Vorsicht vor dieser Website

Zu meiner in letzter Zeit sowieso schlechten Laune haben einige Mails beigetragen, die ich in der letzten Woche bekam. Den Anfang machte eine Klage, dass meine Artikel ohne Referenzen sind. Die Dame hat zuerst mal Copyright und Referenzen durcheinander gebracht (keine Referenzen = kein Copyright). Das aber bei der Antwort dann eingesehen. Ich bin mir dessen durchaus bewusst. In neuen Aufsätzen baue ich in den Fließtext Links ein, manchmal auch unten, aber in einem Großteil gibt es keine. Bei den alten weil ich es damals nicht für nötig hielt. Bei ganzen Gruppen wie Computer oder Lebensmittel/Ernährung weil ich nicht nachschlagen muss bzw., wenn, dann kann ich eben nur ein Fachbuch angeben.

Die Dame meinte, dass „Deshalb ist eine Seite, die selber keine Quellenangabe macht, keine Referenz für solche Artikel auf wikipedia oder sonst wo im Internet. Geschweige für Studienarbeiten in Papierform. Ich weiß, Sie haben sich den Inhalt auf Bernd-Leitenberger.de nicht ausgedacht und sind auch nicht von selbst darauf gekommen. Deshalb gilt Ihre Seite nicht als vertrauenswürdige Referenz und Quelle.“. (mehr …)

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Der Galileo Telekommunikationsorbiter

Wie sich vielleicht der eine oder andere erinnert, klappte bei Galileo nicht das Entfalten der Hauptantenne. Galileo setzte wie die erste TDRS-Generation eine Antenne bestehend aus CFK-Streben und einem Drahtgeflecht ein. Die Technologie dafür war damals ganz neu, vom Satelliten ATS-6 erprobt worden (dort sogar mit einer 9,14 m großen Antenne, einem Rekord, der bis heute nicht überboten wurde) und sie sparte Platz beim Transport und Gewicht. Die Antennen von TDRS wogen nur 24 kg.

Doch da Galileo wegen des verschobenen Starts mehrmals mit dem Truck zum JPL und Kennedy Space Center transportiert wurde muss bei einer der streben Schmieröl ausgetreten sein, denn sie lies sich nicht entfalten und die Antenne blieb halb geöffnet und war so nutzlos. Der Rest ist bekannt – Galileo konnte über die Niedriggewinnantenne nur mit 10-40 Bit/s kommunizieren und trotz Einführung der JPEG Komprimierung gab es nur wenige Bilder. Andere Experimente mussten komplette entfallen, wie die Plasmauntersuchungen die genauso viel Daten lieferten, die man aber nicht JPEG-Komprimieren konnte. (mehr …)

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Nachschlag Pedelecs

Vor zwei Monaten gab es diesen Kommentar zu einem älteren Artikel über Pedelecs oder Elektrofahrrädern:

„Sie wollen doch wohl nicht im ernst behaupten Henry Ford hätte als erstes ein Recyclingsystem für Autos entwickelt bevor er seine Autos in Serie gebaut hat? Das ist ja mal eine ganz neue These.“

Nun sind wir aber nicht mehr Anfang des letzten Jahrhunderts und Elektrofahrräder sind nicht so neu. Das man Elektromotoren einsetzt ist wirklich nicht gerade als der neueste Schrei zu bezeichnen und Akkus sind es auch nicht. In anderen Branchen hat man die Akkus standardisiert. Es gibt AA, AAA, C und D Akkus und wer eine längerlebige oder hochpreisige Kamera kauft, wird auch diese vorfinden. Bei Geräten die man nicht so lange nutzt, wie billigere Kameras aber auch Notebooks, dominieren dann Spezialanfertigungen, zum Teil auch der Platzarmut (Gehäusehöhe bei Notebooks und Tabletts) geschuldet, wobei ich mir sicher bin, dass man sicher Akkus für Notebooks genauso standardisieren könnte. (mehr …)

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Nicht bemannte, nicht unbemannte Raumfahrt, sondern die Raumfahrt der Vernunft

In den letzten beiden Tagen kamen zwei bemerkenswerte Dokumentationen zum Thema bemannte Raumfahrt: „Wissen aktuell: Mission Weltraum“ auf 3sat und „Kein Mensch mehr im All“. Die erste drehte sich um die Zukunft der bemannten Raumfahrt nach dem Ausmustern des Shuttles und die zweite um den Sinn der bemannten Raumfahrt selbst. Die letztere ist recht gut gemacht und es kommen Astronauten wie Kritiker zu Wort. Dabei gefielt mir als bestes, wie ein Astronaut stolz erzählte, er habe bei einem Proteinzüchtungsexperiment 99,8% Reinheit erreicht, als ihn ein Wissenschaftler daraufhin wies „Auf der Erde erreichen wir derzeit 99,99% Reinheit“….

Zeit also das Thema doch mal wieder aufzugreifen. Bei den Befürwortern der Bemannten Raumfahrt werde ich ja gerne als „Gegner der bemannten Raumfahrt“ bezeichnet. wer den Blog aufmerksam liest, dem dürfte klar sein, dass es mir nicht um bemannte oder unbemannte Raumfahrt geht, sondern darum wenn Raumfahrt schon teuer ist, die Mittel sinnvoll einzusetzen. So habe ich schon etliche Vorschläge für Alternativen zu Ariane 6 / Sojus STK oder für die Kostenbegrenzung bei Satelliten / Raumsonden (Stichpunkt: Serienbauweise, anstatt jedes Gefährt neu zu entwickeln) machte und ich bin auch gegen manches unbemannte Projekt wie das JWST oder die ESC-B – zumindest bei dem Preisschild das da draufklebt. Schlussendlich gibt es ja nur einen Topf für die Forschung und wenn ich an die Universitäten denke und mit welchen Budgets dort geforscht wird, dann ist schon unbemannte Raumfahrt um ein vielfaches teurer als was wir pro Forscher so auf der Erde ausgeben. (mehr …)

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Der Organskandal und der Mangel an Organen

Derzeit geht ja wieder ein Thema um, nämlich dieser Arzt, der seine Patienten auf der Wartliste nach oben gepusht hat. Ob das strafrechtlich strafbar ist, wird ja noch geprüft. Es ist moralisch verwerflich, aber auch verständlich, schließlich steht einem der eigene Patient näher als irgend jemand anders auf einer liste, aber ich denke auch da ist Geld geflossen.

Was nun befürchtet wird ist, dass es einen Mangel an Spendern gibt. Es gibt ja jetzt schon die Initiative dass jeder Organspender sein sollte, und wer es nicht ist, der sollte dies explizit sagen. Ich habe seit zwanzig Jahren einen Organspenderausweis (bzw. den Dritten, den er ist in meiner Geldbörse, damit er falls ein Unfall kommt auch gleich auffällt und da hebt Papier nicht ewig) und finde diese Regelung gut. Sie gibt mir solange ich noch lebe ein gutes Gefühl noch eventuell etwas für andere zu tun und wenn ich tot bin muss es mich eh nicht mehr kümmern. Ich glaube auch das nicht das Problem die Organspender sondern die Angehörigen sind, die diese Entscheidung praktisch direkt nach dem Tod treffen müssen und dann ist das zum einen zu viel und bei vielen schwingt dann auch noch mit wie dann wohl der Leichnam aussieht wenn er aufgeschnitten wurde. Da wäre ein Ausweis sicher die bessere Lösung, weil er die Angehörigen von dieser Entscheidung befreit. Nur ob dann ein Zwangsausweis die Lösung ist denke ich nicht, weil dann sofort der Gedanke kommt „Darüber hat sich mein Vater/Mutter … zu Lebzeiten ja keine Gedanken gemacht und ich denke er/sie war dagegen“. (mehr …)

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