Ein europäischer ISS-Bahnerhalter

Ich bin mal wieder auf eine Idee gekommen, die ich hier parallel während ich schreibe entwickeln will. Mir kam die Idee als ich den Kommentar von „Ralph mit Z“ lass, indem er meinte, man könnte die Mir in eine Sonnenumlaufbahn schicken. Das ginge mit chemischem Treibstoff wohl kaum, aber mit Ionentriebwerken, aber auch da wäre dere Aufwand gewaltig. Continue reading „Ein europäischer ISS-Bahnerhalter“

Bigelow Aerospace ist pleite

…und das ist nicht gerade überraschend. Bigelow gehört zu den wenigen US-Unternehmen, denen ich auf der Website einen Artikel gewidmet habe. Inzwischen mache ich das nicht mehr, weil es von den Newcomern kaum fundierte Informationen gibt und die meisten von ihnen nicht überleben. So auch Bigelow, auch wenn es ziemlich lange gedauert hat. Continue reading „Bigelow Aerospace ist pleite“

Skylab – nicht immer ist die ISS besser

Heute vor genau 40 Jahren verglühte Skylab. Skylab war die Erste und ist auch die einzige US-Station im Orbit. Besucht wurde sie nur 1973/74 als Bestandteil des Apollo Application Projektes, in dem man vorhandene Apollohardware einer anderen Verwendung zuführte.

Skylab mit der ISS zu vergleichen ist schwer. Schließlich liegen 30 Jahre zwischen den beiden Stationen. Und natürlich ist Skylab in vieler Hinsicht primitiver und zieht in Vergleichen den kürzeren. So wurde die Station schnell entwickelt. Bei vielen wurde eine einfache Lösung gesucht. Das wurde mir klar, als ich mein Buch über die Raumstation geschrieben habe. Das Müllproblem wurde einfach dadurch gelöst, das man von der S-IVB Stufe, die man zur Station umbaute einfach den Sauerstofftank als Müllbehälter nutzte – ein Müllbehälter mit dem Volumen einer Saljut Station. Es gab (obwohl die S-IVB ein Lageregelungssystem hatte) kein Antriebssystem auf Basis von chemischem Treibstoff sondern man benutzte Druckgas dafür. Dessen kleiner Vorrat zusammen mit dem erhöhten Verbrauch wärmend der ersten Zehn Tage als man die Station damit sie nicht überhitzt aus der normalen Ausrichtung drehen musste in die sie von alleine zurückkehrt begrenzte schließlich auch die Betriebsdauer. Continue reading „Skylab – nicht immer ist die ISS besser“

Die kommerzielle Nutzung der ISS

Die NASA hat in den letzten Wochen zwei Ankündigungen gemacht, welche die kommerzielle Nutzung der ISS betreffen. Zuerst das man die ISS durch kommerzielle Astronauten nutzen dürfe. Maximal 30 Tage dürfen sie an Bord bleiben, 35.000 Dollar pro Tag kostet die Nutzung der Stationsressourcen. Den Flug zur ISS müssen sie dann selbst zahlen. Dem folgte am 23.6.2019 die Ankündigung, dass man am Harmony Knoten einen Dockingport für kommerzielle Module freimachen würde. Inzwischen gibt es sogar eine Preisliste. Es gibt auch schon Statements. So von Bigelow, die für 52 Millionen Dollar vier Astronauten auf einmal transportieren wollen. Nanorack will eine Centaur Oberstufe einer Atlas in ein Modul konvertieren. Das Konzept ist nicht neu, wurde mal für Skylab vorgeschlagen. Anscheinend soll es heute funktionieren. Bigelow hat ja schon ein Modul als Technologiedemonstrator an der ISS. Sie setzen auf aufblasbare Module. Sie dürften deutlich größer als die Centaur Stufe mit ihren 3 m Durchmesser und einem Volumen von rund 45 m³ im Wasserstofftank sein. Continue reading „Die kommerzielle Nutzung der ISS“

Das Deorbitieren der ISS mit der Orion

Wenn man die ISS einmal deorbitieren will, ist das nicht so einfach. Sie wiegt 420 t und unkontrolliert will man sie nicht verglühen lassen. Kontrolliert eine so große Masse zu deorbitieren, ist aber nicht ganz einfach. Es ist erst mal eine Frage der Treibstoffmenge. Wenn man von eine 400 km hohen Kreisbahn ausgeht und diese Bahn auf eine 120 x 400 km Bahn absenken will, muss man die Geschwindigkeit um 82 m/s ändern. 120 km dürften das Minimum sein, ab da bremst die Atmosphäre die Station so schnell ab, das sie verglüht. Mehr Kontrolle über den Punkt wo die Trümmer niedergehen wäre ein Perigäum in 80 km Höhe, wie es zumindest vor einigen Jahren mal geplant war, ein ATV hat deswegen seinen Wiedereintritt auf diesen Punkt ausgerichtet, um dies schon zu simulieren. Leider ging der Datenrekorder, der dies aufzeichnen sollte, verloren. Für ein Perigäum in 80 km Höhe benötigt man schon 94 m/s Abbremsung. Je niedriger es ist desto mehr braucht man, das ist logisch, desto steiler ist aber auch der Eintritt und desto kleiner der Streifen, auf dem die Trümmer niedergehen. Continue reading „Das Deorbitieren der ISS mit der Orion“