Bernd Leitenbergers Blog

Katzen auf Rezept?

MiezenPassend zum gestrigen Eintrag mal ein Tipp zur Entschleunigung: Katzen. Ich meine, jeder der die Möglichkeit hat und gestresst ist, sollte sich eine Katze halten. Also zur Möglichkeit: es klappt nicht, Katzen nur in einer Wohnung zu halten, auch wenn das viele tun. Ich kenne keine Katze, die nicht raus will, auch wenn ihr Revier nicht viel größer als ein Einfamiliengrundstück ist.

Katzen haben eine sehr beruhigende Wirkung. Kein anderes Tier kann sich so in die Arme oder den Schoss anschmiegen, sich so behaglich räkeln und hat so ein weiches Fell. Dazu schnurrt sie und hat dadurch eine sehr beruhigende Wirkung auf das vegetative Nervensystem. Nicht umsonst haben die Tribbles aus Star Trek diese Eigenschaften einer Katze geerbt.

Weiterhin ist die Katze das ideale Tier für den berufstätigen Menschen. Zum einen ist der Aktivitätszyklus der Katze so, dass sie tagsüber meistens schläft oder wenig tut und zur Dämmerung und in der frühen Nacht wird sie dann aktiv – also gerade dann wenn man als Berufstätiger zur Hause ist. Sie kann anders als Hunde dazu erzogen werden in ein Katzenklo zu schissen, bzw. alle Katzen die ich hatte haben dass auch ohne Erziehung schon gekonnt. Noch besser für Gartenbesitzer: Katzen scheissen nie in den eigenen Garten, dafür ist der Nachbarsgarten sehr beliebt.

Für cholerische und laute Menschen, wie auch für Kinder haben Katzen eine sehr lehrreiche Eigenschaften. Anders als Hunde sehen Katzen in einem keinen Rudelführer, sondern (zumindest nach einer Theorie) als die Mutter, welche sie füttert. Darauf deuten einige Verhaltensweisen, wie das Treten in den Bauch (um den Milchfluss zu fördern) hin. Eine Katze wird zutraulich und freundlich sein, wenn man sie gut behandelt und wenn man dies nicht tut wird sie ängstlich sein oder Reißaus nehmen. Laute Töne mögen Katzen gar nicht. Das ist auch gut für die eigenen Umgangsformen. Dabei sind sie nicht bestechlich. Mit noch so vielen Leckerli wird man kein wohlfähriges Verhalten erkaufen können. Das man bei einer Katze nicht vorhersehen kann was sie zum Essen mag ist ein Thema für sich.

Für den Urlaub benötigt man aber eine Vertretung, also jemand der zweimal pro Tag füttert und eventuell das Katzenstreu wechselt, denn Katzen sind reviertreu, man kann sie nicht einfach mal für ein paar Wochen aus dem Revier herausreißen. Doch auch das ist verglichen mit dem Hund, wo man jeden Tag Gassi gehen muss ein kleines Problem.

Kurzum: es ist kein Zufall, dass die Katze das liebste Haustier der Deutschen ist und es sollte es eigentlich als Therapie für gestresste Leute oder andere, die an Burnout leiden. Wenn erst mal eine Katze bei einem liegt, dann steht man nicht so schnell auf. Es ist Entspannung pur… Also ich frage mich warum man sie nicht auf Rezept bekommt. das würde der Krankenkasse viel Geld ersparen.

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