Regelungswut

Nach einer längeren Pause heute mal wieder einen Blog. Neben der Arbeit die mir wenig Zeit lies, auch an der Überarbeitung der Galileo Artikel ist es auch, dass mir irgendwie ein Thema fehlt. Heute mal meine Gedanken zu einem "Dauer" Thema: Die Deutschen und die Regelungswut.

Seien wir ehrlich: Die Deutschen sind dafür bekannt, dass alles geregelt werden muss. Nicht nur grundsätzlich, sondern bis ins kleinste Detail. Das ist eine der schlechten Angewohnheiten der Deutschen. Ich will es mal an ein paar Beispielen festmachen.

Fangen wir an im Straßenverkehr. Kennen Sie alle Verkehrsschilder? Wohl kaum! Sie können das mal auf der Wikipedia nachprüfen. Das Problem ist es aber nicht nur, dass es so viele Schilder gibt, sondern diese auch kombiniert werden, der berühmte Schilderwald. Es gibt eine Untersuchung wonach die Verkehrssicherheit sich erhöht, wenn man die Zahl der Schilder reduziert. Die Schilder erfordern Aufmerksamkeit. Selbst das beste Schild ist ein abstraktes Symbol, das geistige Arbeit und Aufmerksamkeit erfordert um seinen Inhalt zu begreifen. Daher sind weniger Schilder besser: Sie lenken weniger vom Verkehr ab. Doch machen sie das mal einer Gemeinde klar….

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Moonhoaxer und Konsorten

Ich habe heute einen Artikel über die Strahlungsbelastung von Satelliten fertiggestellt und bin beim Recherchieren auch darüber gestolpert, dass man sich in der Wikipedia damit befasst, dass die Moonhoaxer, also Personen die glauben das gesamte Apolloprogramm wäre ein Scherz (Hoax) und niemand wäre wirklich auf dem Mond gelandet behaupten, die Passage durch den Van Allen gürtel hätte die Astronauten töten müssen. In Wirklichkeit bekamen die Apollo Astronauten eine Dosis von 6.1 mS ab, etwa 1/60 dessen was man nach der deutschen Strahlenschutzverordnung während der beruflichen Laufbahn aufnehmen sollte, oder so viel wie eine Besatzung in 10 km Höhe in 3 Monaten Flug abbekommt.

Das erinnert mich erneut an meine Korrespondenz mit derartigen Anhängern und deren Auftreten im Fernsehen. Meine persönlichen Erfahrungen ist dass man meistens persönlich beleidigt wird, von manchen schon bei der ersten Mail. Das zweite ist, dass sie offensichtlich im Besitz der absoluten Wahrheit sind. Es ist erstaunlich das Menschen die fachlich keinerlei Wissen vorweisen können ein derartige Selbstüberschätzung an den Tag legen können. Aber vielleicht geht es nur in der Kombination, denn vorhandenes wissen hätte zu Nachdenken geführt.

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Zuviele Köche verderben den Brei

Sorry Leute, das ich etwas hinterherhinke, doch daheim hat beim PC die Festplatte einen Defekt gehabt und im Geschäft war ich voll eingespannt mit den Vorbereitungen des Studi-Info Tages bei dem wir unseren Fachbereich zukünftigen Studienanfängern präsentieren. Der ist nun seit ein paar Minuten vorbei und so kann ich mich mal wieder an den Blog machen, als Ausgleich für die deswegen ausgefallene Mittagspause.

Kommen wir zum Thema. Als kürzlich mal durch das Fernsehen zappte fiel mir der Boom an Kochsendungen auf. Ich habe letztes Jahr mal eine Zeitlang "Das perfekte Diner" auf VOX angesehen, wobei es nicht so interessant ist was die Leute kochen, sondern die Reaktion der Gäste. Da gibt es den Typ "Meckerfritze" der anscheinend gar nichts mag und noch weniger verträgt. Andere sind recht unkompliziert. Manche sind anstrengend oder belehrend. Wieder andere vorne immer freundlich und bei der geheimen Wertung kommt dann die Masche "Punktabzug muss ich machen für ….". Wie im richtigen Leben gewinnen diese Meckertypen aber in der regel nicht, sondern die umgänglichen und freundlichen Leute. Nach einiger Zeit hatte ich mich aber an diesen Sozialpsychologischen Studien im kleinen satt gesehen. Das ganze gibt es ja auch noch als XXL Version "Das perfekte Promi-Diner" bei der ich mich immer Frage ob ich gravierende Bildungslücken habe oder woran es liegt, das ich keinen der "Promis" da kenne.

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Die Saturn V XL

Erst mal eine Nachlese zu den Kommentaren in den letzten Tagen.

Gestern flog Rosetta an der Erde vorbei und ich habe es doch glatt verpennt. Sorry, aber ich habe derzeit wenig Zeit und arbeite gerade auch an der Verbesserung der Feriendorf Website. Immerhin ist Cassinis Aufsatz nun wieder aktuell und Rosettas nun auch. Wo ich allerdings geschrieben haben soll, dass dieser am 7.11. stattfindet ist mir ein Rätsel – ich habe nichts gefunden. Es gibt aber in der Tat kleine Verschiebungen im Flugplan von 1-2 Tagen und größere in der Distanz (5295 anstatt 430 km). Diese sind bedingt durch Feinoptimierungen der Bahn. Die Asteroidenvorbeiflüge wurden erst nach dem Start selektiert und die neue Bahn muss diese berücksichtigen. Rosetta verfügt über einiges an internen Treibstoffvorräten die auch schon für größere Kurskorrekturen genutzt wurden. Rosettas Aufsatz habe ich nun auch gespalten um die aktuelle Berichterstattung von der Sonde zu trennen. Sie finden dort auch eine Übersicht was sich zu den Planungen geändert hat. (mehr …)

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Die deutsche Mondmission – zum Zweiten!

Nachdem sie schon vor einigen Monaten vor dem Fachpublikum propagiert wurde, hat sie nun auch ihren Weg zur Öffentlichkeit gefunden. Die deutsche Mondmission. Kosten soll sie 250-350 Millionen Euro. Es soll ein Satellit sein, der den Mond mit RADAR und visuell untersucht. Noch immer fehlt ein politisches Okay, wie man es bei einem solchen Projekt braucht. Die Chancen angesichts nun etwas besser gefüllter Staatskassen, dass es zu der Mission kommt, stehen jedoch vergleichsweise gut, zumal ja nun auch China und Indien eigene Mondsonden planen, dazu Japan und die USA – da kann man sich doch nicht lumpen lassen.

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