Raketenwahnsinn

Als das Zeitalter der Raumfahrt begann, nahm man in Ost und West das was man hatte. Das waren erst mal ICBMs die schon fast Orbitalgeschwindigkeit erreichten, aber auch Mittelstreckenraketen. In den sechziger Jahren erweiterte man sie um neue Oberstufen wodurch die Nutzlast deutlich gesteigert wurde. Die der Atlas z. B. von 1.400 auf 4.600 kg und die der R-7 von 1.300 auf 7.700 kg. In den USA wurden dann noch Stufen gestreckt, Triebwerke verbessert und Booster angebaut, während Russland ihre Träger weitgehend unverändert über Jahrzehnte weiter betrieb. Dabei gab es beachtliche Startzahlen. Die USA hatten ihr startreichstes Jahr 1966 mit 83 Starts die Orbitalgeschwindigkeit erreichten (darunter zwei suborbitale): (mehr …)

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Neue Triebwerke, neue Treibstoffe

Die Beiträge von Jewgeni-7 über neue Tests von Methantriebwerken in Russland haben mich dazu gebracht mal etwas genauer nachzuforschen. Meines Wissens nach ist ja die Hoch-Zeit der russischen Triebwerksentwicklung längst vorbei, die war in den fünfziger und sechziger Jahren als dort so ziemlich alles als Treibstoff untersucht wurde, was nur theoretisch denkbar ist: Fluor, Interhalogene,  Ammoniak, Borane, nukleare Triebwerke, Plasmatriebwerke. All das hat die Sowjetunion damals getestet. Meiner Ansicht nach hat sich in den letzten Jahren nicht viel getan, wie man auch an der Verwendung des NK-33 für die Sojus 2-1v und des RD-191 als Einkammerderivat des RD-171 bei der Angara zeigt. Echte Neuentwicklungen sind dies nicht. (mehr …)

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Passagierflüge mit der Buran – Technisch möglich?

In meinen Persiflagen rechne ich ja normalerweise nichts durch, meistens nehme ich sogar Dinge die physikalisch unmöglich sind (ich habe da noch einiges in Petto, aber ich denke ich streue das ein bisschen, sonst schaut jeder sofort in welcher Kategorie der Aufsatz einsortiert ist. Mich hat ja beim letzten Artikel in der Kategorie gefreut, dass zumindest der eine oder andere reingeflogen ist (sonst macht’s ja keinen Spaß). aber wäre es technisch möglich?

Also damit wir alle auf dem gleichen Informationsstand sind: lest euch den Blog durch. Könnte man mit der Buran solche Passagierflüge durchführen? Nun eines das kann ich nach kurzem Überschlagen im Kopf ohne Rechnung sagen : nicht mit der Personenzahl. Aber gehen wir es systematisch an. Wir müssen erst mal die Masse bestimmen, um zu sehen ob das mit der Trägerrakete klappt, aber auch Buran die transportieren kann. (mehr …)

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Die Sache mit dem LAS

SpaceX hat nun ja ihre Super-Draco Triebwerke qualifiziert, die eine Doppelfunktion als LAS (Launch Abort System) und Landetriebwerk haben. Wie immer reklamiert die Firma einige „First“, einige sind auch echte Erstleistungen, andere nicht. Was keine Erstleistung ist ist die Konzeption eines LAS nicht als Turm auf dem Raumschiff wie bei Mercury, Apollo oder Sojus, sondern an der Basis. Das wird auch das Konkurrenzmodell CST-100 haben und die ESA plante es schon vor 25 Jahren für ihren Raumgleiter Hermes. Die ESA hat übrigens auch schon 13 Jahre vor SpaceX eine unbemannte Kapsel, nämlich ihren ARD, gestartet und erfolgreich geborgen.

Fangen wir zuerst mal an was die Vor- und Nachteile eines auf der Kapsel angebrachten und eines an der Basis angebrachten LAS. Zum einen ist die Belastung bei der Auslösung natürlich eine andere. Oben angebracht ist es eine Zugbelastung, unten angebracht eine Schubbelastung, die sich noch dazu zum Schub der Rakete addiert. Doch das ist sicher konstruktiv lösbar auch sonst sind Kapseln ja einseitige Belastungen gewöhnt. Deswegen sind sie so massiv. (mehr …)

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Die LOX/Methan Atlas

Ich greife mal Gerrys Vorschlag wie eine LOX/Methan Atlas aussehen könnte. Ich sage allerdings gleich, dass ich das für eine Schappsidee halte. Zum weinen verschenkt man bei der Oberstufe die ja nun LOX/LH2 einsetzt ziemlich viel an Leistung und zum anderen es zwar experimentelle Erprobungen des RL-10 mit einem Methanbetrieb gibt, aber es niemals einen Entwicklungszyklus für diesen Treibstoff durchlaufen hat. Das macht aber den Großteil der Kosten aus und damit auch der Zeit.

Also die Sache ist relativ einfach. De Gesamtmasse der Rakete muss sich nach dem Schub eines Raptors richten. Das hat 4480 kN im Vakuum, das sind wenn man die spezifischen Impulse von 321 und 363 s kennt 3961 kN am Boden. Wenn die Rakete ohne Booster mit 12 m/s starten soll, darf sie also maximal 330,1 t wiegen. Davon ziehen wir mal 3,1 t für die Nutzlastverkleidung ab, bleiben 323 t für Nutzlast erste Stufe und zweite Stufe. Auf der anderen Seite hat das RD-180 auch nur einen Schub von 3.890 kN; also noch weniger. das bedeutet, wenn die Stufenmassen gleich bleiben und die Nutzlast nicht zu sher ansteigt (maximal 6 t), dann kann man die Stufenmassen der Atlas V übernehmen. (mehr …)

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