Wie mache ich dem Speicher Beine?

Ich habe mich als ich an dem Aufsatz über die Cray 3 saß, bekam ich immer mehr Infos über die früheren Rechner von Seymour Cray und machte mich an die Cyber 6600 und die hatte schon in den frühen sechziger Jahre ein Problem: Die Logik war schneller als der Speicher. Zeit das vielleicht mal als Thema im Blog aufzugreifen.

Ich glaube das Problem existierte fast von Anfang des Computers. Die ersten Rechner verwandten die gleichen Bauteile für Speicher und CPU, so die Rechner von Zuse oder die ersten Röhrenrechner wie die ENIAC. Doch bald kam man drauf für den Speicher Elemente zu nehmen, die billiger als die Logik waren. Das lag auf der Hand, denn egal wie komplex eine CPU ist, sie braucht immer weniger Elemente als der Speicher. Eine 8-Bit CPU hatte zwischen 4500 und 6500 Transistoren, für den Speicher von 64 KByte hätte man 524.000 Elemente gebraucht die als Flip-Flop Speicherelement rund 2 Millionen Transistoren erfordert hätten. Bei einer 16 Bit CPU waren es zwischen 29.000 und 134.000 Transistoren, für den Speicher hätte man 32 bis 512 Millionen Transistoren gebraucht. (mehr …)

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SpaceX auf dem Weg zu ULA 2.0

Unabhängig vom CRS-3 Start will ich heute mal wieder SpaceX widmen, auch weil der Beitrag schon am Gründonnerstag entsteht. Am Montag gab es eine feierliche Zeremonie bei der die NASA PAD 39A an SpaceX vermietet, sogar NASA Administrator Boulden war da. Gwen Shotwell versprach „We’ll make great use of this pad, I promise,“ Nun soll auch die Falcon Heaven hier zum Jungfernflug starten. Das soll eine Entscheidung sein, die erst in den  letzten Monaten gefallen ist „Until yesterday, we didn’t actually have pad 39A,“ said Emily Shanklin, a SpaceX spokesperson, in an email response to questions. „Once the lease was signed, it became the option that made the most sense.“. Das zeigt mal wieder die SpaceX Desinformationspolitik, hat es doch in dem vergangenen Jahren immer geheißen, dass man Vandenberg für die Falcon Heavy baut und sie zuerst mal nicht vom Cape aus starten könnte weil die Umbauten das LC 40 zu lange blockieren würden. Nun sollen aber an Pad 39A nur geringe Modifikationen nötig sein. Wesentlich mehr dürfte die Errichtung eines neuen Hangars für die Horizontalintegration erfordern. (mehr …)

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Warum die Vektorrechner ausstarben – Gründe für den Niedergang

Die Gründe für den Niedergang sind relativ offensichtlich. Einer lag in dem Aufbau der Hardware, Seymour Cray verwandte für die Cray Chips in ECL-Technologie für den Speicher und die Logik. ECL (Emittergekoppelte Logik) waren die schnellsten verfügbaren Schaltungen, die es gab. Sie haben aber zwei Nachteile. Zum einen haben sie eine sehr hohe Verlustleistung, die auch anliegt, wenn nicht geschaltet wird (bei einem Computer sind ja niemals alle Schaltungen gleichzeitig aktiv, am extremsten ist dies beim Speicher, bei dem nur die Bausteine aktiv sind, von denen gerade Daten geholt oder gespeichert werden, dass sind bei einem Supercomputer einige Dutzend von rund 70.000 Chips. Zum zweiten eignet sich ECL nicht für eine hohe Integrationsdichte, eben aufgrund der hohen Verlustleistung. Schon als die Cray 1 entwarfen wurde hinken ECL-RAMs um eine bis zwei Generationen bei der Speicherdichte dem Metalloxidhalbleitern (MOS) hinterher, aus der „normale“ Mikroprozessoren und Speicherbausteine entstanden. Dabei waren sie durch kleinere Stückzahlen teurer und die Chips für die Logik waren noch teurer, denn sie wurden im Auftrag gefertigt. (mehr …)

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