Ein (Raumfahrt-) Spielchen gefällig?

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Ja, ihr seid von mir Raumfahrt‑Blogs gewohnt, aber auch das hier ist im Grunde einer. Ich habe vor einer Woche ein Spiel installiert namens Power & Revolution, das ich allerdings nicht weiterempfehlen kann. Man kann dort die Geschicke eines Staates lenken, doch vieles ist meiner Ansicht nach schlecht umgesetzt – das wäre eine eigene Kritik wert. Gefallen hat mir nur ein Aspekt: Man kann Raumfahrtprojekte initiieren, die logisch aufeinander aufbauen. Für bemannte Missionen muss man zum Beispiel erst eine superschwere Trägerrakete und ein Wohnmodul entwickeln.

Die Budgets sind jedoch – zumindest für anspruchsvolle Missionen – ein schlechter Witz: Eine bemannte Mission zu Pluto, die insgesamt 219 Monate dauert (inklusive Forschung und Entwicklung), erfordert ein Mindestbudget von 293 Millionen Euro; vorgeschlagen werden als Finanzierung 586,1 Millionen Euro. Für dieses Geld bekam man nicht einmal den Start der unbemannten Vorbeiflugsonde New Horizons. Ein reiner Vorbeiflug an Pluto ist im Spiel gar nicht vorgesehen; das kleinste Projekt ist eine Orbitalsonde, die mindestens 39,1 Millionen Euro kostet und 121 Monate benötigt – das dürfte allein die Flugzeit sein. (mehr …)

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Warum gibt es von Neil Armstrong keine Bilder?

Eine gute Frage und vielleicht erst mal eine Erläuterung. Alle Hasselblad Bilder die von der EVA bei der ersten Mondlandung von einem Astronauten gemacht wurden, zeigen Edwin „Buzz“ Aldrin. Neil Armstrong ist auf einigen zu sehen, aber niemals absichtlich fotografiert sondern als Bestandteil der Szene. Dazu gibt es noch die Aufnahmen der 16 mm Kamera vom LM aus das ihn zeigt und die verschwommenen Videoaufnahmen (auch bedingt, dadurch das bei Apollo 11 aus Zeitgründen das Entfalten der S-Band Antenne entfiel). Die Frage ist nun: War dies Absicht?

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Wer bestimmte, wer als erstes auf dem Mond landet?

Ich lese gerade von James Hanser die Neil Armstrong „First man„. Normalerweise lese ich auch englischsprachige Bücher ganz. Aber das waren bislang Bücher aus der „Ich Perspektive“, geschrieben von Astronauten oder Flug Direktoren. Von diesen unterscheidet sich das Buch zum einen in der Dicke und zum anderen weil es ein Historiker geschrieben hat. Das merkt man. Was interessiert einen Raumfahrtbegeisterten? Es sind die Geschichten hinter der Geschichte. Wie sieht das Training eines Astronauten aus? Wie hat er selbst den Flug erlebt? Das alles kommt in diesem Buch zu kurz. Dafür ist er auf Zahlen fixiert. Sie wollen wissen welche Schulnoten Neil Armstrong auf der Akademie hatte? Kein Problem. Das finden sie in dem Buch. Exemplarisch wird dies in der Beschreibung des Trainings für die Mondlandung. Das wäre eine Möglichkeit genau zu beschreiben wie dieses ablief, eine Simulation einmal haarklein zu erläutern. Stattdessen wird es allgemein beschrieben und mit Zahlen garniert, (wie viele Stunden verbrachte Neil Armstrong in welchem Simulator?). Die einzige Begebenheit die näher erläutert wird ist eine Auseinandersetzung von Neil Armstrong und Buzz Aldrin, als bei einer Simulation Armstrong auf die Mondoberfläche aufschlug. Daher überspringe ich in dem Buch ganze Abschnitte. Derzeit habe ich es fast halb durch und bin kurz vor dem Start von Apollo 11. Bislang fand ich es eher enttäuschend. Vor allem die technische Seite, wie die Ursache der Beinahe-Katastrophe von Gemini 8 kommt sehr kurz weg, (mehr …)

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