Wie ihr vielleicht schon mitbekommen habt, gibt es im Artemisprogramm Neuigkeiten. Da wurde zuerst eine neue Erdorbitmission zur Erprobung der Lander eingeschoben, Artemis III wird also nicht auf dem Mond landen. Die zweite Neuerung war das die Oberstufe EUS wegfällt. Zuerst mal dazu. Ein Bericht des OMG, so eine Art Behörde zur Überwachung der Kosten war der Anlass: (mehr …)
Ich muss mal meine nicht vorhandene humanistische Bildung heraushängen, sprich Latein kann ich nicht, aber ich habe in meiner Jugend gerne Monumentalschinken angeschaut und da gibt es den berühmtem Film „Quo Vadis“ mit der ersten großen Rolle für Peter Ustinov als Nero. Das Zitat ist bekannt: Petrus flieht aus Rom, trifft Jesus, fragt „Quo vadis, Domine?“ (Herr, wohin gehst du?), worauf Jesus antwortet, dass er nach Rom geht, um erneut gekreuzigt zu werden. Dies bewegt Petrus zur Rückkehr und zum Martyrium. Also wohin geht Artemis? (mehr …)
Die SLS steht in der Kritik – zu teuer, zu wenige Flüge. Ein Teil der Kritik ist nicht berechtigt denn der hohe Preis hängt direkt von der kleinen Flugrate von einem Start alle zwei Jahre (zum Vergleich die Saturn V Produktion war auf fünf Träger pro Jahr ausgelegt) ab. Aber schon die Entwicklungkosten waren exorbitant. Auf meinen heutigen Blog komme ich durch die Autobiografie von John Young die 2012 entstand. Die SLS war da gerade beschlossen und er meint das ein „Shuttle-Based SLS“ die bessere Lösung wäre. Nun ist das eine Audiobiographie und kein Technikbuch und das gibt mir die Gelegenheit mal auszurechnen was so ein Shuttle-SLS bringen könnte und wie sinnvoll es ist. Aber da das Space Shuttle schon vor 14 Jahren ausgemustert wurde, will ich damit wir alle auf dem gleichen Wissensstand sind, noch kurz das System erläutern. (mehr …)
Mal Zeit für eine kleine Nachlese. Die SpaceX Nachlese wollte ich eigentlich zu Startversuch Nummer 9 bringen, aber da wir auf den noch warten müssen, kommt sie jetzt und zwar gleich am Anfang.
Wann IFT-9 kommt weiß man noch nicht, wenn dann wird die Firma das wohl wie bisher kurzfristig ankündigen. Nach dem Tempo bei den letzten Starts sollte es aber eigentlich soweit sein. Aber man weiß schon etwas: Die Erststufe wird Booster 14 sein, der schon bei Flug 7 eingesetzt wurde. 29 der 33 Triebwerke wurden erneut verwendet. Bei IFT-7 zündete eines der Triebwerke beim Boostback nicht, war bei der Landung aber aktiv. Das verlief daher besser als bei IFT-8 wo es bei den beiden Manövern drei Ausfälle gab. Vielleicht wurde deswegen Booster 14 gewählt. (mehr …)
… Wenn es nach Donald Trump gegangen wäre. Als Donald Trump 2017 Präsident wurde, setzte er am 30.6.2017 das National Space Council wieder ein. Das gab es unter verschneiden Namen von 1958 bis 1973 und 1989 bis 1993 und war ein Beratergremium des Präsidenten. Das reflektiert so ein bisschen die Bedeutung der Raumfahrt für die aktuelle Regierung, wenn es ein Gremium gibt, das in diesem Falle vom Vizepräsidenten Pence geleitet wird, so scheint dieser Teil der US-Politik wichtiger sein, als wenn der Präsident nur den NASA-Administrator unregelmäßig trifft.
Am 11. Dezember 2017 gab es dann die Kehrtwende in der bemannten Raumfahrtpolitik, die unter Obama sich vor allem darauf konzentrierte die ISS-Versorgung auf kommerzielle Services umzustellen und Orion/SLS nur auf Sparflamme weiter entwickelte. An dem Tag wurde die Space Policiy Directive 1 verabschiedet. Wie bei solchen Direktiven ist die Beschreibung vage, aber ein Kernpunkt war die „bemannte Erforschung des Sonnensystems“. Diese Space Policiy gilt als Geburtsstunde des Artemisprogramms, auch wenn Donald Trump eigentlich den Mars als Ziel meinte: (mehr …)