Der AGC und die Fast-Katastrophe bei Apollo 14

Hallöchen. Inzwischen habe ich, da es auch wieder Temperaturen gab bei denen man arbeiten konnte marin nächstes Buch (Arbeitstitel: „Apollo – Raumfahrzeuge und Saturn“) begonnen. Den Anfang, denn der Anfang ist immer schwer macht der AGC, der Apollo Guidance Computer als Kombination meines Hobbys Raumfahrt und meiner Vorbildung als Softwaretechniker.

Einen Splitter des Buchs, nämlich die Erklärung des Bedienkonzepts des AGC anhand einer besonders kritischen Situation will ich euch nicht vorenthalten. Sie kam bei der Apollo 14 Mission vor. Continue reading „Der AGC und die Fast-Katastrophe bei Apollo 14“

Das Murphy-Spacecraft

Ich hoffe ich muss in diesem Kreis nicht das Murphysche Gesetz vorstellen. Ich habe zum ersten Mal davon gehört als ich meine erste Woche an der Uni hatte, doch wie ich dem Astronautenbuch entnehme war es schon 1963 in den USA verbreitet. Nach dem Murphyschen Gesetz, zu dem es sogar einige Bücher mit verwandten Gesetzen gibt, geht alles schief was schiefgehen kann. Und ein Murphy-Spacecraft ist dann in meinen Augen eines, bei dem schiefgeht, was nur schiefgehen kann.

Auf dies kam ich als ich mein Buch über das Mercuryprogramm schrieb, denn da gab es einiges was schief ging und das chronisch. Continue reading „Das Murphy-Spacecraft“

Die Parker Solar Probe

Am Sonntag ist ja die Parker Solar Probe gestartet. Ich bekam gleich zwei Mails. In der einen fand der Schreiber, dass die folgende NASA-Aussage falsch wäre:

Nestled atop a United Launch Alliance Delta IV Heavy — one of the world’s most powerful rockets — with a third stage added, Parker Solar Probe will blast off toward the Sun with a whopping 55 times more energy than is required to reach Mars. About the size of a small car, it weighs a mere 1,400 pounds.“

Im zweiten wurde ich gefragt ob ich nicht einen Blog (wahrscheinlich meint der Autor aber einen Artikel) schreiben könnte, analog Cassini. Continue reading „Die Parker Solar Probe“

Versprechen und abkassieren

Eigentlich wollte ich ja nicht so bald wieder was zu SpaceX schreiben, schließlich glänzt die Firma nun mehr dadurch, dass sie endlich liefert anstatt was anzukündigen. Ich wollte bis September warten wenn wie jedes Jahr die neue BFR vorgestellt wird.

Viel zu sagen gibt es nicht. Die Firma hat Pläne für eine Erweiterung ihres Raketenareals im Kennedy Space Center eingegeben. Dort kommt ein futuristischer 100 m hoher Turm mit 3000 m² Fläche, damit man die vielen Landungen der BFR auch überwachen kann und ein Parkplatz für 2500 Autos hin, damit es die Leute nicht so weit zum Laufen haben. Von Brownsville, das mal als kommerzieller Flugplatz aus der Taufe gehoben wurde gabs dagegen immer noch keine Neuigkeiten. Also wie immer: Ankündigungen und nichts neues zu den schon laufenden Projekten (Raptor, Starlink, BFR, Falcon Heavy – da wurde die STP-2 Mission inzwischen auf Dezember verschoben und weitere Starts sind keine mehr angesetzt). Continue reading „Versprechen und abkassieren“

Die Helden mit Einfluss und ohne Aufgabe

Derzeit bin ich bei der dritten Korrektur des Manuskripts des „Mercury Programms“. Das ist die letzte nachdem ich bei den ersten noch laufend was ergänzt oder gelöscht habe. Ich habe sie heute beendet und dann ging sie an Mario als ersten Korrekturleser raus. Ich kam wegen der Hitze aber nur schwer vorwärts, weil nach Mittags ich ziemlich müde bin und jetzt abends keine Lust noch weiter korrekturzulesen, so mache ich mich mal an einen Blog. Eigentlich wollte ich mich danach ja gleich an das nächste Buch über die Apolloraumfahrzeuge und Saturn V machen, aber bei der Hitze kann mich nicht dazu aufraffen.

Wie meistens wenn ich ein Buch schreibe kommen mir Gedanken, vor allem wenn ich mich mit dem Thema vorher nicht so intensiv beschäftigt habe, wie es auch beim Mercuryprojekt der Fall war. Dazu sicher noch etwas mehr, heute geht es um die Mercury-Astronauten.

Die waren von Beginn an Helden, lange bevor sie flogen. Sie erhielten einen Vertrag über 500.000 Dollar, damit sie nur exklusiv mit dem Magazin „life“ zusammenarbeiteten. Das wären heute rund 4,3 Millionen Dollar.

Als ich das Buch schreib wurde mir eines klar: bei keinem anderen Programm hatten die Astronauten so viel Einfluss und so wenig Einfluss. Bei keinem anderen Programm waren sie so unentbehrlich und trotzdem überflüssig und bei keinem anderen Programm mussten sie so wenig können. Continue reading „Die Helden mit Einfluss und ohne Aufgabe“