Als kleinen Zwischenblog – aus aktuellem Anlass – mal wieder meine Meinung zur Codiv-19 Epidemie. Das Positive zuerst: ich erlebe zum ersten Mal, das sich Politiker mit kleinen Ausnahmen wie Johnson, Trump und Bolsonaro sich nach den Empfehlungen von Wissenschaftlern richten und das, obwohl diese ziemlich radikal sind. Bei dem Kohleausstieg sah das bei uns noch ziemlich anders aus, obwohl die Forderungen viel kleiner waren.(mehr …)
Inspiriert durch den letzten Blog will ich heute mal eine Raumsondenmission mit der Vega und Ionentriebwerk skizzieren. Ich habe eine Marsorbitermission gewählt, dasselbe gilt aber auch für einen Venusorbiter, da sind die Anforderungen bezüglich Geschwindigkeitsänderung sogar noch kleiner. Die Betrachtungen gelten natürlich auch für Landesonden, auch hier sind die Anforderungen geringer, weil nicht in eine Umlaufbahn eingeschwenkt werden muss.
Die technischen Randbedingungen, die ich wählte, sind einfach: es muss mit existierender Hardware möglich sein. Das begrenzt vor allem die Stromversorgung auf maximal 40 kW (größte Flügel haben rund 10 kW Leistung, maximal vier sind nutzbar) und im Einsatz befindliche Ionentriebwerke.(mehr …)
Wir haben in der Raumfahrt ja zwei gegenläufige Trends. Zum einen gibt es seit einigen Jahren die ersten „All Electric“ Satelliten, zum anderen werden gerade Träger entwickelt mit immer größeren Nutzlasten, nachdem man die letzten 25 Jahren mit 25 t Maximalnutzlast (Delta 4H, Titan 4B, Ariane 5E, Proton) auskam, werden nun größere Träger entwickelt. Die Falcon Heavy gibt es schon, die Vulcan soll bis 35 t erreichen, die OmegA liegt in derselben Größenordnung (keine LEO Nutzlast veröffentlicht) und die New Glenn wird 45 t erreichen. Es scheint aber, dass es eher den Bedarf an großen Trägern zu geben scheint, denn den ersten „All Electric“ Satelliten sind seitdem keine weiteren nachgefolgt und SpaceX entwickelt nun ja das Starship mit 100 t LEO Nutzlast.(mehr …)
Da ich in den Medien dauernd höre, wie schlimm die Maßnahmen zur Eindämmung des Covid-19 Virus doch sind und jeden Tag Sondersendungen kommen, will ich euch nicht auch noch mit einem Blog zu dem Thema nerven. Stattdessen ein kleiner Mischmasch-Blog mit drei Dingen, die für sich alleine zu kurz für einen Blog wären.
Ich habe ja dieses Jahr keinen Aprilscherz gemacht, auch weil mir kein guter Scherz eingefallen ist, doch mir kam einige Tage später die Erinnerung an einen wirklich guten wieder ins Gedächtnis. Es ist schon lange her, über 30 Jahre, aber weil mich das damals beeindruckte, habe ich ihn noch gut in Erinnerung. Es war nicht der Aprilscherz selbst, sondern ein Zeitungsausschnitt über den Scherz, denn ich damals an der Chemikalienausgabe las. Ich glaube sogar ich habe ihn wiedergefunden. Eine Zeitschrift veröffentlichte zum 1. April die Meldung man habe in Bier Ethanol gefunden. Dann wurde ein Fachmann zitiert der beschrieb das Ethanol eine entzündliche Flüssigkeit sei, die unter anderem als Lösungs- und Desinfektionsmittel und Raketentreibstoff genutzt wird. Die gefundene Menge an Ethanol im Bier wäre nach dem Experten durchaus so hoch, dass es giftig sein könnte. Der Scherz lief aber aus dem Ruder, er wurde für ernst genommen. Gaststätten und Getränkeläden verzeichneten Umsatzeinbußen, Brauereien versicherten, ihr Bier enthalte kein Ethanol (und das vor Erfindung des alkoholfreien Biers). Das war denn auch der „Zeit“ dann die obige Meldung wert.(mehr …)
Zuerst mal eine Erklärung: Unter Raketenkonstruktion verstehe ich die Ermittlung wesentlicher Daten einer Rakete, die man für Berechnungen benötigt, wenn diese nicht bekannt sind oder nicht bekannt sein sollen. Das meiste davon hat nichts mit Mathematik zu tun, sondern Erfahrung und einer guten Bibliothek: Da die Physik und Chemie überall die gleiche ist, wird eine neue Rakete sich nicht so stark von existierenden oder mal existenten unterschieden. Das ist bei anderen technischen Geräten auch so. Das heißt, man zieht vergleiche. Wenn ich z. B. die Masse einer Stufe zu 100 t schätze und es eine Treibstoffkombination mit einer mittleren Dichte von etwa 1 ist dann kann ich die Trockenmasse auf 5 bis 8 t schätzen. Am unteren Bereich liegen Konstruktionen mit innendruckstabilisierten Tanks, leichten Legierungen und einem Integraltank, am oberen Bereich Konstruktionen mit Edelstahl, ohne Innendruckstabilisierung und zwei getrennten Tanks. Kennt man da noch einige Details, so kann man das weiter einkreisen. Auch die Stufenverhältnisse, also wie sich die Startmasse auf die Stufen aufteilt, kann man so gut abschätzen.(mehr …)