Die Deutsche Automobilindustrie.

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Ich weiß, ich habe lange nichts von mir hören lassen. Ich lebe aber noch. Ich arbeite derzeit viel an dem neuen Buch über die Thor- und Delta-Trägerraketen. Leider stoße ich auf immer mehr Material und das nimmt sehr viel Arbeit in Anspruch, um mich einzuarbeiten und zu schreiben. Jetzt schon ist das Buch auf 400 Seiten Umfang angewachsen. Mein heutiges Thema ist die deutsche Automobilindustrie, ihr Einfluss auf die Politik und ihre Probleme. Inspiriert wurde ich durch die Meldungen, die wahrscheinlich heute bestätigt werden, dass das „Verbrenner-Aus“ gelockert wird von 100% Kohlendioxid neutral im Jahre 2035 auf 90% im selben Jahr. Dazu etwas später mehr. Ich eröffne damit mal eine neu Kategorie über Politik, wo es natürlich mehr über meine persönliche Meinung, als über Fakten geht.

Meiner Ansicht nach ist Deutschland im festen Griff der Lobby der Automobilindustrie. Das konnte man schon 2008, als wir die weltweite Wirtschaftskrise hatten, verursacht durch die Bankenkrise in den USA sehen. Die Automobilindustrie als einzige Branche bekam einen Extra-Bonus der Politik, damals in Form der Abwrackprämie, damit man einfach noch ein funktionierendes und gutes Auto verschrottet und sich ein neues kauft, um die Umsätze hochzutreiben. Das hat schon damals nicht viel geholfen, weil die Prämie ja nicht nur für deutsche Automobilhersteller war, sondern auch für ausländische Automobilhersteller und sehr viele dieser Autos, die verschrottet wurden, relativ preiswerte Autos waren und dann auch meist wieder von den preiswerteren ausländischen Herstellern nachgekauft wurde. Continue reading „Die Deutsche Automobilindustrie.“

Warum tut man sich so schwer, auf etwas völlig Überflüssiges zu verzichten?

Gestern war erneut das „Klimakabinett“ aktiv. Sie haben den Ausbau der Ladeinfrastruktur und des Netzes an Wasserstoffnetzen beschlossen. Mal abgesehen davon das dies nicht in den Verantwortungsbereich der Bundesregierung, sondern der Betreiber der entsprechenden Stationen fällt, ist das wieder ein Beispiel für Aktionismus. Genauso wie die nun erhöhte Elektroautoprämie. Continue reading „Warum tut man sich so schwer, auf etwas völlig Überflüssiges zu verzichten?“

Mit Vollgas gegen die Mauer

Ich habe eine Vorliebe für Effizienz. das merkt man sicher in den Blogposts, denn ich bevorzuge Wasserstoff als Treibstoff, einfach weil er den höchsten spezifischen Impuls aufweist und so die Nutzlast ansteigt. Das gleiche gilt auch für Ionentriebwerke. Sie haben das Potenzial die Nutzlast für bestimmte Bahnen nicht nur um 30% zu erhöhen, sondern um 100% und mehr. Das treibt manchmal seltsame Blüten, so kann ich einen Nachmittag damit verbringen einen Algorithmus zu verbessern, der bei den Programmen nicht mal eine Sekunde Rechenzeit beansprucht. Und ich rede von Programmen, die nur ich selber benutze, also die eingesparte Zeit ist nur meine eigene. Na ja effizient wäre es also, eher gar nichts zu ändern.

Im wahren Leben geht es meistens nicht um Effizienz. Für eine ganze Branche scheint das Wort ein Fremdwort zu sein. Wovon ich rede, ist die Automobilbranche. Das Automobil ist eigentlich per Se ineffizient. Es nun mal einfach nicht besonders intelligent ein Gefährt zu bauen, dass etwa eine Tonne wiegt, nur um in der Regel 1-2 Personen, also eine Nutzlast von 100 bis 200 kg zu transportieren. Nun existiert es aber schon eine Weile. Aber was die Branche von anderen unterscheidet, ist das sie es im Laufe der Zeit nicht verbessern können. Elektrische Geräte im Haushalt verbrauchen heute weniger Strom als vor wenigen Jahren oder gar Jahrzehnten. Manchmal nur durch neue Erfindungen wie dem Ersetzen von Glühbirnen durch LED-Lampen, manchmal auch durch effizientere Technik. So verbrauchten Geräte früher viel mehr Energie im Standby. Das ging meistens als Heizleistung für ein ineffizientes Netzteil drauf. Continue reading „Mit Vollgas gegen die Mauer“