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Trägerraketen anderer Nationen

Einleitung

Als Abschluss meiner Serie über die Trägerraketen wird in diesem Artikel über die Trägerraketen berichtet, mit denen Frankreich, England und Israel ihren ersten Satelliten in einen Orbit gebracht haben. Weiterhin werden die Trägerraketen von Brasilien, Südafrika und Nordkorea beschrieben, die bislang noch nicht erfolgreich geflogen sind. Mit diesem Artikel sind auf meiner Website alle Raketen besprochen die jemals Satelliten in einen Orbit getragen haben.

Shavit / Leolink

Das Bestreben, eine eigene militärisch genutzte Mittelstreckenrakete oder Kurzstreckenrakete zu besitzen, führte zu einigen seltsamen Kooperationen. So lieferte das kommunistische Nordkorea Raketen an den Gottesstaat Iran und den Verbündeten der USA, Pakistan. Es führte auch zur Zusammenarbeit von Südafrika und Israel. Südafrika entwickelte in den siebziger und achtziger Jahren die Mittelstreckenrakete RSA-3. Diese war 15,40 m lang, 23,5 t schwer und hatte einen Durchmesser von 1,35 m. Jedoch wurde die Entwicklung zusammen mit dem größeren Modell RSA-4, das Basis für eine Trägerrakete sein sollte, wieder eingestellt. Einige Exemplare wurden an Israel ge­liefert. Auf dieser Grundlage entwickelte Israel die Mittelstreckenrakete Jericho 2 und aus dieser wiederum entstand die Shavit.

Erste und zweite Stufe der Shavit waren identisch. Es handelte sich eine um mit Feststoff angetriebene Stufe, stabilisiert durch Finnen und Strahlruder in einem CFK-Gehäuse. Die zweite Stufe unterschied sich von der Ersten durch eine längere Düse und eine Schubvektorkontrolleinheit. Die dritte Stufe hatte ein Titangehäuse. Der Start erfolgte vom israelischen Militärstandort Palmachim. Als einzige Trägerrakete im Ein­satz startete die Shavit westwärts über das Mittelmeer. Zum einen wegen der politischen Spannungen mit den Nachbarländern und den daraus bei einem Start ent­stehenden Problemen. Zum anderen, weil sonst die ausgebrannten Stufen geborgen werden könnten. Der Start nach Westen verlangte eine um 800 m/s höhere Startgeschwindigkeit und entsprechend verringert sich die Nutzlast. Starts in sonnensynchrone Bahnen (nach Norden oder Süden) waren so nicht möglich. Als zukünftiges Startgelände war Wallops Island vorgesehen.

Die Shavit-1 unterschied sich von der Shavit durch eine 2,27 m längere erste Stufe mit höherem Startschub. Sie wurde fünfmal von 1995-2007 eingesetzt. Auch sie trans­portierte als einzige Nutzlast israelische Aufklärungssatelliten des Typs Ofeq.

Die Shavit-2 oder Leolink LK-1 war als Nachfolgemodell gedacht und sollte kommerziell angeboten werden. Dazu sollten die vorhandenen Stufen durch in den USA gefertigte Stufen wie den Castor 120 Antrieb oder den Star 48 Antrieb ersetzt werden. Eine mit Hydrazin betriebene Oberstufe stand optional als vierte Stufe zur Verfügung. Die Shavit 2 hätte eine Nutzlast von 350 – 800 kg in einen SSO-Orbit aufgewiesen.

Nach dem Verlust von Ofeq-6 beim letzten Start einer Shavit 1 und damit dem zweiten Fehlstart bei sieben Starts und zusätzlichen Kosten von 100 Millionen Dollar kündigte Israel an, künftige Satelliten der Ofeq Reihe mit der indischen PSLV zu starten. Inzwischen startet selbst Frankreich seine Plejades Spionagesatelliten mit der Sojus und die Bundeswehr ihre SARLupe Satelliten auf Kosmos 3M Trägern. Eine eigene Trägerrakete nur für nationale Aufklärungssatelliten weiter zu unterhalten machte daher keinen Sinn mehr.

Datenblatt Shavit

Einsatzzeitraum:

Starts:
Zuverlässigkeit:

Abmessungen:


Startgewicht:

Maximale Nutzlast:

Nutzlasthülle:

1988 – 1990

2, davon kein Fehlstart
100 % erfolgreich

15,43 m Höhe
2,30 m Durchmesser

23.390 kg

160 kg in einen LEO-Orbit

3,36 m Länge, 1,56 m Durchmesser, 57 kg Gewicht


Stufe 1

Stufe 2

Stufe 3

Länge:

6,30 m

6,50 m

2,08 m

Durchmesser:

1,35 m

1,35 m

1,30 m

Startgewicht:

10.215 kg

10.338 kg

2.048 kg

Trockengewicht:

1.115 kg

1.238 kg

170 kg

Schub Meereshöhe:

413 kN

-

-

Schub Vakuum:

456 kN

477 kN

58,8 kN

Triebwerke:

1 × ATSM-9

1 × ATSM-9

1 × AUS-51

Spezifischer Impuls
(Meereshöhe):

2351 m/s

-

-

Spezifischer Impuls
(Vakuum):

2598 m/s

2598 m/s

2864 m/s

Brenndauer:

52 s

52 s

92 s

Treibstoff:

HTPB / Aluminium / Ammoniumperchlorat

HTPB / Aluminium / Ammoniumperchlorat

HTPB / Aluminium / Ammoniumperchlorat



Datenblatt Shavit 1

Einsatzzeitraum:

Starts:
Zuverlässigkeit:

Abmessungen:


Startgewicht:

Maximale Nutzlast:

Nutzlasthülle:

1995 – 2007

5, davon 2 Fehlstarts
60 % erfolgreich

17,21 m Höhe
2,30 m Durchmesser

27.250 kg

225 kg in einen LEO-Orbit

3,36 m Länge, 1,56 m Durchmesser, 57 kg Gewicht


Stufe 1

Stufe 2

Stufe 3

Länge:

8,00 m

6,50 m

2,08 m

Durchmesser:

1,35 m

1,35 m

1,30 m

Startgewicht:

13.990 kg

10.338 kg

2.048 kg

Trockengewicht:

1.240 kg

1.238 kg

170 kg

Schub Meereshöhe:

564 kN

-

-

Schub Vakuum:

774 kN

477 kN

60,4 kN

Triebwerke:

1 × ATSM-13

1 × ATSM-9

1 × AUS-51

Spezifischer Impuls
(Meereshöhe):

2452 m/s

-

-

Spezifischer Impuls
(Vakuum):

2598 m/s

2598 m/s

2897 m/s

Brenndauer:

55,4 s

52 s

90,5 s

Treibstoff:

HTPB / Aluminium / Ammoniumperchlorat

HTPB / Aluminium / Ammoniumperchlorat

HTPB / Aluminium / Ammoniumperchlorat


Datenblatt Shavit 2 / LeoLink LK-1

Einsatzzeitraum:

Starts:

Zuverlässigkeit:

Abmessungen:

Startgewicht:

Maximale Nutzlast:

Nutzlastverkleidung:

-

-
-

19,51 m Höhe
2,30 m Durchmesser

31.500 kg

300 kg in einen LEO-Orbit
3,86 m Höhe, 1,35 m Durchmesser, 65 kg Gewicht


Stufe 1

Stufe 2

Stufe 3

Stufe 4

Länge:

8,00 m

6,50 m

2,08 m

1,30 m

Durchmesser:

1,35 m

1,35 m

1,30 m

1,56 m

Startgewicht:

13.990 kg

14.126 kg

2.048 kg

237 kg

Trockengewicht:

1.240 kg

1.376 kg

170 kg

71 kg

Schub Meereshöhe:

564 kN

-

-

-

Schub Vakuum:

774 kN

628,3 kN

60,4 kN

0,4 kN

Triebwerke:

1 × ATSM-13

1 × ATSM-13

1 × AUS-51

?

Spezifischer Impuls
(Meereshöhe):

2452 m/s

-

-

-

Spezifischer Impuls
(Vakuum):

2598 m/s

2736 m/s

2897 m/s

1961 m/s

Brenndauer:

55,4 s

52 s

90,5 s

800 s

Treibstoff:

HTPB / Aluminium / Ammoniumperchlorat

HTPB / Aluminium / Ammoniumperchlorat

HTPB / Aluminium / Ammoniumperchlorat

Hydrazin

Datenblatt LeoLink LK-2

Einsatzzeitraum:

Starts:

Zuverlässigkeit:

Abmessungen:

Startgewicht:

Maximale Nutzlast:


-

-
-

26,41 m Höhe
2,36 m Durchmesser

72.530 kg

800 kg in einen LEO-Orbit
5,40 m Höhe, 1,56 m Durchmesser, 108 kg Gewicht


Stufe 1

Stufe 2

Stufe 3

Stufe 4

Länge:

11,56 m

6,50 m

2,08 m

1,30 m

Durchmesser:

2,36 m

1,35 m

1,30 m

1,56 m

Startgewicht:

53.900 kg

14.126 kg

2.048 kg

237 kg

Trockengewicht:

4.876 kg

1.376 kg

170 kg

71 kg

Schub Meeres­höhe:

1483 kN

-

-

-

Schub Vakuum:

1652 kN

628,3 kN

60,4 kN

0,4 kN

Triebwerke:

1 × Castor 120

1 × ATSM-13

1 × AUS-51

?

Spezifischer Impuls
(Meereshöhe):

2481 m/s

-

-

-

Spezifischer Impuls
(Vakuum):

2745 m/s

2736 m/s

2897 m/s

1961 m/s

Brenndauer:

82 s

52 s

90,5 s

800 s

Treibstoff:

HTPB / Aluminium / Ammoniumperchlorat

HTPB / Aluminium / Ammoniumperchlorat

HTPB / Aluminium / Ammoniumperchlorat

Hydrazin

 

Raketenbasis vor dem Fehlstart. VLS

Die brasilianische Trägerrakete VLS ist wie andere Raketen aus einer Höhenforschungsrakete abgeleitet worden. Man verwendet 4 Stufen der Sonda 4 Höhenforschungsrakete als erste Stufe der Rakete (Booster). Eine modifizierte Version der Booster bildet die erste Stufe. Zwei Feststofftriebwerke bilden die dritte Stufe. VLS steht für Veiculo Lancador de Satelites also Trägerrakete für Satelliten. Israel hat über 300 Millionen US Dollar in die Entwicklung gesteckt und hofft mit dieser Trägerrakete jüngstes Mitglied im exklusiven Klub derer Nationen zu werden, die einen Satelliten mit einer eigenen Trägerrakete gestartet haben.

Ähnlich wie Japan bei der H-2 fanden Testflüge mit einem Modell von einem Drittel der Größe 1985 und 1989 statt. 1990 fanden Tests mit zwei Stufen erfolgreich statt. Der erste orbitale Versuch 1997 scheiterte allerdings, da einer der Booster nicht zündete. 1999 wurde die Rakete ebenfalls gesprengt, als sie vom Kurs abkam, nachdem die zweite Stufe nicht zündete

Zwei Tage vor dem geplanten dritten Start zündete bei Arbeiten am Träger einer der Booster. Der Booster entzündete sich und die Rakete explodierte, wobei es 21 Tote und etwa 20 Verletzte gab. Erstaunlicherweise war dies den Nachrichtensendungen am 23.8.2003 nur eine Randnotiz wert, während 6 Monate vorher es Sondersendungen gab, als die Columbia beim Wiedereintritt verglühte.

Wie das Programm nach dieser Katastrophe weitergeht ist noch offen. Dabei handelt es sich von der Anzahl der Toten her um die größte Katastrophe in der fast 45 jährigen Raumfahrtgeschichte! (Zumindest was die offiziellen Zahlen angeht, wie viele Tote es bei Fehlstarts in China gab, ist bis heute unbekannt, mindestens eine Rakete ist dort aber in der Nähe eines Dorfes aufgeschlagen. Die Nedelin Katastrophe im Jahre 1960 forderte noch mehr Opfer, aber dies war der Start einer Interkontinentalrakete.).

In Brasilien starben mehr Menschen als bei allen anderen bisherigen Katastrophen in Ost und West zusammen. Die Fotos links zeigen den Startkomplex in Alcantara nach der Explosion (oben) und vorher (unten). Die Startrampe ist jeweils unten rechts.

Am 24.10.2004 gelang ein suborbitaler Start, bei dem die nun als VSV-30 bezeichnete Rakete eine Nutzlast in 250 km Höhe brachte. während 7 Minuten der Schwerelosigkeit machte man Messungen. Brasilien hofft bis zu 15 ihrer VSV Raketen an die ESA verkaufen zu können. Ob dies gelingt, angesichts der etablierten Konkurrenz von russischen Trägerraketen und der Entwicklung der Vega Trägerrakete durch die ESA bleibt offen.

Erfolg Datum Nutzlast Typ Träger Nr.
- 02.11.1997 SCD-2A VLS-1 V01
- 11.12.1999 SACI-2 VLS-1 V02
- 22.08.2003 VLS-1 V03
x 24.10.2004 VSV-30 V05
VLS

VLS

Erststart: 2.11.1997 , letzter Versuch 24.8.2004
4 Starts, 3 Fehlstarts, Zuverlässigkeit 25 %
Nutzlast:

380 kg in eine 5° Bahn, 200 km Höhe
200 kg in eine 750 km hohe Bahn 25°
80 kg in eine 800 km hohe sonnensynchrone Bahn
Höhe 19.0 m, Durchmesser 1.0 m
Startmasse 49609 kg

Booster: (4 Stück)
Vollmasse 4 × 8550 kg. Leermasse 4 × 1328 kg.
Schub 4 × 309 kN über 60 sec
spezifischer Impuls 2207 m/s (Meereshöhe), 2550 m/s (Vakuum)
Durchmesser 1.0 m, Länge 9.0 m
4 Triebwerke S-43

Stufe 1:
Vollmasse 8720 kg. Leermasse: 1536 kg.
Schub 320.7 kN, Brennzeit 58 sec.
Spezifischer Impuls 2717 m/s (Vakuum)
Durchmesser 1.0 m, Länge 8.1 m
4 Triebwerke S-43 TM

Stufe 2:
Vollmasse 5664 kg. Leermasse: 1212 kg.
Schub 213 kN, Brennzeit 57 sec.
Spezifischer Impuls 2697 m/s (Vakuum)
Durchmesser 1.0 m, Länge 5.8 m
4 Triebwerke S-40 TM

Stufe 3:
Vollmasse 1025 kg. Leermasse: 190 kg.
Schub 34 kN, Brennzeit 68 sec.
Spezifischer Impuls 2766 m/s (Vakuum)
Durchmesser 1.0 m, Länge 5.8 m
4 Triebwerke S-44

RSA-3+4

Während der siebziger und achtziger Jahre hat Südafrika in Zeiten weltweiter Isolation an einer eigenen Trägerrakete gearbeitet. Die Rakete RSA-3 wurde mit israelischer Unterstützung fertig gestellt, so das einige Quellen davon ausgehen das die israelische Shavit der RSA-3 ähnelt. Von dieser liegen Daten vor, im Gegensatz zur Shavit. Die RSA-3 war sowohl gedacht als Trägerrakete wie als ICBM. Als ICBM läge die Nutzlast bei 340 kg - 400 kg, je nachdem ob man auf Washington oder Moskau zielt.

Mit dem politischen Wechsel in Südafrika wurde die Entwicklung der RSA-3 eingestellt, da sie kommerziell nicht konkurrenzfähig gewesen wäre und mit Ende der Apartheid fiel auch die politische Isolation weg. Neben der RSA-3 war auch eine größere Version die RSA-4 in der Entwicklung. Bei ihr kam der Stopp schon in der Planungsphase. Südafrikas Aufklärungssatelliten sollen nun von amerikanischen Trägerraketen gestartet werden.

RSA 3+4

RSA-3

Startmasse 23630 kg,
Breite max. 2.3 m, Höhe 15.0 m
Nutzlast 330 kg ihn einen 210 km Orbit.

Stufe 1
Vollmasse 10215 kg. Leermasse 1100 kg.
Schub 456 kN, Brennzeit 52 sec
spezifischer Impuls 2334 m/s (Meereshöhe), 2580 m/s (Vakuum).
Durchmesser 1.3 m, Länge 5.4 m

Stufe 2
Vollmasse 10971 kg. Leermasse 1771 kg.
Schub 467 kN, Brennzeit 52 sec
spezifischer Impuls 2698 m/s (Vakuum).
Durchmesser 1.3 m, Länge 4.9 m

Stufe 3
Vollmasse 2048 kg. Leermasse 170 kg.
Schub 59 kN, Brennzeit 04 sec
spezifischer Impuls 2923 m/s (Vakuum).
Durchmesser 1.3 m, Länge 2.1 m

RSA-4

Startmasse 52180 m
Breite max. 3.4 m, Höhe 20.0 m
Nutzlast 780 kg in einen 210 × 460 km Orbit

Stufe 1
Vollmasse 34000 kg. Leermasse 3200 kg.
Schub 1520 kN, Brennzeit 52 sec
spezifischer Impuls 2334 m/s (Meereshöhe), 2580 m/s (Vakuum).
Durchmesser 1.9 m, Länge 8.5 m

Stufe 2
Vollmasse 15200 kg. Leermasse 2170 kg.
Schub 676 kN, Brennzeit 52 sec
spezifischer Impuls 2698 m/s (Vakuum).
Durchmesser 1.3 m, Länge 6.4 m

Stufe 3
Vollmasse 2048 kg. Leermasse 170 kg.
Schub 59 kN, Brennzeit 04 sec
spezifischer Impuls 2923 m/s (Vakuum).
Durchmesser 1.3 m, Länge 2.1 m

Büchertipps

Von mir gibt es mehrere Bücher zum Thema Trägerraketen. Zum einen zwei Werke über alle Trägerraketen der Welt und zum Zweiten Bücher über die europäische Trägerraketenentwicklung.

Mein bisher umfassendstes Werk ist ein zweibändiges Lexikon über Trägerraketen mit 700 bzw. 600 Seiten Umfang. In ein Buch passten schlichtweg nicht alle Träger in ihren Subversionen so gibt es einen Band nur für US-Träger, einen zweiten für "internationale" Trägerraketen, sprich alle anderen Nationen. Beide Bände haben denselben Aufbau:

Nach einem einleitenden Kapitel über die Arbeitsweise von Raketen kommt ein einführendes Kapitel über die Raumfahrtbestrebungen des Landes und der Weltraumbahnhöfe, bei den USA ist dies natürlich nun eines. Danach kommen die Träger geordnet nach Familien mit gleicher Technologie in der historischen Entwicklung. Zuerst wird die Technologie und Entwicklungsgeschichte beim ersten Exemplar einer Familie beschrieben, dann folgt bei den einzelnen Mitgliedern nur noch die Veränderungen dieses Modells und dessen Einsatz.

Ich habe soweit möglich technische Daten zum schnelleren Nachschlagen in Tabellen ausgelagert, Querschnittsdiagramme, Grafiken über den Einsatz und bei den US-Trägerraketen auch komplette Startlisten komplettieren dann jedes Kapitel. Dazu gibt es von jedem Träger ein Startfoto.

In jedem Buch stecken so über 100 Subtypen, was den Umfang bei dieser ausführlichen Besprechung auf 600 Seiten (internationale Trägerraketen) bzw. 700 Seiten (US-Trägerraketen getrieben hat). Ich denke sie sind mit 34,99 und 39,99 Euro für den gebotenen Inhalt trotzdem sehr günstig.

Speziell mit der Geschichte der Trägerraketenentwicklung in Europa beschäftigt sich das zweibändige Werk Europäische Trägerraketen 1+2. Band 1 (Europäische Trägerraketen 1: Von der Diamant zur Ariane 4) behandelt die nationalen Trägerprogramme (Black Arrow und Diamant sowie die deutsche OTRAG), das OTRAG-Projekt, die glücklose Europa-Rakete und die Ariane 1-4. Band 2: die aktuellen Projekte Ariane 5 und Vega. Sowie die Weiterentwicklungen Ariane 6 und Vega C. Beide Bücher sind voll mit technischen Daten, Details zur Entwicklungsgeschichte und zu den Trägern. Diese Bücher sind gedacht für Personen, die wirklich alles über die Träger wissen wollen. Der nur an allgemeinen Infos interessierte, wird mit dem Buch internationale Trägerraketen besser fahren das sich auf die wichtigen Daten beschränkt.

Es gibt von den europäischen Trägerraketen, da die Programme weitestgehend unabhängig voneinander sind, auch die Möglichkeit, sich nur über einen Träger zu informieren so gibt es die gleiche Information auch in vier Einzelbänden:

Auf einen eigenen Band für Ariane 5 und 6 habe ich verzichtet, weil dieser nur wenig billiger als Band 2 der europäischen Trägerraketen wäre, da Ariane 5+6 rund 2/3 des Buches ausmachen. Aber vielleicht erscheint ein eigener Band über die Ariane 6 wenn diese mal einsatzbereit ist und es mehr Informationen über sie gibt,

Meine Bücher sind alle in Schwarz-Weiß. Das hat vor allem Kostengründe. Bei BOD kostet jede Farbseite 10 ct Aufpreis. Es gibt jedoch ein Buch, das für Einsteiger gedacht ist und jeden Trägertyp nur auf zwei Seiten, davon eine Seite mit einem meist farbigen Foto abhandelt: es ist das Buch "Fotosafari durch den Raketenwald". Es ist weniger für den typischen Leser meiner Webseite gerichtet, die ja auch in die Tiefe geht, als vielmehr für Einsteiger und als Geschenk um andere mit der Raumfahrt zu infizieren. Etwa 70 TZrägerraketen die sich äußerlich voneinander unterscheiden werden in diesem Buch kurz vorgestellt - auf je einer Doppelseite.

Sie erhalten alle meine Bücher über den Buchhandel (allerdings nur auf Bestellung), aber auch auf Buchshops wie Amazon, Libri, Buecher.de und ITunes. Sie können die Bücher aber auch direkt bei BOD bestellen.

Mehr über diese Bücher und weitere des Autors zum Themenkreis Raumfahrt, finden sie auf der Website Raumfahrtbucher.de.




© des Textes: Bernd Leitenberger. Jede Veröffentlichung dieses Textes im Ganzen oder in Auszügen darf nur mit Zustimmung des Urhebers erfolgen.
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