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Vollwaschmittel, Colorwaschmittel oder Flüssigwaschmittel?

Nach einer alten Hausfrauenregel soll man Wäsche nach Farben sortieren und passend dazu bietet die Industrie auch unterschiedliche Waschmittel an. Die Palette ist über die Jahrzehnte immer größer geworden. Gab es früher nur Vollwaschmittel und Feinwaschmittel, so kamen bald noch die „Colorwaschmittel“ hinzu, später die Flüssigwaschmittel und inzwischen eigene Waschmittel für schwarze Sachen. Dazu gibt es Spezialwaschmittel für Wolle und natürlich noch unterschiedliche Packungsgrößen von Normal bis kompakt. Dieser Artikel soll etwas Licht ins Dunkel bringen.

Allgemeine Inhaltsstoffe von Waschmitteln

Alle Waschmittel enthalten mindestens zwei Stoffe. Das eine sind Tenside. Tenside sind Emulgatoren. Sie bestehen aus einem wasserliebenden (hydrophilen) und einem fettliebenden Teil. Der fettliebende Teil verankert sich im Schmutz, der in der Regel nicht wasserlöslich ist (wäre er es, so könnte man ihn mit Wasser auswaschen). Generell werden sich Tenside durch den lipophilen Teil sich an allen Grenzflächen anlagern, weil dieser Teil möglichst nicht mit Wasser in Berührung kommen will, man sagt daher auch er ist hydrophob = wasserfeindlich. Allgemein gilt: ist eine Substanz lipophil so ist sie auch hydrophob und ist sie hydrophil so ist sie lipophob. Natürliche hydrophobe (lipophile) Substanzen sind alle Arten von Ölen, Wachsen, Fetten. Da sich Tenside nicht nur am Schmutz, sondern auf jedem Gewebe anlagern, wird die Dosierung von Waschmitteln nicht nur vom Schmutzgehalt, sondern auch der Füllmenge bestimmt. Durch die Anlagerung lösen sie die Verbindung von Schmutz und Unterlage. Kommt dann noch eine Erwärmung und das Bewegen der Wäsche hinzu, so kann der Schmutz von der Faser abgelöst werden.

Es gibt vier Sorten von Tensiden:

Anionische Tenside: Der wasserlösliche Teil des Moleküls ist negativ geladen. Das ist gegeben, wenn das Molekül eine Säuregruppe wie die -COOH Gruppe von Fettsäuren enthält. Das bekannteste und am häufigsten verwendete Tensid, Natriumlaurylsulfat ist ein Anionisches Tensid. Man findet es nicht nur in Waschmitteln, sondern auch Flüssigseife oder in Shampoos und Duschgels. Natürliche Seife (aus Fett und Lauge gewonnen) ist ein anionisches Tensid.

Kationische Tenside: Der wasserlösliche Teil des Moleküls ist positiv geladen. Das kann z.B. eine Ammoniumgruppe sein oder eine Amingruppe. Beide nehmen Protonen aus dem Wasser auf und sind dann positiv geladen.

Amphotere Tenside: Sie enthalten eine negativ und eine positiv geladene Gruppe sind also Anionische und kationische Tenside in einem Molekül. Man findet sie eher selten in Waschmitteln.

Nichtionische Tenside: Ihre Moleküle sind nicht geladen. Sie sind wasserlöslich weil sie Molekülbestandteile haben, die Wasserstoffbrücken zum Wasser bilden können wie -OH Gruppen (Alkohole), C=O Gruppen (Aldehyde und Ketone) oder -O- Gruppen (Ether). Dazu kommt ein lipophiler Molekülteil, Sie sind daher fett- und wasserlöslich. Solche Moleküle sind z.B. in Nagellackentferner enthalten oder in Terpentinersatz. Sie können vor allem fett- oder fetthaltige Phasen in Wasser lösen.

Welche Tenside sind nun die besten? Zahlreiche Waschmittel enthalten andere Stoffe, die im Wasser alkalisch reagieren, sie bilden die „Waschlauge“. Das gilt auch für die Seife als klassischem Waschmittel, bevor man die synthetischen Tenside erfand. In einer Lauge gibt es mehr negative Ionen als positive, das bedeutet das anionische Tensiden, die selbst negativ geladen sind noch besser wirken. Kationische Tenside sollten, weil ihre positive Ladung durch die Negative des Wassers neutralisiert wird, schlechter wirken. Das gilt auch für reine kationische Tenside. Eine kleine Menge kationischen Tensiden erhöht dagegen die Waschwirkung von anionischen Tensiden, vielleicht weil sie so zusammen ein amphoteres Tensid bilden, das auch in ungeladenen Schmutz eindringen kann. Die nichtionischen Tenside wirken unabhängig vom pH-Wert des Wassers. Durch ihre starke Fettlöslichkeit sind sie aber eher geeignet, fetthaltigen Schmutz anzulösen und in Lösung zu halten, als feste Verkrustungen.

Normalerweise bestehen die meisten Tenside in Waschmitteln aus anionischen Tensiden. Dazu kommen dann noch kleinere Mengen von nichtionischen Tensiden, da diese am besten fetthaltigen Schmutz lösen. Kathionische Tenside findet man in Spezialwaschmitteln (siehe unten) oder in Weichspülern. In Waschmitteln können sie vorhanden sein, wenn es ein Kombipräparat mit Weichspüler ist.

Komplexbildner: Komplexbildner haben mehrere Funktionen die beiden wichtigsten ist es Calcium und Magnesium zu binden und die Tenside zu unterstützen. Komplexbildner sind Stoffe die Metallionen binden. Im Wasser sind natürlicherweise Calcium und Magnesium als Ionen enthalten. Diese beiden positiv geladenen Metallionen würden mit den anionischen Tensiden reagieren und schwerlösliche Salze ablagern, die sich auf der Kleidung niederschlagen würden. Komplexbildner binden diese, sodass sie nicht mit den Tensiden reagieren können. Sie lösen auch Metallionen aus dem Schmutz heraus (z.B. aus dem grünen Farbstoff Chlorophyll oder Blut, aber auch Erde und Lehm) und machen ihn so angreifbarer für die Tenside.

Die klassischen Komplexbildner sind Polyphosphate, Moleküle aus mehreren Phosphorsäureresten. Sind sind für den Zweck ideal, werden im Wasser aber zu Phosphaten abgebaut. Phosphate sind in Gewässern Mangelelemente, so bewirken Phosphate vor allem das schnelle Wachstum von Algen und können so Gewässer beeinträchtigen. Das kann zur Algenblüte führen bis hin zum Umkippen von Seen. Die Menge an Phosphaten ist daher heute begrenzt. Alternative sind Zeolithe, Mineralien mit einem Hohlraum, in dem sie Metallionen binden oder organische Komplexbildner wie Zitronensäure und Weinsäure sowie ihre Salze. Keine der Alternativen hat aber die guten Eigenschaften von Phosphaten, sodass diese heute noch zum Einsatz kommen.

Die folgenden Substanzen findet man nicht in jedem Waschmittel:

Basisch reagierende Stoffe: Sie sorgen für die alkalische Lauge. Zudem spalten sie Fett. Eingesetzt werden Natriumhydrogencarbonat und Natriumcarbonat. Da die Carbonate mit den Magnesium- und Calciumionen zu unlöslichen Salzen reagieren würden, benötigt man in jedem Falle Komplexbildner. Da die Lauge aber auch die Fasern verändert und angreifen kann, findet man sie in der Regel nicht in Feinwaschmitteln und schon gar nicht in Wollwaschmitteln, da Wollfasern zwar säurestabil sind, bei Alkalien aber stark aufquellen.

Korrosionsinhibitoren: Findet man in Waschmitteln mit Laugen. Sie würden auch Metall angreine. Wasserlösliche Silikate setzen die korrosive Wirkung der Laugen herab.

Bleichmittel: Sie findet man bevorzugt in Vollwaschmitteln, dort machen sie den größten Teil des Pulvers aus. Bleichmittel geben in Wasser atomaren Sauerstoff ab, es handelt sich um an sich instabile Moleküle. Der atomare Sauerstoff ist sehr reaktiv und oxidiert alles was ihm in die Quere kommt: Schmutz aber auch Farbstoffe in der Wäsche. Dadurch werden Flecken, die schon in die Faser eingezogen sind, also nicht durch Tenside herausgelöst werden können (diese können nur oberflächlich anhaftenden Schmutz lösen) zerstört.

Optische Aufheller: Auch sie findet man bevorzugt in Vollwaschmitteln. Optische Aufheller sind organische Moleküle mit mehreren verbundenen Benzolringen. Die Elektronen in diesen Ringen werden von UV-Strahlung angeregt, fallen auf ein höheres Energieniveau und geben beim Zurückfallen Licht ab, jedoch nicht wieder im UV-Bereich, sondern im blauen Spektralbereich. Als Folge steigt der Blauanteil des reflektiertem Lichts. Da Wäsche im Laufe der Zeit vergilbt (das Wort kommt von „gelb“) verschiebt sich das normale Spektrum ins Rötliche. Addiert man nun wieder Blau, so erhält man wieder ein „weißes“ Kleidungsstück – zumindest in der Theorie.

Vergrauungsinhibitoren: Sie verhindern, dass sich Schmutz oder Tensidreste erneut auf der Kleidung ablagern. Diese bildet dann einen Grauschleier.

Verfärbungsinhibitoren: Sie binden Farbstoffe, die aus der Wäsche herausgelöst werden, und sollen verhindern, dass sie sich wieder auf der Wäsche niederschlagen. Warum? Weil man vielleicht keine rosafarbene Unterwäsche haben will, wenn roter Farbstoffe aus einem neuen Kleidungsstück in Lösung geht. Sie verhindern das bei schon gewaschener Kleidung. Bei ganz neuer Kleidung die anfangs viel Farbe herauslöst sind sie jedoch überfordert. Verfärbungsinhibitoren findet man vorwiegend in Colorwaschmitteln.

Alkohole: Sie können in Flüssigwaschmitteln als Lösungsvermittler vor allem für nichtionische Tenside fungieren.

Stellmittel: Sie dienen dazu, die Lagereigenschaften und sonstigen Eigenschaften von Pulver einzustellen. So, dass das Pulver rieselfähig bleibt und nicht verklumpt.

Enzyme: Sie sind die größte Neuerung in den letzten Jahrzehnten. Enzyme werden aus Pilzen gewonnen und können vor allem viele organische Substanzen in Einzelbausteine aufspalten, die dann in Lösung gehen. Das betrifft alle Flecken, die durch Substanzen aus de belebten Natur entstehen wie Blut, Obstsäften, Wein oder Grass. Sie sind wirkungslos bei anorganischen Flecken wie von Erde oder Schmierfett.

Duftstoffe: Findet man in jedem Waschmittel. Sie decken auch den Eigengeruch anderer Stoffe zu.

Nun zu den verschiedenen Waschmitteln und ihre Anwendung

Vollwaschmittel

Anders als der Name suggeriert ist das Vollwaschmittel nicht das Waschmittel für alles. Vollwaschmittel sind die einzigen Waschmittel, bei denen man mit hoher Temperatur waschen kann. Sie sind gedacht um jeden, noch so hartnäckigen Fleck zu lösen. Dies erreichen sie vor allem durch Bleichmittel. Ihr Wirkungsmaximum haben sie bei 95°C, da viele Bleichmittel erst ab 60°C aktiv sind. Durch den Zusatz von Enzymen können sie auch bei niedrigen Temperaturen eingesetzt werden, gedacht sind sie aber für das Waschen von weißer Wäsche bei Temperaturen von 60 bis 95°C. Anders als der Name suggeriert sind sie eigentlich ein Spezialwaschmittel für weiße Wäsche, die man hoch erhitzen kann. Das ist heute nicht mehr viel: Unterwäsche und Bettlaken, sowie viele Handtücher, eben alles was direkt mit dem Körper in Berührung kommt und daher hygienisch sein muss und nicht gefärbt ist.

Colorwaschmittel

Sie sind gedacht für die Wäsche, die im Temperaturbereich von 40 bis 60 Grad gewaschen wird. Mit Enzymen ist es heute auch möglich, schon ab 20°C zu waschen. Zwischen 40 und 60 Grad ist der Großteil der Kleidung waschbar, viele Dinge sogar nur bei 40°C und darunter so T-Shirts und Hosen. Aber selbst Wäsche, die mit Hygiene in Verbindung gebracht wird, wie Bettwäsche oder Unterwäsche kann, wenn sie eingefärbt ist, oft nur bis 60°C gewaschen werden. Die Gemeinsamkeit der Wäsche ist, dass sie farbig ist. Farbige Wäsche würde beim häufigen Waschen mit Bleichmitteln bald ihre Farbe verlieren. Daher enthalten Colorwaschmittel keine Bleichmittel, oft auch keine optischen Aufheller, denn durch sie würde dunkle Wäsche heller erscheinen, als sie ist. Dafür Verfärbungsinhibitoren die verhindern soll, dass gelöste Farbstoffe, sich auf der Wäsche wieder niederschlagen.

Flüssige Waschmittel

Sie sind noch mehr auf Textilien zugeschnitten, die man nicht stark erhitzen darf. Sie enthalten keine Bleichmittel. Sie sind schneller löslich und wirken auch schneller bei niedrigen Temperaturen (die Waschprogramme werden immer kürzer je niedriger die Temperatur ist). Der Tensidgehalt ist höher, weil Wasser zugesetzt wird. Dazu kommen Konservierungsstoffe, da die wässrige Lösung sonst mikrobiell angreifbar ist. Flüssige Waschmittel sind gedacht für Textilien aus synthetischen Fasern oder Mischgewebe also in der Mischung mit Baumwolle. Diese synthetischen Fasern wie Nylon sind viel glatter als natürliche Fasern und man kann den Schmutz leichter ablösen. Flecken kann man direkt mit dem Waschmittel tränken und so besser anlösen. Sie sind in der Waschkraft aber Pulvern etwas unterlegen.

Feinwaschmittel

Sie sind ein Überbegriff für verschiedene Spezialwaschmittel z.B. für Gardinen und Wolle, neuerdings aber auch für schwarze Wäsche („black“). Sei alle sind für niedrige Wassertemperaturen ausgelegt. Es gibt sie als Pulver und flüssig. Sie sind auf den Anwendungsbereich zugeschnitten. Sie alle enthalten keine Bleichmittel, da sie besonders schonend sein sollen. Oft auch kaum oder gar keine anionischen Tenside, dafür nichtionische Tenside. Dies ergibt sich daraus, dass meistens auch keine Laugen bildenden Stoffe enthalten sind. Dann wirken die anionischen Tenside nicht so gut. Wolle verträgt keine Lauge, daher enthaften Wollwaschmittel nur nichtionische und kationische Tenside. Gardinenwaschmittel, bei denen sich der Schmutz nur leicht ablagert, meist nur nichtionische Tenside. Waschmittel für dunkle Wäsche soll das Aufhellen verringern. Es sind Waschmittel ohne Blechmittel und ohne optische Aufheller. Sie sind meist flüssig und enthalten größere Mengen an nichtionischen Tensiden. Sie können aber auch für helle Farben verwendet werden. Im Prinzip sind sie noch etwas schonendere Versionen von Colorwaschmitteln, allerdings auch mit noch etwas schlechterer Leistung beim Entfernen von hartnäckigen Flecken.

Weichspüler

Sie bestehen aus Parfüm und vor allem kationischen Tensiden. Bei dem Schleudern und Walken wird der oberste Film auf den Fasern der Wäsche abgebaut. Die Oberfläche wird dadurch rau und die Wäsche fühlt sich hart an. Kationische Tenside nutzen aus, dass die natürlichen Fasern alle vor allem negative Ladungen an der Oberfläche haben. Ist der Film abgebaut, sind die Ladungen frei und die kationischen Tenside mit ihrer positiven Ladung lagern sich auf den Fasern ab, bilden einen neuen Film und verringern so den harten Eindruck. Aus dem gleichen Grund findet man sie Wollwaschmitteln. Sonst würde die Wolle nach dem Waschen bald kratzig werden.

Noch ein Wort zum Unterschied Kompakt- und Normalwaschmittel. Das Letztere ist heute fast ausgestorben. Es enthält mehr Stellstoffe, die die Rieselfähigkeit erhöhen und das Verklumpen verhindern, ganz früher auch einfach nur Füllstoffe um mehr Waschmittel für den gleichen Preis zu verkaufen (erinnert sich noch jemand an die 4,5 kg Packungen von Persil? Der größte Teil war der Füllstoff Natriumsulfat) und auch das Volumen. Kompaktwaschmittel enthalten zum einen Perborat mit einem kleineren Anteil an gebundenem Wasser, sie enthalten meist auch Phosphate, da alle Phosphatersatzstoffe in größerer Menge zugesetzt werden müssen als Phosphat. Sie sind aber auch so kompakt, weil das Pulver dichter ist. Normalwaschmittel hat eine viel geringere Dichte, sodass es wesentlich mehr Volumen einnimmt. Der Dosierungsunterschied ist nicht so groß wie der Volumenunterschied. Ansonsten sind in Waschkraft bei gleicher Dosierung beide Waschmittel vergleichbar.

Wie viele Waschpulver brauche ich?

Nach dieser Erklärung nun zur Praxis. Das Ganze hängt natürlich von der Garderobe ab. Die meisten Textilien kann man heute mit einem Colorwaschnittel waschen, auch weiße Wäsche. Man sollte sie nur von farbiger Wäsche trennen, um ein Verfärben zu verhindern. Man muss sie aber nicht bei höheren Temperaturen waschen. Für weiße Wäsche reicht heute bei den zugegebenen Enzymen eine maximale Waschtemperatur von 60°C. Zusammen mit den chemischen Substanzen überleben dies auch hitzeresistente Bakterien wie Legionellen nicht. Lediglich, wo Hygiene absolute Priorität hat, wie in Krankenhäusern oder Altenheimen, wird man noch bei 95°C waschen, doch ist das dann auch reinweiße Wäsche oder weiße Arbeitskleidung. Damit sich in der Waschmaschine kein Biofilm aus Bakterien bildet, wird empfohlen, einmal im Monat einen 60-°C-Waschgang durchzuführen. Der Rest kann heut meist bei 40°C gewaschen werden und dafür eignet sich ein Colorwaschmittel sehr gut, egal ob die Kleidung dunkel oder hell ist. Für empfindliche Kleidung wie Seide oder Wolle nimmt man dann ein Feinwaschmittel. Das kann ein „Black“-Waschmittel oder Wollwaschmittel sein. In der Regel fährt man mit dem Wollwaschmittel am besten, denn Wolle ist von allen textilen Fasern am empfindlichsten. Gardinen brauchen in der Regel kein Spezialwaschmittel, aber ein Programm mit wenig Mechanik. Die Gardinenwaschmittel sollen vor allem Fett ablösen, wie es sich in der Küche auf Gardinen ablagern kann.

Hat man doch einen hartnäckigen Fleck, so kann man zum Colorwaschmittel noch ein separates Bleichmittel zugeben. Die Kombination ist dann wieder ein Vollwaschmittel, allerdings immer noch für niedrige Temperaturen ausgelegt. Dann aber die Verpackung des Bleichmittels lesen: Die meisten sind für niedrige Waschtemperaturen ausgelegt, manchmal nur bei 20 bis 30°C, in Kontrast zu den Bleichmitteln von Vollwaschmitteln. Das ergibt sich daraus, dass man, wenn man ein Vollwaschmittel mit üblicherweise 15-30 % Blechmittelanteil einsetzt, nicht noch Bleiche zugeben muss, sondern nur bei Colorwaschmitteln und die sind für niedrige Temperaturen ausgelegt. Manche Bleichmittel haben eine so niedrige Aktivierungstemperatur, dass man sie nur im Vorwaschgang einsetzen kann.

Weichspüler werden meist weniger wegen dem Effekt der weichen Wäsche, als vielmehr dem angenehmen Duft zugesetzt. Wer einen Trockner nutzt, kann den Weichspüler auch beim Trocknen zusetzen. Man spart dabei einen Großteil der Dosierung und verliert nicht den Duft durch das Trocknen.

Artikel zuletzt geändert am 3.8.2016


Bücher vom Autor

Zum Thema Ernährung, Lebensmittel und Lebensmittelchemie/recht sind bisher vier Bücher von mir erschienen:

Das Buch „Was ist drin?“ wendet sich an diejenigen, die unabhängige Informationen über Zusatzstoffe und Lebensmittelkennzeichnung suchen. Das Buch zerfällt in vier Teilen. Es beginnt mit einer kompakten Einführung in die Grundlagen der Ernährung. Der zweite Teil hat zum Inhalt eine kurze Einführung in die Lebensmittelkennzeichnung - wie liest man ein Zutatenverzeichnis. Welche Informationen enthält es? Ergänzt wird dies durch einige weitere Regelungen für weitergehende Angaben (EU Auslobung von geografischen Angaben, Bio/Ökosiegel etc.).

Der größte der vier Teile entfällt auf eine Beschreibung der technologischen Wirkung, des Einsatzzweckes und der Vorteile - wie auch bekannter Risiken - von Zusatzstoffen. Der letzte Teil zeigt beispielhaft an 13 Lebensmitteln, wie man ein Zutatenverzeichnis sowie andere Angaben liest, was man schon vor dem Kauf für Informationen aus diesem ableiten kann, die einem helfen, Fehlkäufe zu vermeiden und welche Tricks Hersteller einsetzen, um Zusatzstoffe zu verschleiern oder ein Produkt besser aussehen zu lassen, als es ist. 2012 erschien eine Neuauflage, erweitert um 40 Seiten. Sie trägt zum einen den geänderten Gesetzen Rechnung (neue Zusatzstoffe wurden aufgenommen, Regelungen über Lightprodukte beschrieben) und zum anderen ein Stichwortregister enthält, das sich viele Leser zum schnelleren Nachschlagen gewünscht haben.

Wie sich zeigte, haben die meisten Leser das Buch wegen des zentralen Teils, der die Zusatzstoffe beinhaltet, gekauft. Ich bekam auch die Rückmeldung, dass hier eine Referenztabelle sehr nützlich wäre. Ich habe daher 2012 diesen Teil und den Bereich über Lebensmittelrecht nochmals durchgesehen, um die neu zugelassenen Zusatzstoffe ergänzt und auch um neue Regelungen, wie bei der Werbung mit nährwertbezogenen Angaben. Ergänzt um eine Referenztabelle gibt es nun die zwei mittleren Teile als eigenes Buch unter dem Titel "Zusatzstoffe und E-Nummern" zu kaufen.

Nachdem ich selbst über 30 kg abgenommen habe, aber auch feststellen musste wie wenig viele Leute von Ernährung oder der Nahrung wissen, habe ich mich daran gemacht einen Diätratgeber "der anderen Art" zu schreiben. Er enthält nicht ein Patentrezept (wenn auch viele nützliche Tipps), sondern verfolgt den Ansatz, dass jemand mit einer Diät erfolgreicher ist, der genauer über die Grundlagen der Ernährung, was beim Abnehmen passiert und wo Gefahren lauern, Bescheid weiß. Daher habe ich auch das Buch bewusst "Das ist kein Diätratgeber: ... aber eine Hilfe fürs Abnehmen" genannt. Es ist mehr ein Buch über die Grundlagen der Ernährung, wie eine gesunde Ernährung aussieht und wie man dieses Wissen konkret bei einer Diät umsetzt. Es ist daher auch Personen interessant die sich nur über gesunde Ernährung informieren wollen und nach Tipps suchen ihr Gewicht zu halten.

Das Buch "Was Sie schon immer über Lebensmittel und Ernährung wissen wollten" wendet sich an alle, die zum einen die eine oder andere Frage zu Lebensmitteln und Ernährung haben, wie auch die sich für die Thematik interessieren und auf der Suche nach weitergehenden Informationen sind. Während andere Autoren zwar auch populäre Fragen aufgreifen und diese oft in einigen Sätzen beantworten und zur nächsten Frage wechseln, habe ich mich auf 220 Fragen beschränkt, die ich mehr als Aufhänger für ein Thema sehe, so hat das Buch auch 392 Seiten Umfang. Jede Frage nimmt also 1-2 Seiten ein. Sie sind nach ähnlichen Fragestellungen/Lebensmitteln gruppiert und diese wieder in vier Sektionen: zwei Großen über Lebensmittel und Ernährung und zwei kleinen für Zusatzstoffe und Lebensmittelrecht/Werbung. Man kann das buch daher von vorne bis hinten durchlesen und so seinen Horizont erweitern, aber auch schnell mal nach einer Antwort suchen.

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© des Textes: Bernd Leitenberger. Jede Veröffentlichung dieses Textes im Ganzen oder in Auszügen darf nur mit Zustimmung des Urhebers erfolgen.