Katzen auf Rezept?

MiezenPassend zum gestrigen Eintrag mal ein Tipp zur Entschleunigung: Katzen. Ich meine, jeder der die Möglichkeit hat und gestresst ist, sollte sich eine Katze halten. Also zur Möglichkeit: es klappt nicht, Katzen nur in einer Wohnung zu halten, auch wenn das viele tun. Ich kenne keine Katze, die nicht raus will, auch wenn ihr Revier nicht viel größer als ein Einfamiliengrundstück ist. Continue reading „Katzen auf Rezept?“

Zum wiederholten Male: schlechtes Fernsehen

Derzeit leide ich unter der Küchenschlacht und Reich und Schön. Zur Erklärung: Die Sendungen laufen zur Mittagszeit. Wenn ich also für mich und meine mittlerweile 85 Jahre alte Mutter koche und zum Essen rufe, dann darf das nicht vor 12 Uhr fertig sein, sonst könnte man ja was verpassen. Wenn sie mal dran ist, dann ist zu hoffen, dass sie nicht den letzten Nachmittag weg war, weil sie sonst die Wiederholung der Nachmittags Telenovela ansehen muss was den Essenszeitpunkt auf 12:30 bis 13:00 verlegt.

Mal abgesehen dass in den Sendungen immer das gleiche kommt – nie würde ich mich auf eine Sendung einlassen, die ich täglich anschauen muss (ja ich schaue nicht mal die Nachrichten täglich an). Wehe ich erwähne das das alles Schrott ist und ein weiches Steak besser als eines mit einer sohlenartigen Konsistenz vom ewigen warmhalten… Aber dann diese… Vor allem diese Kochshows. Danach kommen irgendwelche Ratschläge meiner Mutter wie ich kochen soll (Das Fleisch nicht mehr in der Pfanne sondern im Backofen bei 80°…). Meine Mutter ändert nie was, wehe ich komme mal auf die Idee andere italienische Nudeln als Spagetti zu kochen – „Die kannst Du ja mal alleine essen“. Aber Kochshows gucken…. Continue reading „Zum wiederholten Male: schlechtes Fernsehen“

„Bio“ und konventionelle Landwirtschaft

Letzten Dienstag kam in der NDR Reihe „Doku 45“ ein Beitrag über konventionelle und biologische Landwirtschaft, speziell Tierzucht. besucht wurden ein Vorzeige Bio-Hühnerzüchter, ein Betrieb der konventionell Eier produziert, ein ehemaliger Bio-Schweinezüchter und ein heutiger Schweinezüchter und ein Forschungsmastbetrieb für Hähnchen. Die Frage drehte sich darum, was wohl die richtige Zuchtform ist, und wie sich jeder denken kann – es gibt keine richtige. Trotzdem war es interessant. Der konventionelle Zuchtbetrieb hält Hühner in Kleingruppen, Boden und Freilandhaltung und die Inhaberin meint Kleingruppenhaltung wäre besser für die Tiere. Und die Hühner sahen gesund haus, munter und hatten keine Ähnlichkeit mit den Bildern von Legebatterien die man so kennt. Der Biobauer vertritt natürlich die Meinung, dass seine Hühner sich frei bewegen können müssen und scharren können. Deswegen versetzt er seinen mobilen Stall alle paar Wochen, was selbst bei Biobauern ungewöhnlich sein soll. Nur so ist gewährleistet dass sich durch sie Exkremente keine Krankheiten ausbreiten. Trotzdem gibt es Probleme wenn Tausende von Hühnern zusammen sind – sie können kaum eine soziale Hierarchie ausbilden. Anders als in den Kleingruppen.

Der Forscher, der auch Masthähnchen zu Forschungszwecken züchtet, vertritt die Meinung das Leben in einer Halle mit wenig Platz nicht gegen die Natur wäre – sie wären nichts andere gewöhnt und zieht den Vergleich zwischen Stadt- und Landkindern. Der Exbiobauer hat aufgehört Schweine zu ziehen, weil ohne Zusatzfutter die Ferkel zu wenig Nahrung von den Sauen bekamen und so schwarze Ohren bekamen und er es nicht als gesund für die Tiere ansah. Er meint, auch Bio-Landwirtschaft wäre nicht so, wie es sich die Tiere wünschen, denn dann müssten die Tiere so viel Platz haben wie Wildschweine – nämlich maximal 60-80 Tiere pro km². Selbst der Biobauer sagt, er kann seinen Tiere nicht viel Auslauf bietet sondern nur einen Freilaufteil und einen Stall. Mehr sei auch bei Bio nicht möglich. Continue reading „„Bio“ und konventionelle Landwirtschaft“

Katzenfutter

Chi Chi, eine Katze die nicht alles aß, aber durchaus nicht spezialisiert war. Lieblingsspeise: roher Fisch.
Chi Chi, eine Katze die nicht alles aß, aber durchaus nicht spezialisiert war. Lieblingsspeise: roher Fisch.

Aus gegebenem Anlass, wie es so schön heißt heute mal ein gaaaaaaanz interessantes Thema (Auch um das Niveau des Blogs zu senken): Katzen, Katzenfutter und ihre Essgewohnheiten. Ich habe seit 37 Jahren Katzen und inzwischen sind es auch ein paar gewesen und kann da ein Lied singen. Katzen sind in meinen Augen bei den Essgewohnheiten oftmals unberechenbar. Es gibt natürlich Unterschiede zwischen „frisst“ alles und „schleckig“. Ich hatte beides schon. Einen Kater, der jede Sorte an Katzenfutter mochte und denn man auch Milz geben konnte (die man damals noch recht preiswert für 3 DM/kg beim Metzger bekam) und als Extrembeispiel meine beiden letzten Katzen. Die derzeitige Katze isst nur Trockenfutter, kein anderes Katzenfutter, rohe Eier und rohes Hühner/Putenfleisch (und das auch nicht immer, zumindest nie morgens), die letzte war da flexibler, überraschte aber dadurch, das ihr eine Sorte an einem Tag schmeckte und die nächste Woche sie dann strengstens gemieden wurde.

Derzeit habe ich noch einen Kater der nur Feuchtfutter ist, wie die Katze nichts gebratenes oder gekochtes und auch hier mal etwas mag und dann später nicht mehr oder noch schlimmer: Man fängt eine Dose an und den Rest mag er nicht mehr. Besonders übel ist dies natürlich beim derzeitigen Wetter weil das Futter dann ganz schnell verdirbt. Früher habe ich das Futter dann rausgestellt und so die Nachbarskatzen mit gefüttert, bzw. so bin ich auch zu einem Kater der bei uns einzog und einem Stammgast der nur zum Fressen kam gekommen. Doch seit unser Kater sein Revier heftig verteidigt und selbst Frösche abmurkst sind selbst die Igel verschwunden die im Sommer noch gefressen haben was andere Katzen nicht mochten oder durch die Hitze eingetrocknet war. Igel mögen übrigens Katzenfutter sehr gerne, viel lieber als dir Mischung die ich von der Igelauffangstation bekommen habe. Wenn man vermeiden will das andere Katzen es wegfressen: Karton nehmen, unten ein großes halbrundes Loch reinschneiden durch das der Igel durchkommt und den Karton oben beschweren, damit eine Katze ihn nicht einfach umwerfen kann.

Ein weit verbreiteter Irrtum unter angehenden Katzenfreunden ist, dass diese „Leckerlis“ oder sonstiges Knabberzeug lieber mögen. Keine meiner letzten vier Katzen konnte sich für irgend eines dieser Dinger begeistern. Auch hat der Preis absolut nichts damit zu tun ob eine Katze etwas mag oder nicht. Ich kaufe vorwiegend Wiskas, weil das am besten genommen wird, bzw. meine Katze ist nur eine Trockenfuttermischung die preislich im Mittelfeld liegt. Probiert habe ich aber schon alles: Von der Billignahrung bis zum Premium Zeug. Das einzige was ich bislang an Gemeinsamkeiten festgestellt habe ist, dass die meisten Katzen die ich kenne rohes mageres Schweinefleisch, Huhn oder Putenfleisch mögen. Dann hört es aber schon auf. Ich kannte Katzen die mochten es auch erhitzt (Bratenreste) – meine derzeitigen nicht. Manche mögen Fisch (wie der Kater, die Katze lässt es kalt. Manche mögen Milch (der Kater) manche Eier (die Katze). Beide Katzen die ich nun habe mögen kein Rindfleisch und keine Wurst – meine letzte Katze war ganz wild auf Kalbsleberwurst.

Micky-III
Micki III, aß jede Sorte an Katzenfutter und war auch sonst nicht wählerisch, hat einmal den Käsekuchen vom Käseguss befreit …

Kurzum – das gleiche wie bei Fertigfutterdosen – man kann es nicht vorhersagen. Ich bin relativ schlecht dran, weil meine beiden Geschwister so unterschiedlich sind – bis auf die Vorliebe für rohes Fleisch gibt es nichts was beide mögen. Früher war dies einfacher. Fraß eine nichts, so konnte ich es der anderen Katze geben. Oftmals reichte schon der Hinweis „Ach dann bekommt das der Eugen“ um meine letzte Katze dazu zu bringen ihre Portion aufzuessen.

Eines aber haben Katzen (hier nur die weiblichen Exemplare) mit Frauen gemeinsam: Sie sind immer unentschlossen und wählerischer. Bislang habe ich immer weniger Probleme mit den Katern gehabt wenn es um das Essen ging. Dabei haben die auch meist zurückhaltend gebettelt und geschmust, während alle Katzen die ich hatte viel mehr ablehnten und meist mit lauter Stimme an die Fütterungszeit erinnerten – Meist nur solange bis sie etwas vorgesetzt bekamen um daran zu reichen und wieder von dannen zu ziehen.

Einen Rat kann ich daher an keinen Katzenfreund geben. Es hilft eigentlich nur Ausprobieren und das wieder kaufen was immer wieder gerne gegessen wird.

Nachtrag 2017: Zehn Jahre ist der Blog alt, doch inzwischen hat sich einiges getan. Der Kater, der damals nur Feuchtfutter mochte, ist auf Trockenfutter umgeschwenkt, als bei einer Routinekontrolle festgestellt wurde, dass zwei Zähne raus müssen. Ohne die, die wohl schon früher Schmerzen bereitet haben, fand er das Trockenfutter nun viel appetitlicher, da es wohl beim Kauen keine Schmerzen mehr verursachte. Leider ist er inzwischen von uns gegangen. Bei seinem Nachfolger konnte ich die Evolution der Geschmacksnerven hautnahe mitbekommen. Ich habe ihn wie die beiden vorherigen aus dem Tierheim aufgenommen. Dort war er völlig abgemagert aufgegriffen worden. Anfangs hat er wirklich alles gegessen. Nicht nur typisches Katzenfutter, sondern auch Lebensmittel ohne Fleisch, wie Hefezopf, Spätzle, Brownies. Hauptsache er hatte was zu essen und das konnte er auch mehrmals am Tag. Je mehr er an Gewicht zulegte, um so wählerischer wurde er. Inzwischen ist er gut genährt und frisst fast nur noch Trockenfutter. Wenn ich mal Feuchtfutter gebe, dann wird meistens die Soße abgeschleckt und der Rest liegen gelassen. Selbst Hühnerfleisch lässt er manchmal liegen. Die Katze habe ich immer noch, sie ist inzwischen 13. Bei ihr hat sich nicht viel geändert, außer das Sie noch spezieller geworden ist. Sie isst genau zwei Sorten von Trockenfutter und frisches Hühnerfleisch, ab und zu auch ein Ei oder Eigelb. Die beiden Sorten sind hochpreisig (3,45 €/750 g) und nur diese beiden Sorten, andere Sorten desselben Herstellers werden nicht angerührt. Immerhin eine Gemeinsamkeit mit dem Kater, der komischerweise, wenn ich mal versuche zu wechseln (man geht ja von sich als Menschen aus und meint Katzen wollen auch Abwechslung haben) dann dieselben Sorten nicht mag. Immerhin haben wir inzwischen wieder Igel im Garten, nachdem ich letzten Winter einen an meinem Geburtstag, also Anfang Februar gefunden und zu einer Auffangstation brachte füttere ich diese. Allerdings werden die auch immer wählerischer je dicker sie sind.

Immerhin: Der neue Kater steht auf Leckleris. Er ist als erste Katze die ich habe völlig versehen auf die Dinger und damit kann man ihm jedes gewünschte Verhalten beibringen. Nicht nur über den Arm springen, sondern auch auf Kommando auf den Schoss springen. Die Katze riecht zwar dran (muss wohl interessant sein, wenn der Kater so drauf abfährt) aber sonst ignoriert sie es. Dafür berüscht sie es in Vollendung einem das Gefühl zu geben man würde sie vergiften, wenn es nicht ihr Lieblingsfutter gibt.

Max, mauserrte sich vom Allesfresser zum Katzenfutter-Spezisten
Max, mauserrte sich vom Allesfresser zum Katzenfutter-Spezisten

Nur eines kann ich nicht teilen: Den Spruch „Katzen würden Mäuse kaufen“. Damit soll Katzenfutter schlecht gemacht werden. Meine Katze hat früher Mäuse und auch Vögel lebendig ins Haus gebracht. Wenn nicht, dann tot. Die wurden aber nur getötet und das wars dann Keine wurde aufgefressen. Ganz schlimm war es, wenn die sich vorher in ein Versteck wie unter den Treppenabsatz verzogen haben und dort dann starben. Da bekam man von der toten Maus erst durch den Verwesungsgeruch was mit. Mit einem Alter von 13 Jahren hat das Gottseidank bei der Katze nun aufgehört. Katzen jagen gerne und sie lassen die Tiere auch gerne am Leben damit sie noch etwas länger jagen oder spielen können. Aber sie fressen sie nicht. Zumindest nicht, wenn sie sonst genug zum Essen haben. Warum auch? Warum soll man das Fell, Sehnen und die Knochen mitessen, wenn es reines Fleisch fertig zubereitet gibt? Würden sie lieber einen Hasen mit Fell essen oder einen zubereiteten Hasenbraten?

Wenn ich mir Fernsehsendungen zu dem Thema ansehe, dann sehe ich viele angebliche Experten die ihre Meinung als Tatsachen verkaufen. So einmal das, das käufliche Katzenstreu (meist Bentonit, ein Mineral das sehr gut Wasser bindet) ganz unangenehm für Katzenpfoten wäre. Meine Katzen haben dauernden Freigang durch eine Katzenklappe. Können also entscheiden, ob sie raus oder rein wollen und natürlich auch wo sie ihr Geschäft machen. Meine Katze ging früher meist raus, jetzt wo sie Senior ist, lieber in die Katzentoilette und beim Kater schätze ich ist es 50:50. Wäre das so unangenehm, beide würden wohl raus gehen, sind schließlich nur einige Meter.

Eines muss man nicht haben, wenn man Katzenfutter füttert: ein schlechtes Gewissen. Es ist zum einen vollwertig, man braucht also keinen Mangel befürchten und zum anderen wird dafür kein Tier getötet, sondern Katzenfutter wird aus den Schlachtabfällen hergestellt. Die einzige Sorge, die ich habe ist, weil beide so gerne Trockenfutter mögen, dass sie zu wenig trinken. Meine Lösung, nachdem ich festgestellt habe, das sie viel lieber aus einer Gießkanne oder einem Sammelbehälter für Regenwasser tranken, war ein niedriger Putzeimer der so 3 l fasst. Diese größere Wassermenge wirkt offensichtlich anziehender, als eine kleine Schale. Ich wechsle trotzdem mindestens zweimal in der Woche das Wasser aus. Einen Katzenbrunnen, der durch das glucksende Geräusch die Katzen zum Trinken animieren sollte, hat sich dagegen als unwirksam erweisen.

Und noch ein Tipp: Katzen können wie viele andere Tiere keine Laktose verdauen und manche Katzen bekommen dadurch Durchfall. Man kann ihnen ohne Probleme Milchprodukte geben die vergoren sind wie Joghurt oder Käse. Wenn man Milch geben will, dann muss man aber nicht die sehr teure Katzenmilch kaufen (meine mögen die übrigens auch nicht), sondern, da es inzwischen laktosefreie Milch für Menschen gibt, kann man die nehmen. Wird von meinen beiden Stubentigern gerne genommen und auch vertragen.

P.S. Die beiden Sorten Trockenfutter die beide mögen sind Purina one Lachs und Purina One Huhn. Andere Sorten von Purina lassen sie links liegen, andere Marken auch. Soviel zum Thema Katzenfutter, morgen gibt es wieder ein komplett anderes Thema.

Von Tieren und Menschen

RomeoDer Autor bekennt sich dazu katzenverrückt zu sein. Ich könnte mir ein Leben ohne Katzen nicht vorstellen. Ich denke es geht sicher anderen genauso, vielleicht mit anderen Haustieren. Haustiere sind nicht einfach nur ein Gegenstand in der Wohnung, obwohl es auch Menschen gibt die ihre Haustiere so behandeln. Sie sind auch für unsere Seele wichtig. Selbst Tiere zu denen man keine sehr tiefe Beziehung aufbauen kann weil sie von ihrem Charakter her nicht auf einen zugehen, mit einem spielen kann man streicheln und mit ihnen reden. Bei Hunden und Katzen ist es anders. Sie zeigen einem Interesse an einem, wollen spielen, gestreichelt, ausgeführt werden. Man kann eine emotionale Beziehung aufbauen.

Hunde leisten schon heute viel, weil man sie im Gegensatz zu Katzen leicht dressieren kann. Es gibt Hunde in der Verhaltenstherapie die mit gestörten Kindern spielen. Es gibt Blindenhunde, es gibt Hunde die schlagen Alarm wenn ihr Besitzer nahe einem Herzinfarkt ist weil sich sein Geruch dann subtil ändert und es soll sogar Hunde geben die Krebs erreichen können. Continue reading „Von Tieren und Menschen“