Bernd Leitenbergers Blog

Die Schlechtwettersteuer

„Wie wäre es denn mal mit einer Schlechtwettersteuer – Das gäb satt Schotter“. Was 2002 noch als Satire im Steuersong begann ist nun Wirklichkeit. Vor einer Woche flatterte mir ein Schrieb von der Stadt ein, der mir fröhlich verkündigte, dass ich nun dafür zahlen darf, dass es auf mein Grundstück regnet. Also das Regenwasser das in den Kanal abfließt, Nicht nur für direkte Einleitungen wie vom Dach über die Regenrinne, sondern auch für alle „versiegelten“ Flächen.

Auf gut Deutsch – das ist eine Schlechtwettersteuer. Dafür hat die Stadt sogar extra Luftbildaufnahmen anfertigen und nach Flächennutzung klassifizieren lassen. Ich habe mir mal die Steuern aus dem Song vorgenommen und ich befürchte schlimmes:

Es gibt sicher noch weitere mögliche Steuern. Hier ein paar Ideen für unsere Kommunen, Länder und die Bundesrepublik.

Im ernst: Die Leistungen werden immer mieser. Seit Jahren räumt unsere Stadt nur die Hauptstraßen, der Bürger soll aber mehrmals am Tag den Bürgersteig frei schippen und darf dafür auch kein Salz einsetzen, das die Staat in Mengen von mehreren Hundert Tonnen pro Jahr verstreut. Den kostenlosen Splitt als Ersatz hat sie auch letzten Winter gestrichen. Auf dem Friedhof darf man zwar ordentlich für das Grab blechen, aber eine Gießkanne gibt es nur gegen Pfand, wie beim Einkaufswagen.

Tja in Deutschland hat man es nur gut wenn man sich nach diesem Motto richtet! (Video abspielen) …

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