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Web Log Teil 631: 12.9.2021 - 21.9.2021

12.9.2021: Warnung vor dem Rechtsruck

Derzeit hat die CSU ihren Parteitag in Nürnberg. Wie schon in den letzten zwei Wochen warnten Söder und auch Laschet vor dem Linksruck, der ihrer Ansicht nach unvermeidlich zum Untergang Deutschlands führt, direkt ins Chaos. Ich habe dies schon mal thematisiert. Als ich dann die Gegenvorschläge der Union gegen diesen „Linksruck“ bei diesem Parteitag hörte, bekam ich aber ein ganz anderes Gefühl. Dort wird von Aufrüstung gesprochen, mehr innerer Sicherheit, von Begrenzung von Steuern für Unternehmen. Wenn das das Gegenstück zum „Linksruck“ ist, dann her mit dem Linksruck!

Mal eine kleine Erinnerung an die Dinge, die die große Koalition bisher umgesetzt hat. Alles was irgendwie für arbeitende oder angestellte Wähler von Bedeutung ist, kam von der SPD. Dazu gehört die Anhebung des Mindestlohnes, die Grundrente, Recht auf Kita Plätze. Die CDU hat vor allem blockiert – sie hat die Aufnahme der Kinderrechte ins Grundgesetz verhindert, ebenso ein staatliches Tierwohllabel. Kükentöten und Ferkelkastrieren hat Glöckner noch über Jahre hinweg erlaubt.

Die CDU hat durchaus viel durchgesetzt – aber nicht für die Menschen. So das die Konzerne 40 Mrd. Dollar für den Kohleausstieg bekommen und dieser 20 Jahre dauert, das Elektroautos noch mehr steuerlich gefördert werden anstatt das man die Emissionswerte von Verbrennern stärker begrenzt, um so einen alternativen Anreiz zu setzen. Das Tempo 130 auf den Autobahnen nicht kommt, verdanken wir Andi Scheuer ebenso wie das Mautdebakel das dem Steuerzahlen Milliarden kostet. Das die Kohlendioxidsteuer deutlich geringer ist, als vom eigenen Expertengremium gefordert, verdanken wir der CDU ebenso wie bürokratische Auflagen für die Genehmigung von Windkraftanlagen und die Erhöhung von Mindestabständen zu bewohnten Gebiet. In Bayern ist der Abstand mit 1,5 km übrigens am größten.

Viel gelernt hat Laschet nicht. In einer Fragerunde setzt er auf Technologie und Wissenschaft für die Bekämpfung des Kohlendioxidemissionen. Ein tolles Konzept, übertragbar wie ich denke, auf andere Gebiete. Der Pflegenotstand z.b. auch verursacht durch die Weigerung der CDU die Mindestlöhne stark anzuheben, kann man doch mit Technologie beikommen, wir warten einfach bis es Roboter gibt, welche die Leute versorgen… Doch da wir bei der Digitalisierung hinterherhinken, (verantwortlich Dorothea Bär von der CSU) und in den G20 auf dem drittletzten Platz sind, denke ich, müssen wir noch etwas warten. Sehr oft hat in meinen Augen diese Regierung Schlappen vor Gerichten eingesteckt. Der EuGH kippte die Maut der CSU (die nach Merkels Versprechen vor der Wahl, nie kommen würde) und das Klimaschutzgesetz.

Doch blicken wir mal weiter zurück. Merkel hat vor einigen Wochen bemerkt, dass von über 70 Jahren Bundesrepublik die CDU über 50 Jahre lang den Kanzler stellt. Bewusst miterlebt habe ich 16 Jahre unter Kohl, in denen sich innen- und arbeitspolitisch nichts getan hat und 16 Jahre unter Merkel deren Bilanz nicht besser ist. So müssen wir viel in die Infrastruktur investieren, da liegen wir in Euroapa auf Platz 11. Keine gute Bilanz für Merkel. Nur kurz gab es SPD-geführte Regierungen von 1969 bis 1982 und von 1998 bis 2005. Unter Brandt haben wir die Beziehungen zu der DDR und Russland normalisiert, auf die Gebiete jenseits der Grenze zu Polen endgültig verzichtet, etwas was die CDU niemals wollte und verhindert hat, das man auch für die Besuche in die in die DDR bessere Bedingungen bekommt. Schmidt hat die BRD durch Krisen manövriert. Ölkrise, daraus resultierende Wirtschaftskrise, Terrorismus und das ohne das Allheilmittel dieser Koalition bei der Finanzkrise 2008 und der Coronakrise 2021 nähmlich massivem Schuldenmachen und Subventionen. Unter Schröder wurde die Klimawende eingeleitet. Die Förderung alternativen Energien über die EEG-Umlage wurde damals initiiert, der Atomausstieg beschlossen (von Merkel auch zuerst wieder zurückgenommen) und die Agenda 2010, meist als „Harz“ Reformen beschlossen. Von den nun stetig sinkenden Arbeitslosenzahlen profitierte Merkel, die diese natürlich anders als 2005 vor der Wahl versprochen nicht zurückgenommen hat. Inzwischen würde die SPD gerne Harz wieder zurücknehmen, doch die CDU ist dagegen, genauso wie für die Erhöhung der geringen Zahlungen an die Empfänger.

Was will die CSU nach dem Parteitag? Mehr innere Sicherheit durch mehr Überwachung, Wegfallen der Beschränkungen des Einsatzes des Bundestrojaners der derzeit noch gerichtlich angeordnet werden muss. Sie will Aufrüstung auf 2,0 % des BIP. Sie ist wie schon in den letzten Jahren unter Seehofer generell gegen Migration, gebetsmühlenartig wird dauernd wiederholt das sich „2015“ nicht wiederholen darf. Ja es darf sich nicht wiederholen, das wir Menschen die in Not sind helfen, denn das Helfen ist ja kein christlicher Wert (und das „C“ steht ja für christlich im Parteinamen). Wen wundert es dann, das bei der Evakuierung durch das CDU-geführte Verteidigungsministerium aus Afghanistan kaum Afghanen evakuiert wurden? Dem CDU- und erst Recht dem CSU-Wähler kann man ja nicht Menschen mit dunkler Hautfarbe und keiner christlichen Religion zumuten.

Schaut man auf die Wirtschaftsprogramme der CDU so gibt es Parallelen zur FDP und AFD. Ja sie haben auch den FDP-Ministerpräsidenten Kemmerich zusammen mit FDP und AFD gewählt. Maaßen wurde von Seehofer ja auch lange gehalten, bis seine Äußerungen bekanntwurden, nach dem für die Ausschreitungen in Chemnitz 2018 „linksradikale“ Kräfte verantwortlich sind. Obwohl sich von ihm selbst Parteifreunde distanzieren, zuletzt Karin Prien aus dem Zukunftsteam wurde er von einem ostdeutschen Kreisverband als Direktkandidat aufgestellt. Die CDU/CSU ist in den letzten Jahren immer weiter rechts gerückt, gemäß Franz Josef Strauss Dogma „Es darf keine demokratische Partei rechts der CDU geben“. Nun ja, die AfD ist noch demokratisch, sitzt im Parlament, auch wenn der Verfassungsschutz sie beobachtet. Zumindest ein Teil davon ist demokratisch, wäre vielleicht treffender gesagt. Also ist die CDU/CSU inzwischen so weit rechts angekommen wo die AfD steht und das spiegelt sich auch in den Programmen wider. Die Wirtschaftsprogramme sind sehr ähnlich, nicht nur zwischen diesen beiden Parteien, sondern auch zur FDP. Es geht darum vor allem besser Verdienende zu entlasten. Die niederen und mittleren Einkommensgruppen können ruhig weiter blechen. AfD und FDP geben sich da nichts, bei der CDU liegt nur der Schwerpunkt mehr auf die Entlastung größere Firmen (Mittelstand aufwärts) und bei den anderen beiden Parteien für ihre Wähler, das sind Selbstständige und Gutverdienende. Mit Merz im Kompetenzteam nähert sich die CDU den beiden Partien sogar an. Bei der Migration habe ich die Gemeinsamkeiten schon angesprochen, nur drückt sie die CDU höflicher aus. Sicherheitspolitisch ist auch die CDU wie die AfD für mehr Überwachung und das Klima ist allen drei Parteien egal. Die AfD leugnet den Klimawandel, die FDP setzt auf den Markt, der uns ja in diese Misere gebracht hat und die CDU hofft auf Technologie, das erspart einem das eigene Handeln.

Kurz diese drei Parteien passen gut zusammen. Sie können koalieren und bekommen auch bei dem derzeitigen Meinungstief der CDU noch eine Mehrheit hin. Nun höre ich den einen oder anderen sagen „Aber es gibt ja noch andere denkbare Koalitionen“. Ja die gibt es, aber die SPD wollte schon letztes Mal nicht mit der CDU und sie hat sicher nicht vergessen das sie nach jeder Koalition mit der CDU bei den nächsten Wahlen an Zustimmung verlor. Zudem dürfte sie sich bei dem „Linksruck“ auch angesprochen fühlen. Bei Schwarz-gelb-grün liegen die Partien in den Programmen weiter auseinander als bei CDU-FDP-AfD und bei Rot-gelb-grün sieht es ähnlich aus, da sind die Überscheidungspunkte sogar noch geringer. Rot-Rot-Grün ist nur knapp möglich, sinkt eine der Partien um ein Prozent ab, so scheidet diese Koalition aus und ob die Linken ihr komplettes außenpolitisches Programm aufgeben? Ich glaube nicht.

Wer also die CDU wählt, der muss damit rechnen, dass wenn sie an die Macht kommt, es einen Rechtsruck gibt. Dann wird Deutschland zum Bonzenstaat in dem noch mehr als bisher Firmen regieren. In der noch mehr überwacht wird, aufgerüstet, man darf ja nicht vergessen, das hat man den „amerikanischen Freunden“ (CDU-Dauerfloskel) versprochen und dann werden die Grenzen für Nicht-EU Bürger dichtgemacht.

Übertrieben? Nicht mehr als Söder und Laschets Geschwätz vom Linksruck ...

13.9.2021: Alle Maschinen stehen still, wenn dein starker Arm es will

Ich bin ja gerade in meinem Ferienhaus zum Großputzen machen. Da ich kein Auto habe, komme ich nur mit dem Zug dorthin. Die Zeit habe ich so gelegt, dass ich am Mittwoch losfuhr und am Donnerstag diese Woche wieder zurückkomme, in der Hoffnung das sich die GDL eine Woche zwischen den Streiks Zeit lässt. Am Ankunftstag waren die Nachwirkungen noch deutlich zu spüren, der erste Zug war überfüllt, die Leute mussten stehen, einen eigentlich gebuchten ICE den ich aber nicht nahm, wäre über 30 Minuten zu spät angekommen, sodass ich den Anschluss verpasst hätte.

Mein Verständnis für die GDL hält sich so in Grenzen. Das liegt nicht nur an ihrem Vorsitzenden Weselsky und seiner Sprache, die in mir alte Vorurteile gegen Ossis aufsteigen lässt.

Streik ist ein legales Mittel um Forderungen einer Gewerkschaft durchzusetzen. Streiks sollen aber auch maßvoll sein. Kurz: man streikt nicht wenn, wenn der Unterschied der Forderungen gegenüber dem Angebot klein sind, und dann legt man nicht alles über Tage lahm sondern eben Tag und beschränkt sich auf einzelne Betriebe, auch wenn wegen der Verzahnung der Industrie heute man mit der Bestreikung einzelner Zulieferer auch größere Unternehmen lahmlegen kann, fängt also mit einem Warnstreik an.

Ich fand schon bei der Ausgangsbasis die Differenz zwischen Angebot der DB AG und der Forderung der GDL klein. Seitdem hat die GDL dreimal gestreikt, die Bahn jedes Mal ihr Angebot nachgebessert, was vollkommen ignoriert wurde. In meinem Wertesystem – und so ist es meiner Erfahrung nach auch bei allen anderen Tarifauseinandersetzungen, setzt man sich nach einem neuen Angebot zusammen und verhandelt weiter und strikt nicht einfach weiter, solange bis das Angebot der Forderung entspricht.

Vor allem sind es keine Warnstreiks, sondern die Gewerkschaft legt den Personen- und Güterverkehr bundesweit lahm. Zwar kann die Bahn AG noch 30 % des Verkehrs aufrechterhalten, aber für mich hieße das konkret, dass ich bei zwei Umstiegen wohl jedes Mal einen Anschlusszug, vielleicht auch zwei verpasse (bzw. diese gar nicht erst fahren) und ich anstatt 3 Stunden 5 oder noch mehr Stunden für die Heimreise benötige.

Es ist nicht der erste Streik, dunkel erinnere ich mich an einen früheren Aufenthalt in Nesselwang, als ich die Angst hatte, nicht wegzukommen. Wikipedia nennt fünf Streiks seit 2007. Also alle zwei bis drei Jahre, wohl nach Auslaufen jedes Tarifvertrags ein neuer Streik. In der Berichterstattung wird davon gesprochen, dass die GDL eine Streikpartei sei, und selbst der Vorsitzende des DGB nannte den letzten Streik unnötig – da wurde mir erst klar, dass die GDL eigentlich keine Gewerkschaft ist, sondern dem Beamtenbund angehört, was die Rücksichtlosigkeit erklärt. Beamten sind meiner Erfahrung nach die Menschen wurst, sie werden ja auch bezahlt, wenn sie nichts tun.

Auch das Verständnis für die Forderungen hält sich in Grenzen. 600 Euro Coronaprämie (anfangs wurden sogar 1.300 Euro gefordert) für Lokführer? Die sind überhaupt nicht von Corona betroffen, hocken alleine in ihrem Führerstand, haben mit Menschen nichts zu tun, anders als die Zugbegleiter. Es gibt viele Menschen, die haben durch Corona Einbußen erhalten, die ihnen niemand ersetzt. Das Ferienhaus war z.B. von März bis Juni 2020 und November bis Juni 2021 gesperrt, das sind für mich Vermietungsausfälle in einem mittleren vierstelligen Bereich. Von der Vermietung lebe ich. Aber eine Berufsgruppe, die von Corona überhaupt nicht betroffen wird, soll eine Prämie erhalten? Da fehlt mir das Verständnis.

Experten sagen, dass es der GDL auch gar nicht um den Tarifabschluss geht, sondern um ihre Position innerhalb der Bahn. Sie will Mitglieder gewinnen und Weselsky sagte auch in einem Interview das die GDL 3.000 neue Mitglieder im letzten Jahr durch die Haltung gewonnen haben.

Hintergrund ist das Tarifeinheitsgesetz. Das wurde 2015 nach Streikwellen eben der GDL und der Piloten beschlossen und besagt, dass wenn es mehrere Gewerkschaften in einem Betrieb gibt, der Tarifvertrag der größten Gewerkschaft gilt. Das ist bei der Bahn die EVO, eine echte Gewerkschaft und kein Bund von ehemaligen Beamten, sie hat fünfmal so viele Mitglieder und ist die stärkste Gewerkschaft in 300 Betrieben, die GDL nur in 16. Ziel der GDL ist es so, möglichst viele neue Mitglieder zu gewinnen und größer zu werden. Manche sehen dieses Gesetz daher als gescheitert an, weil es so zu mehr Streiks führt. Bei der Lufthansa, wo es ebenso viele kleine Sparteegewerkschaften gibt, hat man sich daher geeinigt zusammen zu verhandeln, was natürlich voraussetzt das alle Gewerkschaften das wollen und nicht wie die GDL nur ihre Eigeninteressen durchsetzen wollen.

Das Verhalten der GDL wäre doch eigentlich der Ansporn neue Gewerkschaften zu gründen. Es gibt ja viele Berufsgruppen, auf deren Arbeit wir jeden Tag angewiesen sind. Wenn die IG-Metall als größte Einzelgewerkschaft in Deutschland streikt, sind die meisten, die nicht in einem Betrieb arbeiten der bestreikt wird, kaum betroffen. Aber wenn Lokführer oder Busfahrer streiken kommen viele nicht zur Arbeit. Wenn Kindertagesstättenbetreuer/innen streiken, können viele nicht zur Arbeit gehen, weil sie die Kinder selbst versorgen müssen, wenn Pflegekräfte im Altenheim streiken, dann geht es sogar um Leben oder Tod. Kurz es gäbe viele Berufsgruppen im Dienstleistungsgewerbe, anfangen von Müllarbeitern bis zum Kantinenpersonal, deren Streik viele betrifft. Warum gründet ihr nicht eine eigene Gewerkschaft? Ihr seht ja wie ihr so Gehälter und Zulagen rausholen könnt, die deutlich über denen anderer Beschäftigten im Betrieb liegen!

Meine Ansicht: Es machen Gewerkschaften Sinn, wenn sie verschiedene Branchen betreffen, so wie es Gewerkschaften für Beschäftige in Metallverarbeitenden betrieben, Chemie oder bei der Öffentlichkeit als Arbeitgeber gibt. Aber mehrere Gewerkschaften für Beschäftigten eines großen Konzerns wie der Lufthansa oder Deutschen Bahn? Wenn es da unterschiedliche Tarifabschlüsse gibt, stiftet das doch innerbetrieblichen Unfrieden, wenn eine Mitarbeitergruppe mehr Gehaltserhöhung bekommt als eine andere. Wobei, wie ich dies verstanden habe, bei der Bahn das nicht mal mit Berufsgruppen korrespondiert: in der GDL sind auch Zugbegleiter organisiert, genauso in der EVO. Bedeutet das, dass ein Zugbegleiter der der EVO angehört, dann einen anderen Tarif hat als einer der in der GDL ist?

Ich glaube leider nicht daran, dass sich daran was ändern würde. Denn das würde voraussetzen, das die kleinen Einzelgewerkschaften sich entweder auflösen oder sich einer größeren Gewerkschaft anschließen oder man immer zusammen verhandelt. Beides ist aber bei der GDL nicht zu erkennen. Anders bei der Lufthansa wo eben das eingetreten ist und die kleinen Gewerkschaften von Piloten, Flugbegleitern, Fluglotsen nun mit dem anderen angestellten Personal zusammen verhandeln.

15.9.2021:Erfolg mit Balladen

Abba hat nun zwei neue Songs veröffentlicht, im November gibt es ein ganzes Album. Ich finde es zwar skurril, wenn es nun eine Live-Show mit Avataren geben soll, wobei ich schon die Frage habe, was daran dann noch live ist. Aber ich habe immer die Musik von Abba gerne gehört, würde mich aber nicht als Fan bezeichnen. Was derzeit im Radio gespielt wird ist „I still have Faith in You“, eine Ballade und das erinnert mich an eine der Chartshows die ich mal sah, in der alle Abba Hits von Promis kommentiert wurde. Platz 1 war natürlich der meistverkaufteste Hit. Welcher Song, denkt ihr, ist das? Also ich hätte zuerst auf Dancing Queen getippt, aber auch Super-Trooper und Money wären bei mir ein Favorit gewesen. Der erfolgreichste Abba-Titel hat dann aber nicht nur mich, sondern auch die Studiogäste erstaunt, es war „Fernando“, der Abba Song den man wohl am ehesten als Ballade bezeichnen kann, der heute aber relativ selten gespielt wird.

Das ist das Thema meines heutigen Blogs. Wenn du wirklich Kasse als Musiker machen möchtest, dann schreib eine Ballade. Besonders auffällig ist das bei Gruppen, deren Hauptmusikrichtung ansonsten eher rockiger ist, also Hard-Rock oder Metall. Beispiele gefällig? Also in Gedanken mal die Antwort selbst zuerst suchen:

Welches war der erfolgreichste Song / bzw. welcher Song kommt euch zuerst in den Sinn von:

Ich vermute mal, die Lösungen sind:

Von der Gruppe „Disturb“ kenne ich eigentlich nur diese Simon & Garfunkel Coverversion. Man könnte das auch fortsetzen mit anderen Bands, auch wenn dort der Charterfolg einer Ballade verglichen mit den anderen Titeln vielleicht nicht ganz so groß war. Bei den Sweet gehört sicher „Love is like Oxygen“ zu den erfolgreichsten Titeln.

Warum ist dem so? Nun meiner Ansicht nach ist die Lösung ganz einfach. Mit dem typischen Stil einer Rock / Hard-Rock Band erreicht man ein Publikum, das diesen Stil mag. Mit einer Ballade erreicht man viel mehr potenzielle Käufer. Früher gab es ja sogar so was wie „Schmuserock“ oder „Kuschelrock“ Zusammenstellungen, die gerne bei einem Rendezvous zum Einsatz kamen.

Ich glaube auch, eine Ballade ist am erfolgreichsten, wenn sie möglichst simpel ist, also nicht nur das Tempo langsam, sondern auch die Instrumentierung sparsam. Fernando ist da ein gutes Beispiel. Ich muss bei Fernando immer an das Video dazu denken wo Abba mit Akustikgitarren am Feuer sitzen. Genau das Gefühl transportiert eine gute Ballade.

Man kann das übertragen. Die Beatles haben unzählige Hits gehabt, ich wette zu den erfolgreichsten gehören aber die langsamen und sparsam instrumentierten wie „Yesterday“ oder „Let it be“. Bald isst ja wieder die SWR-Hitparade. Fünf Tage lang spielt SWR1 da nur Musik welche die Hörer gewählt haben, der Titel mit den meisten Stimmen (es wird wohl wieder „Bohemian Rhapsody“ sein) am Schluss als Platz 1. Diese Hitparade ist anders als das Weichspül-Pop Programm das normal läuft sehr hardrocklastig (meine Theorie: die Leute wollen endlich mal was anderes hören), aber unter den ersten 100 tauchen dann eben doch die langsamen Titel auf. Also wenn die Hitparade sonst hardrocklastig ist und die Hörer wählen dann doch die Balladen nach vorne, dann zeigt das doch ein gewisses Bedürfnis an. Klar, jeder will mal abrocken, aber eben einige Minuten, das ist auch anstrengend. Mit Kuschelrock kann man sich dagegen stundenlang berieseln lassen...

17.9.2021: Tempo 30 und Tempo 130

Seit längerem gibt es die Diskussion um Tempo 130 auf Autobahnen. Dazu kommt nun in neuerer Zeit der Vorschlag Tempo 30 auf allen Nebenstraßen einzuführen. Paris hat dies schon getan, und hier war das Echo geteilt. Zeit mal sich dem Thema zu widmen.

Ich fange mit dem Dauerbrenner an: Tempo 130. Bisher gibt es die Richtgeschwindigkeit von 130 km/h, die wie der Name aber sagt, nur ein Richtwert ist. Man kann also schneller fahren wenn es geht. Eingeführt wurde sie 1978, als die meisten neu zugelassenen Autos 130 km/h schon überschritten. Das war ja damals schon ein Hinweis, das man die Maximalgeschwindigkeit nicht ausreizen sollte. Für ein einheitliches Tempo werden viele Argumente angeführt. Manche sind stark, wie die reduzierte Unfallgefahr oder verringerte Staugefahr – spontane Staus, also nicht durch Baustellen und Unfälle, entstehen nach der wissenschaftlichen Forschung vor allem durch das unterschiedliche Tempo der Verkehrsteilnehmer. Andere sind eher schwach, wie der verringerte Kohlendioxidemission. Um die zu reduzieren, wäre eine Reduktion des Verkehrsaufkommens allgemein und der Motorisierung jedes Wagens besser.

Die Debatte orientiert sich aber nicht nach Tatsachen oder Sachargumenten. Es geht vielmehr um Emotionen, wie man am Slogan „Freie Fahrt für freie Bürger“ sieht. Das es freie Bürger auch in anderen Ländern gibt und Deutschland das einzige Industrieland ist, das keine Geschwindigkeitsbegrenzung auf Autobahnen hat (bei vielen Ländern übrigens kleiner als 130 km/h) und es dort wohl auch freie Bürger gibt, wird da gerne ignoriert. Auch das „freie Bürger“ aus anderen Ländern extra hierher kommen, um sich schnelle Wagen auszuleihen und über die Autobahn zu brettern wird ignoriert. Ist es das, was man unter „Freiheit“ versteht? Sinnloses Fahren mit Höchstgeschwindigkeit? Auch ignoriert wird, dass es meist ja gar nicht möglich ist so schnell zu fahren. Viele Autobahnen sind marode und haben Geschwindigkeitsbegrenzungen auf Teilstrecken oder es gibt Baustellen. Vor allem aber ist es viel voller als 1978, als diese Regelung eingeführt wurde. Es gibt mehr PKW, vor allem wurde aber systematisch Frachtverkehr von der Schiene auf Lastwagen verlagert und die LKW belegen heute schon mal (mindestens) eine Spur. So viele Stellen wo man die „grenzenlose Freiheit“ ausnutzen kann gibt es nicht mehr. Meine Meinung: ich glaube, dass es wie in den letzten Jahren scheitern wird, ein Tempolimit durchzusetzen, vielleicht wenn es eine Regierung ohne CDU gibt, zwar ist auch die FDP dagegen, aber ihr Einfluss ist gemessen an den Stimmen, die sie bekommt, gering. Was ich aber vermisse, ist eine Initiative der Autobauer. Angeblich wollen sie ja ein ökologisches Gewissen haben und sie suchen auch nach einer Zukunft des Verbrennungsmotors. Da für jeden Hersteller inzwischen die Durchschnittsemission der Flotte wichtig ist, sollte es eigentlich in ihrem Eigeninteresse liegen, diesen Flottendurchschnitt zu senken. Warum bietet man nicht ein Modell jedes Autos an, das gerade mal etwas mehr als die Richtgeschwindigkeit als Spitzengeschwindigkeit erreicht? Nehmen wir mal den Golf als Beispiel. Der Urgolf hatte in der kleinsten Motorisierung eine Spitzengeschwindigkeit von 145 km/h, beim Golf 8 liegt das Einstiegsniveau schon bei 188 km/h. Würden nicht auch die 145 km/h des ersten Modells reichen? Der Motor wäre kleiner und leichter, was sich dann auch auf das Fahrzeuggewicht und den Verbrauch bzw. die Emissionen auswirken würde. Dann könnten zumindest die, denen Spritverbrauch wichtig ist diese Variante wählen.

Neuer ist die Diskussion um Tempo 30, wobei hier die Fronten noch verhärteter sind. Das liegt daran, dass von Tempo 130 nur Autofahrer betroffen sind, von Tempo 30 aber Autofahrer und Fahrradfahrer. Beide haben völlig unterschiedliche Sichten auf die Situation. Autofahrer, die jenseits der Innenstadt schnell fahren können, empfinden Tempo 30 als Gängelung und extrem langsam. In einem Interview meinte einer, man könne die Geschwindigkeit nicht mal richtig auf dem Tacho ablesen (was dann wieder ein Argument für Tempo 130 wäre, denn dann würde sie Skala des Tachos weiter auseinander gerissen). Fahrradfahrer empfinden ein Auto, dass nicht schneller ist als sie, als Befreiung. Zum einen hat man nicht das Gefühl man bremst andere aus bzw. diese müssen nicht drängeln oder hupen, weil sie gerne 50 fahren wollen. Zum anderen ist die Gefahr eines Zusammenstoßes erheblich geringer. Und ein Zusammenstoß mit einem Auto hinterlässt bei diesem vielleicht einen Kratzer, kann für einen Fahrradfahrer aber lebensgefährlich sein. Also wenn ich mal auf einer vielbefahrenen Straße als Radfahrer unterwegs bin, ist bei mir immer der Adrenalinspiegel erhöht.

Was gerne vergessen wird: so viel Zeit sparen Autofahrer auch nicht ein. Denn es soll ja Tempo 30 nicht auf Hauptverkehrsstraßen eingeführt werden. Auf denen ist aber der Autofahrer meistens unterwegs. In Paris wo sich die Autofahrer so vehement über Tempo 30 beschwerten war vorher das Durchschnittstempo 17,5 km/h – denn natürlich gibt es Staus, Stopps etc. Ich kenne das Gefühl, wenn man meint ausgebremst zu werden. Wenn auf der Gegenbahn eine Kolonne von Autos kommt, habe ich früher eine größere Lücke ausgenutzt, um abzubiegen. Inzwischen bin ich schlauer. Was spare ich ein? Einige Sekunden, vielleicht eine halbe Minute, dafür gehe ich aber ein hohes Risiko ein. Also warte ich bis die Kolonne durch ist – die ja immer mit einem Wechsel einer Ampelschaltung korrespondiert. Geht leider nicht immer, ich kenne auch Straßen, da ist die eine Kolonne noch nicht weg, wenn die nächste schon kommt. Aber gerade hier gäbe es die Chance für Tempo 30, denn wenn alle wirklich dieses Tempo haben, auch sonst langsame Verkehrsteilnehmer, wie Fahrrad- oder E-Bike Fahrer, aber auch rücksichtsvolle Autofahrer dann kann man wirklich eine Grüne Welle darauf bauen, und alle kommen flüssiger und schneller voran.

Auch hier muss die Hoffnungen auf eine neue Regierung setzen, eine ohne die CSU. Denn die hat seit 2009 das Verkehrsministerium inne und eine extrem autofreundliche Politik verfolgt, obwohl sie ja für den gesamten Verkehr zuständig ist. Derzeit ist durch Bundesgesetz Tempo 50 aber die Vorgabe in Innenstädten und für Tempo 30 benötigt man eine Begründung wie unübersichtliche Verkehrssituation oder die Nähe einer Kita oder Schule.

20.9.2021: Die SLS – Super Heavy

Eine Spezialität der SpaceX-Jünger ist ja, dass sie nicht ohne Vergleiche leben können. SpaceX wird also permanent verglichen, mit ULA, mit Arianespace, mit der SLS. Ob das Sinn macht, ist ein anderes Kapitel. Vielleicht sollte ich auch mal einen dieser Äpfel-Birnen-Vergleiche machen, z.B. eine Falcon 9 mit einem Airbus 320 oder eine Falcon Heavy mit einer Tafel Schokolade vergleichen? Sinnvoll muss es meinen Beobachtungen der Posts von SpaceX-Jüngern ja nicht sein.

Nun sucht jemand, der an der Raumfahrt an sich interessiert ist, nach Möglichkeiten diese zu verbessern. Also entweder mehr mit dem Budget zu ermöglichen oder dieses vernünftig zu verteilen, z.B. Raumsonden, Teleskope im Orbit zu ermöglichen, anstatt damit einige Astronauten auf der ISS zu finanzieren.

Die SLS wird in der ersten Version nur eine zweistufige Version sein, ergänzt um eine Notlösung, der Delta IV Zweitstufe als ICPS (Interim Cryogenic Propulsion Stage). Später ist eine größere, neue Oberstufe geplant. Früher war auch geplant die Booster durch neue zu ersetzen. Eine Ausschreibung für neue Booster erfolgte schon vor Jahren, doch seitdem ist es recht still um das Thema geworden.

Anstatt nun permanent auf der SLS (und ihren Mängeln, technisch, in der Konzeption und Finanzierung) herumzuhacken und Vergleiche mit dem Starship zu ziehen, suche ich nach einer Möglichkeit die beiden Konzepte zu verheiraten und damit mehr Raumfahrt mit demselben Budget zu ermöglichen, vielleicht sogar Artemis überhaupt erst zu ermöglichen, denn um den Mondlander – HLS Kontrakt steht es ja derzeit eher schlecht.

Die offensichtlichste Idee ist es einfach, die beiden derzeitigen Booster die noch aus dem Space Shuttle Programm stammen, durch die erste Stufe des SSV (SuperHeavy-Starship-Vehikel um das in Deutschland vorbelastete Akronym zu vermeiden) zu ersetzen. Ohne eine genaue Rechnung durchzuführen, sehe ich folgende Vorteile:

Nun sind die Daten der SuperHeavy nicht genau bekannt. Lediglich die Treibstoffmenge ist bekannt: 3400 t. Ich halte einen Strukturfaktor (Voll-/Leermasse) von 20 für möglich, das wäre dann eine Trockenmasse von 170 t. Der Schub ist auch unbekannt. Ich habe 29 Triebwerke mit 2290 kN Bodenschub angenommen. Der spezifische Impuls wird mit 330 s (3230 m/s) angegeben. Ich nehme diesen Impuls für den Bodenimpuls an und habe für den Vakuumschub und Vakuumimpuls jeweils 5 % mehr angenommen. Auch hier eine eher konservative Annahme, zumindest beim Schub ist die Steigerung höher. Zudem sind in späteren Versionen 33 Triebwerke vorgesehen.

Die konservativen Annahmen führen dazu, dass die reale Nutzlast eher höher ist als die hier exemplarisch berechnete.

Der Erste Ansatz ist es die SLS zu nehmen, lediglich die Booster durch die SH zu ersetzen und für die Bergung wie bei der Falcon Heavy die zweifache Trockenmasse als Treibstoff für das Abbremsen zu nehmen. Auf eine Oberstufe habe ich im ersten Ansatz verzichtet. Die Nutzlast in eine Mondtransferbahn beträgt 81 t. Zum Vergleich: mit der IPCS kommt man auf 27 bis 28 t, mit einer zukünftigen Oberstufe Exploration Upper Stage EDS auf 38 bis 39 t. Das wäre also doppelt so hoch wie geplant mit Block IB. So könnte man auf zwei getrennte Flüge für Mondlander und Orion verzichten und beides zusammen starten und hätte immer noch Reserven.

Die IPCS kann man aber hinzunehmen und das ist die zweite Version die ich untersuche. Aufgrund der viel größeren Nutzlast geht es aber nicht ohne Anpassung. Die Stufe ist durch ihre Herkunft von der Delta IV, wo die Nutzlast nie über 28 t liegt, natürlich nicht auf 80 t Nutzlast ausgelegt. Die für mich einfachste Möglichkeit ist es, die Lasten nicht auf die Stufe, sondern die darunter liegende Zentralstufe zu übertragen. Das kann man realisieren, indem man einen Adapter einführt, der von dem Durchmesser der Zentralstufe von 8,38 m und dem der IPCS von 5,4 m vermittelt. In deisem Adapter wird die IPCS eingehängt und der Adapter überträgt die Lasten von Nutzlast und IPCS auf die Basisstufe. Er verbleibt bei Zündung der IPCS auf der Zentralstufe und hebt deren Leergewicht um 5 t an. Das ganze ähnelt den Adaptern zwischen S-IVB und Apollo SM, die wogen 1,8 t.

Der Vorteil der IPCS ist, das ohne sie die 89 t schwere Zentralstufe – schwerer als die Nutzlast selbst – auf eine Mondtransferbahn gelangt. Bei der IPCS sind es nur 3,5 t Trockengewicht. Dafür steigen die Gravitationsverluste durch den kleinen Schub stark an, was man bei einem hohen Perigäum von über 3.000 km sieht. Die Nutzlast steigt nun weiter an auf 92 t, also nahezu der dreifache Wert der Block IA Version.

Bisher ging ich von der Bergung der SuperHeavy aus. Doch es gibt Unterscheide zu dem Einsatz beim SS und der SLS. Beim SSV ist das Starship wesentlich schwerer als die Zentralstufe der SLS und diese brennt auch von Anfang mit, erzeugt so zusätzlichen Schub. Nur nach der Raketengleichung berechnet, wäre beim Brennschluss einer SuperHeavy beim Starship bei 2100 m/s schnell, bei der SLS selbst mit jeweils 200 % der Trockenmasse als Treibstoff fürs Abbremsen 4200 m/s schnell. Das ist doppelt so hoch und so kann es zum einen sein, das die Stufe diese Belastung beim Abbremsen nicht aushält, oder man noch mehr Treibstoff braucht (um 2100 m/s abzubremsen würde die Abtrennmasse von 510 auf 977 t steigen, also verglichen mit den 175 t Landemasse sehr viel). Da die SLS selten fliegt und die bestehenden Booster schon teuer sind, halte ich es für möglich die SuperHeavy nicht zu bergen. Das müssen ja keine neuen SH sein, sondern welche die schon etliche Flüge hinter sich haben und nun verloren gehen können, da betriebswirtschaftlich schon abgeschrieben. Schlussendlich wird eine SLS sicher nicht öfters als einmal pro Jahr starten. Da sollte es genügend Booster geben die sowieso nicht viele weitere Flüge vor sich haben. Der Effekt ist dramatisch. Durch die Nutzung des Landetreibstoffs steigt die Abtrenngeschwindigkeit um 1600 m/s und die Nutzlast steigt auf 165 t, das ist mehr als die vierfache Nutzlast einer SLS Block IB!

Und das tolle: Das geht ohne Auftanken! Ja man könnte sogar bei der Nutzlast ein Starship zum Mond starten, ebenfalls ohne Auftanken.

Wenn es nicht um die Nutzlast geht, sondern die Kosten, dann bietet es sich angesichts des enormen Schubüberschusses an, zwei der vier RS-25 der Zentralstufe einzusparen, die sind mit 146 Millionen Dollar pro Stück nicht gerade billig. Bei der Konfiguration mit IPCS – sie hat das maximale Oberstufen/Nutzlastgewicht bei minimaler Abtrenngeschwindigkeit, also die ungünstigste Kombination, senkt das die Nutzlast wieder von 92 auf 84 t ab – sofern man sowieso die maximale Nutzlast benötigt ist das durchaus eine Alternative, denn das korrespondiert auch mit 292 Millionen Dollar Einsparungen durch zwei weggelassene Triebwerke – wobei ich wette, das in diesem Fall, die verbleibenden Triebwerke noch teurer werden.

Die letzte Option ist mit der geplanten EUS Stufe, ohne IPCS. Ich habe nicht alle Kombinationen durchgerechnet, sondern nur die letzte mit SH ohne Landetreibstoff. Hier steigt die Nutzlast nur wenig an, von 175 auf 186 t. Das erscheint mir zu wenig um eine eigene Entwicklung dieser Stufe zu rechtfertigen.

Hier noch eine kleine Übersicht der Raketen:

Rakete: SLS Superheavy

Startmasse
[kg]

Nutzlast
[kg]

Geschwindigkeit
[m/s]

Verluste
[m/s]

Nutzlastanteil
[Prozent]

Sattelpunkt
[km]

Perigäum
[km]

Apogäum
[km]

8.207.662

80.000

10.963

1.888

0,97

130,00

180,00

450000,00

Startschub
[kN]

Geographische Breite
[Grad]

Azimut
[Grad]

Verkleidung
[kg]

Abwurfzeitpunkt
[s]

Startwinkel
[Grad]

Konstant für
[s]

Starthöhe
[m]

Startgeschwindigkeit
[m/s]

139.812

29

90

8.210

210

90

5

10

0

Stufe

Anzahl

Vollmasse
[kg]

Leermasse
[kg]

Spez. Impuls (Vakuum)
[m/s]

Schub (Meereshöhe)
[kN]

Schub Vakuum
[kN]

Brenndauer
[s]

Zündung
[s]

1

2

3.570.000

510.000

3.392

66410,0

69731,0

148,85

0,00

2

1

979.452

85.420

4.420

6992,0

8564,0

461,42

0,00



Rakete: SLS Superheavy IPCS

Startmasse
[kg]

Nutzlast
[kg]

Geschwindigkeit
[m/s]

Verluste
[m/s]

Nutzlastanteil
[Prozent]

Sattelpunkt
[km]

Perigäum
[km]

Apogäum
[km]

8.255.372

92.000

10.963

2.039

1,11

130,00

180,00

450000,00

Startschub
[kN]

Geographische Breite
[Grad]

Azimut
[Grad]

Verkleidung
[kg]

Abwurfzeitpunkt
[s]

Startwinkel
[Grad]

Konstant für
[s]

Starthöhe
[m]

Startgeschwindigkeit
[m/s]

139.812

29

90

8.210

210

90

5

10

0

Stufe

Anzahl

Vollmasse
[kg]

Leermasse
[kg]

Spez. Impuls (Vakuum)
[m/s]

Schub (Meereshöhe)
[kN]

Schub Vakuum
[kN]

Brenndauer
[s]

Zündung
[s]

1

2

3.570.000

510.000

3.392

66410,0

69731,0

148,85

0,00

2

1

984.452

90.420

4.420

6992,0

8564,0

461,42

0,00

3

1

30.710

3.490

4.516

110,0

110,0

1117,50

465,00



Rakete: SLS Superheavy IPCS 2

Startmasse
[kg]

Nutzlast
[kg]

Geschwindigkeit
[m/s]

Verluste
[m/s]

Nutzlastanteil
[Prozent]

Sattelpunkt
[km]

Perigäum
[km]

Apogäum
[km]

8.328.372

165.000

10.963

1.727

1,98

130,00

180,00

450000,00

Startschub
[kN]

Geographische Breite
[Grad]

Azimut
[Grad]

Verkleidung
[kg]

Abwurfzeitpunkt
[s]

Startwinkel
[Grad]

Konstant für
[s]

Starthöhe
[m]

Startgeschwindigkeit
[m/s]

139.812

29

90

8.210

210

90

5

10

0

Stufe

Anzahl

Vollmasse
[kg]

Leermasse
[kg]

Spez. Impuls (Vakuum)
[m/s]

Schub (Meereshöhe)
[kN]

Schub Vakuum
[kN]

Brenndauer
[s]

Zündung
[s]

1

2

3.570.000

170.000

3.392

66410,0

69731,0

165,39

0,00

2

1

984.452

90.420

4.420

6992,0

8564,0

461,42

0,00

3

1

30.710

3.490

4.516

110,0

110,0

1117,50

465,00



Rakete: SLS Superheavy IPCS 3

Startmasse
[kg]

Nutzlast
[kg]

Geschwindigkeit
[m/s]

Verluste
[m/s]

Nutzlastanteil
[Prozent]

Sattelpunkt
[km]

Perigäum
[km]

Apogäum
[km]

8.242.920

84.000

10.963

2.359

1,02

130,00

180,00

450000,00

Startschub
[kN]

Geographische Breite
[Grad]

Azimut
[Grad]

Verkleidung
[kg]

Abwurfzeitpunkt
[s]

Startwinkel
[Grad]

Konstant für
[s]

Starthöhe
[m]

Startgeschwindigkeit
[m/s]

136.316

29

90

8.210

210

90

5

10

0

Stufe

Anzahl

Vollmasse
[kg]

Leermasse
[kg]

Spez. Impuls (Vakuum)
[m/s]

Schub (Meereshöhe)
[kN]

Schub Vakuum
[kN]

Brenndauer
[s]

Zündung
[s]

1

2

3.570.000

510.000

3.392

66410,0

69731,0

148,85

0,00

2

1

980.000

86.000

4.420

3496,0

4282,0

922,81

0,00

3

1

30.710

3.490

4.516

110,0

110,0

1117,50

935,00



Rakete: SLS Superheavy IPCS 4

Startmasse
[kg]

Nutzlast
[kg]

Geschwindigkeit
[m/s]

Verluste
[m/s]

Nutzlastanteil
[Prozent]

Sattelpunkt
[km]

Perigäum
[km]

Apogäum
[km]

8.463.162

186.000

10.994

0

2,20

130,00

3000,00

450000,00

Startschub
[kN]

Geographische Breite
[Grad]

Azimut
[Grad]

Verkleidung
[kg]

Abwurfzeitpunkt
[s]

Startwinkel
[Grad]

Konstant für
[s]

Starthöhe
[m]

Startgeschwindigkeit
[m/s]

139.812

29

90

8.210

210

90

5

10

0

Stufe

Anzahl

Vollmasse
[kg]

Leermasse
[kg]

Spez. Impuls (Vakuum)
[m/s]

Schub (Meereshöhe)
[kN]

Schub Vakuum
[kN]

Brenndauer
[s]

Zündung
[s]

1

2

3.570.000

170.000

3.392

66410,0

69731,0

165,39

0,00

2

1

984.452

90.420

4.420

6992,0

8564,0

461,42

0,00

3

1

144.500

15.500

4.520

440,0

440,0

1325,20

465,00



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