Die Saturn V und die Betriebswirte

Der Link von Kartoffel über die Doku Fight for Space hat mich mal inspiriert, auf Youtube zu stöbern. Der Trailer sieht interessant aus, aber sonst habe ich auch nur Ausschnitte gefunden, keine komplette Doku. Doch ich kam bald auf andere Videos, die rechts erschienen. Ich schaue normalerweise keine Videos an, sie brauchen zu viel Zeit für zu wenig Information, aber ich schaue mir immer wieder gerne die Starts der Saturn V an. Die wurden von unzähligen Kameras aufgenommen und heute nachgeschärft, sind sie noch beeindruckender. Es gibt so schöne Momente in den Aufnahmen, jenseits von meinen Lieblingen, den Aufnahmen der Abtrennung der S-IB. Beeindruckend ist auch, wie die Versorgungsarme erst zurückschwenken, kurz bevor die Rakete abheben und ich meine erst kurz vorher, denn die Aufnahmen sind in Zeitlupe. Ariane 4, die ich als Vergleich oft genug beobachtet habe, zieht die letzten Versorgungsarme schon einige Sekunden vor em Abheben zurück. Das gibt dem Start auch seine eigene Dramatik. (mehr …)

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Die Lösung für ein überflüssiges Problem: Welche Nutzlast hätte eine Saturn V 2.0?

Bei einer Dokumentation über das Apolloprogramm kam mir angesichts der Hervorhebung, dass man das alles vor 40 Jahren mit dem damaligen Stand der Technik geschafft hat, die Idee zum heutigen Blog: Wie weit ist man heute wirklich weiter in der Raketentechnik am Beispiel der Saturn V. (mehr …)

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Am deutschen Raketenwesen …

… kann die Welt genesen. Ja Kaiser Wilhelm hatte schon recht. Ohne uns Deutschen würden die Russen immer noch an Katjuschas basteln, die Amis wären auch in 50 Jahren noch nicht auf dem Mond gelandet und Inder und Chinesen hätten nichts zum Kopieren. Auf den Blogbeitrag kam ich schon vor einigen Wochen, als ich die Einleitung über die Trägerentwicklung bei den internationalen Trägerraketen geschrieben habe. In der Tat stehen hinter den meisten ersten Trägern vieler Staaten Deutsche. Hier mal eine kurze Rekapitulation.

Zu Ende des zweiten Weltkriegs fahndeten beide Siegermächte nach den Schöpfern der A-4. Nicht nur die USA, sondern auch die UdSSR boten denjenigen die sich ihnen stellten hohe Belohnungen. Wie bekannt landeten die meisten bei den USA. Die Entwickler wurden vor Ende des Krieges nach Bayern gebracht wo der Krieg von der Alpen Festung aus weitergehen sollte. Von Braun stellte sich aktiv den Amerikanern, die auch zuerst im Mittelbau Dora ankamen und dort demontierten was nur brauchbar war. Etwa 100 A-4 waren fertig oder fast fertiggestellt die wurden dann in die USA verschifft, den Mittelbau Dora lag in Thüringen und damit in der russischen Besatzungszone. Bevor man die den Sowjets übergab, verschiffte man alles in die USA was man Geheimwaffen oder Waffenentwicklungen fand. Es gab dann noch, als sich die Besatzungsmächte nach dem Krieg noch verstanden zu Starts der A-4 durch die Siegermächte von Deutschland aus. Bei einem war auch Koroljow dabei. (mehr …)

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Die echten Saturn V Upgrades

Nachdem sich Elendsoft schon über mögliche Saturn V Upgrades ausgelassen hat, möchte ich mal nachreichen was man tatsächlich angedacht hat. Wie immer bei allen Raumfahrtprojekten muss man entscheiden, in welcher Phase das dann eingestellt wurde. Es gibt meistens eine vorbereitende Studie die mal grundlegende Fragen klärt und die gibt es zu Hauf zu allen Projekten, das kann auch der private Ansatz eines Mitarbeiters sein, der dann nicht viel weiter geht als Überlegungen in meinem Blog. Wird es ein echtes Projekt, so  durchläuft es vier Phasen, richtig teuer wird es erst ab Phase C, der Entwicklung. Phase A und B dienen dazu die Machbarkeit zu prüfen, das Design detailliert festzuklopfen und eventuelle vorbereitende Technologiearbeiten durchzuführen. Phase D ist dann die Produktion. Bei CCDev kostete z.b.  Phasen A+B bei drei Unternehmen rund 1100 Millionen Dollar, Phase C+D bei drei Unternehmen 10100 Millionen Dollar. (Ich habe Sierra Nevada das bei den ersten Stufen dabei war auch bei Phase C/D mit hinzugenommen). Ich behandele diesen Punkt etwas ausführlicher, weil viele diese Stadien nicht unterscheiden, wenn von einer „NASA Studie“ oder „NASA Projekt“ unterschieden wird. Doch wir wollen das ja hier richtig machen. (mehr …)

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Raketen die es geben könnte: Saturn V Quad Centaur D

Ich hatte vor längere Zeit mal eine Reihe gestartet von Raketen die es geben könnte, die aber nie gebaut wurden. Heute will ich dem eine neue hinzuführen. Die Saturn V Quad Centaur. Das ist eine herkömmliche Saturn V. Nur sitzt über der S-IVB dann nicht das Apolloraumschiff sondern ein Stufenadapter, der zu vier Centaurs führt. Das heißt er beginnt unten als Kreisring und endet oben in vier Kreisringen, In jedem steckt eine Centaur. Das ist ungewöhnlich, vom Platz aber ohne Problem möglich. Die Centaur D, die damals im Dienst war, hatte einen Durchmesser von 3,05 m, die S-IVB einen von 6,60 m.

Sinnigerweise montiert man die Centaur D so, dass sich die Außenwände berühren und umgibt sie mit zwei Metallbändern, die sie zusammenhalten. Das erhöht die Stabilität. Die kann man durch einen pyrotechnisch betätigten Cutter im Orbit durchtrennen. Das sollte aber besser klappen als bei Gemini 9 ;-). Die Centaur kann weitgehend unverändert übernommen werden. Man müsste nur auf die abwerfbare Außenisolation verzichten. Auch der Bordcomputer bleibt, genauso wie die IU der Saturn V. Das Vorgehen entspricht also im Prinzip bei der Titan IIIE Centaur, die im Prinzip eine Titan IIID mit zusätzlicher Oberstufe war. (mehr …)

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