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Hilft Milch gegen Osteoporose?

Nein. Milch enthält zwar relativ viel Calcium (ein halber Liter deckt fast den gesamten Calciumbedarf) und Milchprodukte sind die wichtigste Calciumquelle in der Nahrung, doch dies hat nichts mit Osteoporose zu tun.

Milch bzw. Calcium aus anderen Nahrungsquellen hilft gegen Calciummangel, wenn die Knochen krankhaft entkalken. Sie werden dann biegsam und es kommt zu Verkrüppelungen wie krummen Rücken, O-Beinen etc. Dieses Krankheitsbild heißt beim Kind Rachitis und beim Erwachsenen Osteomalazie. Die Ursache kann aber auch bei genügender Calciumzufuhr in einem Vitamin-D Mangel liegen, da das Vitamin-D für die Einlagerung des Calciums in die Knochen verantwortlich ist. Das ist heute sehr selten, da zumindest im Sommer genügend Vitamin D aus Cholesterin (ja dem bösen Cholesterin!) in der Haut gebildet wird. Erst ab Oktober ist bei uns eine Zufuhr über die Nahrung nötig. Rachitis wurde bei Kindern als Krankheitsbild beschrieben, als diese in England durch die Kinderarbeit (vor allem in Bergwerken) kaum noch ans Tageslicht kamen.

Unter Osteoporose versteht man dagegen den altersbedingten Verlust an Knochensubstanz. Dabei wird nicht nur Calcium abgebaut, sondern auch die Eiweißmatrix, die bei der Osteomalazie erhalten bleibt und die deswegen einen Wiederaufbau des Knochens ermöglicht. Dies geht soweit, dass im hohen Alter die Knochen nur noch 20% ihres Gewichts mit 30 haben und sehr bruchempfindlich sind. Dieser Prozess beginnt mit 30 und beschleunigt sich im Alter gravierend. Er kann auch durch sehr hohe Calciummengen nicht aufgehalten werden. Diese können nur verhindern, dass zu der „natürlichen“ Entkalkung noch eine durch Calciummangel kommt.

Natürliche Calciumquellen sind vor allem Milchprodukte wie Joghurt, Käse oder Buttermilch. Daneben kommt es in Hülsenfrüchten vor, Nüssen sowie einigen Gemüsen wie Endivien, Brokkoli, Fenchel und vor allem Grünkohl. In kleineren Mengen findet man es auch in Vollkornbrot und Eiern.

Bücher vom Autor

Zum Thema Ernährung, Lebensmittel und Lebensmittelchemie/recht sind bisher vier Bücher von mir erschienen:

Das Buch „Was ist drin?“ wendet sich an diejenigen, die unabhängige Informationen über Zusatzstoffe und Lebensmittelkennzeichnung suchen. Das Buch zerfällt in vier Teilen. Es beginnt mit einer kompakten Einführung in die Grundlagen der Ernährung. Der zweite Teil hat zum Inhalt eine kurze Einführung in die Lebensmittelkennzeichnung - wie liest man ein Zutatenverzeichnis. Welche Informationen enthält es? Ergänzt wird dies durch einige weitere Regelungen für weitergehende Angaben (EU Auslobung von geografischen Angaben, Bio/Ökosiegel etc.).

Der größte der vier Teile entfällt auf eine Beschreibung der technologischen Wirkung, des Einsatzzweckes und der Vorteile - wie auch bekannter Risiken - von Zusatzstoffen. Der letzte Teil zeigt beispielhaft an 13 Lebensmitteln, wie man ein Zutatenverzeichnis sowie andere Angaben liest, was man schon vor dem Kauf für Informationen aus diesem ableiten kann, die einem helfen, Fehlkäufe zu vermeiden und welche Tricks Hersteller einsetzen, um Zusatzstoffe zu verschleiern oder ein Produkt besser aussehen zu lassen, als es ist. 2012 erschien eine Neuauflage, erweitert um 40 Seiten. Sie trägt zum einen den geänderten Gesetzen Rechnung (neue Zusatzstoffe wurden aufgenommen, Regelungen über Lightprodukte beschrieben) und zum anderen ein Stichwortregister enthält, das sich viele Leser zum schnelleren Nachschlagen gewünscht haben.

Wie sich zeigte, haben die meisten Leser das Buch wegen des zentralen Teils, der die Zusatzstoffe beinhaltet, gekauft. Ich bekam auch die Rückmeldung, dass hier eine Referenztabelle sehr nützlich wäre. Ich habe daher 2012 diesen Teil und den Bereich über Lebensmittelrecht nochmals durchgesehen, um die neu zugelassenen Zusatzstoffe ergänzt und auch um neue Regelungen, wie bei der Werbung mit nährwertbezogenen Angaben. Ergänzt um eine Referenztabelle gibt es nun die zwei mittleren Teile als eigenes Buch unter dem Titel "Zusatzstoffe und E-Nummern" zu kaufen.

Nachdem ich selbst über 30 kg abgenommen habe, aber auch feststellen musste wie wenig viele Leute von Ernährung oder der Nahrung wissen, habe ich mich daran gemacht einen Diätratgeber "der anderen Art" zu schreiben. Er enthält nicht ein Patentrezept (wenn auch viele nützliche Tipps), sondern verfolgt den Ansatz, dass jemand mit einer Diät erfolgreicher ist, der genauer über die Grundlagen der Ernährung, was beim Abnehmen passiert und wo Gefahren lauern, Bescheid weiß. Daher habe ich auch das Buch bewusst "Das ist kein Diätratgeber: ... aber eine Hilfe fürs Abnehmen" genannt. Es ist mehr ein Buch über die Grundlagen der Ernährung, wie eine gesunde Ernährung aussieht und wie man dieses Wissen konkret bei einer Diät umsetzt. Es ist daher auch Personen interessant die sich nur über gesunde Ernährung informieren wollen und nach Tipps suchen ihr Gewicht zu halten.

Das Buch "Was Sie schon immer über Lebensmittel und Ernährung wissen wollten" wendet sich an alle, die zum einen die eine oder andere Frage zu Lebensmitteln und Ernährung haben, wie auch die sich für die Thematik interessieren und auf der Suche nach weitergehenden Informationen sind. Während andere Autoren zwar auch populäre Fragen aufgreifen und diese oft in einigen Sätzen beantworten und zur nächsten Frage wechseln, habe ich mich auf 220 Fragen beschränkt, die ich mehr als Aufhänger für ein Thema sehe, so hat das Buch auch 392 Seiten Umfang. Jede Frage nimmt also 1-2 Seiten ein. Sie sind nach ähnlichen Fragestellungen/Lebensmitteln gruppiert und diese wieder in vier Sektionen: zwei Großen über Lebensmittel und Ernährung und zwei kleinen für Zusatzstoffe und Lebensmittelrecht/Werbung. Man kann das buch daher von vorne bis hinten durchlesen und so seinen Horizont erweitern, aber auch schnell mal nach einer Antwort suchen.

Sie erhalten alle meine Bücher über den Buchhandel (allerdings nur auf Bestellung), aber auch auf Buchshops wie Amazon, Libri, Buecher.de und ITunes. Sie können die Bücher aber auch direkt bei BOD bestellen.

Mehr über diese Bücher und weitere des Autors zum Themenkreis Raumfahrt, finden sie auf der Website Raumfahrtbucher.de.


© des Textes: Bernd Leitenberger. Jede Veröffentlichung dieses Textes im Ganzen oder in Auszügen darf nur mit Zustimmung des Urhebers erfolgen.