Staatsfirma oder private Raumfahrt?

Den heutigen Blog mache ich primär für mich, um Daten zusammenzutragen, die man als SpaceX-Kritiker braucht. Der Unterschied zum SpaceX-Fan ist ja der, dass man nicht das nachplappert was andere sagen, irgendwelche Spekulationen anstellt, sondern auf Basis von Zahlen argumentiert.

Seit Jahren nervt mich eines: Das die Firma immer von der „privaten Raumfahrt“ spricht. Das haben inzwischen ja auch die deutschen Medien übernommen, wo das noch bizarrer ist, weil „privat“ bei uns noch einen etwas anderen Klang hat als in den USA.

Auf der Webseite selbst wirbt sie von sich als dem „wourld fastest growing Launch Service Provider“, als wäre die Ausrichtung von SpaceX vor allem auf kommerzielle Starts, die frei ausgeschrieben werden ausgerichtet, nicht auf Regierungsaufträge. Da dieser Markt klein ist, es gibt pro Jahr ungefähr 15 bis 20 Satelliten pro Jahr deren Starts frei ausgeschrieben wird, wäre es dumm sich auf diesen zu beschränken. Kein einziger LSP kommt ohne irgendwelche Regierungsaufträge aus. Bei den meisten machen sie mehr als 50% aus. Einzige Ausnahme davon ist Arianespace wo sie deutlich unter 50% liegen. Das verwundert nicht, denn den 15 bis 20 kommerziellen Satelliten stehen viel mehr Starts seitens der Regierung gegenüber, jährlich gab es in den letzten 10 Jahren zwischen 80 und 90 Starts, also vier bis sechs mal so viel. (mehr …)

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Am Markt vorbei entwickelt

Die Verkündigerin des Messias Gwynnne Shotwell hat für nächste Woche „neue Specs“ für die Falcon Heavy angekündigt. Da ich nur noch etwa 50 Seiten durchzulesen habe, bei der Ankündigung kurz gedacht, ob ich das abwarten sollte, denn ansonsten werde ich am Montag fertig, Norbert hat auch schon einen Grobentwurf des Covers gemacht, also Montag/Dienstag sind realistisch, zumal ich einen Trick gefunden habe, wie ich die Marotte von Libreoffice dauernd Leerseiten einzufügen und ziemlich oft abzustürzen, umschiffen kann – ich druck es in zwei Durchgängen aus und spiele jeweils nur die Bilder ein, die ich für den Durchgang brauche. Pdf SAM kann man dann daraus wieder ein Mansukript machen.

Aber warum lohnt es sich nicht auf neue „Specs“ zu warten? Nun weil die sowieso schwanken. Die Falcon Heavy hat 2011 als sie angekündigt wurde 1400 t gewogen, dann waren es mal 1362 t, 2015 waren es noch 1462 t und jetzt (trotz schwererer Falcon 9 v1.2) sinkt sie wieder auf 1394 t ab. Die GTO Nutzlast betrug mal 12 t, nun sind es 21 t. Ich vermute man wird sie bei den neuen Specs wieder anheben. Ist auch egal. Die Zahlen sind in einem Jahr sowieso andere. Was zählt was die Rakete tatsächlich transportieren kann und für was man Aufträge bekommt. Da hat SpaceX bisher immer voll am Markt vorbeigeplant. (mehr …)

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Gut wenn es Geld regnet ohne das man was tut

So, ich widme mich mal heute wieder einem Blog. Nicht, dass ich nichts tue – Im Gegenteil. Ich hatte nach den Internationalen Trägerraketen einen Run und dachte mir „wenn ich schon mal dran bin, mache ich mich gleich an den nächsten Band“. Seit gut einer Woche lese ich die „US-Trägerraketen“ durch, ergänze sie und bin derzeit bei Seite 550, das heißt in so etwa 3 Tagen sollte ich durch sein. Erstaunlicherweise fielen mir wenige Fehler auf, dafür viele Formulierungen die ich geändert habe.

Hauptzweck der neuen Auflage ist auch nicht eine Erweiterung wie beim letzten Buch, denn mit 683 Seiten war ich schon fast am Anschlag (bei BOD gehen maximal 700 Seiten). Es geht mir vielmehr darum die inzwischen gesunkenen Druckkosten an die Käufer weiterzugeben. So kostet das Buch nun nur noch 39,99 Euro. Mal sehen ob sich das bei den Verkaufszahlen auswirkt. Das alte Buch hat sich in 33 Monaten genau 106-mal verkauft. Man sieht – die Arbeit lohnt sich nicht wirklich. (mehr …)

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Nachlese zum Orbcomm 2 Start

Eigentlich wollte ich mich ja voll auf mein Buch konzentrieren, doch da ich derzeit sowieso sehr gefrustet über die chinesischen Trägerraketen und die mageren und widersprüchlichen Daten zu ihnen bin, widme ich mal dem Thema an dem ihr auch gerade diskutiert. (wie sich später zeiegn wird, sind die Chinesen ja geradezu freizügig mit den Informationen verglichen mit SpaceX – dafür werfen sie mit Bezeichnungsnebelkerzen um sich).

Die Landung der Falcon 9.

Das ist natürlich nicht an mir vorbeigegangen. Ich will das Thema auch nicht totschweigen, ich halte die Landung nur nicht für so wichtig. Wichtig wäre die Wiederverwendung und ob die wirtschaftlich ist. Doch kommen wir zuerst mal zu einer Einschätzung, der technischen Leistung. (mehr …)

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Aktuelles von Orbital/ATK und SpaceX

Während es sonst wenig neues von SpaceX gibt, vor allem warum die Untersuchung und Beseitigung des (angeblich) schon nach einem Tag feststehenden Fehlers, einer überlasteten Strebe so lange dauert, wartet man auf den nächsten Start von Orbital/ARTK zur Station. Da die neue Antares mit den RD-181 Triebwerken erst nächstes Jahr zur Verfügung steht, wird er mit einer Atlas erfolgen. Seltsamerweise ist das für Orbital günstiger. Der zweite Start soll schon von einer Kostenreduktion profitieren. Eine Atlas 401 kostet derzeit 150 Millionen Dollar, der Preis soll auf 100 Millionen Dollar sinken. Dem gegenüber gab Orbital schon vor einigen Jahren die Startkosten der Antares mit 85 Millionen Dollar an. (mehr …)

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