Anstatt Auftanken – die RBFR

Anstatt einer Oktobernachlese, die wieder mangels Neuigkeiten ausfällt beschäftige ich mich wieder mit einem „Was wäre wenn“ Artikel zu SpaceX.

Wie bekannt möchte SpaceX ja mit seinem Starship so ziemlich alles machen – von suborbitalen schnellen Transporten bis hin zu der Kolonisierung des Mars. Das energetisch anspruchsvollste dürfte der Einsatz im Mondprogramm sein, da man auf dem Mond anders als beim Mars die gesamte Geschwindigkeit chemisch vernichten muss. Continue reading „Anstatt Auftanken – die RBFR“

Ein US-Träger für alle Nutzlasten

Die USA leisten sich seit zwanzig Jahren einen Luxus, den andere Nationen nicht haben. Sie haben nämlich zwei Träger für denselben Nutzlastbereich. Das ging los mit der EELV (Evolved Expendable Launch Vehicle) Ausschreibung aus der Delta 4 und Atlas V entstanden. Inzwischen geht das in die nächste Generation und heißt folgerichtig Next Generation Vehicle Competion und das Programm wurde in NSSL (National Security Space Launch) umbenannt. Continue reading „Ein US-Träger für alle Nutzlasten“

Die Juni Nachlese von SpaceX

… fällt relativ kurz aus. Es gibt ja nichts neues. Coronabedingt bleiben bei allen Launch Serviceprovidern die Aufträge aus und die USA hat es ja besonders schwer erwischt. Arianespace wollte ja schon eine Vega starten, musste aber wegen unvorteilhafter Höhenwinde mehrmals verschieben und nun steht der erste Ariane 5 Start nach Monaten an. Bei SpaceX wo die kommerziellen Aufträge schon vorher abgenommen haben waren von den zehn Starts dieses Jahr denn auch drei für die Regierung und sieben für Starlink. Einer fand im Juli statt, ein weiterer sollte diese Tage folgen. Auch nichts Neues gab es vom geplanten Gefährt Supr Heavy / Starship – weder Positives noch negatives. Aber in zwei Monaten startet das ja zu seinem Orbitaleinsatz – hat Musk doch vor 10 Monaten gesagt … Continue reading „Die Juni Nachlese von SpaceX“

Alternative Fakten zum „Sitzplatzpreis“ bei SpaceX und Boeing

Was die wie immer gut uninformierten deutschen Medien wiedergaben war auch, das mit dem SpaceX Demo-2 Start eine Neunjahresperiode endete in der die USA von russischen Sojus Starts abhängig waren. Dabei wurde auch betont, das die Kosten für einen „Sitzplatz“ laufend ansteigen, zuletzt auf 81,6 Millionen Dollar. Das sollte nun preiswerter werden.

So viel von unseren gewohnt inkompetenten Medien. Man hat nur ein paar Details vergessen. So das die Verzögerung des Jungfernflugs um 2,5 bis 3 Jahre (die NASA plante ihn für 2017) dazu führte das die NASA weitere Sitzplätze kaufen musste und zwar nicht nur einmal. Continue reading „Alternative Fakten zum „Sitzplatzpreis“ bei SpaceX und Boeing“

Die Aprilnachlese von SpaceX

Die Nachlese zu April ist recht kurz, nicht nur wegen Corona. Fangen wir mit den Starts an. Es gab nur einen, und der für Starlink, logischerweise, denn zum einen gibt es nicht mehr viele Kunden und zum anderen sind dann nicht Dritte durch die Coronaeinschränkungen betroffen. Ausländer dürfen ja gar nicht erst einreisen.

Spektakulärer war da die Explosion eines Prototypen bei einem Test. Es ist schon die dritte innerhalb eines halben Jahres. Ich erwarte ja nicht viel von SpaceX, aber ich dachte nach fast 20 Jahren haben sie etwas Erfahrung im Bau von Raketen. Die ersten Falcon 1 Starts scheiterten daran, dass man bei SpaceX dachte, man könne auf Dinge verzichten die nicht umsonst sich in 60 Jahren Raumfahrt etabliert haben wie Prallblechen um das Treibstoffschwappen zu reduzieren oder Retroraketen um die Kollision, der Ersten mit der zweiten Stufe zu verhindern. Bei dem Jungfernflug der Falcon 9 gelangte immerhin die Nutzlast in einen Orbit, auch wenn es noch Vorfälle gab, wie ausbleibende Wiederzündungen, die Fastkollision mit dem Startturm beim Jungfernflug und die taumelnde Nutzlast im Orbit oder Triebwerksausfälle. Das SpaceX noch immer anders tickte merkte man, als bei einem Start sich ein Riss in der Düse der Oberstufe zeigte und man diese Düse nicht austauschte, sondern einfach kürzte. Continue reading „Die Aprilnachlese von SpaceX“