Die Raumfahrtnachlese 2025

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Ich schiebe etwas spät eine kurze Raumfahrtnachlese für 2025 nach. Das auffälligste ist natürlich der rasante Anstieg der Starts bzw. Startversuche, 325 waren es letztes Jahr. Eine Steigerung um 58 gegenüber letztem Jahr und damit nicht nur in der Höhe ein Rekord, sondern auch im Zuwachs. Nur mal als Vergleich – bis 2020 hatten wir in den letzten Jahren im Durchschnitt 100 bis 120 Starts pro Jahr.

Der Großteil der Starts entfällt aus Starlink, aber auch die anderen Konstellationen, die nun aufgebaut werden tragen dazu bei. Alleine 122 Starts entfielen auf Starlink. Aber was auch sehr auffällig ist, ist das 92 dieser Starts auf China entfallen. Auch hier eine Steigerung von 68 im letzten Jahr und nahezu proportional zu dem Anstieg seit 2020 (für die Jahre ab 2018 lag China bei 34 bis 39 Starts pro Jahr). Das ist deswegen bemerkenswert, weil die meisten Starts von China eben nicht auf Konstellationen entfallen, 16 entfallen auf die Erdbeobachtungssatelliten HULIANWANG  (WHDW) und 9 auf die geostationären Tongxin Satelliten, aber der Rest auf Einzelsatelliten oder kleine Serien – insgesamt 38 verschiedene Satellitentypen – entfallen auf die 92 Starts. Dagegen machen bei den Starts der USA die Starlinks 122 von 181 Starts aus. Die anderen Nationen blieben auf dem Vorjahresniveau, mit Ausnahme von Neuseeland – durch die Starts der Elektron, 17 gab es davon letztes Jahr. (mehr …)

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Programm 437

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Ich weiß, ich mache mich in den letzten Wochen etwas rar. Dafür gibt es zwei Gründe. Da ist zum einen die gesamte politische Lage. Primär natürlich in dem Land des unbegrenzten Irrsinns. Wenn der Machthaber von Venezuela entführt wird und unter falscher Begründung angeklagt wird – weil es ja in Wirklichkeit weder um Drogen, noch darum geht das Maduro nicht der rechtmäßige Sieger der letzten Wahl ist, sondern nur um die größten Erölvorkommen der Erde und Trump schon unter ebenso fadenscheinigen Begründungen auf Grönland schielt, dann vergeht mir die Lust auf Blogs und sie erscheinen auch so unwichtig zu sein.

Nebenbei ist es in Deutschland auch nicht besser. Milliardenpakete werden durch Schulden finanziert, die aber primär völlig überflüssige Wahlversprechen finanzieren, wie die Mütterrente. Die ging problemlos durch und wurde auch von den „Abweichlern“ der Jungen Union nicht angegriffen, die sich aber zu Recht gegen das Hochhalten des Rentenniveaus wehrten. Auch das ist nicht die Politik, die die Zukunft sichert, sondern eher Wählerstimmen für die Union. (mehr …)

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Die Umweltbilanz der New Shepard

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Kürzlich ist die deutsche Michaela Benthaus mit Blue Origin auf der Mission New Shepard NS37 geflogen. Da die Dame querschnittsgelähmt ist, war dies den Nachrichten eine Schlagzeile wert, ähnlich wie vor einigen Monaten der Flug von Kate Perry, ebenfalls mit Blue Origin auf der New Shepard. Was dabei untergegangen ist, war, dass auch ein zweiter, zumindest in Raumfahrtkreisen wesentlich bekannterer Deutsche, mitflog, nämlich Hans Königsmann, früherer Launch-Service-Director und Vizepräsident bei SpaceX. Er hat auch zusammen mit Michaela Benthaus trainiert und hatte nach den Nachrichten wohl auch die Aufgabe, sie im Falle eines Notfalls aus der Kapsel zu bringen. Michaela Benthaus hat diesen Trip bestimmt nicht alleine finanziert, denn sie ist angestellt als „Young Graduate Trainee“ bei der ESA und sie trug auch bei der Mission einen ESA-Anzug mit entsprechendem Emblem. Nach Wikipedia ist der Flug von Hans Königsmann finanziert worden, etwas was den Nachrichten egal war. Also mich würde es ja wurmen wenn ich jemanden ein Flugticket finanziere und das nicht mal erwähnt wird. Aber Königsmann scheint, nach dem was ich bisher so von ihm kenne, sehr bescheiden zu sein und er scheint sich auch nicht dran zu stören das sein Name seit Jahrzehnten in den USA falsch geschrieben wird als „Koenigsmann“. Ist im Zeitalter wo jedes Betriebssystem die Sonderzeichen jeder Schrift wiedergeben kann doch ziemlich provinziell. (mehr …)

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Die Corona-Spionagesatelliten

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Es gibt zwar schon auf meiner Webseite einen Artikel darüber, aber ich möchte heute im Blog etwas mehr über die Corona-Satelliten schreiben. Nach neueren Informationen zu suchen ist inzwischen relativ schwer, weil wenn man das Stichwort Corona eingibt, man eigentlich nur noch Sachen zur Pandemie bekommt. Noch problematischer ist, dass einige Schlüsselworte, die in diesem Zusammenhang fällig werden, wie Mural für den Kameratypus, der als zweites eingesetzt wurde, auch eine Bedeutung bei Corona haben.

Das Corona-Projekt waren die allerersten Spionagesatelliten der USA, die auch als Keyhole bezeichnet wurden. Der Name Corona kommt von der Typenschreibmaschine Corona von LC-Smith, auf der die Anträge für das Projekt getippt wurden. Das Projekt entstand auf einem Vorgängerprojekt namens WS-117L, abgekürzt für Wepon-System-117L, das aber schließlich eingestellt wurde, das einen Aufklärungssatelliten im Orbit vorsah. Bei den Satelliten, die von Lockheed gebaut wurden, handelte es sich um eine Konstruktion, die anfangs fest verbunden mit der Oberstufe Agena war. Die gesamte Elektronik, Avionik und Batterien steckten in der Agena. Von dem Satelliten blieb eigentlich nur noch die Kamera und der Film übrig und am Ende des Satelliten eine Rückkehrkapsel. Der Film, der anfangs ungefähr knapp einen Kilometer lang war, 70 mm Film, wurde von der Agena durch die Kamera durchgezogen und in der Rückkehrkapsel aufgespult. Wenn die Kapsel voll war oder der Film nicht mehr transportiert werden konnte, wurde die Kapsel abgestoßen und dabei der Satellit abgebremst, sodass er gleichzeitig verglühte. (mehr …)

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Die Deutsche Automobilindustrie.

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Ich weiß, ich habe lange nichts von mir hören lassen. Ich lebe aber noch. Ich arbeite derzeit viel an dem neuen Buch über die Thor- und Delta-Trägerraketen. Leider stoße ich auf immer mehr Material und das nimmt sehr viel Arbeit in Anspruch, um mich einzuarbeiten und zu schreiben. Jetzt schon ist das Buch auf 400 Seiten Umfang angewachsen. Mein heutiges Thema ist die deutsche Automobilindustrie, ihr Einfluss auf die Politik und ihre Probleme. Inspiriert wurde ich durch die Meldungen, die wahrscheinlich heute bestätigt werden, dass das „Verbrenner-Aus“ gelockert wird von 100% Kohlendioxid neutral im Jahre 2035 auf 90% im selben Jahr. Dazu etwas später mehr. Ich eröffne damit mal eine neu Kategorie über Politik, wo es natürlich mehr über meine persönliche Meinung, als über Fakten geht.

Meiner Ansicht nach ist Deutschland im festen Griff der Lobby der Automobilindustrie. Das konnte man schon 2008, als wir die weltweite Wirtschaftskrise hatten, verursacht durch die Bankenkrise in den USA sehen. Die Automobilindustrie als einzige Branche bekam einen Extra-Bonus der Politik, damals in Form der Abwrackprämie, damit man einfach noch ein funktionierendes und gutes Auto verschrottet und sich ein neues kauft, um die Umsätze hochzutreiben. Das hat schon damals nicht viel geholfen, weil die Prämie ja nicht nur für deutsche Automobilhersteller war, sondern auch für ausländische Automobilhersteller und sehr viele dieser Autos, die verschrottet wurden, relativ preiswerte Autos waren und dann auch meist wieder von den preiswerteren ausländischen Herstellern nachgekauft wurde. (mehr …)

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