Hintergrund und Miniaturen der Clips. VCD und SVCD arbeiten mit dem MPEG-1 Standard für die Komprimierung. Dieser komprimiert relativ schwach. Eine VCD speichert Videos mit 352 × 288 Bildpunkte mit 25 Bildern pro Sekunde. Eine SVCD speichert den Film mit  480*576 Pixel, 25 Bilder pro Sekunde. Sie komprimiert im Format MPEG-2 wie eine DVD, allerdings geht deutlich weniger auf eine CD, etwa 25-55 Minuten je nach CD Größe und Komprimierungsrate / Tonspuren. Die Qualität einer VCD entspricht in etwa VHS Video, die einer SVCD S-VHS Video.

Der Vorteil beider Formate ist es, dass man sich selbst bei einer Standardausgabe einer älteren OEM Ausgabe von Nero nicht mit einer CD Erstellung herumschlagen muss: Einfach die Clips herüber ziehen, Menüstruktur / Hintergrund und Titel festlegen und dann kann man Brennen. Will man eine DVD erstellen so braucht man eine DVD Authoring Software. Meine Erfahrungen mit dem Win DVD Creator sind da nicht sehr gut. Er ist langsam und die Neukomprimierung der Daten verwischt viele Details. Wenn sie eine bessere Authoring Software haben mag dies eine Lösung sein. Dann sind auch Überblendungen und andere Effekte möglich.

Video DVD Maker Free ist ein einfaches Authoring Tool, bei dem man allerdings Geduld haben muss.

Softwarelinks

VirtualDub Videoschnittprogramm

FFDShow Codecs zum Codieren und Decodieren von Videodateien

Lame Codec für MP2 und Mp3 Audiodateien

Audacity Audio Editor der auch MP3/OGG in Wave konvertieren kann.

Mp3Directcut: Programm zum Schneiden von MP3 (Gitarrensoli herausschneiden, Pause vor dem Start einfügen)

Total Video Converter Video Konvertieren in viele Formate, Shareware


© des Textes: Bernd Leitenberger. Jede Veröffentlichung dieses Textes im Ganzen oder in Auszügen darf nur mit Zustimmung des Urhebers erfolgen.
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