Buch Nummer Sechs – Raketenlexikon Teil 2

So, nun ist es erschienen, zumindest finde ich es auf der BOD Homepage, mein sechstes Buch und der zweite Teil des Raketenlexikons, der nun sehr zeitnah zum ersten Teil erschien. Ich hoffe in 1-2 Wochen taucht es auch in den Katalogen von Amazon & Co auf. Ich erhoffe mir natürlich eine hohe Auflage und habe den Preis bewusst sehr niedrig angesetzt – systembedingt ist ein Buch bei BOD je nach Umfang etwa 3-7 Euro teurer als beim Anfertigen einer größeren Auflage. Ich denke es ist einmalig im deutschen Sprachraum. Es gibt zwar noch das Raketentypenbuch von Eugen Reichl, aber dessen Umfang ist deutlich geringer: (mehr …)

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SpaceX auf dem Weg zur „etablierten Raumfaumfirma“

Gestern las ich mit Verwunderung, dass SpaceX gegen den Start des LDEE Mondsatelliten auf einer Minotaur protestiert hat. Wie immer werden bei SpaceX Tatsachen verdreht. So behauptet die Firma dass bis zum geplanten Start 2012 die Minotaur V noch nie geflogen sei, bis dahin ihre Falcon 1e und 9 aber einige Mal und sie flugerprobt wären.

Das ist so natürlich falsch. Derzeit ist noch keine der Raketen geflogen und die Falcon 9 liegt rund zwei Jahre im Zeitplan zurück und der Erstflug wurde erneut nach hinten nun auf Februar verschoben. Einsätze der Falcon 1e sind noch seltener im Launch manifest zu finden. Die Minotaur ist dagegen eine MX Peacekeeper die um Oberstufen erweitert wurde und setzt daher nur erprobte Komponenten ein. Das Risiko wird daher eher geringer als bei der Falcon 1e und 9 sein. Die Falcon 9 hat zwei noch nie erprobte Stufen, das Vorgängermodell der Falcon 1e hat eine Zuverlässigkeit von 40 %….. (mehr …)

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Veränderte Anforderungen an Spionagesatelliten

Viele Leute hängen sich ja gerne an Zahlen auf. Besonders gern spekuliert wird, wie groß der Spiegel der KH-11 bis 13 Serie ist und wie hoch deren Auflösung. Was dabei gerne vergessen wird: Die Zahl dieser Satelliten ist rückläufig und dies schon seit Ende des kalten Kriegs. Stattdessen setzt das Militär auf den Aufkauf ziviler Produkte. So ist es guter Abnehmer der Bilder von WourldView Ikonos und Co und es erprobt neue Technologien, so war der vor etwa einem Jahr abgeschossene Satellit ein neues Exemplar mit IR-Technologie.

Warum dieser Wandel? Früher war die Aufgabe eine andere. Die USA wollten wissen wie stark der Gegner ist, wo seine Armee steht und was er zur Verfügung hat. Für die ersten beiden Punkten reichen Aufnahmen mit einer Auflösung aus, die es erlauben Panzer oder Flugzeuge zu erkennen und zu zählen. Das ist schon der Fall im Bereich von 1-2 m/Pixel. Dazu sind keine hochauflösenden Bilder nötig. Damit konnte dann auch regelmäßig der Ostblock abgetastet werden. Für die Information wie er ausgerüstet ist ist dann tatsächlich eine höhere Auflösung wünschenswert, aber neue Flugzeuge und neue Panzer und Schiffe muss man nicht überall suchen – die kann man auf bekannten Erprobungsgeländen fotografieren. (mehr …)

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Es geht noch billiger….

Bevor ich zum letzten Blog eine ellenlange Diskussion mit „Interessierter Leser“ (wäre ein anderes Pseudonym möglich, das dürfte zu Verwechslungen führen, so wie wir hier schon einige Thomas und Martins hier haben…): Nein ich habe nicht an das RD-0120 gedacht und auch nicht an die Angara. (Das es nicht das RD-0120 ist sieht m,an auch am spezifischen Impuls und der Auslegung im Nebenstromverfahren) Aber ich gebe Dir recht, dass Russland wenn das Lohnniveau steigt eine Raketenfamilie sich zulegen muss, die billiger in der Produktion ist. Ansätze gab es dazu, so entstammt die Zenit einem solchen.

Nein ich sah das Konzept recht abstrakt unter dem Aspekt dass alle Nationen mehrere Trägersysteme unterhalten – heute sogar erheblich mehr als in den sechziger Jahren, obwohl die Anzahl der Starts seitdem gesunken ist und das einfach unwirtschaftlich ist. Es ist einfacher wenige Triebwerkstypen und wenige Stufen in großer Zahl zu produzieren als Dutzende davon. Die geringeren Produktionskosten gleichen dann aus, dass im Allgemeinen Feststoffbooster zumindest als erste Stufen günstiger sind. Ich habe mein Konzept  auch mal variiert und Feststoffbooster hinzugenommen, dadurch wird aber der Bereich kleiner in dem Nutzlasten möglich sind. Für kommerzielle Transporte würde es aber noch reichen. Wer es genauer haben will:_ Seit über 10 Jahren gibt es den Aufsatz „Konzepte für eine preiswerte Trägerrakete“ auf meiner Website. (mehr …)

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Eine wirtschaftlich und technische sinnvolle Trägerrakete

Da die Diskussion in meinem Beitrag über Russland aufgekommen ist habe ich mich entschlossen das Thema mal wieder aufzugreifen, obwohl ich mir sicher bin, schon mal einen Blog darüber geschrieben zu haben. Zuerst mal eine Nachlese zu tp1024: Bei der Sojus muss technische Umsetzung und rationale Fertigung unterschieden werden. Für eine Trägerrakete ihrer Zeit (nicht vergessen: Bis zur Sojus 2 wurden nahezu unverändert alle Triebwerke seit Beginn der 60 er Jahre verwendet) hat sie gute technische Werte, was Voll/Leermasse betrifft, spezifischer Impuls oder beförderte Nutzlast gemessen am Startgewicht. Natürlich ist heute mehr drin wie die Sojus 2 zeigt wo die Nutzlast durch ein modernes Triebwerk nur in der letzten Stufe schon um 1000 kg anstieg.

Das Problem ist dass Koroljow die Gesamtleistung auf 20 Brennkammern verteilt hat. Auch Block I hat vier Brennkammern. Da die Brennkammern fest eingebaut sind benötigt die Rakete noch weitere 12 kleinere Triebwerke als Verniertriebwerke. In der Sojus gibt es so insgesamt 36 Brennkammern in zwei Stufen. Die Fertigung so vieler ist einfach teurer als weniger stärkerer Triebwerke. (mehr …)

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