Wie klein kann der Schub für eine Oberstufe sein?

Schaut man sich neue Oberstufen an, so fällt auf, dass das Schub/Gewichtsverhältnis seit Jahrzehnten absinkt. Das bedeutet bei einem gegeben Gewicht hat die Stufe immer weniger Schub. Man kann dies auch in der Startbeschleunigung ausdrücken, oft angegeben in Bruchteilen von G. Die Ersten, speziell für Trägerraketen konstruierte Oberstufen, kamen wenige Jahre nach Beginn der Raumfahrt auf. Vorher verwandte man einfach das, was es schon gab.

In den USA waren die ersten beiden Oberstufen die Transtage und die Centaur. Die Transtage sollte Satelliten in den GEO bringen und hatte einen Schub von 72 kN bei einer Startmasse (mit Nutzlast) von 14 t, entsprechend einer Beschleunigung mit 5,1 m/s. Die Centaur wog mit maximaler Nutzlast 20 t bei einem Startschub von 134 kN spricht einer Beschleunigung von 6,7 m/s. In dieser Region von 0,5 bis 0,7 g lagen die meisten Stufen damals. So auch Block E auf der Sojus. (6,1 ms), Block L (8,1 m/s), Block D (Proton) war schon eine Ausnahme mit einer Startbeschleunigung von 3,7 m/s. more

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post Drei Monate ohne SpaceX …

Enden heute. Ich habe am 25.4. verkündet einige Zeit nichts mehr über die Firma zu schreiben, und ich denke 3 Monate später ist eine gute Zeit, mal wieder das Thema aufzugreifen. Ich fands toll. Wenn ich alleine sehe, was in den drei Monaten wieder an widersprüchlichen Meldungen auftauchte und wie alte Ankündigungen zusammenfallen. Ich werde das Konzept beibehalten, weil es extrem viel Zeit spart, schlussendlich hat sich an der grundlegenden Situation, nämlich dem, dass sich andauernd was ändert und es nicht wirkliche harte Fakten gibt, nichts geändert. Ich bin für das folgende SpaceNews und Spaceflight now als Portale durchgegangen nach den News über die Firma. Allerdings mit Suchfunktion, sodass mir vielleicht ein paar Dinge entgangen sind. Ich will den Artikel in zwei Teile aufteilen. Das Erste sind die Fakten, das Zweite ist meine persönliche Interpretation. more


post Noten, italienisches Essen und schlechte Werbung

Nachdem ich euch in den letzten Blogs mit speziellen Themen gefordert habe, nun drei allgemeine Themen, zu denen jeder etwas zu sagen hat. Fangen wir an mit den Noten. Letzte Woche kam in Quarks & Co eine Sendung über Schulnoten. Ich muss sagen die hat mich zum Nachdenken gebracht. Ich war eigentlich immer stolz auf meine Noten. Zumindest die Guten. Wenn man mal von dem Grundstudium an der Uni absieht, hatte ich seit dem Ende der Hauptschule immer nur gute Noten, sowohl in drei Schulsystemen, wie auch zwei Hochschulen und sonstigen Kursen. Aber der Beitrag über eine Schule ohne Noten, zumindest bis in die letzten Klassen hat mich doch zum Umdenken gebracht. Anstatt Noten gab es eine Einstufung – im Prinzip auch eine Note, aber mit Hinweisen und einer Beurteilung und as nicht auf ein Fach bezogen, sondern wirklich einzelne Inhalte. Ich habe mich zuerst gefragt wie die Lehrer dafür Zeit haben so detaillierte Beurteilungen zu schreiben, aber wenn man es genauer betrachtet, müssen sei, dafür keine Klassenarbeiten stellen und korrigieren. Trotzdem setzt dies eine intensive Beschäftigung mit dem Schüler voraus, um überhaupt so viel über ihn zu wissen, um die Beurteilung zu schreiben. Etwas was wohl bei 25 Schülern in einer Klasse kaum möglich ist. Wenn man so detaillierte Beurteilungen bekommt, hilft das Einem Defizite zu erkennen. Zumindest wenn man wirklich den Stoff lernen will, ist das hilfreich. more


post Der Minisatellit als Raumsonde

Der Boom der Kleinsatelliten inspiriert mich zu meinem heutigen Blog. Er hat eine einzige Fragestellung: Gibt es einen sinnvollen Einsatz für solche Kleinsatelliten?

Was spricht für die Kleinsatelliten als Raumsonde?

  • Sie sind preiswert. Der DLR Satellit BIROS, der nach Waldbränden Ausschau hält und derzeit wohl weltweit gute Dienste tut, kostet 15 Millionen Euro, das ist ein Zehntel der Kosten eines großen Satelliten. Davon entfallen 4,2 Millionen Euro für den Start.
  • Sie tragen eine hohe Nutzlast. Biros 60 kg bei 140 kg Startmasse
  • Sie sind groß genug um genügend Strom und auch Platz für zumindest eine kleine Antenne zu haben

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Eine neue Industrie trotz hoher Startkosten

Der hyperbolischer Exzess, Teil 2: praktische Berechnungen

Die druckgeförderte Wasserstoff-Oberstufe

Zum Kuiper Belt und in die Heliopause

Noch eine Berechnung: Sonnensegel vs. Ionenantrieb ins äußere Sonnensystem

Buchkritik: Wernher von Braun: Bemannte Raumfahrt