Bernd Leitenbergers Blog

Die SpaceX Herbstwette 2023

Nachdem es in den letzten Tagen zwei neue Meldungen rund um SpaceX gab, will ich mal wieder mit einer SpaceX Wette nachlegen. Es gibt ja schon eine für dieses Jahr, die habe ich am 1. Mai 2023 kurz nach dem Teststart veröffentlicht als Elon Musk sagte:

Musk estimated SpaceX will attempt four to five Starship launches this year. “I would be surprised if we exit this year without getting to orbit,” he said, giving the company an “80%-plus probability” of doing so, increasing to nearly 100% within 12 months.“

Ich wettete dagegen, dass SpaceX dieses Jahr mit einem Starship den Orbit erreicht.

Nun baut SpaceX nach zwei Testzündungen der Superheavy zum einen das Vehikel für den zweiten Teststart zusammen, zum anderen hat nur einen Tag später auch die FAA ihren Abschlussbericht mit 63 Auflagen an SpaceX übergeben, aber leider nicht veröffentlicht.

SpaceX bekommt wenn es diese Auflagen erfüllt eine Lizenz für einen weiteren Teststart. Nach Musk ist das Vehikel nun startbereit. Ob und in wie weit die Klage einer Umweltschutzorganisation gegen die FAA noch was ändert kann ich nicht beurteilen. Doch ich halte es aber für unwahrscheinlich, dass SpaceX dieses Jahr noch einen Teststart durchführt und der Zusammenbau heißt da gar nichts, denn hat man auch schon vor dem letzten Teststart mal probeweise schon Monate vorher gemacht.

Daher wette ich: SpaceX wird keinen weiteren Teststart des Starships bis zum 31.12.1023 mehr durchführen.

Mit Sicherheit wird es nicht die vier bis fünf Teststartstarts bis Ende des Jahres geben, die Musk noch im April ankündigte. Das hat schon damals jeder bezweifelt, angesichts dessen was beim ersten Start alles schief ging war klar das man erst viel nachbessern muss, was Zeit kostet. Mich erstaunt immer wieder das der gute Mann nichts dazu lernt. Also das seine Ziele völlig utopisch sind, in dem Zeitrahmen den er nennt nicht zu erreichen sind, und dafür muss man nicht mal Experte sein. Also ich würde mich da nach unten korrigieren, realistisch erreichbare aber ambitionierte Ziele sind ja auch für die Belegschaftsmotivation besser als Ziele von denen jeder Arbeitnehmer weis, das er sie nie erreichen kann egal wie er sich anstrengt.

Aber da ist er ja nicht alleine, auch unsere Bundesbauministerin setzt ja das Ziel von 400.000 neu gebauten Wohnungen pro Jahr und es werden dieses Jahr 164.000 sein. Die Reporter der Heute Show haben dann ja vorgeschlagen gleich 1 Million neue Wohnungen anzuvisieren, wenn das Ziel schon unerreichbar ist kann man auch eine viel besser klingende Zahl nehmen die die Begründung. (im Video ab 6:00).

Aus Scheiße Geld machen

Ich nehme an jeder der mal auf Amazon einkaufen war, kennt die Leiste mit „persönlichen Empfehlungen“. Da sah ich so grobe aussehende Matten. Für Kokusmatten für die ich sie zuerst hielt, waren sie zu unregelmäßig, sie sahen eher aus wie die Tresterreste die wir früher bekamen, wenn wir Most aus Äpfeln pressten und die ich unter den Baumscheiben der Bäume und Sträucher als Dung verteilte.

Und siehe da es ist was ähnliches, nur vorher verdaut. Unter dem komischen Namen „Agnihotra Dhoop“ verbirgt sich getrockneter Kuhdung und das für fast 18 Euro pro Kilogramm, ich glaube wenn man ein Rind als ganzes kauft, es ist pro Kilogramm billiger (man darf sich beim Preis ja nicht an den Kosten eines Filets orientieren). Ich habe dann mal nachgeschlagen. Nach Wikipedia produzierte eine Kuh acht bis zehn Fladen pro Tag die bis zu 2 kg wiegen. Gehe ich mal von neun Fladen aus und 1,5 kg pro Stück sind das 13,5 kg Kuhdung. ich fand nun nicht den Trockenmassenanteil für Kuhdung aber beim Menschen beträgt der Wasseranteil 75 Prozent, nimmt man das auch für die Kuh an, so sind das pro Tag 3,3 kg getrockneter Kuhdung aka Agnihotra Dhoop, die einen Wert von über 60 Euro haben – ich vermute das ist mehr als der Erlös aus der Milch.

Ja bei solchen Preisen kann ein Bauer, der nur Grünfutter verfüttert (kostet weniger als Kraftfutter und erhöht die Düngemenge) überlegen, ob er die Bullen (die ja keine Milch liefern und deswegen bald geschlachtet werden) wirklich mästet oder nur ihren Dünger verkauft, dürfte langfristig lohnender sein.

Immerhin kenne ich nun ein Beispiel wie man wirklich aus Scheiße Geld machen kann. So was kannte ich bisher nur aus dem Märchen „Tischchen deck dich, Goldesel und Knüppel aus dem Sack“. Gut ist etwas umständlicher, aber wie sagte schon Vespasian als sich sein Sohn über die Toilettensteuer mukierte: Pecunia non olet. (Geld stinkt nicht).

Wer es nicht glaubt: hier ist der Link zum Amazon Angebot.

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