TFT Fernseher

Ich habe nachdem die Flachbildfernseher im letzten Jahr kräftig billiger geworden sind erwogen mir doch einen zu kaufen. Grund dafür ist nicht so sehr dass ich mir nun wahnsinnig tolle Sendungen erhoffe, oder „HD-Ready“ sein will (zumal die öffentlich rechtlichen HD TV nicht vor der Winterolympiade in Turin 2010 ausstrahlen werden und ich denke die Privaten lassen sich eher noch mehr Zeit wie man auch an anderen Dingen sieht wie der Produktion von neuen Sendungen in 16:9.
Nein die Gründe waren ganz profan: Ich habe Südseite in meinem Wohnbereich und wohne im Obergeschoss mit der Dachschräge. Das schränkt den platz bei dem Man Monitore oder Fernseher aufbauen kann auf zwei Orte links und rechts neben den Fenstern an der Dachschräge ein. Links ist der Fernseher, rechts der Computer. Die Dachschräge setzte der Größe der Röhre Grenzen: 55 cm waren möglich. Durch das 16:9 Format, den dünneren Rand um das TFT wäre, je nach Fabrikat ein 66-70 cm Flachbildschirm möglich, d.h. ich bekomme eine 30 % größere Diagonale. Das weckt Begehrlichkeiten. Weiterhin schaue ich viel öffentlich rechtliches, vor allem Wissenschaftssendungen und Dokumentationen und das kommt mittlerweile alles in 16:9. Es gibt also zwei stichhaltige Gründe neben den gefallenen Preisen für einen neuen Fernseher.
Doch ich war schlau genug im nächsten Elektronikmarkt mir einige TFT Fernseher anzusehen. Dabei gab es auch die Röhre als Vergleich. Der fiel nicht gut aus. Viele hatten Probleme mit der Farbendarstellung. Einige in der oberen Reihe waren so blickwinkelabhängig, dass man vom unteren Teil schon nichts mehr beim schräg nach oben schauen erkennen konnte. Doch selbst die besseren zeigten ein verwaschenes Bild und teilweise Geisterschatten, d.h. neben starken Kontrasten erscheinen eeine Linie mit dem Übergang etwas vom Übergang entfernt. Dabei gab es wenig Bewegung im Programm – Es war nicht etwa ein Actionfilm sondern ein Interview im Frühstücksfernsehen das ich sah.
Ne, also da denke ich kann ich noch abwarten. Zumal ich – wenn ich den Computerzeitschriften glauben kann noch mit anderen Problemen rechnen kann wie Schlieren bei schnellen Bewegungen oder ruckelnde Bilder. Die Probleme sind zum Teil hausgemacht. Die Panels stammen aus Produktionsstraßen die einmal für den PC Betrieb eingerichtet wurden, obwohl sich sicher kein PC Benutzer einen 100 cm Monitor auf den Tisch stellt. Die gesamte Elektronik arbeitet mit PC Standards. So muss die Bildrate des Fernsehens von 24 oder 25 Herz (je nach NTSC/PAL Standard) auf 60 Hat transferiert werden. Die Auflösung der meisten Displays liegt bei 1366 x 768 Punkten – und nicht etwa bei 1280 x 720 wie es der 720p Standard vorsieht. Dazu muss man skalieren. Intelligenter wäre es einmal die Produktion umzustellen, denn der Fernsehmarkt ist um einiges größer als der PC Markt. Jeder hat einen Fernseher, die meisten Haushalte haben 2 oder 3, doch PC’s hat noch nicht jeder, nicht einmal in den Industrieländern.
In letzter Zeit nutze ich sowieso mehr den Dienst des TV Online Rekorders um Fernsehen anzusehen wenn ich es will, und lege mich gemütlich aufs Bett und sehe mir die Sendungen auf dem Monitor an. Da wäre ein zweiter Monitor besser. Schade nur, dass ich keinen drehbaren habe – ein zweiter Drehbarer 19″ Monitor würde um 90 Grad gekippt einen 27″ Monitor mit 2048 x 1280 Punkten ergeben – genau 16:10 Format. Okay, mit einem Balken in der Mitte, aber eine preiswertere Lösung als einen 26″ Wide Screen Monitor zu kaufen.Weiterhin wäre es auch für das Arbeiten besser, weil zwei Monitor nebeneinander schon recht viel Fläche wegnehmen und man dann dauernd beim arbeiten den Kopf drehen muss. Nun ja, vielleicht lege ich mir noch einen zweiten 19 Zöller zu- Schaun mer mal

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