Mit der Vega zur Kommunikationssatellitenwartung

Letzten Monat dockte das MEV-1 an Intelsat 902 an. Der Satellit ist seit dem 17.4. wieder in Betrieb. Das MEV-1 ist ein Modul, das an einen Satelliten andockt, indem es sich in den Apogäumsantrieb einklinkt und danach die Lageregelung übernimmt. Dies erfolgt mit einem Ionenantrieb. Ich habe ein ambivalentes Gefühl bei diesem Ansatz. Auf der einen Seite ist es sinnvoll. Begrenzend für die Lebensdauer eines Kommunikationssatelliten ist der Treibstoffvorrat. Auch wenn heute Satelliten 10 bis 15 Jahre lang betrieben werden, ist er irgendwann erschöpft. So ist ein Vehikel das genau diese Ressource ersetzt, sinnvoll. Auf der anderen Seite altert die Hardware auch so. Satelliten können ausfallen, so passierte es einem Satelliten Venezualas letzte Woche. Selbst wenn das nicht vorkommt, so verlieren die Solarzellen doch ständig an elektrischer Leistung – im All erhalten sie viel mehr Sonnenstrahlung als auf der Erde und sie sind immer optimal zur Sonne ausgerichtet, nicht nur wie festinstallierte mittags und das Tag und Nacht. Eine Atmosphäre zur Kühlung gibt es auch nicht. Mit sinkender Leistung muss man aber Sender abschalten und damit verliert man Einnahmen. Mit diesen Einnahmen muss man den Service der MEV aber finanzieren. (mehr …)

WeiterlesenMit der Vega zur Kommunikationssatellitenwartung

Ein Jahr mit der PV-Anlage und Energiewahnsinn

Am 18.4. ist es genau ein Jahr her, das meine Photovoltaikanlage in Betrieb ging. Die Bilanz des ersten Jahres: 7.370 kWh Leistung, bei 7,1 kW Peakleistung. Erwartet hätte ich nach den Prognosen, die Teil der Angebote waren um die 6.000 kWh. Selbst wenn man berücksichtigt, das diese den langfristigen Ertrag widerspiegeln, der ja abnimmt, ist das deutlich mehr. Nicht ganz so toll lief es bisher bei der PV-Anlage in Nesselwang, die von Oktober bis Februar der Erwartungshaltung hinterherhinkte. Ich denke vor allem durch Abschattung – im Profil ist ein deutlicher und täglich wiederkehrender Einbruch um die Mittagszeit erkennbar und im Allgäu gibt es auch Tage komplett ohne Leistung, wenn es geschneit hat und das Dach mit Schnee bedeckt. Gottseidank sorgen die dunklen Solarzellen dafür, dass der in ein bis zwei Tagen verschwindet. Mittlerweile spiele ich mit dem Gedanken, bei meinem Haus die etwas ungünstigere Hausseite auch noch mit einer Anlage aufzurüsten, aber wenn, dann erst nächstes oder übernächstes Jahr. (mehr …)

WeiterlesenEin Jahr mit der PV-Anlage und Energiewahnsinn

Mit der Vega zum Merkur

Loading

Ich schließe mit dem heutigen Blog an die beiden letzten an, insbesondere dem Letzten mit der Skizzierung einer Marsmission. Aber zuerst einmal etwas Grundlkagenwissen über die Trägerrakete Vega und Ionenantriebe.

Vega ist eine europäische Rakete, die vom europäischen Weltraumorganisation (ESA) entwickelt wurde. Sie wurde erstmals 2012 gestartet und ist eine kleine Trägerrakete, die speziell für den Transport von Kleinsatelliten und Nutzlasten entwickelt wurde. Vega verfügt über vier Stufen, wobei die letzte Stufe mit Flüssigtreibstoff betrieben wird und die erste  bis dritte Stufe mit festem Treibstoff arbeiten. Vega hat eine Höhe von etwa 30 Metern und wiegt bei ihrem Start gut 140 Tonnen. Die ersten beiden Stufen beschleunigen die Rakete auf eine Geschwindigkeit von etwa 2 km/s, während die dritte Stufe die Rakete auf eine Höhe von etwa 200 Kilometern bringt. Die vierte und letzte Stufe schließlich sorgt dafür, dass die Nutzlast auf ihre endgültige Umlaufbahn gebracht wird. (mehr …)

WeiterlesenMit der Vega zum Merkur

Epidemiesplitter

Als kleinen Zwischenblog – aus aktuellem Anlass – mal wieder meine Meinung zur Codiv-19 Epidemie. Das Positive zuerst: ich erlebe zum ersten Mal, das sich Politiker mit kleinen Ausnahmen wie Johnson, Trump und Bolsonaro sich nach den Empfehlungen von Wissenschaftlern richten und das, obwohl diese ziemlich radikal sind. Bei dem Kohleausstieg sah das bei uns noch ziemlich anders aus, obwohl die Forderungen viel kleiner waren. (mehr …)

WeiterlesenEpidemiesplitter

Mit der Vega zum Mars

Loading

Inspiriert durch den letzten Blog will ich heute mal eine Raumsondenmission mit der Vega und Ionentriebwerk skizzieren. Ich habe eine Marsorbitermission gewählt, dasselbe gilt aber auch für einen Venusorbiter, da sind die Anforderungen bezüglich Geschwindigkeitsänderung sogar noch kleiner. Die Betrachtungen gelten natürlich auch für Landesonden, auch hier sind die Anforderungen geringer, weil nicht in eine Umlaufbahn eingeschwenkt werden muss.

Die technischen Randbedingungen, die ich wählte, sind einfach: es muss mit existierender Hardware möglich sein. Das begrenzt vor allem die Stromversorgung auf maximal 40 kW (größte Flügel haben rund 10 kW Leistung, maximal vier sind nutzbar) und im Einsatz befindliche Ionentriebwerke. (mehr …)

WeiterlesenMit der Vega zum Mars