Eine Mission zu Eris – Teil 2

So nun kommt der zweite Teil einer Mission zu Eris, den ersten findet ihr hier:

Als günstigsten Passagepunkt bei dem man die Zielentfernung von Eris am schnellsten erreicht habe ich etwa 228.000 km Distanz ermittelt – diese Entfernung scheint übrigens allgemein das Optimum zu sein, da ich auf ähnliche Minimalabstände auch bei anderen Simulationen komme. Geht man näher an Jupiter heran, wird man zwar noch stärker beschleunigt, aber die Bahnrichtung wandert von radial von der Sonne weg zu tangential, sodass man effektiv länger braucht.

Die wesentlichen Daten der Bahnen vor und nach dem Swing-By seht ihr hier: Continue reading „Eine Mission zu Eris – Teil 2“

Die Antwort an Jewgeni-7

Jewgnei-7 ist nach mir der fleißigste Blogkommentierer. Leider sind seine Kommentare sehr lang, haben oft wenig mit dem Thema zu tun und ein Mix verschiedener Themen, sodass eine Antwort recht schwierig ist. Ich finde mehrere, kürzere, thematisch eingegrenzte Kommentare besser. Allerdings habe ich die Vermutung es geht weniger um Kommentare, als vielmehr nutzt Jewgeni diesen Blog als Informationsmöglichkeit für Raumfahrtinteressierte. Hier wäre der bessere Weg eines Gastartikels. Ich kann auf Wunsch gerne einen Autorenaccount anlegen, alternativ den langen Kommentar an bl at bernd-leitenberger.de schicken und ich veröffentliche ihn dann.
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Die ISS und Ionenantriebe – Fortsetzung folgt

Ich habe ja schon vor ewigen Zeiten mal skizziert, das eigentlich die ISS ein ideales Testzentrum für Ionenantriebe wäre. Ich will heute mal einen neuen Anlauf machen, weil die ISS gerade neue Solarpaneele bekommt. Sie ersetzen die alten nicht, sondern ergänzen sie, liefern also mehr Strom. Dies ermöglicht ein einfacheres Erweitern der ISS um kommerzielle Module. Damit steht aber auch mehr Strom für Ionentriebwerke. Continue reading „Die ISS und Ionenantriebe – Fortsetzung folgt“

Könnte JUICE mit Ionenantrieb zum Jupiter gelangen?

Ich arbeite gerade an einem Artikel über die ESA-Raumsonde JUICE. Wie die NASA Mission zu Jupiter, Europa Clipper, gelangt sie durch zahlreiche Swing-By Manöver, vor allem an der Erde, zu Jupiter. Der Grund ist relativ einfach: es gibt keine Trägerrakete, die verfügbar ist, welche die Sonde direkt zu Jupiter befördern könnte. Die Reise dauert aber lange, mindestens 7,6 Jahre, soll zudem, wie ich einer neueren Veröffentlichung entnehme, der Start von Mai/Juni 2022 auf September/Oktober 2022 verschoben werden, so könnten es sogar zwei Jahre mehr sein, da man so das optimale Startfenster verpasst.

Ich will in diesem Blog erkunden, ob es nicht auch mit meinem Lieblingsantrieb, dem Ionenantrieb ginge und wenn möglich schneller. „Erkunden“, weil ich den Blog parallel zum Rechnen schreibe, also jetzt am Anfang noch nicht weiß, wie es ausgeht.

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Kleine Raumsonden und Ionenantrieb – eine gute Kombination

Nachdem es schon in den vergangenen Jahren es eine Schwemme bei Cubesats gab, denkt man auch bei Raumsonden an eine Größenordnung kleiner. Die NASA hat zusammen mit dem Lander Phoenix die beiden Marco Satelliten zur Übertragung von kritischer Landertelemetrie gestartet. Sie wogen jeweils 14 kg und kosteten 18.5 Millionen Dollar. Athena, eine Mission, die einen Vorbeiflug an dem zweitgrößten Asteroiden Pallas durchführen sollte, würde 182 kg wiegen, wurde aber nicht genehmigt. Zwei ESCPADE Marssatelliten wiegen jeweils 90 kg und sollen die Plasmaumgebung des Mars erforschen. Continue reading „Kleine Raumsonden und Ionenantrieb – eine gute Kombination“