Mit nur einem SLS Start zum Mond

Die SLS steht ja ziemlich in der Kritik – sie hinkt seit Jahren dem Zeitplan hinterher, sei zu teuer, man munkelt von 2 Mrd. Dollar pro Start (inflationsjustiert sogar noch teurer als eine Saturn V). Für mich sind das Symptome eines verkorksten Ansatzes. Er stimmte schon beim Vorgängerprogramm „Constellation“ das von George Walker Bush initiiert wurde, nicht. Das sollte alleine durch das Einstellen des Space Shuttles und der ISS finanziert werden, was angesichts der Kosten eines Mondprogramms nicht ausreichte. So hatte der Mondlander „Altair“ noch nicht mal die Designphase durchlaufen und auch die Arbeiten an den beiden Trägerraketen Ares I und V waren noch nicht sehr weit fortgeschritten als es Obama 2012 einstellen lies. Continue reading „Mit nur einem SLS Start zum Mond“

Versorgen wir das Lunar Gateway

Nun nimmt ja das neue US-Mondprogramm „Artemis“ Fahrt auf, auch wenn niemand an die Landung auf dem Mond 2024 glaubt, außer vielleicht Trump selbst, der natürlich davon ausgeht, das er das noch als Präsident im Amt erlebt (notfalls sagt er einfach die Wahlen im November coronoabedingt ab). Europa will auch dabei sein und ich will mal eine mögliche Beteiligung skizzieren.

Das Lunar Gateway, eine Mini-Raumstation um den Mond, muss auch versorgt werden. Nun hat die NASA einen Auftrag an SpaceX vergeben, aber ich denke, dass wäre eine gute Gelegenheit für Europa. Europa will ja auch an Artemis sich beteiligen, ich vermute vor allem Deutschland, das schon seit das Spacelab entwickelt wurde, die größten Ambitionen in der europäischen Raumfahrt hat und auch Hauptgeldgeber ist. Denn Europa hat das ATV entwickelt und anders als SpaceXs Dragon kann dieses automatisch an eine Raumstation ankoppeln, was bei einer meist unbemannten Station im Mondorbit außerordentlich nützlich ist. Continue reading „Versorgen wir das Lunar Gateway“

Der Europäische Lunar Logistiktransporter

Als ich über meinen letzten Beitrag nachdachte, suchte ich auch nach anderen Verwendungsmöglichkeiten des Transporters. Viele gibt es nicht. Für den Satellitentransport ist er zu groß, bei zu geringer elektrischer Leistung. Eine ist es, Fracht zu dem Lunar Gateway zu bringen, eventuell sogar ganze Module, um es zu erweitern. Der Transporter denn ich skizziert habe, schafft das aber nicht. Er ist auf 21,6 MN Korrekturkapazität pro Jahr ausgelegt, das entspricht bei einem Eigengewicht von 21 t gerade mal 1.000 m/s Geschwindigkeitsänderung pro Jahr. Er bräuchte so rund 8 Jahre, um in einen Mondorbit zu gelangen und dafür würden auch nicht die Treibstoffvorräte reichen. Die erlauben nur eine Beschleunigung um etwa 6 km/s. Continue reading „Der Europäische Lunar Logistiktransporter“

Ein europäischer ISS-Bahnerhalter

Ich bin mal wieder auf eine Idee gekommen, die ich hier parallel während ich schreibe entwickeln will. Mir kam die Idee als ich den Kommentar von „Ralph mit Z“ lass, indem er meinte, man könnte die Mir in eine Sonnenumlaufbahn schicken. Das ginge mit chemischem Treibstoff wohl kaum, aber mit Ionentriebwerken, aber auch da wäre dere Aufwand gewaltig. Continue reading „Ein europäischer ISS-Bahnerhalter“

Das Deorbitieren der ISS mit der Orion

Wenn man die ISS einmal deorbitieren will, ist das nicht so einfach. Sie wiegt 420 t und unkontrolliert will man sie nicht verglühen lassen. Kontrolliert eine so große Masse zu deorbitieren, ist aber nicht ganz einfach. Es ist erst mal eine Frage der Treibstoffmenge. Wenn man von eine 400 km hohen Kreisbahn ausgeht und diese Bahn auf eine 120 x 400 km Bahn absenken will, muss man die Geschwindigkeit um 82 m/s ändern. 120 km dürften das Minimum sein, ab da bremst die Atmosphäre die Station so schnell ab, das sie verglüht. Mehr Kontrolle über den Punkt wo die Trümmer niedergehen wäre ein Perigäum in 80 km Höhe, wie es zumindest vor einigen Jahren mal geplant war, ein ATV hat deswegen seinen Wiedereintritt auf diesen Punkt ausgerichtet, um dies schon zu simulieren. Leider ging der Datenrekorder, der dies aufzeichnen sollte, verloren. Für ein Perigäum in 80 km Höhe benötigt man schon 94 m/s Abbremsung. Je niedriger es ist desto mehr braucht man, das ist logisch, desto steiler ist aber auch der Eintritt und desto kleiner der Streifen, auf dem die Trümmer niedergehen. Continue reading „Das Deorbitieren der ISS mit der Orion“