Bye Bye Briten

Gestern hatte Theresa May einen Städtetrip hinter sich. Drei Länder, drei Regierungschefs in einem Tag, eben so die Art von Reisen die Briten lieben. Grund sie wollte noch mal den Breakxit-Vertrag nachbessern. Weil der wohl nicht durchs Parlament kommt.

Ich war mit dem Vertrag nicht zufrieden, nur anders als die Briten. Der Vertrag bedeutet für England, dass sie durch ein Handelsabkommen im Prinzip Mitglied des Binnenmarktes sind, mit allen Vorteilen, aber nicht mehr in der EU. Damit müssen sie keine Beiträge mehr bezahlen die dann bei diktatorischen Staaten in Osteuropa landen, die sich weigern Flüchtlinge aufzunehmen (okay, damit können auch die Engländer nicht glänzen). Sie müssen nicht EU-Vorschriften umsetzen die über nationalem Recht stehen und haben kein Problem mehr mit Feinstaub und NOx. Sie können wieder ihre eigene Regeln für Produkte, Deklarationen und Sicherheit verabschieden. Kurzum, sie haben wieder ihre volle nationale Souveränität gewonnen und müssen auch kein Verfahren der EU befürchten, wenn sie mal gegen Vorschriften verstoßen, wie z.B. Italien, das sich derzeit mehr verschuldet als erlaubt. Continue reading „Bye Bye Briten“

Eine Mini-Raumsonde zu Jupiter und Uranus

Das Konzept:

Mich hat das Thema Miniraumsonden weiter beschäftigt, so habe ich mir zuerst mal Gedanken um eine meiner Lieblingsprojekte in diesem Bereich gemacht: die Idee einer Tochtersonde, die bei einem Vorbeiflug abgeworfen wird.
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Einsatzmöglichkeiten für Miniraumsonden

Mit den beiden Marcos, die die Daten von Insight bei der Landung übertrugen, hat nun auch der Kleinbau die NASA erreicht. Bei normalen Satelliten, welche die Erde umrunden, gibt es ja schon seit Jahren eine Explosion der Startzahlen: in einer Woche hob eine PSLV 31 Satelliten in den Orbit und eine Falcon 9 weitere 64. Letztes Jahr wurden insgesamt 467 Satelliten gestartet, das ist das 1,5-fache des bisherigen Rekordjahrs 1983 (damals dank zahlreicher GAS-Kanister an Bord der Space Shuttles, die aber nicht im Orbit blieben) und dieses Jahr sind es bis zum 3.11, also ohne diese beiden Starts, auch schon 306 Nutzlasten. Continue reading „Einsatzmöglichkeiten für Miniraumsonden“

Wie gesund ist Popcorn?

Seit letztem Jahr esse ich gerne mal abends Popcorn, weil ich faul bin, bevorzugt als Mikrowellenpopcorn. Nun bin ich ja auch Lebensmittelchemiker und da fängt man sich Gedanken zu machen, wie gesund das ist. Mein Ansatz ist es nur den Popcornmais zu betrachten und dann die gesamte Mischung. Dafür gibt es gute Gründe. Zum einen gibt es auch andere Herstellungsmethoden wie Heißluft bei der Popcornmaschine (ich habe über die Anschaffung angedacht, aber bei mindestens 35 Euro pro Maschine lohnt sich das nur bei wirklich viel Popcorn). Zum anderen gibt es dafür konkrete Angaben auch für Minorbestandteile, bei der Gesamtmischung, die noch Öl und eventuell Zucker oder Salz enthält, nur eine Summenangabe. Continue reading „Wie gesund ist Popcorn?“

Warum IBM nicht langfristig erfolgreich mit dem (IBM-)PC war

Ich habe ja schon Artikel über den IBM PC im Blog geschrieben, über die Technik, zum 30-jährigen und 35-jährigen Jubiläum. Dann gibt es noch die legendäre Geschichte von PC-DOS. Doch darum geht es nicht in diesem Artikel. Die Schöpfungsgeschichte des IBM PC habe ich schon ausführlich beackert. Ebenso seine Macken und die Unkenntnis der Manager vom Markt und nur mal den Firmen, die dort tätig sind.

Nicht immer ist es das beste Produkt, das marktbeherrschend wird. Das kennt man nicht nur vom Computer. Das meistverkaufteste Auto war der Käfer – sicher nicht das beste Auto. Ebenso verkaufte sich die „Ente“ recht gut, obwohl manche sie nicht mal als Auto bezeichnen würden. Ich denke die Entwicklung, die auf den IBM PC folgte, war vorhersehbar, auch wenn sie IBM selbst erstaunte. Continue reading „Warum IBM nicht langfristig erfolgreich mit dem (IBM-)PC war“