Wiederverwendung – bei SpaceX realistisch?

Pläne für die Bergung und Wiederverwendung von Stufen gab es viele. Es wurde für die Ariane 1 überlegt, die Saturn V. aber außer bei den Feststoffboostern des Space Shuttles wurde es nie praktiziert. Die spielen aber in einer anderen Liga. Die starken Hüllen aus Edelstahl überstehen den Wiedereintritt und auch den Aufprall auf dem Meer. Es gibt kaum mechanische Teile und keine empfindlichen Triebwerke mit Turbopumpen.

Es gibt zwei Probleme dabei: Überlebt eine Stufe den Wiedereintritt und was kostet das an Nutzlast? (mehr …)

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Wie viele Astronauten kann die Dragon befördern?

Nach dem Artikel gestern, möchte ich mich heute damit befassen, wie viele Astronauten die Dragon Kapsel von SpaceX wohl befördern kann. Wie bei anderen Angaben von SpaceX auch glaube ich nicht den Angaben der Firma. Sie sind… nun ja Wunschvorstellungen.

Nehmen wir dieses Bild hier. Es zeigt sieben Astronauten in der Kapsel. Soweit so gut. Nur fallen mir zwei Dinge auf: Das erst ist, dass so die unteren drei Astronauten nicht die Kapsel verlassen können. Der Ausstieg ist ja oben. Das zweite ist, dass die Personen doch recht schmal gezeichnet wurden – vielleicht sind es Models, aber bestimmt keine Astronauten in klobigen Raumanzügen.

Sinnvoll ist in meinen Augen ein Vergleich zu schon existierenden Raumfahrzeugen. Von der Größe her kommen hier Apollo und die Sojus in Frage.

Dragon Apollo Sojus
Länge: 3,90 m 3,23 m 2,10 m
Durchmesser: 3,60 m 3,91 m 2,20 m
Volumen: 10 m³ 6,2 m³ 4 m³
Gewicht: 4.900 kg 5.800 kg 2.900 kg

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Wie hoch ist die Nutzlast der Dragon?

Die Frage ist einfach, doch die Lösung ist nicht so einfach: 3.000 kg im Druckteil und 3.000 kg in der zylinderförmigen Erweiterung, sagt die SpaceX Website. Vor dem Start hat die Firma das noch etwas konkretisiert. Es sollen jeweils 3.310 kg im Druckbehälter und im Zylinder sein. Die kurze Dragon (ohne Zylinder) wiegt bei dieser Mission 5,2 t. Es ist noch nicht die endgültige Version. So fehlen neben dem Zylinder noch die Solarpaneele die später die Stromversorgung übernehmen sollen.

Space.com hat eine schöne Grafik gerendert und die Angaben übernommen und diese hineingearbeitet. Wer das ansieht, für den sieht die Dragon zuerst überzeugend aus. Doch die Grafik und die Angaben täuschen. Die Grafik täuscht, weil die Cygnus zu klein eingezeichnet ist. Der Durchmesser wurde als Länge angegeben und entsprechend reduziert. In Wirklichkeit sind Cygnus Dragon nehezu gleich groß. Da Space.com auch die Angaben aus dem Manifest übernommen gibt Space.com eine Nutzlast von 6 t und eine Startmasse von 12 t an. Nur die Falcon 9 kann maximal 9,8 t in einen niedrigen Orbit transportieren. In den etwas höheren und stärker genügten ISS Orbit sicher weniger. (mehr …)

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Es gibt immer zwei Sichten

Bei allem gibt es zwei mögliche Sichten. Meine Lieblingsfirma SpaceX liefert mir mal wieder eine Steilvorlage. Ich will zwei Dinge beleuchten. die beim letzten Start vorkamen. Das eine ist die Bergung der ersten Stufe. Sie entfiel, weil das Wetter ungünstig war. Man wollte deswegen den Start nicht verschieben. Wegen der öffentlichen Meinung. Nun ja, das ist doch toll. Eine Firma die nicht wegen jeder Kleinigkeit einen Start verschiebt und sich Mühe gibt einen Start pünktlich zu absolvieren. Das das Wetter schlecht war wusste man schon vorher. Einen Tag vor dem Start gab die NASA die Wahrscheinlichkeit von gutem Wetter mit 40% an, ansteigend auf 90% zu Ende des Startfensters. Warum hat man also nicht zumindest das Ende des Startfensters abgewartet?

Also warum? Es gibt doch keine Eile. Das ist ein Erprobungsflug gewesen, den hätte man wahrscheinlich noch einen Tag später starten können. Mehr als zweimal um die Erde und dann wieder wassern war nicht vorgesehen. Es gab keine Station die auf Vorräte in der Kapsel wartet, keine Astronauten die sonst verhungern würden. Aber so ist SpaceX. Eine gnadenlos erfolgsorientierte Firma, man verzichtet sogar auf Millionen, wenn man nur einen Erprobungsstart pünktlich absolvieren kann.

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Nix mit Google Rätsel 3

Also ich hatte mit mehr Beteiligung am letzten Rätsel gerechnet. Keiner hat auch nur einen Ansatz versucht. Nicht einmal die SpaceX Fans haben sich versucht.

Also mal für alle. Die Methode ist bewährt und wurde von mir schon zur Rekonstruktion der Daten sowjetischer Träger herangezogen, als diese noch nicht veröffentlicht wurden. Man braucht nur ein paar Grundlagen der Physik. In diesem Falle eigentlich nur die Raketengrundgleichung. Sie lautet bei der Falcon 9 folgendermaßen

v = v1 * ln (s1 / l1) + v2 * ln (s2 / l2).

v1 und v2 sind die Ausströmgeschwindigkeiten der Gase der einzelnen Triebwerke

S1 und S2 die Startmasse bei der Zündung und L1 und L2 die Leermasse beim Brennschluss. (mehr …)

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