Anstehende Raumfahrtereignisse

Zwei Ereignisse stehen in den nächsten zwei Tagen an. Da ist zum einen der Vorbeiflug von Stardust an Tempel 1 und zum zweiten der Start des zweiten ATV „Johannes Kepler“.

Er ist der zweite Schwerlasttransporter der nun die ISS erreicht und er hat eine wichtige Aufgabe: Den Großteil seiner Ladung macht der Treibstoff aus. 4.5 t werden mitgeführt um den Orbit der Station anzuheben. Nun da sie fertiggestellt ist und nur noch zwei Space Shuttle Flüge anstehen kann ihr Orbit angehoben werden. Das war vorher wegen der Nutzlastmaximierung des Space Shuttles nicht notwendig. Die Treibstofftanks sind randvoll. Zusätzlich werden 850 kg Treibstoff für Swesda mitgeführt. Auch diese dienen demselben Zweck. Dazu kommen 100 kg Gase. Wasser wird nicht mitgeführt, da die Tanks derzeit gut gefüllt sind. Das System konnte aber nicht ausgebaut werden, da Abwasser von der ISS entfernt werden soll. Neue leichtgewichtige Racks nehmen 1.600 kg trockene Fracht aus.

(mehr …)

WeiterlesenAnstehende Raumfahrtereignisse

Die Computerbranche bescheisst!

Ja anders kann man es nicht nennen und es geht so seit mindestens 30 Jahren: Die meisten Angaben bei Computern sind falsch.

Basierend auf dem Binärsystem nachdem Computer arbeiten gibt es folgende Gesetzmäßigkeiten:

  • 1 kilobyte = 1.024 Byte
  • 1 megabyte = 1.048.576 Byte
  • 1 gigabyte = 1.073.741.824 Byte
  • 1 terabyte = 1.099.511.627.776 Byte

Da die Vorsilben, „giga“, Nega“ und „tera“ im normalen Leben nicht vorkommen gibt es auch keine Verwechslung mit Begriffen aus dem Alltag wo ja kilo für 1.000 steht. Eine Ausnahme sind die Funkfrequenzen, aber diese haben ja auch nichts direkt mit den Computern zu tun und wenn dann dort von GHz die Rede ist, so weis man dass es nicht 1.073 Milliarden Herz sondern nur 1 Milliarden Hertz sind. (mehr …)

WeiterlesenDie Computerbranche bescheisst!

Die schlechtesten Computer – der Altair 8800

Loading

Ja auch der erste PC schlechthin bekommt von mir sein Fett weg. Nun eigentlich ist es ja kein PC. Man könnte es eher als Micorcomputerlernkit wie ein KIM-1 oder ein MicroProfessor ansehen, denn mehr konnte das Gerät in seiner Grundkonfiguration nicht. Aber betrachten wir es mal als Computer, es wurde ja sogar als „Mainframe of the seventies“ verkauft (bei der Recherche zu meinem Buch fiel mir der starke Widerspruch zwischen den MITS Anzeigen und den ausgelieferten Produkten auf).

Ausgeliefert wurde der Altair 8800 mit einer Busplatine und vier Steckplätzen. In einer Steckkarte war die CPU untergebracht, in einer zweiten der Arbeitsspeicher von ganzen 256 Bytes und eine dritte nahm die Ansteuerung des Frontpanels vor. Das Frontpanel hatte Leuchtdioden zur Ausgabe der aktiven Datenleitungen und Adressleitungen und Kippschalter um Daten einzugeben – neun Stück mussten pro Byte betätigt werden.

Schnittstellen? Fehlanzeige. Es gab nicht mal Aussparungen an der Rückseite des Gehäuses, sodass man den Deckel zum Herausleiten von Anschlusskabeln nicht ganz schließen konnte. Da das Gerät aber nicht abgeschirmt war und den Emfpang von Radios störte war das eh egal.

In der Grundversion war das Gerät unbenutzbar. Der Anwender musste für ein Minimalsystem mindestens folgende Erweiterung kaufen:

  • Eine Karte mit einem Interface zu einem Kassettenrecorder oder Papierstreifenleser
  • Eine Karte mit einem Interface zu einem Fernschreiber
  • den Fernschreiber selbst

an so etwas exotisches wie eine Fernsehausgabe möchte man ja gar nicht denken. Und zack ist man zusätzlich zu den Altair 8800 mindestens weitere 600 Dollar los, mit einem Fernschreiber sogar bis 1.600 Dollar. Immerhin ist die Speicherkarte nur teilbestückt und kann auf volle 1 kbyte (also dem vierfachen des Speichers der Grundversion!) erweitert werden. Also ein typisches Geschäft mit der Masche: ein billiges Einstiegsgerät und Kasse wird dann über das Zubehör gemacht. Wobei: ohne Zubehör war das Gerät nicht bedienbar. Selbst den Bootcode um ein Programm von einer Cassette einzulesen musste man jedes Mal neu eintippen, was im besten Fall rund 250 Kippschalterbetätigungen entsprach. Das unterscheidet den Altair von vielen anderen Heimcomputern die ja auch keinen Massenspeicher oder Monitor hatten, aber immerhin konnte man sie ja noch im Auslieferungszustand zu etwas nützlichem verwenden – man musste nicht erst Zubehör kaufen um auch nur das Gerät programmieren zu können oder nur eine für Menschen lesbare Ausgabe zu erhalten.

So verwundert es nicht, das MITS enorm viel für das einzige Stück Software verlangte, das ihren Rechner benutzbar machte. Als das Altair BASIC herauskam konnte man es für 500 Dollar alleine kaufen, oder man kaufte eine 4 kbyte Speicherkarte für 254 Dollar und bekam es für 60 Dollar. Das ist doch eine nette Preispolitik oder? Vor allem wenn man weis, dass die Karten nicht funktionierten. Also der Käufer konnte eine nicht funktionierende Speicherkarte mit BASIC für 314 Dollar kaufen oder BASIC alleine für 500 Dollar… Da fällt einem die Wahl doch leicht oder? Die meisten benutzten aber eine dritte Methode: Raubkopien. Nur etwa 10-15% der Käufer eines Altair erwarben auch das BASIC einer neu geründeten Firma namens Micro-Soft. Sie verdienten trotzdem 180.000 Dollar an dem BASIC und kündigten den Vertrag mit MITS, als diese Summe erreicht war und dann eine Kappungsklausel griff und sie nichts mehr verdienen würden.

Es gäbe auch sonst noch ein paar Dinge zu berichten. So war das Netzteil zwar ziemlich groß, aber die Leistung reichte nicht aus, vor allem nicht wenn die Leute ihren Rechner voll bestücken wollten. (Wofür sie erst mal drei Erweiterungsteile kaufen und an diese jeweils 100 Drähte anlöten mussten). Die Leistung hätte wohl gereicht, wenn der Bus reguliert gewesen wäre, also die beiden üblichen Spannungen 5V und 12V mit definierten Stromstärken pro Karte zur Verfügung gestellt hätte. doch dass fiel bei dem schnellen Design unter den Tisch. Jede Karte musste aus 8V und 18V die Spannungen selbst ableiten.
(mehr …)

WeiterlesenDie schlechtesten Computer – der Altair 8800

Die schlechtesten Computer – der Ti 99/4a

Eigentlich, so sollte man meinen, gehört der Ti 99/4a nicht hierhin. Schaut man sich die Maschine von außen an, so war sie ein Glanzstück zu ihrer Zeit – in einem polierten Metallgehäuse anstatt einem Plastikgehäuse, es war 256 x 192 Farbgrafik verfügbar, wenn auch etwas umständlich über hexadezimale Zeichendefinitionen programmierbar. Vor allem hatte er 16 kbyte RAM zu einer Zeit wo noch  1k oder 5k bei den Konkurrenten üblich waren. Erweiterbar war es durch eine Erweiterungsbox aus solidem Stahl mit drei Diskettenlaufwerken und acht Steckplätzen. Verfügbar waren unter anderem eine 32 kbyte Speichererweiterung, RS-232 Schnittstellen, USCD.-P System, Sprachsynthesizer etc… Er konnte auf 48 kbyte RAM und mindestens 86 kbyte ROM (ROM eigentlich unbegrenzt) ausgebaut werden.

Warum ich ihn trotzdem hier aufführe war die verkorkste interne Architektur. Als ich über diese zum ersten Mal las, habe ich mich gefragt warum. Inzwischen ist es mir klar geworden: Ti entwickelte für den Computer einen neuen 8-Bit Prozessor, den TMS9985. Nur klappte das nicht. Nun wurde in das schon weitgehend fertige Design, der TMS 9900 eingefügt, den es schon gab. Der TMS9900 ist einer der ersten 16 Bit Prozessoren. Sicher nicht einer der schnellsten, aber beim Vergleich der Taktzyklen sicherlich so schnell wie ein Z80 bei gleicher Taktfrequenz plus der Möglichkeit mit erweiterten Befehl wie z.B. für die Multiplikation und Division zu punkten. Nur wurde der TMS9900 von Texas Instruments schon 1976 für den Einsatz in Minicomputern entwickelt. (mehr …)

WeiterlesenDie schlechtesten Computer – der Ti 99/4a