Videos killed the Text

Auf meinen heutigen Blog über Videos und Text bringen mich zwei Dinge. Das eine ist der letzte Beitrag über eine Science Funktion Fernsehserie, bei der ich um meine Meinung gefragt wurde. Ich muss euch da enttäuschen: ich schaue kein Science Fiction an. Star Trek war die einzige Ausnahme, weil das schon lief als ich Kind war. Aber ich finde die Idee auf Ganymed, einem Mond im äußeren Strahlungsgürtel des Jupiters, mit einer Kruste aus Eis und Gestein eine Kolonie aufzubauen prima. Ich schlage vor Donald Trump, Horst Seehofer, Michael Lindner, Elon Musk und Kim Yong-Un weihen sie ein. Realistische Science-Fiction funktioniert meiner Ansicht nach nicht. Dazu gibt es einfach zu viele physikalische Hindernisse. Doch dazu im nächsten Blog mehr. Continue reading „Videos killed the Text“

Video killed the Information und das Glück

Da ich derzeit gerade am dritten Aufsatz über eine US-Raumsonde bin fällt mir eines auf, das ich schon seit mindestens einem Jahrzehnt beobachte: Der Rückgang der Informationen. Als das Internet jung war, so zu Zeiten von Mars Pathfinder gab es enorm viel Information über die Raumsonden. Wissenschaftler beantworteten fragen, IBM war so stolz über den Bordcomputer das es eine eigene Website gab, bei Mars Global Surveyor wurden ganze Dokumente über den Aufbau der Sonde online gestellt.

Das wurde sukzessive immer weniger, mit einigen Abweichungen nach Oben wie dem MSL als Großprojekt. Aber bei Juno sieht es wirklich mau aus. Ähnliches habe ich schon bei GRAIL und LADEE beobachtet. Früher war es noch möglich über die Instrumente viel rausbekommen, weil diese oft auf wissenschaftlichen Kongressen vorgestellt wurden, doch das scheint nun auch nicht mehr so zu sein. Meine früher immer erfolgreiche Methode nach „Raumsondenname Experimentname“ und filetype:pdf oder filetype:ppt zu suchen liefert immer weniger brauchbare Resultate.  Es ist heute fast unmöglich einen Aufsatz in der epischen Breite wie über Voyager oder Galileo zu schreiben (wo es ja nicht ein Aufsatz ist, sondern mehrere). Stattdessen finde ich auf Webseiten immer mehr Videos, Animationen, viel Flash, was diese natürlich auch für Google undurchsuchbar wird. Die Website der ESA kann man ohne Flash gar nicht mehr besuchen und besonders schlimm: sie hat nicht nur ihre Druckpublikationen eingestellt (zumindest bekomme ich keine mehr) sondern die Online-Aufgaben sind nun nicht mehr als PDF vorliegend, sondern ebenfalls in einer Flash-Animation zum Lesen. Toll wenn ich das in ein par Jahren zum Recherchieren brauche….. Continue reading „Video killed the Information und das Glück“