Die US-Trägerraketen 2

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… das Buch über die Titan-Familie sind nun erschienen. Wie man am Titel leicht erkennen kann, ist dies der zweite Band der Neubearbeitung der US-Trägerraketen. Das Buch hatte als Wälzer die Grenze dessen erreicht, was beim Verlag möglich war – 700 Seiten. Daher gibt es die Neuauflage nun in mehreren Teilen. Band 1 über die frühen Trägerraketen (Vanguard, Juno I+II, Scout und Project Pilot) ist schon erschienen. Nun folgt die Titan Familie.

Das Buch hat 200 Seiten, davon sind acht in Farbe – je eine Startaufnahme der Modelle Gemini-Titan, Titan 2G, Titan 3C, Titan 3D, Titan 34D, Titan 3E, Titan 4, Titan 4B. Für die optisch deutlich abweichende Titan 3B fand ich leider kein Foto in Farbe in guter Qualität. Das liegt an der militärischen Natur dieses Trägers. (mehr …)

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Der Agon Light 2

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Ich habe in meinem Blog ja schon mal den Retro-Computer MinZ-C besprochen. Das ist ein Z180 Rechner mit CP/M als Betriebssystem und einer RAM- und ROM-Disk. Weitere Programme kann man auf einer SD-Karte ablegen. Nachdem ich auf den Agon Light aufmerksam gemacht wurde, habe ich mir einen zugelegt. Um es genauer zu sagen, den Agon Light 2, der kommerziell von Olimex hergestellt wird. Der Agon Light wird von seinem Schöpfer als „over engineered“ angegeben, Da bei den Geräten sehr schnell Extrakosten hinzukommen, habe ich ihn schließlich bei Mouser bestellt und er kam obwohl erst für den 12. Juni avisiert schon zwei Tage nach der Bestellung am 5.6.2023 an. Gekostet hat er mit Mehrwertsteuer schlussendlich 76 anstatt 58 Euro, immer noch billiger als beim Hersteller Olimex wo mit Versand und Zoll der Preis von 50 auf 95 Euro kletterte.

Der Agon Light 2 ist vom Aufbau her eher ein Retrocomputer als das MinZ-C System. Er ähnelt aber eher einem „klassischen“ Heimcomputer wie dem C64, auch wenn er nur als Platine wie ein Raspberry Pi verkauft wird (Gehäuse ist verfügbar, kostet aber extra) und man ihn in einigen Aspekten durchaus mit diesem Bastelcomputer vergleichen kann. (mehr …)

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Starbase, die FAA und Artemis 3

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Obwohl noch nicht Juli ist, denke ich kann ich mal eine kleine Nachlese zu SpaceX machen. Aufhänger sind ein Artikel in der aktuellen Sterne und Weltraum und eine Meldung zu Artemis 3. Der Artikel in der SuW hebt sich positiv von der Berichterstattung direkt nach dem Start ab, wo viele deutsche Medien den Start zumindest als Teilerfolg, wenn nicht Erfolg ansahen, eben weil Elon Musk vor dem Start die Erwartungen weit dämpfte. Nach den Dokumenten für die FAA Genehmigung, war ein suborbitaler Flug geplant mit einem Wiedereintritt nahe Hawaii, dann meinte Musk das es eine 50:50 Chance gäbe, dass der Orbit erreicht wird und kurz vor dem Start war es dann schon ein Erfolg wenn der Startturm passiert wurde. Mit so was kommt auch nur er durch. Man stelle sich mal vor ULA würde beim jetzt anstehenden Jungfernflug der Vulcan sagen, das es schon ein Erfolg wäre, wenn sie nur den Startturm passiert. Na ja wenn die Ansprüche an die eigene Arbeit nur niedrig sind, dann kommen eben solche Aussagen zustande.

Erstaunlicherweise kam er damit durch, was eher auf die fehlende journalistische Qualifikation vieler deutscher Medien hinweist. Der SuW Artkel konzentriert sich weniger auf das was beim Teststart schief ging, als vielmehr auf de Schäden bei der Starbase und titelt: „Der unverantwortliche Erststart des Starships“. Er beschreibt also vor allem welche Zerstörungen es gab und belegt das mit Bildern von Felsbrocken neben Kratern und verbeulten Tanks. Dann verweist er auf die Anlagen in anderen Weltraumbahnhäfen, wo es künstlich aufgeschüttete Hügel über Flammenablenkschächten gibt, die den Durchmesser einer Turnhalle haben. Der Autor wagt dann die Prognose das es nun Druck von der FAA geben wird und der nächste Teststart nicht so schnell stattfinden wird. (mehr …)

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Das N-Wort und political Correctness

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Auf meinen heutigen Blog kam ich durch zahlreiche Meldungen, vor allem im Radio, wo auch Themen aufkommen, die jetzt für Tagesschau und „Heute“ zunwichtig sind, aber immerhin für die Radiomacher noch bedeutend genug.
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Der Titelaufmacher war eine Diskussion, die losgetreten wurde über die Abilektüre für das schriftliche Abitur un Baden-Württemberg und das war der Roman „Tauben im Gras“ von Wolfgang-Koeppen. Der Roman erschien 1951. In ihm kommt über 100-Mal das „N-Wort“ vor. Eine Deutsch- und Englsichlehrerin, Jasmin Blunt hatte eine Petition angestoßen mit dem Ziel, den Roman deswegen nicht als Abi-Pflichtlektüre zuzulassen und nach einigen Diskussionen auch Erfolg. Es ist nun die Entscheidung des Lehrers für das nächste Schuljahr ob er ihn behandelt oder nicht. Was ich daran interessant finde, war ein Interview mit ihr im Radio, in der sie beschriebt das der Roman lange Zeit zu ihren Lieblingsbüchern gehörte, bis ein Kollege sie auf die Verwendung des N-Worts hinwies und sie es erst dann entdeckte und nun auf keinen Fall diesen Roman unterrichten will. Jasmin Blunt sieht sich nun selbst beleidigt, denn sie hat eine dunkle Hautfarbe. (mehr …)

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Ein einmaliges Experiment

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Ich will heute einmal an ein Experiment erinnern, das es seitdem nie wieder gab und das auch hinsichtlich Komplexität einmalig war. Dazu muss ich weit zurückgehen in die Sechziger Jahre. Gemessen an heutigen Standards war die Technik bei Sensorik und Datenverarbeitung in der Raumfahrt damals primitiv. Anstatt Elektronik dominierte Elektrik und rudimentäre Bordcomputer gab es bei bemannten Raumfahrzeugen, nicht aber bei Raumsonden. Das traf auch auf die Experimente zu. Messgeräte waren meist leichte und miniaturisierte Geräte, die es auch sonst in der Forschung und Technik gab, wie Videokameras, Geigerzähler oder Magnetometer. Alles wurde analog gemessen und erst vor dem Senden digitalisiert.

In diese Zeit fällt nun, die in echter Kaufkraft wahrscheinlich teuerste, und gemessen am Ziel auch aufwendigste Mission der NASA, das Viking Programm. Ziel war es nicht nur den Mars aus dem Orbit zu erkunden sondern auch zwei Landegeräte abzusetzen. Viel wusste man bei Planung der Mission nicht über den Mars. Während die Mission die Entwicklung durchlief, kartierte Mariner 9 den roten Planeten erstmals, lieferte Temperaturmessungen und Spektren, aber über die Oberfläche wusste man wenig, dafür war die Kamera von Mariner 9 einfach zu grob auflösend. (mehr …)

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