Zum Mond – mit Ionentriebwerken
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Als ich den Grundlagenartikel über zukünftige Antriebe schrieb, wurde mir klar, dass aus praktischen Gründen für Ionentriebwerke nur wenige Einsatzzwecke übrig bleiben. Einer davon ist jedoch relativ bedeutsam: der Transport von Fracht zum Mond. Hier können Ionentriebwerke ihre volle Stärke ausspielen:
- Es gibt kein Startfenster. Man kann im Prinzip jederzeit zum Mond starten.
- Der Gewinn durch den hyperbolischen Exzess ist klein. Chemisch benötigt man mindestens 4 km/s, um von einem LEO in einen LMO (Low Moon Orbit) zu gelangen. Mit Ionentriebwerken sind es etwa 8,4 km/s. Das ist zwar mehr, aber der Unterschied zwiachen chemisch und elektrisch bei dem Transfer zum Mars ist deutlich größer.
- Wir reden bei schweren Lasten von einer Schwerlastmission mit entsprechenden Kosten, also entweder einer großen SLS, zwei bis drei Starts einer Rakete wie der New Glenn oder Falcon Heavy oder 10 bis 20 Starts eines Starships. Durch den Einsatz von Ionentriebwerken kann ich hier deutlich mehr Geld sparen als bei einer kleinen Trägerrakete.