Versorgen wir das Lunar Gateway

Nun nimmt ja das neue US-Mondprogramm „Artemis“ Fahrt auf, auch wenn niemand an die Landung auf dem Mond 2024 glaubt, außer vielleicht Trump selbst, der natürlich davon ausgeht, das er das noch als Präsident im Amt erlebt (notfalls sagt er einfach die Wahlen im November coronoabedingt ab). Europa will auch dabei sein und ich will mal eine mögliche Beteiligung skizzieren.

Das Lunar Gateway, eine Mini-Raumstation um den Mond, muss auch versorgt werden. Nun hat die NASA einen Auftrag an SpaceX vergeben, aber ich denke, dass wäre eine gute Gelegenheit für Europa. Europa will ja auch an Artemis sich beteiligen, ich vermute vor allem Deutschland, das schon seit das Spacelab entwickelt wurde, die größten Ambitionen in der europäischen Raumfahrt hat und auch Hauptgeldgeber ist. Denn Europa hat das ATV entwickelt und anders als SpaceXs Dragon kann dieses automatisch an eine Raumstation ankoppeln, was bei einer meist unbemannten Station im Mondorbit außerordentlich nützlich ist. Continue reading „Versorgen wir das Lunar Gateway“

Ariane 5 – Gravitationsverluste

Ich denke ich habe das schon mal durchgekaut, aber ich finde den Blog nicht mehr. So ist der heutige Blog eine Fortsetzung des Letzten zum Thema Gravitationsverluste und wird zusammen mit diesem auch in der Website zu finden sein.

Eine der Raketen, die sehr hohe Gravitationsverluste haben, ist die Ariane 5. Das liegt an der Konzeption, aber auch der Geschichte. Die Konzeption ging schon davon aus, dass die Rakete nicht ohne Feststoffbooster abheben kann. Das Haupttriebwerk, ursprünglich 1.000 kN schubstark, wurde schon entwickelt, bevor man die Rakete komplett designt hatte. Als die Rakete genehmigt wurde, das war nach einem dreijährigen Vorentwicklungsprogramm für das Vulcaintriebwerk 1988, war sie primär dazu gedacht den Raumgleiter Hermes zu starten, doch der wurde innerhalb weniger Jahre immer schwerer. Das kompensierte man, indem man Booster, Zentralstufe und Oberstufe vergrößerte, doch das Triebwerk bleib im Schub. Als Folge sinkt die Beschleunigung nach Abtrennung der Booster unter 1 g, eine Situation, die man sonst erst bei Oberstufen hat, aber nicht schon nach 130 s im Flug. Die Rakete lebt dann eine kurze Zeit von der Beschleunigung durch die beiden Booster, bis sie durch den verbrannten Treibstoff wieder leicht genug ist, um mit mehr als 1 g zu beschleunigen. Das ist aber energetisch ungünstig. Continue reading „Ariane 5 – Gravitationsverluste“

Die Nutzlast der Ariane 62 / 64 „PPH“

Bevor man zu dem heutigen Konzept der Ariane 6 kam, gab es das PPH abgekürzte Konzept. Die Abkürzung steht für Powder-Powder-Hydrogen, also Pulver-Pulver-Wasserstoff. Damit war gemeint, dass die Ariane 6 in den ersten beiden Stufen Feststoffantriebe einsetzt, in der Oberstufe dann eine Stufe mit dem Vinci Triebwerk. Continue reading „Die Nutzlast der Ariane 62 / 64 „PPH““

Meine Vorstellung des Ariane 5 Nachfolgers

Bald kommt ja nun die Ariane 6, wenn es nach Plan geht sind es weniger als ein Jahr bis zum Jungfernflug. Meine Meinung zur Ariane 6 habe ich ja schon genügend kundgetan. Sie ist, das gibt inzwischen auch die Industrie zu, nichts anderes als eine Ariane 5, die neue Booster und eine Oberstufe erhielt, die man schon in der Planung hatte, aber deren Produktion rationalisiert ist.
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Raumfahrtsplitter

Eigentlich wollte ich heute Teil 2 über die Kohlendioxidsteuer, pardon, den Klimabonus, bringen nämlich, wie man die Gelder verwenden könnte, doch da sich schon beim ersten Teile eine rege Diskussion über gerade diese Frage entwickelt hat, denke ich ist das nicht nötig.

Ich will daher nur meinen Senf zu zwei Schlagzeilen geben, die in den letzten Tagen erschienen. Der Erste hat mich etwas ratlos hinterlassen, weil zwei grundverschiedene Dinge in einen Artikel gepackt wurden: Demnach sollen Arianespace und SpaceX „Rideshare“ Missionen, also Mitfahrgelegenheiten anbieten. Continue reading „Raumfahrtsplitter“