Home Site Map Lebensmittelchemie + Ernährung Zusatzstoffe counter

E-Nummernliste

Die E-Nummern kann sich keiner merken, daher hier eine Liste mit ein paar Erklärungen. Was die Zusatzstoffe technologisch leisten findet sich unter der Zusatzstoffseite. Wie und warum sie die Zusatzstoffe in verschiedenen Lebensmitteln finden, erfahren Sie in der Reihe "Was ist drin in...?". Viele Stoffe bestehen aus mehreren chemisch ähnlichen Stoffen oder Salzen, diese werden immer zusammen mit dem ersten Stoff behandelt. z.B.: E210 ist Benzoesäure und E211-213 sind Salze der Benzoesäure. Die Wirkung der Salze beruht auf der Benzoesäure und daher habe ich diese zusammengefasst. Im Sinne einer Gruppierung nach Wirkungsweisen habe ich einige Stoffe umsetzten müssen, so das die Liste nicht ganz linear ist.

Wichtig: Diese kurze Liste gehört zu meinen ersten Aufsätzen vor dem Jahr 2000 und wurde seitdem nicht mehr aktualisiert. Stattdessen habe ich alle Zusatzstoffe, geordnet nach Gruppen ausführlicher in einer eigenen Rubrik besprochen.

Grundlage: Die EU Gesetzgebung

Die gesamte Zusatzstoffliste unterliegt der EU Gesetzgebung. Dies betrifft sowohl die zugelassenen Stoffe wie auch die Angaben in Zusatzstofflisten und ihre Form. Grundlage ist das Bestreben der Vereinheitlichung, d.h. ein Unternehmer soll ein Produkt in jedem EU Staat in Verkehr bringen können ohne durch unterschiedlich zugelassene Zusatzstoffe daran gehindert zu werden. Zudem soll auch die Zusatzstoffliste dadurch vereinheitlicht werden.

Leider hat man in der Form eine schlechte Lösung gewählt: Ein Stoff kann entweder durch seine E-Nummer oder seine Verkehrsbezeichnung angegeben werden. Glauben Sie nun nicht, es gäbe Menschen die die gesamte Liste im Kopf haben! Selbst Lebensmittelchemiker haben nur die häufigeren E Nummern auswendig im Kopf. Auch Ihnen bleibt das Nachschlagen nicht erspart. Allerdings bezweifele ich, das dem Verbraucher durch die chemischen Namen gedient ist, denn um die Substanzen hinter den Namen zu kennen, dazu gehört bei einigen schon ein Chemiestudium. Oder wissen Sie, das L-Ascorbinsäure Vitamin C ist und sich unter Polyphosphate Substanzen verbergen, die früher auch Waschmitteln zur Wasserenthärtung beigesetzt wurden?

1: Farbstoffe: E100-E160

E 100 Kurkumin *
E 101 Lactoflavin, Riboflavin *
E 101a Riboflavin-5-Phosphat *
E 102 Tartrazin
E 104 Chinolingelb
E 110 Gelborange 5
E 120 Echtes Karmin, Karminsäure, Cochenille *
E 122 Azorubin
E 123 Amaranth
E 124 Cochenillerot A
E 127 Erythrosin
E 131 Patentblau V
E 132 Indigotin 1, Indigokarmin
E 140 Chlorophyll *
E 141 Kupferverbindung des Chlorophylls *
E 142 Brillantsäuregrün BS, Lisamingrün
E 150 Zuckerkulör *
E 151 Brillantschwarz BN
E 153 Carbo-medicinalis vegetabilis *
E 160a Beta-Carotin *
E 160a Alpha-Carotin, Gamma-Carotin *
E 160b Bixin, Norbixin *
E 160c Capsanthin, Capsorubin *
E 160d Lycopin *
E 160c Beta-Apo-8'-carotinal *
E 160f Beta-Apo-8'-carotinsäure-ethylester *
E 161 Xanthophylle *
E 161a Flavoxanthin *
E 161b Lutein *
E 161c Kryptoxanthin *
E 161d Rubixanthin *
E 161e Violaxanthin *
E 161f Rhodoxanthin *
E 161g Canthaxanthin *
E 162 Beetenrot, Betanin *
E 163 Anthocyane *
*: Die mit dem Stern markierten sind natürliche oder abgewandelte natürliche Farbstoffe. Häufig eingesetzt: Riboflavin auch Lactoflavin genannt: gelber Farbstoff zugleich Vitamin B2. Carotinoide (E160-161, orangene Farbstoffe aus vielen Gemüsen, z.B. Karotten), Beetenrot (aus roten Beeten), Anthozyane: weit verbreitete rote Farbstoffe, meist aus Weintrauben gewonnen. E120 wird aus ausgepressten Blattläusen der Opunzie gewonnen und ist ein so teurer Farbstoff, das er lange Zeit nur in teuren Lippenstiften und anderen Kosmetika eingesetzt wird. Für Lebensmittel war er zu teuer. Bedingt durch fallende Preise und dem schlechten Ruf von Azofarbstoffen findet man ihn mehr und mehr auch in Lebensmitteln. Ersatz: Die Synthetische Variante E124. Zuckerkulör entsteht durch Erhitzen von Zucker und färbt z.B. auch Caramell. Chlorophyll ist der grüne Blattfarbstoff.

2: Pigmente E170-E180

E 170 Calciumcarbonat
E 171 Titandioxid
E 172 Eisenoxide und -Hydroxide
E 173 Aluminium
E 174 Silber
E 175 Gold
E 180 Rubinpigment BK, Lithorubin BK
Diese anorganischen Stoffe sind zwar zugelassen, aber werden fast nie verwendet, mit der Ausnahme von Calciumcarbonat, dieses jedoch zumeist nicht als Pigment sondern als Kohlendioxid freisetzende Substanz. Zum Beispiel für "zahnschonende" Kaugummis. Man findet die Farbstoffe aber z.B. in Medikamenten zur Farbgebung der Pillen.

3: Konservierungsstoffe

E 200 Sorbinsäure Sorbinsäure und die folgenden Verbindungen sind natürliche Verbindungen, die auch in der Eberesche vorkommen. Verwendet werden Sie zur Konservierung von wasserhaltigen LM Zum Beispiel für verpacktes Brot.
E 201 Natriumsorbat
E 202 Kaliumsorbat
E 203 Calciumsorbat
E 210 Benzoesäure Benzoesäure kommt natürlich in Heidelbeeren vor, hat einen unangenehmen kratzigen Geschmack, eingesetzt in fettreichen Lebensmitteln.
E 211 Natriumbenzoat
E 212 Kaliumbenzoat
E 213 Calciumbenzoat
E 214 p-Hydroxinenzoesäureethylester die pHB Ester und ihre Verbindungen schmecken auffällig phenolisch und werden häufig in Kosmetika, selten in Nahrungsmitteln eingesetzt. Sind fettlöslich und nur in fettreichen LM einsetzbar.
E 215 p-Hydroxibenzoesäureethylester, Natriumverbindung
E 216 p-Hydroxibenzoesäure-n-propylester
E 217 p-Hydroxibenzoesäure-n-propylester, Natriumverbindung
E 218 p-Hydroxibenzoesäuremethylester
E 219 p-Hydroxibenzoesäuremethylester, Natriumverbindung
E 220 Schwefeldioxid Schwefeldioxid und Sulfite konservieren und verhindern das Oxidieren. Sie werden häufig bei Trockenobst und anderen Gemüsekonserven eingesetzt die sonst durch Oxidation braun werden.
E 221 Natriumsulfit
E 222 Natriumhydrogensulfit
E 223 Natriumdisulfit
E 224 Kaliumdisulfit
E 226 Calciumsulfit
E 227 Calciumhydrogensulfit
E 228 Kaliumhydrogensulfit
E 230 Biphenyl, Diphenyl Biphenyle, Thiabendazol und Orthophenylphenol sind nur zum Schutz von Orangen und Zitronen gegen Schimmel zugelassen. Ein Warnhinweis das die Schale nicht zum Verzehr geeignet ist muss angebracht werden.
E 231 Orthophenylphenol
E 232 Natriumorthophenylphenolat
E 233 Thiabendazol
E 236 Ameisensäure Ameisensäure und ihre Salze schmecken unangenehm stechend und sauer. Sie werden daher sehr selten eingesetzt. in Fischkonserven und bei Kaviar fallen sie geschmacklich aber nicht auf.
E 237 Natriumformiat
E 238 Calciumformiat
E 239 Hexamethylentetramin HMTA ist nur im Einsatz bei Kaviar und Weichtierkonserven. Es spaltet Formaldehyd ab, welches sonst unangenehm auffällt.
E 250 Natriumnitrit Nitrit und Nitrate werden bei Fleisch- und Wursterzeugnissen zum Umröten eingesetzt, sie erhalten die Rote Farbe. Sie wirken aber auch leicht konservierend.
E 251 Natriumnitrat
E 252 Kaliumnitrat

4: Synergisten und Antioxidantien

Synergisten sind nicht richtige Konservierungsstoffe, sondern Stoffe die die Umgebung so verändern das sie Bakterien zu ungemütlich wird, wie das Ansäuern mit organischen Säuren. Sie wirken auch positiv auf die Wirkung der Antioxidationsmittel.
Antioxidationsmittel verhindern die Veränderung von Lebensmittelinhaltsstoffen durch Sauerstoff. So z.B. das Braunwerden von angeschnittenen Äpfeln und Kartoffeln.
E 260 Essigsäure Essigsäure in Form von Essig wird schon von Alters her als Konservierungsmittel benutzt. Wer es billiger haben will nimmt die reine Essigsäure anstatt Essig.
E 261 Kaliumacetat
E 262 Natriumdiacetat
E 262 Natriumacetat
E 263 Calciumacetat Die Acetate puffern Basen ab und halten so den p.H. eines Lebensmittels in einem Bereich in dem Bakterien es schwer haben sich zu vermehren oder Konservierungsstoffe am besten wirken können.
E 270 Milchsäure gleiches gilt für die Milchsäure (natürlich in Sauermilcherzeugnissen), die jedoch milder als die Essigsäure ist
E 290 Kohlendioxid CO2 ist ein Schutzgas das den Sauerstoff verdrängt und so die Oxidation verhindert.
E 296 L-Apfelsäure, DL-Apfelsäure Apfelsäure und Fumarsäure sind in Früchten natürlich vorkommende Säuren. Sie sind im Gegensatz zu der Essigsäure und Milchsäure Pulver und können dort eingesetzt werden wo flüssige Säuren nicht praktikabel sind.
E 297 Fumarsäure
E 300 L-Ascorbinsäure ... ist der chemische Namen für Vitamin C, Wie in den Nahrungsmitteln und im Körper schützt es LM vor der Oxidation. Vitamin C ist wie die beiden folgenden Salze nur in Wasser löslich.
E 301 Natrium-L-Ascorbat
E 302 Calcium-L-Ascorbat
E 304 6-Palmitoyl-L-Ascorbinsäure (L-Ascorbylpalmitat) ist im Gegensatz zum Vitamin C fettlöslich und daher für fettreiche Nahrungsmittel geeignet.
E 306 stark tocopherolhaltige Extrakte natürlichen Ursprungs Vitamin E, es gilt hier das gleiche wie beim Vitamin C, nur wirkt Vitamin E in fettreichen LM. die folgenden 3 Verbindungen sind die 3 Wirkformen des Vitamin E
E 307 synthetisches alpha-Tocopherol
E 308 synthetisches gamma-Tocopherol
E 309 synthetisches delta-Tocopherol
E 310 Propylgallat Gallate sind Salze von Gallensäuren, die auch der Körper zur Fettverdauung produziert. Sie verhindern in fettreichen LM die Oxidation.
E 311 Octylgallat
E 312 Dodecylgallat
E 320 Butylhydroxianisol (BHA) BHA und BHT sind rein synthetische Antioxidantien, die nur in Kaugummis und Kosmetika eingesetzt werden.
E 321 Butylhydroxitoluol (BHT)
E 325 Natriumlactat Salze der Milchsäure
E 326 Kaliumlactat
E 327 Calciumlactat
E 329 Magnesiumlactat
E 330 Citronensäure Hauptsäure von Zitrusfrüchten und ihre Salze. Reine Zitronensäure wird bei bestimmten Süßwaren als sauer Überzug auf Gummis eingesetzt, ansonsten zum Ansäuern von Brausen oder LM. Sehr weit verbreitet, da billig herzustellen und frischer Geschmack.
E 331 Natriumcitrate
E 332 Kaliumcitrate
E 333 Calciumcitrate
E 334 L(-)Weinsäure Analog wie die Zitronensäure, jedoch stumpfer Geschmack und schwerer wasserlöslich, daher seltener eingesetzt.
E 335 Natriumtartrate
E 336 Kaliurntartrate
E 337 Natrium-Kaliumtartrat
E 338 Orthophosphorsäure Phosphorsäure ist eine sehr starke anorganische Säure, nur für Cola Getränke zugelassen. Siehe auch meinen Aufsatz über Cola
E 339 Natriumorthophosphate Die Salze der Phosphorsäure sind wichtig bei Wurst, sie beeinflussen das Wasseraufnahme vermögen, je mehr Phosphate, je mehr Wasser kann man unter wursten ohne das es austritt....
E 340 Kaliumorthophosphate
E 341 Calciumorthophosphate
E 343 Magnesiumorthophosphat
E 450a Diphosphate, Natrium- und Kalium- Diese Phosphate spalten langsam Orthophosphat ab und wirken so noch langhaltiger. Z.B. bei reifenden Würsten.
E 450b Triphosphate, Natrium- und Kalium-
E 450c Polyphosphate, Natrium- und Kalium-
E 543 Calciumnatriumpolyphosphat
E 544 Calciumpolyphosphate
E 350 Natriummalate Die folgenden Verbindungen sind organische Säuren und ihre Salze die recht selten eingesetzt werden
E 351 Kaliummalate
E 352 Calciummalat
E 353 Metaweinsäure
E 354 Calciumtartrat
E 355 Adipinsäure
E 363 Bemsteinsäure
E 375 Nicotinsäure fragen Sie mich nicht was die hier soll. Nicotinsäure ist sowohl ein Abbauproduktes des Vitamins Niacins wie auch des Nikotins.

5: Verdickungsmittel uns Stabilisatoren

Diese Verbindungen dicken LM ein oder stabilisieren zwei Phasen in Lösung z.B. Kakao in Milchgetränken.
E 400 Alginsäure aus Rotalgen gewonnenes weit verbreitetes Verdickungsmittel.
E 401 Natriumalginat
E 402 Kaliumalginat
E 403 Ammoniumalginat
E 404 Calciumalginat
E 405 Propylenglykolalginat
E 406 Agar-Agar aus Braunalgen gewonnen, eingesetzt wie Alginate.
E 407 Carrageen teures und seltenes Verdickungsmittel, oft als Stabilisator eingesetzt z.B. in Kondensmilch und Kakaogetränken.
E 410 Johannisbrotkernmehl und Guarkernmehl sind ähnliche und weiterverbreite Dickungsmittel z.B. in Eis.
E 412 Guarkernmehl
E 413 Tragant die beiden folgenden Dickungsmittel sind relativ teuer und werden sehr selten eingesetzt. Sie haben keine Eigenschaften die man nicht auch mit den oben aufgeführten einfachen erreichen könnte.
E 414 Gummi arabicum
E 415 Xanthan
E 440 Pektin, Amidiertes Pektin wird fast ausschließlich für Marmeladen verwendet. Es geliert nur im stark sauren pH oder bei Anwesenheit von Calcium, was die Anwendung einschränkt.
E 460 Mikrokristalline Cellulose, Cellulosepulver Cellulose selbst nimmt nur Wasser auf und quillt, die folgenden Stoffe sind jedoch modifizierte Cellulose die stärker quillt wie Pektin und vor allem in Kosmetika (Cremes) eingesetzt werden.
E 461 Methylcellulose
E 463 Hydroxypropylcellulose
E 464 Hydroxypropylmethylcellulose
E 466 Carboximethylcellulose

6: Zuckeraustauschstoffe

die folgenden Stoffe werden anstatt Zucker eingesetzt um einen Süßgeschmack ohne kariogenen Zucker zu erreichen oder für Diabetiker. Anders als bei Süsstoffen benötigt man mindestens die gleiche Menge wie bei Zucker und auch der Energiegehalt liegt in der gleichen Größenordnung. Siehe Aufsatz über zahnschonende Kaugummis.
E 420 Sorbit
E 421 Mannit
E 422 Glycerin

7: Emulgatoren

Emulgatoren sind Lösungsvermittler zwischen zwei Phasen: Fett/Wasser Fett/Luft Wasser/Luft etc. Sie werden daher oft eingesetzt um solche Phasen zu stabilisieren.
E 322 Lecithine ist ein Emulgator (Lösungsvermittler) der natürlich in Eigelb und Soja vorkommt.
E 442 Ammoniumsalze von Phosphatidsäuren Phosphatidsäuren sind ähnliche natürliche Emulgatoren wie Lecithin.
E 470 Natrium-, Kalium- oder Calciumsalze der Speisefettsäuren Fettsäuren (Bestandteil von Fett),
E 471 Mono- und Diglyceride von Speisefettsäuren Säuren die natürlich in Früchten vorkommen oder Abbauprodukte von Fett
E 472 Mono- und Diglyceride von Speisefettsäuren, verestert mit ergeben vorzügliche Emulgatoren, die der Körper wie Fett verdaut.
E 472 a - Essigsäure
E 472b - Milchsäure
E 472 c - Citronensäure
E 472 d - Weinsäure
E 472 e - Monoacetyl- und Diacetyl-Weinsäure
E 472 f - Essigsäure und Weinsäure
E 474 Zuckerglyceride
E 475 Polyglycerinester von Speisefettsäuren

8: anorganische Säuren und Salze

Verschiedene Salze und anorganische Säuren die bei der LM Herstellung benötigt werden z.B. Natronlauge für Brezeln. In fertigen LM selten vorkommend. Oftmals in der Herstellung benötigt, aber nicht mehr im Lebensmittel vorkommend. z.B.: Für die Herstellung von Suppenwürze werden pflanzliche Proteine in Salzsäure (E 507) gekocht, dann mit Natronlauge (E524) neutralisiert. Die Würze enthält schließlich weder das eine noch das andere sondern Kochsalz, was den Salzgeschmack der Würze ausmacht.
E 500 Natriumcarbonate
E 501 Kaliumcarbonate
E 503 Ammoniumcarbonate
E 504 Magnesiumcarbonat
E 507 Salzsäure
E 508 Kaliumchlorid
E 509 Calciumchlorid
E 510 Ammoniumchlorid: Gibt das besondere Aroma von Lakritze
E 511 Magnesiumchlorid
E 513 Schwefelsäure
E 514 Natriumsulfat, Natriumhydrogensulfat
E 515 Kaliumsulfat, Kaliumhydrogensulfat
E 516 Calciumsulfat
E 517 Ammoniumsulfate
E 520 Aluminiumsulfat
E 523 Aluminiumammoniumsulfat
E 524 Natriumhydroxid die Lauge in die Brezeln getaucht werden
E 525 Kaliumhydroxid
E 526 Calciumhydroxid
E 527 Ammoniumhydroxid
E 528 Magnesiumhydroxid
E 540 Dicalciumdiphosphat

9: Füllmittel und Trennmittel

Stoffe die chemisch indifferent sind (Gesteinsmehl) und zum Trennen oder Auffüllen von Masse dienen.

E 529 Calciumoxid
E 530 Magnesiumoxid
E 535 Natriumhexacyanoferrat (II)
E 536 Kaliumhexacyanoferrat (II)
E 550 Natriumsilicate und das folgende: Gut gemahlener Sand.
E 551 Kieselsäure, Siliciumdioxid
E 552 Calciumsilicate
E 553a Magnesiumsilicate
E 553b Talkum
E 554 Aluminiumsilicate
E 558 Bentonit
E 570 Stearinsäure einfache Fettsäure als Trennmittel
E 572 Magnesiumstearat

10: Geschmacksverstärker

Die folgenden Stoffe verstärken Aromen.
E 620 Glutaminsäure und -Glutamate verstärken Fleischaromen. Häufig in Wurst und Suppen/Soßen eingesetzt. Der typische Geschmack von Fleischwurst kommt von Glutamat. Es ist eine natürlich vorkommende Aminosäure.
E 621 Natriumglutamat
E 622 Kaliumglutamat
E 623 Calciumglutamat
E 625 Magnesiumglutamat
E 627 Natriumguanylat breiteres Spektrum haben Guanylate und Inositate die aus Hefezellen aus der DNA gewonnen werden. Die Mengen sind geringer als bei Glutamaten und die Wirkung auch bei Fisch und Tomatenprodukten vorhanden.
E 628 Kaliumguanylat
E 631 Natriuminosinat
E 632 Kaliuminosinat
E 636 Maltol Maltol und das synthetische Ethylmaltol haben rein einen Malzgeschmack, in kleiner Menge verstärken Sie aber den Süßgeschmack und ergeben eine rundere Süße. Eingesetzt in Süßspeisen.

11: Überzugsmittel

Die folgende Gruppe enthält natürliche Wachse, um die Oberfläche vor Beschädigungen oder Austrocknen zu schützen z.B. bei Äpfeln oder Käse. Alle Wachse kommen mit Ausnahme von Paraffin in der Natur vor und werden selten eingesetzt.
E 637 Ethylmaltol
E 901 Bienenwachs
E 902 Candelillawachs
E 903 Carnaubawachs
E 904 Schellack
E 905 Paraffinöl, Hartparaffine
E 906 Benzoe-Harz
E 907 Mikrokristalline Wachse
E 913 Wollwachs
E 915 Kolophonester

12: Sonstiges

E 574 Gluconsäure Gluconate liefern langsam Glucose als Nahrung für Bakterien, die die Fleischreifung in Dauerwurst (z.B. Salami) durchführen.
E 575 Glucono-delta Lacton: Analog E 574
E 576 Natriumgluconat
E 577 Kaliumgluconat
E 578 Calciumgluconat
E 579 Eisengluconat
E 580 Magnesiumgluconat
E 920 L-Cystein, L-Cysteinhydrochlorid : Aminosäure aus Haaren gewonnen, stabilisiert die kleinen Luftblasen im Teig und sorgt für eine knusprige Kruste.
E 921 L-Cystin
E 925 Chlor und Chlordioxid: Zum Bleichen von LM
E 926 Chlordioxid

Bücher vom Autor

Zum Thema Ernährung, Lebensmittel und Lebensmittelchemie/recht sind bisher vier Bücher von mir erschienen:

Das Buch Was ist drin?: Die Tricks der Industrie bei der Lebensmittelkennzeichnung verstehen und durchschauen wendet sich an diejenigen, die unabhängige Informationen über Zusatzstoffe und Lebensmittelkennzeichnung suchen. Das Buch zerfällt in vier Teilen. Es beginnt mit einer kompakten Einführung in die Grundlagen der Ernährung. Der zweite Teil hat zum Inhalt eine kurze Einführung in die Lebensmittelkennzeichnung - wie liest man ein Zutatenverzeichnis. Welche Informationen enthält es? Ergänzt wird dies durch einige weitere Regelungen für weitergehende Angaben (EU Auslobung von geographischen Angaben, Bio/Ökosiegel etc.).

Der größte der vier Teile entfällt auf eine Beschreibung der technologischen Wirkung, des Einsatzzweckes und der Vorteile - wie auch bekannter Risiken - von Zusatzstoffen.  Der letzte Teil zeigt beispielhaft an 13 Lebensmitteln, wie man ein Zutatenverzeichnis sowie andere Angaben liest, was man schon vor dem Kauf für Informationen aus diesem ableiten kann, die einem helfen, Fehlkäufe zu vermeiden und welche Tricks Hersteller einsetzen, um Zusatzstoffe zu verschleiern oder ein Produkt besser aussehen zu lassen, als es ist. 2012 erschien eine Neuauflage, erweitert um 40 Seiten. die zum einen den geänderten Gesetzen Rechnung trägt (neue Zusatzstoffe wurden aufgenommen, Regelungen über Lightprodukte beschrieben) und zum anderen ein Stichwortregister enthält, das sich viele Leser zum schnelleren naschschlagen gewünscht haben.

Wie sich zeigte haben die meisten Leser das Buch wegen des zentralen Teils, der die Zusatzstoffe beinhaltet, gekauft. Ich bekam auch die Rückmeldung, dass hier eine Referenztabelle sehr nützlich wäre. Ich habe daher 2012 diesen Teil und den Bereich über Lebensmittelrecht nochmals durchgesehen, um die neu zugelassenen Zusatzstoffe ergänzt und auch um neue Regelungen wie bei der Werbung mit nährwertbezogenen Angaben. Ergänzt um eine Referenztabelle gibt es nun die zwei mittleren Teile unter dem Titel "Zusatzstoffe und E-Nummern" zu kaufen.

Nachdem ich selbst über 30 kg abgenommen habe, aber auch feststellen musste wie wenig viele Leute von Ernährung oder der Nahrung wissen, habe ich mich daran gemacht einen Diätratgeber "der anderen Art" zu schreiben. Er enthält nicht ein Patentrezept (wenn auch viele nützliche Tipps), sondern verfolgt den Ansatz, dass jemand mit einer Diät erfolgreicher ist, der genauer über die Grundlagen der Ernährung, was beim Abnehmen passiert und wo Gefahren lauern, Bescheid weiß. Daher habe ich auch das Buch bewusst "Das ist kein Diätratgeber: ... aber eine Hilfe fürs Abnehmen" genannt. Es ist mehr ein Buch über die Grundlagen der Ernährung, wie eine gesunde Ernährung aussieht und wie man dieses Wissen konkret bei einer Diät umsetzt. Es ist daher auch Personen interessant die sich nur über gesunde Ernährung informieren wollen und nach Tipps suchen ihr Gewicht zu halten.

Das Buch "Was Sie schon immer über Lebensmittel und Ernährung wissen wollten" wendet sich an alle die zum einen die eine oder andere Frage zu Lebensmitteln und Ernährung haben, wie auch die sich für die Thematik interessieren und auf der Suche nach weitergehenden Informationen sind. Während andere Autoren zwar auch populäre Fragen aufgreifen und diese oft in einigen Sätzen beantworten und zur nächsten frage wechseln habe ich mich auf 187 Fragen beschränkt, die ich mehr als Aufhänger für ein Thema sehe, so hat das Buch auch 332 Seiten Umfang. Jede Frage nimmt also 1-2 Seiten ein. Sie sind nach ähnlichen Fragestellungen/Lebensmitteln gruppiert und diese wieder in vier Sektionen: zwei großen über Lebensmittel und Ernährung und zwei kleinen für Zusatzstoffe und Lebensmittelrecht/Werbung. Man kann das buch daher von vorne bis hinten durchlesen und so seinen Horizont erweitern, aber auch schnell mal nach einer Antwort suchen. 2015 erschien eine Neuauflage mit 60 Seiten und 33 Fragen mehr.


© des Textes: Bernd Leitenberger. Jede Veröffentlichung dieses Textes im Ganzen oder in Auszügen darf nur mit Zustimmung des Urhebers erfolgen.
Sitemap Kontakt Neues Das Buch zu Lebensmittelkennzeichnung Buchempfehlungen Top 99