Radiowerbungssplitter

Auf mein heutiges Thema kam ich relativ schnell. Man muss nur Radiowerbung hören und da fielen mir doch wieder einige Beispiele ein, die nervig sind.

Es gibt Dauerbrenner der Radiowerbung wie Seitenbacher. Egal ob der Geschäftsinhaber nun Bergsteigermüsli oder Hanföl anpreist, es wirkt amateurhaft. Wenn er alleine versucht zwei Personen im Dialog darzustellen und dazu nicht mal richtig seine Stimme verstellen kann, oder er meint in der Werbung müsste man den Produkt- und Firmennamen möglichst oft wiederholen und dann so Zeilen generiert wie „ Seitenbachers XYZ-Müsli. XYZ-Müsli von Seitenbacher“. Wenigstens ein Spot hat eine unfreiwillige Komik, der für Hanföl „Da nimmschte jeden Morgen an Löffel, da fühlscht dich guat“. Glaub ich sofort, aber, wenn ich Hanf am Morgen nehme, dann ist für mich auch der Vormittag gelaufen … (mehr …)

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Klappt das OTRAG Konzept heute?

Kürzlich bekam ich folgende Mail:

Hallo Herr Leitenberger,

seit vielen Jahren lese ich ihren Blog und immer wieder Ihre Aufsätze und Abhandlungen auf ihrer Website. Auch heute einmal wieder, da bei Spiegel Online (leider im zahlungspflichtigen Plus Teil) eine Geschichte über die Fa ORTRAG  erschien.

Ich nutzte die Gelegenheit um mein Wissen etwas aufzufrischen und habe mir Ihre ausführlichen Aufsätze zu dem Thema durchgelesen.

Als Techniker (ich war einige Zeit Entwickler für Hard und Softwaretechnik in der Medizintechnik) stellt sich hier bei mir die ( natürlich hypothetische) Frage – ob man das Konzept ORTRAG heute mit moderneren technischen Mitteln – Verbundwerkstoffe, leichtere Materialien etc, besserer und einfacherer Steuerungselektronik und moderner Entwicklungstechnik ( CAD CAE etc.) anders oder effizienter machen könnte.

Quasi ein ORTRAG 2.0 – der Grundgedanke des zweckentfremdeten Nutzens bestehender und guter Technologie finde ich persönlich immer sehr angenehm. Querdenken und das neu denken können ja durchaus interessante Ansatzpunkte für neue Technologien sein.

Ich würde sehr gerne mal einen Blog Eintrag von ihnen lesen in dem sie sich in ihrer bewundernswerten unnachahmlichen weise mit der Thematik „wie sähe ORTRAG mit heutigen Mitteln aus und wäre das überhaupt ein interessanter Ansatz? “ beschäftigen.

Ansonsten möchte ich noch gerne ein Lob für ihre tollen Beiträge dalassen und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

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Die größte Panne der NASA

In meiner kleinen dreiteiligen Serie zum sechszigsten Geburtstag der NASA geht es heute um die größte Peinlichkeit im US-Weltraumprogramm. Gut da kann man unterschiedlicher Meinung sein. Was ist peinlich? Das hängt vom Standpunkt und Zeitgeist ab. 1969 bekam die NASA jede Menge erboster Zuschriften als in einer brenzligen Situation Eugene Cernan ein „son of a bitch“ rausrutschte. Aber das sehe ich das nicht als peinlich oder als Panne an. Ich habe mir einen Vorfall rausgesucht, der stellvertretend für ein Dauerproblem der NASA steht: Der Verlust des Mars Climate Orbiters (MCO). Zuerst mal die Geschichte:

Am 23.9.1999 stand die Abbremsung des MCO in den Orbit an. Eine letzte Kurskorrektur, die noch möglich gewesen wäre, wurde als unnötig befunden. Um den Treibstoffverbrauch beim Einschwenken in den Orbit zu minimieren, nähert sich der MCO dem Mars so nahe wie möglich, um kurz vor Passage des marsnächsten Punktes das Haupttriebwerk zu zünden. Es verlangsamt in 16 Minuten den Satelliten um 1.370 m/s. Der MCO sollte in einen elliptischen Orbit mit einer Umlaufszeit von 14 Stunden einschwenken. (mehr …)

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Beep – Apollo stand by for TDCOM – Beep

Ich habe jetzt begonnen mich intensiver ins Apolloprogramm einzulesen für mein nächstes Buch über das Apolloprogramm. Ich werde in der nächsten Zeit einige Spliter meiner „Erkenntnisse“ (ist ja eigentlich alles bekannt, es gibt ja unzählige Dokumente über das Apolloprogramm unterbreiten. Eine Besonderheit davon kennt jeder, der mal den Originalfunkverkehr zwischen Besatzung und MCC gehört hat, die Beeps zwischen zwei Funksprüchen. (mehr …)

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Die schwärzeste Stunde der NASA

Heute folgt Teil 2 meiner kleinen Serie über die Geschichte der NASA, die am 1.10.2018 ihren 60-sten Geburtstag feierte. Wie der Titel schon sagt, geht es um die schwärzeste Stunde der NASA in den letzten 60 Jahren. Während man über die Sternstunde der NASA sicher diskutieren kann, senke ich ist die Auswahl bei der schwärzesten Stunde einfach. Es ist eine bemannte Mission, denn bei unbemannten Missionen ist sowohl das öffentliche Interesse, wie auch die Betroffenheit viel geringer – es mag zwar ein finanzieller Verlust aufgetreten sein, aber niemand wurde getötet. Daneben sind die finanziellen Folgen in der bemannten Raumfahrt viel höher, selbst wenn man es mit Megapannen bei unbemannten Programmen vergleicht, wie dem Totalverlust des Mars Observers, oder der geringen Datenmenge von Galileo oder der Kurzsichtigkeit von Hubble und die daraus resultierenden Kosten für die Reparatur. Doch selbst wenn man Galileo als Totalverlust ansieht, sind deren Kosten von 900 Millionen Dollar (bis zur Entdeckung des Defekts) klein im Vergleich zu den Kosten die die folgenden drei Unglücke generierten. Auch die Auswirkungen auf das Programm, das in jedem der Fälle mindestens 18 Monate stand, sind viel größer als bei unbemannten Programmen, wo man einfach die nächste Mission startete – auch wenn wie bei Ranger nur die letzten drei von neun Sonden erfolgreich waren. (Ein bemanntes Programm hätte man schon weitaus früher eingestellt). (mehr …)

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