Warum die Vektorrechner ausstarben – die Entstehung einer Architektur

Ich habe letzte Woche einen Artikel über die Cray 2 fertigstellt. Ich will noch vor meinem Arbeitsurlaub einen Artikel über die Cray 3 schreiben, doch wenn man über die Artikeln sitzt, dann fragt man sich willkürlich, warum es heute keine Vektorrechner mehr gibt.

Fangen wir mal mit etwas Geschichte an. Wenn man von Vektorrechnern spricht, dann meisten auch von der Firma Cray Research und Seymour Cray, der Gründer der Firma. Seymour Cray. Er ist eng mit der Entwicklung der Supercomputern verbunden. Als ich mich erstmals für Computer interessierte, war ein geflügeltes Wort „Ein Supercomputer ist eine Cray“. Seymour Cray war zuerst bei CDC angestellt, wo er auch schon die schnellsten Rechner der damaligen Zeit, die Cyber 6600 und 7600 entwarf. Die CDC 6600 setzte erstmals um die Geschwindigkeit zu erhöhen mehrere Funktionseinheiten ein. Anstatt einer Recheneinheit gab es mehrere. Wenn nun eine Addition mehrere Takte erforderte, musste die nächste Rechenoperation nicht warten, sondern konnte in einem anderen Rechenwerk ausgeführt werden. Die Cyber 7600 war eine evolutionäre Weiterentwicklung der 6600. Geschwindigkeit gewann sie vor allem dadurch, dass sie nicht mehr als einzelnen Transistoren, sondern integrierten Schaltungen aufgebaut war. Bei der 8600 kam man bei der Entwicklung nicht weiter vorwärts und CDC gab die Entwicklung auf. Seymour Cray schied aus dem Unternehmen aus und gründete 1972 sein eigenes Unternehmen, Cray Research. (mehr …)

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Der Krieg ist der Vater aller Dinge – Teil 2

So, heute kommt nun der zweite Teil über skurrile Erfindungen und Entwicklungen des deutschen Militärs im dritten Reich. Ich habe mich wie im ersten Teil auf die Dinge beschränkt die nicht nur auf Papier oder Holzmodell gebaut wurden, sondern von denen zumindest ein Prototyp gebaut wurde. Zusammen mit Teil 1 gibt es das auch als Artikel auf der Webseite. Dann noch eine kleine Ankündigung: vom 22. bis 30.4 bin ich mal weg, vielleicht füllen die Gastautoren den Blog. Ich werde allerdings erstmals einen Computer mitführen mit dem ich zumindest mal reinschauen kann (Raspbery Pi). (mehr …)

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Raketentanks-Teil 2

Ich habe vor einiger Zeit schon einmal einen Gastbeitrag zum Thema Raketentanks geschrieben. Dabei ging es um die Optimierung der gebräuchlichen zylindrischen und kugelförmigen Bauweisen.  Optimierung heißt in diesem Fall, für ein Oxidator- und Brennstoffvolumen die ideale Tankbauweise, charakterisiert durch den Durchmesser, zu finden. Dabei bleibt aber unbeachtet, dass man die Tanks auch ganz anders bauen kann. Zunächst einmal eine kurze Vorstellung der Tanktypen: (mehr …)

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Der Krieg ist der Vater aller Dinge …

… heißt es. Manchmal führt der Krieg auch zu sehr skurrilen Entwicklungen, vor allem wenn er für die Partei die sie macht nicht erfolgreich verläuft. Im zweiten Weltkrieg liegen die Wurzeln einiger Erfindungen – des Düsenantriebs, des Hubschraubers, der Rakete, der Cruise Missile, der Atombombe, der wirksamen B und C-Waffen, die später eine Rolle im Militär spielen sollten, doch es gab vor allem in Deutschland auch Erfindungen die skurril, oder auch ziemlich ineffizient sind. Einige (ohne Anspruch auf Vollständigkeit) will ich heute mal vorstellen. Am Dienstag gibt es einen Beitrag von Niels und wenn ich Zeit habe, vielleicht am Mittwoch zu dem Thema „deutsche skurrile Waffen“ noch einen zweiten Beitrag, das hängt davon ab wie schnell ich mit der Arbeit bei meinem Kunden vorwärts komme. (mehr …)

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Die Revisitzeit

Zeit mal wieder einen Grundlagenartikel zu schreiben. Heute geht es um einen Fachbegriff, die Revisittime, was ist das und warum ist sie so wichtig. Fangen wir mit den Grundlagen an, einer Satellitenbahn. Jede Satellitenbahn ist eine Bahn im Raum (eigentlich ist es eine geradlinige Bewegung, die jedoch durch die Gravitation zu einer Ellipse verbogen wird. Sie ist stabil im Raum, das heißt bezogen auf die Sterne bewegt sich der Satellit nur in einem Kreis um die Erde, der Kreis rotiert aber nicht im Raum. Nun umreist er aber die Erde und die Erde bewegt sich. Zum einen bewegt sie sich um die Sonne, einmal in einem Jahr, zum anderen dreht sie sich selbst, dies unter der Bahn des Satelliten hinweg. Der Effekt ist nun folgender: Beim ersten Umlauf solle der Satellit wenn er von Süden kommt den Äquator beim 0 Längengrad überqueren. Die Überquerung des Äquators beim ersten Umlauf auf dem 0 Längengrad soll für alle Beispiel gelten. Wenn er nach (sagen wir mal 2 Stunden) wieder vom Süden her zum Äquator kommt, hat sich die Erde aber weiter gedreht, was wir auch an unseren Zeitzonen sehen. Wenn die Sonne bei uns um 12 Uhr im Zenit steht ist sie in Moskau schon wieder herabgestiegen und es ist nachmittags und in Spanien hat sie den Zenit noch nicht erreicht, es ist noch nicht Mittag. Da sich die Erde in 24 Stunden um die eigene Achse dreht hat sie sich in 2 Stunden um ein Zwölftel des Erdumfangs weiter gedreht, das sind 30 Längengrade. Die Erde dreht sich von Westen nach Osten, das heißt nach 2 Stunden überquert er den 22,5 Längengrad westlicher Länge. (mehr …)

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