Der Wiedereintritt

Die Kommentare zu dem angeblich neuen Konzept der BFR , mit aktiver Kühlung brachten mich auf meinen heutigen Grundlagenartikel. Und nein ich gehe nicht auf das Konzept von Musk ein. Zum einen, weil ich in 15 Jahren nicht eine Aussage, von ihm kenne, die nicht gelogen war oder revidiert wurde und zum anderen, weil ich Twittermeldungen nicht als Informationsquelle ansehe.

Es geht um den Wiedereintritt per se. Der Vorgang ist eigentlich relativ einfach. Ein Körper tritt mit einer bestimmten Geschwindigkeit in die Atmosphäre ein und diese Geschwindigkeit entspricht einer Energie, die zum Teil abgebaut wird. Continue reading „Der Wiedereintritt“

Die Crux von Shuttle 2.0

Ich dachte mir Anregung auf die Diskussion darum ob sich Wiederverwendung lohnt ein Shuttle 2.0 zu konstruieren, das kommerzielle Transporte durchführen kann. Doch in meiner Idee wäre es unbemannt gewesen. Die grundlegende Annahme war, dass bis zum Verlust der Challenger man bei der Sicherheit des Space Shuttles „schlampte“. Die Flüge daher riskanter waren. Aber damals war noch der Startpreis konkurrenzfähig. Wenn man nun das System modernisiert, auf die Besatzung verzichtet und so auch Gewicht spart, dann hätte man ein bezahlbares Transportsystem. Es hätte vielleicht nicht die Sicherheit für bemannte Einsätze gehabt. Aber mit Sicherheit so zuverlässig, wie eine kommerzielle Rakete gewesen wäre. Würde man dann alle paar Jahre mal einen Orbiter verlieren, so wäre das nicht so schlimm .Es würde sogar dazu führen, das wir eine dauernde Weiterentwicklung betrieben können, denn jeder neue Orbiter würde natürlich den aktuellen Stand der Technik einsetzen. Das wäre auf Dauer billiger als, wie man es beim Space Shuttle machte, wo jeder Orbiter mehrmals während seines Lebens zwei Jahre lang umgerüstet wurde, man aber trotzdem an der Grundstruktur nichts ändern konnte.

Wenn wir uns heute umsehen, so gibt es ja schon neue Space Shuttles, nur noch so groß. Das ist das X-37. Ursprünglich mal als Rettungsboot für die Besatzung der ISS gedacht wurde es umgebaut und seitdem viermal gestartet. Das X-37 wiegt nur knapp 5 t. Es ist ein bisschen zu klein um Personen zu transportieren (die Nutzlastbucht ist nur 1,22 m hoch und 2,13 m lang). Da alle Flüge vom US-Militär durchgeführt wurden, weis man leider nichts über die Kosten. In jedem Falle dauerten sie viel länger als bemannte Raumflüge und die gesamte Mission erfolgte vom Computer gesteuert. Continue reading „Die Crux von Shuttle 2.0“

Upgrades wenn er noch fliegen würde

Wie bekannt, wurde vor rund 10 Jahren beschlossen die Space Shuttles auszumustern. Damals lief gerade ein Upgradeprogramm, schließlich sollten die Fähren die Station versorgen und die höhere Inklination und die höhere Umlaufbahn kosteten schon 6 bis 8 t Nutzlast je nach Bahnhöhe. Der wichtigste Punkt für die Steigerung der Performance war ein Upgrade der Feststoffbooster von 4 auf 5 Segmente, also die Größe die nun bei der SLS verwendet wird.

Was das Shuttle Programm ausmacht, ist das die Fähren kaum in der Nutzlast gesteigert wurden. Die Änderungen gab es vor allem im Bezug auf Sicherheit und Wartungsfreundlichkeit. Dabei gab es schon Fortschritte, so wurde der Hitzeschutzschild leichter, aber die einzige gezielte Änderung zur Steigerung der Performance war die Senkung der Leermasse des Tanks. Auch beim weiteren Ausbauprogramm standen diese Aspekte im Vordergrund, so war geplant bei den Triebwerken auf Leistung zu verzichten um dafür Sicherheit zu gewinnen und die Fertigung zu verbilligen.

Ich will im Folgenden einige Möglichkeiten die Nutzlast zu steigern aufführen. Keine dieser wurde umgesetzt oder war offizielles Programm. Continue reading „Upgrades wenn er noch fliegen würde“

Meine Alternative zur SLS

Um erst mal eines klarzustellen: es geht nicht um den Sinn oder eher fehlenden Sinn der SLS. Es geht darum, dass wenn man unbedingt eine Schwerlastrakete zu brauchen scheint, man schon wegen der kleinen Stückzahl und der hohen Entwicklungskosten letzte zu minimieren. Das Konzept das ich aufgreife ist nicht neu: es wurde seit den späten Achtziger Jahren in verschiedenen Konzepten untersucht: Man ersetzt den Space Shuttle durch einen Teil der nur die Triebwerke enthält. Da das Space Shuttle wenn es in eine niedrige Umlaufbahn einschwenkt noch 115 t wiegt kann man so die Nutzlast deutlich vergrößern. Es entfällt der Rumpf, die Flügel, die gesamten Systeme zur Besatzung wie Lebenserhaltung, Inneneinrichtung, Ausrüstung und die Mannschaft und auch der Treibstoff zum Verlassen des Orbits. Continue reading „Meine Alternative zur SLS“

SLS: für die einen billig, für die anderen teuer.

Vor einigen Tag hat nun die NASA endgültig die SLS beschlossen, nachdem sie schon im Juli hochdotierte Verträge mit ATK und Boeing abgeschlossen hat. 7021 Millionen Dollar soll das vom Februar 2014 bis zum Jungfernflug 2018 kosten. Nach der Computeranalyse gibt es eine 70% Wahrscheinlichkeit das man das Datum halten kann. Man will das verbessern indem man Probleme rechtzeitig angeht:

„If we don’t do anything, we basically have a 70 percent chance of getting to that date,“ said Bill Gerstenmaier, NASA’s associate administrator for space operations. „Our intent is to go look at those (expected) problems and see what we can do to mitigate (them).“ Continue reading „SLS: für die einen billig, für die anderen teuer.“