Neues von SpaceX und Co.

Da sich nun irgendwann mal im Juni der dritte SpaceX Start dieses Jahr ansteht, mal wieder eine kleine Aktualisierung einiger Themen rund um SpaceX. Zuerst einmal hat man bei der Firma auch erkannt dass es vielleicht nicht dumm wäre, mal das Startmanifest abzuarbeiten. Selbst Elon Musk meinte nach dem letzten Flug dass man dieses Jahr maximal 10 Flüge schaffen würde. Inzwischen hat sich der nächste Flug um mindestens eineinhalb Monate verschoben und ihr eigenes Launch Manifest weist 14 Starts für dieses Jahr aus. Nach Gwen Shotwell ist das ein Punkt, an dem man SpaceX messen wird. Immerhin gibt es nun eine nachprüfbare Aussage (die Webseite mit einem Launchmanifest, das nie eingehalten wird, kann das ja nicht sein): Ein Start pro Monat dieses Jahr (sind also noch 7 Starts) und nächstes Jahr sollen es 24 Starts sein. Den ersten teil kann man schon am 31.12.2014 nachprüfen. Meine Prognose: SpaceX schafft weder die 7 Starts (mit den schon erfolgten 9) dieses Jahr, noch die 24 nächstes Jahr. (mehr …)

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Die Sache mit den Gigaflops

Da ich gerade in loser Reihe mich mit den Supercomputern von Cray beschäftige und dann in der letzten ct‘ noch der Artikel „Matrix reloaded“ erschien möchte ich an dieser Stelle mal was zu der realen und theortischen Geschwindigkeit auf sich hat. Bei Supercomputern aber auch Großrechnern hat sich da die Angabe der Fließkommaoperationen pro Sekunde eingebürgert. Früher meist Megaflops, heute pro Prozessor Gigaflops und pro Rechner können es schon Teraflops sein. Das Maß ist auch für den Laien gut verständlich: Ein „FLOP“ so die Abkürzung ist eine Rechnung pro Sekunde, entspricht also im täglichen Leben einem Druck auf die Taschenrechnertasten + – * / oder einer längeren Anstrengung des Kopfes. Das F steht für Fließkommazahlen, denn es gibt auch die Ganzzahlrechnungen, die man zweckentfremden zur Festpunktarithmetrik nutzen kann. So wird aus einer 20 Stelligen Ganzzahl eben dann eine 16 Stellige mit 4 Stellen hinter dem Komma. Nachteil dieses Verfahrens ist, dass man nicht sehr große oder sehr kleine Zahlen verarbeiten kann. (mehr …)

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Methan vs. Kerosin

Da Niels sich ja mit dem Thema beschäftigt hat und es auch durch Jewgeni-7 hier angesprochen wurde und nun auch SpaceX ein LOX/Methan Triebwerk am Stennis Test Center testen will, will ich mich mit dem Thema auch mal beschäftigen. Ich hatte ja Methan schon mal verglichen mit Wasserstoff. Mit diesem hat er auch einiges gemeinsam, er ist eine kryogene Flüssigkeit und er hat ein geringe Dichte. Noch mehr Gemeinsamkeiten gibt es mit Kerosin und bei allen Projekten ist es ja ein Ersatz oder eine Nachfolgetechnologie für LOX/Kerosin. Fangen wir also mal an mit den Gemeinsamkeiten und Unterschieden zu Kerosin: (mehr …)

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Panzer im zweiten Weltkrieg

Die Artikel von Niels Harksen über skurrile Panzer bracht mich auf die Idee mal etwas über Panzerkonzepte im zweiten Weltkrieg zu schreiben. Wei sie sich entwickelten, konnte sicher keiner erahnen, aber die Ausrüstung der Länder im Hinblick auf das was erwartet wurde, waren sehr unterschiedlich. (Da Niels den Artikel seit einigen Tagen auf dem Entwurfstatus hat, funktioniert der Link wahrscheinlich erst in einigen Tagen, aber dann lohnt es sich den Artikel zu lesen).

Frankreich und England hatten noch die Vorstellung das die Panzer im zweiten Weltkrieg so eingesetzt werden würden wie im ersten Weltkrieg. Dort dienten sie dazu den Stellungskrieg aufzubrechen. Jahrelang stand man im Westen sich in Gräben gegenüber, beschoss sich mit Artillerie und stürmte gegen gegnerische Stellungen. Die Generäle bewiesen erstaunlich wenig Lernfähigkeit denn die ganzen Jahre hindurch gab es das einfache Schema: Artillerie Dauerfeuer –  Sturmangriff – Stellung erobern. Obwohl sich bald zeigte dass der Gegner sich durch tiefliegende Bunker gegen Artilleriefeuer schützen konnte und ein Angriff von Soldaten ohne Deckung und ohne Schutz gegen Gegner die in Gräben geschützt waren und über Maschinengewehre verfügten enorme Verluste mit sich brachten. (mehr …)

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720 Dollar pro Stunde…

Nein das ist nicht das Honorar eines Luxus-Callgirls, sondern der Preis für eine Rechenstunde auf der Cray X-MP. Ich arbeite gerade an einem Artikel über diesen Rechner und bei der Vervollständigung schlug Google auch „Cray X-MP for sale“ und ich kam auf diese Seite. Die Diskussion dreht sich ganz schnell um die Kosten des Computers im Betrieb und nachdem einer einen Preis von 720 Dollar pro Stunde bringt, fängt die Rechnung an wie viel Strom die Maschine verbraucht. Das die 720 Dollar auch andere Kosten beinhalten (ein Rechenzentrum hat ja auch Angestellten und das Gebäude muss ja auch abgeschrieben werden) darauf kommt keiner. Natürlich verbraucht eine Cray X-MP nicht für 720 Dollar Strom. Der Verbrauch ist abhängig vom Modell, aber ein typischer Wert sind 128 kWatt. Das sind bei den niedrigen US-Strompreisen vielleicht 15 Dollar pro Stunde.

Meine Einschätzung: es ist die Miete des ganzen Rechners, die auch die Abschreibung beinhaltet, schließlich kostet nicht nur der Betrieb etwas sondern auch die Anschaffung. Das NCAR nennt für eine 1986 angeschaffte Cray X-MP 48 folgende Zahlen: (mehr …)

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